08.10.2026

Ebola im Osten der Demokratischen Republik Kongo: Fast 2.000 Kinder zu Waisen geworden (UNICEF)

Die Ebola-Epidemie hat im Osten der Demokratischen Republik Kongo bislang fast 2.000 Kinder zu Waisen gemacht. Dies geht aus dem jüngsten, am Mittwoch veröffentlichten Bericht von UNICEF hervor. Die UN-Organisation geht jedoch davon aus, dass diese Zahl zu niedrig angesetzt sein könnte.

Dem Bericht zufolge haben 1.581 Kinder in der Provinz Ituri und 322 weitere in Nord-Kivu infolge der Ebola-Epidemie einen oder beide Elternteile verloren oder wurden von ihren Eltern beziehungsweise Betreuern getrennt. Besonders hervorgehoben wird in dem Bericht der Fall eines sieben Monate alten Säuglings in Bunia. Das Kind überlebte die Krankheit, während seine Mutter daran starb. Die für Nothilfeeinsätze zuständige Vertreterin von UNICEF traf das Kind während eines Einsatzes in der Region. Die Organisation weist darauf hin, dass Angehörige aus Angst vor einer Ansteckung bisweilen davor zurückschrecken, sich um die betroffenen Kinder zu kümmern, wenn ein Elternteil ins Krankenhaus eingeliefert wird oder an der Krankheit stirbt. Diese Situation erschwert den Schutz und die Betreuung der von der Epidemie betroffenen Minderjährigen zusätzlich.

40 Millionen US-Dollar von den erwarteten 113 Millionen

Um auf diese Notsituation zu reagieren, unterstützt UNICEF zwölf Betreuungseinrichtungen in der Nähe von Ebola-Behandlungszentren. Diese Einrichtungen nehmen Kinder auf, deren Eltern in Behandlung sind, und gewährleisten eine medizinische Überwachung, die es ermöglicht, das mögliche Auftreten von Symptomen frühzeitig zu erkennen. Die UN-Organisation engagiert sich zudem bei der Suche nach Pflegefamilien und der Organisation der Betreuung von Kindern, die von ihren Angehörigen getrennt wurden. Trotz dieser Bemühungen teilt UNICEF mit, dass von den für die humanitäre Hilfe in der Demokratischen Republik Kongo benötigten 113 Millionen US-Dollar bislang erst 40 Millionen US-Dollar mobilisiert werden konnten. In den betroffenen Provinzen untergräbt die Angst vor dem Virus weiterhin die traditionellen Mechanismen der Solidarität innerhalb von Familien und Gemeinschaften. Diese Situation macht viele von der Epidemie betroffene Kinder und Haushalte äußerst verwundbar (www.radiookapi.net)

Drei Personen nach der Verwüstung des Ebola-Behandlungszentrums in Mungamba (Ituri) zu 30 Monaten Haft verurteilt

Das Landgericht (TGI) von Ituri hat drei Personen zu einer Freiheitsstrafe von 30 Monaten verurteilt; der Schuldspruch erfolgte wegen Aufwiegelung und Missachtung der Gesetze der Republik nach der Verwüstung des Ebola-Behandlungszentrums in Mungamba. Das Urteil wurde am Montag, den 5. Oktober, im Anschluss an eine auswärtige Gerichtsverhandlung (Chambre foraine) gefällt, die direkt vor Ort in Mungamba – einer Ortschaft etwa 80 Kilometer südlich von Bunia – abgehalten wurde.

Das Gericht hatte fünf Personen im Zusammenhang mit gewaltsamen Protesten angeklagt, die sich im vergangenen August gegen die medizinischen Einsatzteams zur Bekämpfung der Epidemie in Mungamba gerichtet hatten. Drei der Angeklagten wurden zu Gefängnisstrafen verurteilt, während die beiden anderen mangels ausreichender Beweise vollständig freigesprochen wurden. Die Vorfälle ereigneten sich im August 2026, als eine Gruppe Jugendlicher gewaltsam gegen medizinische Teams vorging, die in Mungamba – einem aktiven Herd der Ebola-Virus-Krankheit – im Einsatz waren. Während dieser Unruhen wurden Einrichtungen des Behandlungszentrums sowie medizinische Ausrüstung gezielt angegriffen und beschädigt, was zur Festnahme von fünf Verdächtigen durch die Sicherheitskräfte führte. Während das Gericht bei drei der Angeklagten den Tatbestand des zivilen Ungehorsams als erwiesen ansah, sprach es alle fünf Beschuldigten von den Vorwürfen des Diebstahls und der vorsätzlichen Sachbeschädigung frei.

Ein Urteil mit Signalwirkung zum Schutz der Einsatzteams

Für die Justizbehörden der Provinz zielt diese direkt am Ort der Vorfälle abgehaltene Gerichtsverhandlung darauf ab, ein klares Zeichen gegen die Feindseligkeit gegenüber den im öffentlichen Gesundheitswesen tätigen Kräften zu setzen. Romani Mulenga Kasongo, Präsident des Landgerichts von Ituri, unterstreicht die Signalwirkung der Entscheidung: „Dieses Urteil hat eine erzieherische Bedeutung: Es soll insbesondere jeden davon abhalten, die Teams anzugreifen, die im Kampf gegen die Ebola-Epidemie im Einsatz sind.“ Die Verteidiger haben ihrerseits angekündigt, innerhalb der gesetzlich vorgeschriebenen Fristen Berufung gegen die Verurteilung ihrer drei Mandanten einzulegen (www.radiookapi.net)

Kein Ebola-Behandlungszentrum in Beni hat seine Türen geschlossen

Der Koordinator der Ebola-Bekämpfungsmaßnahmen in Beni (Nord-Kivu) hat am Donnerstag, den 8. Oktober 2026, Gerüchte dementiert, die in den sozialen Medien über die Schließung von Behandlungszentren in der Region kursierten.

