06.05.2026

Tshisekedi erklärt dritte Amtszeit zur Option – Verfassungsrevision und Gewalt als Paralleltrends

KINSHASA/ITURI – Auf einer dreieinhalb Stunden langen Pressekonferenz am 6. Mai machte Präsident Félix Tshisekedi unmissverständlich klar: Er stehe zur Verfügung, „wenn das kongolesische Volk“ ihn „zur Rückkehr“ auffordere. Ein neues Argument kommt hinzu: Die Sicherheitslage im Osten könne die Wahlen 2028 verschieben – nicht verhindern, sondern zeitlich verschieben. Ein Satz, der den Verfassungsschutz infrage stellt. Parallel zeigt der Amnesty-Bericht vom 5. Mai, dass 465 ADF-Übergriffe 2025 zu 1.749 Opfern führten – ein Konflikt, der den Staat lahmlegt, während die Opposition gegen Verfassungsänderungen mobilisiert und 73.000 Vertriebene in Djugu ohne Unterkunft schlafen. Der 6. Mai markiert die Grenze zwischen Machtwille und Staatsversagen. „06.05.2026“ weiterlesen