23.02.2026

DR Kongo: Nasenbluten in Kolwezi gemeldet, Ruashi Mining verantwortlich gemacht

Kolwezi, die Welthauptstadt des Kobalts in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo)… Die Bewohner des Stadtteils Dilungu im Norden der Stadt leben weiterhin unter der Kontrolle von Ruashi Mining, einem Unternehmen der chinesischen Jinchuan-Gruppe. In diesem Viertel, in dem sich die Bewohner bereits über Luftverschmutzung beschweren, wurden kürzlich vier Fälle von Nasenbluten registriert.

Diese Gemeinde wirft dem Bergbauunternehmen Ruashi Mining vor, für ihren sich verschlechternden Gesundheitszustand verantwortlich zu sein. Bislang hat das Unternehmen auf diese neuen Anschuldigungen nicht reagiert. Das Bergbauprojekt von Ruashi Mining in Kolwezi basiert auf einem Vorkommen von über 31 Millionen Tonnen Kupfer und Kobalt. Von den vier Fällen von Nasenbluten im Stadtteil Dilungu von Kolwezi stammen drei Kinder aus derselben Familie. Die drei, sechs und zehn Jahre alten Kinder wohnen direkt gegenüber dem Werk von Ruashi Mining. Ihr Vater, Alexandre Koraki, ist sehr besorgt: „Besonders der Zehnjährige blutet sehr stark. Nachts müssen wir wach bleiben, um die Blutung zu überwachen. Er ist gerade im Krankenhaus.“

Es hängt mit den Aktivitäten von Ruashi Mining zusammen“

In diesem Viertel ist das Atmen zur Qual geworden, besonders abends. Der Fabrikschornstein stößt Rauch aus, der die Luft verschmutzt, erklärt Alexandre Koraki: „Zuerst klagten die Kinder über juckende Augen, dann über Augenschmerzen. Jetzt sind es die Blutungen, die uns Sorgen bereiten. Auch das hängt mit den Aktivitäten von Ruashi Mining zusammen.“ Die Nichtregierungsorganisation IBGDH schlägt erneut Alarm wegen des Gesundheitsnotstands in Dilungu. Laut Direktor Donat Kambola: „Es ist dringend notwendig, dass die Provinz- oder die nationale Regierung Maßnahmen ergreift, um die Aktivitäten der Fabrik und der Mine einzustellen, da diese die Hauptursache für die Umweltverschmutzung und die Gefahr für die Bevölkerung sind.“ In Kolwezi stehen die Ergebnisse der Untersuchungskommission der Provinzregierung von Lualaba zu diesem Thema noch aus (www.rfi.fr) „23.02.2026“ weiterlesen

19.02.2026

Ost-DR Kongo: Vor dem Hintergrund des von der AFC/M23 geführten Krieges reagiert MSF auf die Choleraepidemie und versorgt mehr als 800 Erkrankte in Sange

Nach fast acht Wochen Nothilfe in Sangé in der Provinz Süd-Kivu im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat Ärzte ohne Grenzen (MSF) einen Rückgang der behandelten Cholerafälle um 90 % bekannt gegeben. „19.02.2026“ weiterlesen

18.02.2026

In Kinshasa: Eine Sehnsucht nach der Rumba, die von der jüngeren Generation vernachlässigt wird

Auf der Dachterrasse eines verfallenen Gebäudes wiegen sich Tänzer, berauscht von Musik und Alkohol, zu alten Hits: An Wochenenden hält die Rumba in La Crèche, einer historischen Bar in Kinshasa, die Gäste bis in die frühen Morgenstunden in Bewegung. „18.02.2026“ weiterlesen

16./17.02.2026

DR Kongo: Im Virunga-Nationalpark wurde ein neues Gorilla-Baby innerhalb der Rugendo-Familie registriert

Der Virunga-Nationalpark hat die Geburt eines Berggorillas bekannt gegeben. Im Rahmen einer Beobachtungsmission stellten lokale Fährtenleser fest, dass Bagambe, ein Weibchen der Rugendo-Familie, ein männliches Junges zur Welt gebracht hat. „16./17.02.2026“ weiterlesen

17.02.2026

Kongo-Krieg auf der Berlinale: Debütfilm „Trop c’est trop“ zeigt Alltag in Goma

Weltpremiere in der Sektion Panorama Dokumente – Regisseur Elisé Sawasawa dokumentiert 30 Jahre Krieg im Nord-Kivu

BERLIN – Der Dokumentarfilm Trop c’est trop (deutsch: Es reicht) feiert auf der Berlinale 2026 Weltpremiere. In der Sektion Panorama Dokumente taucht Regisseur Elisé Sawasawa in den Alltag von Goma ein – der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu, die seit Jahrzehnten im Zentrum des bewaffneten Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo steht. „17.02.2026“ weiterlesen

17.02.2026

Marsch der Hoffnung: Vom Sieg über die Demokratie zur blutigen Repression – schon 34 Jahre vergangen!

Die Nachrichten in Kinshasa am Dienstag, den 17. Februar 2026, sowohl in der Presse als auch in den Online-Medien, werden von zwei Hauptthemen dominiert: dem 34. Jahrestag des „Marsches der Christen“ vom 16. Februar 1992 und der sozialen Lage der kongolesischen Bevölkerung, die sich durch Verzögerungen bei der Auszahlung der Gehälter der Beamten verschärft. „17.02.2026“ weiterlesen

13.02.2026

Ein Bündnis von Nichtregierungsorganisationen schlägt ein Gesetz zum Schutz psychischer Erkrankungen vor

Das Netzwerk von Nichtregierungsorganisationen im Bereich psychische Gesundheit, bestehend aus Fachkräften des Gesundheitswesens und Wissenschaftlern, schlug am Donnerstag, den 12. Februar, in Kinshasa die Verabschiedung eines Gesetzes zur psychischen Gesundheit vor. „13.02.2026“ weiterlesen

12.02.2025

Krise in der Ost-DRK: Thierry Mariani verlässt wütend die Parlamentsdebatte und prangert die „Heuchelei“ und „Untätigkeit“ der Europäischen Union an

Der französische Europaabgeordnete Thierry Mariani verließ demonstrativ eine Debatte über die Sicherheitslage im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) im Europäischen Parlament in Straßburg. Dies sei ein starkes Zeichen, erklärte er, um die „Untätigkeit“ und „Heuchelei“ der europäischen Institutionen angesichts der anhaltenden Gewalt in der Region anzuprangern. „12.02.2025“ weiterlesen