Die weit verbreiteten Gerüchte über eine Einstellung des Betriebs in mehreren Versorgungseinrichtungen veranlassten die medizinische Leitung der Bekämpfungsmaßnahmen zu einer öffentlichen Stellungnahme, um die Bevölkerung zu beruhigen. In seiner Klarstellung erläuterte Dr. Jeremie Muhindo, der Koordinator der Ebola-Bekämpfung in Beni, dass lediglich ein einzelnes Gebäude nach der Feststellung eines positiven Falls vorübergehend einer hygienischen Reinigung unterzogen wurde, ohne dass die Notfallversorgung dabei unterbrochen worden wäre.

„Es ist wichtig klarzustellen, dass der Dienst an sich weiterläuft; lediglich das Gebäude, in dem dieser Dienst untergebracht ist, wurde vorübergehend geschlossen, um Maßnahmen zur hygienischen Reinigung durchführen zu können […]. Die Notfallversorgung für Kranke und Hilfsbedürftige wird jedoch weiterhin aufrechterhalten“, erklärte er.

Warnung vor den Auswirkungen von Falschinformationen

Diese gezielte Dekontaminationsmaßnahme wurde angeordnet, nachdem sich eine im Gesundheitswesen tätige Person, die positiv auf das Ebolavirus getestet worden war, in dem Gebäude aufgehalten hatte. Die Desinfektion der Räumlichkeiten ist eine Standardmaßnahme der Biosicherheit, die darauf abzielt, das übrige Personal sowie die Patienten und Besucher des Krankenhauses zu schützen. Dr. Muhindo warnt die Bevölkerung vor der Verbreitung von Falschmeldungen, die Misstrauen schüren, Kranke davon abhalten könnten, Gesundheitseinrichtungen aufzusuchen, und die Wirksamkeit der gesamten Reaktion auf den Ausbruch in Nord-Kivu gefährden könnten (www.radiookapi.net)

Konflikt im Osten der DR Kongo: Nach Goma nehmen die Vermittler der Afrikanischen Union Kontakt auf – ohne jedoch einen Durchbruch zu erzielen

Wie geht es nach dem ersten Besuch in Goma für das Vermittlergremium der Afrikanischen Union weiter? Drei ehemalige Staatschefs trafen sich mit Vertretern der AFC/M23, der MONUSCO, von NGOs sowie der Zivilgesellschaft. Es wurden weder Abkommen noch Zusagen bekannt gegeben. Die Mission ist Teil eines im Juli verabschiedeten Sechs-Monats-Fahrplans zur Begleitung des Friedensprozesses im Osten der DR Kongo. Weitere Stationen sind in Kigali, voraussichtlich in Kinshasa und anschließend in Doha geplant. Allerdings muss das Gremium sein Vorgehen noch mit anderen Vermittlungsbemühungen abstimmen und die erforderlichen Mittel beschaffen.

Zunächst handelte es sich um eine Sondierungsmission. Zum ersten Mal seit der Gründung des Gremiums reisten die Vermittler nach Goma und verbrachten dort die Nacht. Sie führten zwei Arbeitssitzungen mit der Führung der AFC/M23 durch. Diplomatischen Kreisen zufolge wollten sie die Forderungen der Bewegung in Erfahrung bringen, ihr Verständnis der Krise vertiefen und eine Bestandsaufnahme der Verhandlungen von Doha vornehmen. Zudem trafen sie sich mit Vertretern der MONUSCO, von NGOs sowie der Zivilgesellschaft und bewegten sich im Stadtgebiet. Die Station in Ruanda umfasste ein Treffen zwischen dem Kenianer Uhuru Kenyatta und dem ruandischen Außenminister Olivier Nduhungirehe. Es wurden keine konkreten Fortschritte verkündet. Das wichtigste Ergebnis ist somit die Aufnahme eines direkten Kontakts zur AFC/M23. Allerdings muss die Expertengruppe erst noch ihren Platz im Geflecht der verschiedenen Vermittlungsbemühungen finden.

Das Gremium vor der Herausforderung, seinen Fahrplan umzusetzen

Der Besuch in Goma bildet einen ersten Schritt des für den Zeitraum von Juli bis Dezember vorgesehenen Fahrplans. Dieser Plan sieht Konsultationen vor Ort sowie einen Dialog mit bewaffneten Gruppen vor, umfasst aber auch die Arbeit an Fragen der Sicherheit, des humanitären Zugangs, der natürlichen Ressourcen und der Versöhnung. Nach Goma sieht das Programm einen Aufenthalt in Kigali und anschließend voraussichtlich in Kinshasa vor. Für Ende des Monats wird ein weiteres persönliches Treffen der Parteien in Doha erwartet. Das Gremium könnte vor Jahresende auch nach Goma zurückkehren; zudem ist bis Dezember ein weiteres Abstimmungstreffen in Arusha (Tansania) geplant. Es ergeben sich jedoch zwei Schwierigkeiten. Erstens die Koordinierung: Washington fordert die Afrikanische Union und die UN auf, die von den USA und Katar geleiteten Prozesse zu unterstützen. Zweitens die Mittel: In ihrem Fahrplan fordern die Vermittler flexiblere Finanzierungsmöglichkeiten sowie logistische, analytische und sicherheitsrelevante Unterstützung. Ein Zeitplan liegt also vor. Es bleibt abzuwarten, ob das Gremium über den politischen Spielraum und die erforderlichen Ressourcen verfügen wird, um diesen umzusetzen (www.rfi.fr)

Kontroverse um die Erfassung der sozialen Leistungen von Abgeordneten: Zivilgesellschaft spricht von einem Skandal

Die Mitteilung des Präsidiums der Nationalversammlung, in der die Abgeordneten aufgefordert werden, die in ihren Wahlkreisen realisierten Infrastrukturprojekte und sonstigen Maßnahmen zu dokumentieren, sorgt weiterhin für Diskussionen. Angesichts aufkommender Fragen erläuterte der Präsident der Nationalversammlung, Aimé Boji Sangara, am Mittwoch, den 7. Oktober, das Ziel dieses Vorhabens, nachdem bereits am Vortag eine erste Klarstellung durch den Berichterstatter erfolgt war. Die Organisation „Nouvelle Société Civile Congolaise“ (NSCC) hinterfragt indes die Vereinbarkeit dieser Maßnahme mit dem verfassungsmäßigen Auftrag der Abgeordneten und fordert mehr Transparenz hinsichtlich der Finanzierung dieser Projekte.

In der Nationalversammlung dauert die Debatte über die Mitteilung des Berichterstatters an, in der die Abgeordneten aufgefordert werden, die in ihren Wahlkreisen durchgeführten Projekte zu dokumentieren. Während der Plenarsitzung am Mittwoch sah sich der Präsident der Nationalversammlung, Aimé Boji Sangara, veranlasst, das Vorgehen zu erläutern. Seinen Ausführungen zufolge geht es vor allem darum, Gesundheitszentren und Schulen zu identifizieren, die auf Kosten der Abgeordneten errichtet oder instand gesetzt wurden, für die jedoch bislang keine staatliche Unterstützung erfolgt. Dabei geht es insbesondere um die Aufnahme in die staatliche Gehaltsliste sowie die Übernahme der Personalkosten in den Bereichen Bildung und Gesundheit.

Zugleich erinnerte Aimé Boji Sangara daran, dass Artikel 100 der Verfassung die Parlamentarier als Gesetzgeber sowie als Kontrollinstanz für das Handeln der Regierung, der öffentlichen Unternehmen sowie der öffentlichen Einrichtungen und Dienste definiert. In ihren Wahlkreisen, so betonte er, seien die Abgeordneten jedoch regelmäßig mit sozialen Anliegen ihrer Wähler konfrontiert und würden oft über ihre institutionellen Aufgaben hinaus tätig. „Das besagte Kommuniqué zielte vor allem darauf ab, eine Bestandsaufnahme jener Gesundheitszentren und Schulen vorzunehmen, die auf Kosten der nationalen Abgeordneten errichtet und/oder saniert wurden, aber bis heute nicht vom Staat übernommen wurden – insbesondere im Hinblick auf die Aufnahme in die staatliche Gehaltsliste und die Übernahme der Personalkosten sowohl im Gesundheits- als auch im Bildungssektor“, erklärte Aimé Boji Sangara. Der Präsident der Nationalversammlung würdigte zudem die Unterstützung, die einige Abgeordnete ihren Wählern zuteilwerden lassen – insbesondere bei der Gesundheitsversorgung, bei Schul- und Studiengebühren sowie bei der Begleitung von Familien in Trauerfällen und bei Beisetzungen. „Es ist offensichtlich, dass der Abgeordnete weit über seine eigentliche Rolle hinausgeht, indem er sich der Bewältigung sozialer Probleme annimmt, mit denen unsere Landsleute täglich an ihn herantreten“, fügte er hinzu.

Zivilgesellschaft fordert Transparenz

Diese Begründung überzeugt die „Nouvelle Société Civile Congolaise“ (NSCC) jedoch nicht. Ihr Koordinator, Jonas Tshiombela, stellt das Vorgehen infrage und mahnt zur Wachsamkeit. Er ist der Ansicht, dass der Bau von Schulen, Gesundheitszentren, Straßen oder Anlagen zur Wasserversorgung nicht zu den verfassungsmäßigen Aufgaben eines Abgeordneten gehört. Für die NSCC wirft dieses Vorgehen daher eine zentrale Frage auf: Aus welchen Mitteln wurden diese Projekte finanziert? Jonas Tshiombela fordert insbesondere Aufklärung über die Gelder, die den Abgeordneten während der parlamentarischen Sitzungspausen zugewiesen werden, und hinterfragt, ob die genannten sozialen Projekte womöglich dazu dienen, deren Verwendung zu rechtfertigen. „In ihrem Auftrag zur Gesetzgebung und Kontrolle ist nirgendwo vorgesehen, dass Abgeordnete Brücken oder Straßen bauen oder die Bevölkerung mit Wasser versorgen“, erklärt er. Der NSCC-Koordinator befürchtet zudem eine Vermischung der Zuständigkeiten von Exekutive und Parlament.

„Ist der Staat versucht, sich seiner hoheitlichen Aufgaben zu entledigen, oder ist er versucht, sich in einen Abgeordneten zu verwandeln – oder aber das Amt des Abgeordneten in etwas anderes umzuwandeln?“, fragt sich Jonas Tshiombela. Über die Kontroverse um die Pressemitteilung hinaus wirft die Debatte somit Fragen auf: nach den Grenzen des sozialen Engagements gewählter Volksvertreter, nach der Herkunft der dafür nötigen Mittel sowie nach der Verantwortung des Staates für die Schaffung und Unterhaltung sozialer Infrastruktur (www.radiookapi.net)

07.10.2026

Ebola in Beni: 8 genesene Patienten verlassen das Behandlungszentrum

Am Mittwoch, den 7. Oktober, haben acht von der Ebola-Krankheit genesene Patienten das Ebola-Behandlungszentrum in Beni verlassen. Unter ihnen befindet sich ein ein Monat alter Säugling.

Diese weiteren Genesungen erfolgen nur vier Tage nach der Entlassung von zehn anderen Patienten, die ebenfalls als geheilt gelten; dies stärkt die Hoffnung in den von der Epidemie betroffenen Gemeinschaften. Bei dieser Gelegenheit betonte der ärztliche Leiter des Allgemeinen Referenzkrankenhauses von Beni, dass Ebola zwar nach wie vor eine Realität in der Region darstelle, aber kein unabwendbares Schicksal sei. Seinen Angaben zufolge steigen die Heilungschancen, wenn die Erkrankten frühzeitig erkannt und behandelt werden. Die genesenen Patienten dankten ihrerseits den Behandlungsteams für die erhaltene Versorgung und riefen die Bevölkerung dazu auf, Vertrauen in die Behandlungseinrichtungen zu haben und mit den Einsatzteams zusammenzuarbeiten, um die Übertragung der Krankheit zu stoppen (www.radiookapi.net)

Empörung bei Meinungsführern in Bunia nach der erzwungenen Entfernung der Leichen zweier Ebola-Opfer aus dem Behandlungszentrum (CTE)

In der Zivilgesellschaft und der politischen Führung der Provinz Ituri wächst die Sorge angesichts der zunehmenden Feindseligkeiten gegenüber den Einsatzteams zur Bekämpfung der Ebola-Epidemie. Am Montag, den 5. Oktober, kam es zu heftigen Spannungen in einem Ebola-Behandlungszentrum (CTE) in Bunia, als wütende Demonstranten gewaltsam zwei Leichen an sich nahmen.

Diese Vorfälle in dem am Institut Supérieur des Techniques Médicales (ISTM) in Bunia angesiedelten Behandlungszentrum ereigneten sich ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als die Infektionskurve in der Provinz bereits eine rückläufige Tendenz zeigte. Die Unruhen brachen nach dem Tod zweier Patienten aus, die in dem Ebola-Behandlungszentrum betreut worden waren. Während ein spezialisiertes Team des Roten Kreuzes Vorbereitungen für eine würdevolle und sichere Beisetzung gemäß den Gesundheitsprotokollen traf, widersetzten sich die Familien der Verstorbenen – unterstützt von einer Gruppe Jugendlicher aus dem Viertel – diesem Vorgehen. Trotz Warnschüssen und des Einsatzes von Tränengas durch die kongolesische Nationalpolizei (PNC) zur Auflösung der Menschenmenge gelang es den Demonstranten, sich der Leichen zu bemächtigen und sie in ihre Gemeinschaften zurückzubringen, wodurch ein erhebliches Risiko für die weitere Ausbreitung des Virus entstand.

Appelle zu Verantwortungsbewusstsein und zur Verstärkung der Sicherheitsmaßnahmen

Angesichts dieses schwerwiegenden Verstoßes gegen die Regeln der öffentlichen Hygiene schlagen Gemeindevertreter und Lokalpolitiker Alarm. Der Provinzabgeordnete Dudanga Kavarios verurteilt nachdrücklich dieses Verhalten, das das Leben Hunderter Bürger gefährdet: „Zu den Behandlungszentren (CTE) zu gehen, die Leichen gewaltsam zu entfernen und sie in die Wohnviertel zurückzubringen – das bedeutet, andere dem Tod preiszugeben. Ebola existiert. Wir müssen alle möglichen Maßnahmen ergreifen, damit wir nicht weiterhin Tote zählen müssen.“ Die Zivilgesellschaft der Provinz Ituri ruft ihrerseits die Bevölkerung zu mehr Verantwortungsbewusstsein auf und fordert die Exekutive auf, die Gesundheitsinfrastruktur besser zu sichern und die Behandlungszentren mit den nötigen Mitteln auszustatten, um weitere Vorfälle zu verhindern: „Bei einem solchen Verhalten besteht die Sorge, dass sich die Lage wieder verschlimmert. Jeder muss sich selbst schützen, aber auch die anderen schützen. Die Regierung muss uns helfen, damit solche Praktiken aufhören.“ Der Minister für öffentliche Gesundheit, Hygiene und soziale Vorsorge, Samuel Roger Kamba, hatte am 2. Oktober einen deutlichen Rückgang der Zahl neuer Ebola-Fälle gemeldet (www.radiookapi.net)

Kinshasa, Luanda und Lusaka wollen die Umsetzung des Lobito-Korridors beschleunige

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo), Angola und Sambia wollen die Umsetzung des Lobito-Korridors beschleunigen. Das zweite hochrangige Koordinierungstreffen zu diesem Projekt wurde am Montag, den 5. Oktober, in Lusaka (Sambia) eröffnet – unter anderem im Beisein der Weltbank, der Afrikanischen Entwicklungsbank (AfDB) und weiterer Partner.

Im Mittelpunkt der Gespräche stehen insbesondere die Finanzierung von Energie- und Logistikinfrastruktur, die Entwicklung des Korridors als Wirtschaftsraum sowie die Erleichterung des Handels. Zudem prüfen die Teilnehmer Möglichkeiten zum Abbau administrativer Hürden und zur Harmonisierung der Zollverfahren. Der Leiter der kongolesischen Delegation, Planungsminister Guylain Nyembo – begleitet von den Ministern für Außenhandel (Julien Paluku Kahongya) sowie für Infrastruktur und öffentliche Arbeiten (John Banza Lunda) –, setzte sich für eine beschleunigte Umsetzung des Projekts ein. Die DR Kongo strebt insbesondere die Entwicklung von Industriezonen und Infrastruktur entlang des Korridors an. Zudem hebt sie die Förderung der Agrarindustrie und des Tourismus hervor, um die mit dieser Verkehrsachse verbundenen wirtschaftlichen Aktivitäten zu diversifizieren. Das erklärte Ziel Kinshasas ist es, den Lobito-Korridor zu mehr als nur einer Transportroute für Erze zu machen, indem die lokale Weiterverarbeitung und die Entwicklung weiterer Wirtschaftssektoren gefördert werden. Der sambische Präsident Hakainde Hichilema bezeichnete den Lobito-Korridor als ein Projekt, das zur Umsetzung der Afrikanischen Kontinentalen Freihandelszone (AfCFTA) und zur Förderung des Handels zwischen afrikanischen Ländern beitragen kann. Er begrüßte zudem die zwischen Sambia und der Demokratischen Republik Kongo erzielte Einigung über die Modernisierung ihrer gemeinsamen Grenzübergänge. Das Vorhaben sieht insbesondere die Errichtung von Grenzübergängen mit integrierter Abfertigung („One-Stop Border Posts“) vor, um die Kosten und Zeitverzögerungen bei Import-, Export- und Transitvorgängen zu verringern.

Weltbank kündigt Finanzierung für Bahnprojekt an

Die Finanzierungspartner haben ihrerseits ihr Engagement für den Korridor bekräftigt. Die Weltbank hat angekündigt, die Finanzierung der Bahnstrecke Dilolo–Sakania beschleunigen zu wollen. Diese Infrastruktur soll die Verbindung zwischen den Bergbaugebieten der Demokratischen Republik Kongo, Sambias und Angolas stärken und den Gütertransport zum Hafen von Lobito an der Atlantikküste ermöglichen. Die Teilnehmer dieses zweiten Treffens streben an, von den für den Korridor eingegangenen Verpflichtungen zur tatsächlichen Umsetzung der für dessen Betrieb erforderlichen Infrastruktur und Mechanismen überzugehen (www.radiookapi.net)

Lobito-Korridor: DR Kongo, Angola und Sambia wollen Grenzhindernisse beseitigen

Die Demokratische Republik Kongo, Angola, Sambia, die Weltbank, die Afrikanische Entwicklungsbank und weitere internationale Partner bekräftigen ihren gemeinsamen Willen, den Abbau administrativer Hindernisse an den Grenzen zu beschleunigen. Dies brachten sie bei der zweiten hochrangigen Koordinierungssitzung zum Lobito-Korridor zum Ausdruck, die am Dienstag, den 6. Oktober 2026, in Lusaka (Sambia) zu Ende ging.

Der Abbau administrativer Grenzhemmnisse zielt darauf ab, den Handel, die Beteiligung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern. Ein Schwerpunkt des Treffens lag unter anderem auf dem Ausbau der Energieinfrastruktur, um die lokale Verarbeitung von Erzen und landwirtschaftlichen Erzeugnissen vor deren Export zu ermöglichen. Um die Umsetzung dieses Programms zu beschleunigen, plädierte der Minister für Außenhandel der Demokratischen Republik Kongo, Julien Paluku, für die Erstellung eines Fahrplans mit präzisen Indikatoren; zugleich begrüßte er die von der Europäischen Union bereitgestellten Mittel in Höhe von 2 Milliarden Euro: „Ich bin der Meinung, dass bei der weiteren Mittelbereitstellung auch ein Teil für den Kapazitätsaufbau vorgesehen werden sollte. Denn die Mobilisierung von Geldern ist zwar gut, aber der Ausbau von Kapazitäten ist noch besser. Daher würden wir auch gerne eine Vorstellung vom Umfang der Mittelbereitstellung durch die Weltbank erhalten, um unsere Programme entsprechend anpassen zu können.“ Gegenüber der Presse erklärte der Planungsminister Guylain Nyembo, dass die Demokratische Republik Kongo Reformen im Rahmen der Harmonisierung des gemeinsamen Masterplans für den Lobito-Korridor einleiten werde. „Wir konnten die Interessen der Demokratischen Republik Kongo zur Geltung bringen, aber auch die Anforderungen an die Governance verdeutlichen, damit die drei Länder vollkommen kohärent zusammenarbeiten und das Projekt voranbringen können“, fügte er hinzu. Alle Teilnehmer dieses Gipfels bekräftigten, dass die Realisierung des Lobito-Korridors die Volkswirtschaften der Demokratischen Republik Kongo, Angolas und Sambias erheblich verändern wird (www.radiookapi.net)

Tag der „toten Stadt“ in Kampene aus Protest gegen den als illegal erachteten Bergbau durch chinesische Unternehmen

Am Montag, den 5. Oktober, fand in Kampene (Territorium Pangi, Provinz Maniema) ein Protesttag statt. Auf Aufruf der Zivilgesellschaft und von Kooperativen für handwerklichen Bergbau blieben Geschäfte, Läden und Märkte geschlossen. Damit sollte gegen die als rechtswidrig erachtete Besetzung mehrerer Bergbaustandorte durch die chinesischen Unternehmen Femetal Mining und Consortium protestiert werden.

Lokale zivilgesellschaftliche Akteure werfen diesen beiden Unternehmen illegalen Abbau und die Militarisierung der Bergbaugebiete vor. Ein Memorandum, in dem die sofortige Einstellung ihrer Aktivitäten gefordert wird, wurde dem Oberhaupt des Häuptlingstums Babene zur Weiterleitung an die zuständigen Behörden übergeben. Nach Angaben der Zivilgesellschaft von Kampene verfügen Femetal Mining und Consortium lediglich über Schürflizenzen. Ihr wird jedoch vorgeworfen, mit dem industriellen Abbau von Erzen begonnen zu haben, ohne zuvor die gesetzlich vorgeschriebene Phase für den eigentlichen Abbaubetrieb durchlaufen zu haben. Philémon Oscar, Schriftführer dieser Organisation, prangert dies als Verstoß gegen die kongolesische Bergbaugesetzgebung an.

„Die Gesetze unseres Landes werden von Ausländern untergraben, die nur kommen, um unsere Ressourcen zu plündern“, erklärt er. Die lokalen Akteure werfen den beiden Unternehmen zudem vor, ihre Aktivitäten auch nachts unter dem Schutz schwer bewaffneter Soldaten durchzuführen. Sie sind der Ansicht, dass diese Situation die handwerklichen Bergleute direkt beeinträchtigt, von deren Tätigkeit ein Großteil der Bevölkerung für ihren Lebensunterhalt abhängt. Laut Philémon Oscar „betreiben 90 % der Bevölkerung handwerklichen Bergbau an diesen derzeit besetzten Standorten“.

Vermittlungszusage der Provinzregierung

Da der handwerkliche Bergbau die Haupteinnahmequelle in Kampene darstellt, würde der Wegfall dieser Tätigkeit der Mehrheit der Einwohner ihre tägliche Lebensgrundlage entziehen. Angesichts der eskalierenden Spannungen hat der für Bergbau zuständige Provinzminister von Maniema zugesagt, ein Abstimmungsgespräch unter Beteiligung der Anwohner, der handwerklichen Bergbaukooperativen und der Führungskräfte der beiden Bergbauunternehmen zu organisieren, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu erarbeiten (www.radiookapi.net)

DR Kongo: Opposition fordert Strafverfolgung nach Gewalt bei Demonstration in Kinshasa

In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) verschärft die Opposition nach den Gewalttaten während der Demonstrationen im vergangenen September ihren Ton. In einem am Montag, den 5. Oktober 2026, in Kinshasa veröffentlichten Bericht fordert die Koalition „Artikel 64“ (C64) eine sofortige strafrechtliche Verfolgung und macht die nationalen Behörden für die Vorfälle verantwortlich. In der Demokratischen Republik Kongo beschuldigt die „Coalition Article 64“ (C64) die „Force du Progrès“ – eine Gruppierung, die als Miliz der Präsidentenpartei gilt –, eine eigentlich friedliche Versammlung blutig niedergeschlagen zu haben. Nach Angaben der Opposition sind dabei ein Mensch ums Leben gekommen, zahlreiche weitere wurden verletzt und mehr als hundert Personen willkürlich festgenommen. Für die „Coalition Article 64“ ist die Grenze des Zumutbaren überschritten. Das Oppositionsbündnis prangert eine gezielte Terrorstrategie an, die von der „Force du Progrès“ – unter Duldung der Sicherheitskräfte – bei der Niederschlagung der Demonstration vom 15. September angewandt wurde. Im Mittelpunkt dieses düsteren Geschehens steht der Tod von Manassé Lomboto Bomengola. Der junge Funktionär der Partei ADD Congo erlag seinen Verletzungen, nachdem er bei dem Versuch, seine Parteiführung zu schützen, brutal angegriffen worden war.

Opposition droht mit „Notwehr“

Über dieses tragische Ereignis hinaus äußerte sich die Repression – so die Darstellung der Koalition – in einer Welle gezielter Gewalt, sowohl in Kinshasa als auch in den Provinzen. Der Bericht verzeichnet gezielte Angriffe auf Politiker, die Verfolgung von Aktivisten, Vandalismus an Parteizentralen sowie mehr als hundert dokumentierte willkürliche Festnahmen. Die Opposition fordert die sofortige Auflösung der regierungsnahen Jugendmilizen sowie die Einleitung unabhängiger gerichtlicher Untersuchungen. Vor allem aber droht sie damit, künftig von ihrem Recht auf Notwehr Gebrauch zu machen, um ihre Mitglieder zu schützen und ihre Protestaktionen auf der Straße fortzusetzen. Eine Anfrage an die Regierungspartei blieb unbeantwortet (www.rfi.fr)

Schaffung eines Koordinierungsrahmens zur Verbesserung der Bearbeitung von Fällen sexueller Gewalt in Bunia

Die kongolesische Nationalpolizei und die Justizbehörden wollen ihre Zusammenarbeit bei der Bearbeitung von Fällen sexueller Gewalt in Bunia (Ituri) verstärken. Geplant ist die Schaffung eines Rahmens für Dialog und Koordinierung, um die juristische Betreuung der Opfer sowie die Verfahrensbearbeitung zu verbessern.

Diese Initiative folgt auf eine am Dienstag, den 6. Oktober, von der MONUSCO in Bunia organisierte juristische Fachveranstaltung. Das Treffen bot Vertretern von Polizei und Justiz die Gelegenheit, sich über die Schwierigkeiten bei der Bearbeitung von Fällen sexueller Gewalt auszutauschen. Nach Angaben der Organisatoren bestehen weiterhin Defizite, insbesondere bei der Koordinierung und Zusammenarbeit zwischen Polizeidienststellen und Justizbehörden. Diese Schwierigkeiten beeinträchtigen die Bearbeitung und den Fortgang der Verfahren.

Umstände, die Straflosigkeit begünstigen

Die Teilnehmenden wiesen zudem auf die gütliche Beilegung bestimmter Fälle sowie auf den Mangel an finanziellen und materiellen Mitteln hin. Ihrer Ansicht nach erschweren diese Faktoren die Arbeit der Ermittler und können dazu führen, dass die Täter straflos ausgehen. Eine Beamtin der Kriminalpolizei schilderte insbesondere die Schwierigkeiten, die sich beim Aufspüren und Festnehmen von Verdächtigen ergeben: „Es ist kompliziert, an den Täter heranzukommen, da die nötigen finanziellen und materiellen Mittel nicht bereitgestellt werden. Es gibt Schwierigkeiten, vor allem was die Fortbewegung betrifft. Wie sollen wir den Täter auf diesem ganzen Weg fassen?“

Stärkung des Austauschs zwischen Polizei und Justiz

Angesichts dieser Schwierigkeiten empfehlen die Teilnehmenden die Einführung von Mechanismen, die den Austausch zwischen den verschiedenen an der Bearbeitung von Fällen sexueller Gewalt beteiligten Stellen verbessern. Ziel ist es, die Arbeit von Ermittlungsbehörden, Staatsanwaltschaften und Gerichten zu erleichtern sowie eine bessere Nachverfolgung der Verfahren zu gewährleisten. Durch diesen Koordinierungsrahmen beabsichtigen die beteiligten Akteure, die Zusammenarbeit zwischen Polizei und Justiz zu optimieren, um die justizielle Reaktion auf sexuelle Gewalt in Bunia zu stärken (www.radiookapi.net)

Osten der DR Kongo: Das Vermittlergremium der AU ruft zur Einhaltung der Waffenruhe und zur Fortsetzung des Doha-Prozesses auf

Das Vermittlergremium der Afrikanischen Union ruft die Rebellen der AFC/M23 sowie die Armee – die am Sicherheitskonflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo beteiligten Parteien – dazu auf, die Waffenruhe einzuhalten. Dieser Aufruf erfolgt im Anschluss an zweitägige Beratungen in Goma. Die Delegation des AU-Gremiums, der Sahle-Work Zewde (ehemalige Präsidentin Äthiopiens), Uhuru Kenyatta (ehemaliger Präsident Kenias) und Mokgweetsi Masisi (ehemaliger Präsident Botswanas) angehören, führte Gespräche mit Vertretern der MONUSCO, des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA), des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und des Erweiterten Gemeinsamen Verifizierungsmechanismus Plus (EJVM) sowie mit Vertretern der AFC/M23. Die Konsultationen befassten sich insbesondere mit der Entwicklung des Friedensprozesses, der Sicherheits- und humanitären Lage sowie mit Maßnahmen zur Stärkung des Vertrauens zwischen den verschiedenen Parteien. Das Gremium bekräftigt, dass ein dauerhafter Frieden im Osten der Demokratischen Republik Kongo nur durch politischen Dialog erreicht werden kann. Es ermutigt zudem dazu, das redliche Engagement im Rahmen des Doha-Prozesses fortzusetzen, und ruft zur strikten Einhaltung der Waffenstillstandsvereinbarungen, zur uneingeschränkten Zusammenarbeit mit den Überprüfungsmechanismen sowie zur Zurückhaltung gegenüber jeglichen Handlungen auf, die den Friedensprozess gefährden könnten.

Schutz der Zivilbevölkerung und humanitärer Zugang

Die Vermittler der Afrikanischen Union betonen zudem die dringende Notwendigkeit, die Zivilbevölkerung – insbesondere Frauen und Mädchen – zu schützen sowie sexualisierte und geschlechtsspezifische Gewalt zu verhindern. Darüber hinaus fordern sie die Gewährleistung eines sicheren und ungehinderten humanitären Zugangs für die betroffene Bevölkerung sowie den Schutz grundlegender Dienstleistungen und der Bildungsinfrastruktur. Das Gremium bekräftigt sein Bekenntnis zur Souveränität, Einheit und territorialen Integrität der Demokratischen Republik Kongo und vertritt die Auffassung, dass sich diese Verpflichtungen in konkreten Verbesserungen der Lebensbedingungen der vom Konflikt betroffenen Gemeinschaften niederschlagen müssen.

Nach Goma, Kigali und schließlich Kinshasa

Nach zweitägigen Beratungen in Goma reiste die Delegation nach Kigali (Ruanda), wo sie unter anderem mit dem ruandischen Außenminister Olivier Nduhungirehe zusammentraf. In Goma hatten die Vermittler zudem einen Besuch vor Ort im Gebiet Nyiragongo unternommen – insbesondere an ehemaligen Standorten, die kriegsvertriebenen Personen Zuflucht geboten hatten –, um sich ein Bild von der humanitären Lage und den Bevölkerungsbewegungen zu machen. Am 5. Oktober führte das Gremium im Rahmen seiner Konsultationen zum Friedensprozess zudem Gespräche mit der politischen Führung der AFC/M23 unter der Leitung ihres politischen Koordinators Corneille Nangaa. Nach der Station in Ruanda wird die Delegation in Kinshasa erwartet. Die Ergebnisse dieser Konsultationen sollen dem Vermittler der Afrikanischen Union sowie der kongolesischen Regierung übermittelt werden. Das Gremium beabsichtigt, seine Konsultationen fortzusetzen, um den Schutz der Zivilbevölkerung zu stärken, mehr Vertrauen zwischen den Parteien aufzubauen und den Friedensprozess im Osten der Demokratischen Republik Kongo voranzubringen. Diese Mission findet vor dem Hintergrund mehrerer laufender diplomatischer Initiativen statt, die darauf abzielen, die Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo zu beenden – insbesondere die Prozesse von Washington und Doha. Die Afrikanische Union ist bestrebt, die Koordinierung zwischen diesen verschiedenen Bemühungen im Rahmen ihres eigenen Vermittlungsprozesses zu gewährleisten (actualite.cd)

06.10.2026

Ebola: Frankreich stellt weitere 7 Millionen Euro für den Kampf gegen die aktuelle Epidemie bereit

Frankreich hat beschlossen, in diesem Jahr weitere 7 Millionen Euro für die Bekämpfung der Ebola-Epidemie bereitzustellen, von der derzeit ein Teil der Demokratischen Republik Kongo (DRK) betroffen ist; dies gab der französische Außenminister am 6. Oktober 2026 bekannt. Jean-Noël Barrot, der die DR Kongo am vorangegangenen Wochenende besucht hatte, erläuterte, dass sich der französische Beitrag damit „in diesem Jahr auf 23 Millionen Euro“ belaufe.

Frankreich wird weitere 7 Millionen Euro für den Kampf gegen die Ebola-Epidemie bereitstellen; dies gab der französische Außenminister Jean-Noël Barrot am Dienstagmorgen bekannt. Insgesamt hat die Epidemie mehr als 4.000 Menschenleben gefordert; in den sieben betroffenen Provinzen der Demokratischen Republik Kongo wurden mehr als 8.500 Fälle registriert. Bereits am Vortag hatte die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF) vor der exponentiellen Ausbreitung des Virus in der Provinz Nord-Kivu gewarnt, auf die allein 40 % der Neuinfektionen entfallen.

„Französische Wissenschaftler und Helfer stehen an vorderster Front“

Die Ankündigung zusätzlicher Mittel erfolgt, nachdem Jean-Noël Barrot am vorangegangenen Wochenende Bunia in der Provinz Ituri besucht hatte – das Epizentrum der aktuellen Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo. „In Bunia habe ich gesehen, dass französische Wissenschaftler und Helfer im Kampf gegen diese tödliche Epidemie an vorderster Front stehen“, erklärte er am Dienstag. „Ihr Mut ist bemerkenswert. Ich bin dorthin gereist, um ihnen mitzuteilen, dass wir zusätzliche Hilfe in Höhe von 7 Millionen Euro bereitstellen und damit unseren Beitrag auf insgesamt 23 Millionen Euro für dieses Jahr aufstocken werden.“ Er versicherte zudem: „Um eine weitere Ausbreitung der Epidemie zu verhindern, werden wir gemeinsam mit der französischen Entwicklungsagentur weiterhin das kongolesische Nationale Institut für biomedizinische Forschung unterstützen. Gemeinsam mit den kongolesischen Behörden werden wir zudem ein Projekt entwickeln, das auf der Arbeit lokaler und internationaler Nichtregierungsorganisationen aufbaut, um Überlebenden konfliktbedingter sexueller Gewalt den Zugang zum Rechtssystem zu gewährleisten. Diese Maßnahme ist Teil unserer umfassenderen feministischen Außenpolitik, die darauf abzielt, Frauen und Mädchen zu schützen – jene, die von Konflikten und Krisen oft am schwersten betroffen sind.“ Der Minister äußerte sich im Rahmen einer humanitären Konferenz in Paris (www.rfi.fr)

Ebola in der DR Kongo: MSF besorgt über die Verschlechterung der gesundheitlichen Lage in Nord-Kivu

Mehr als 4.000 Tote, über 8.500 bestätigte Fälle, sieben betroffene Provinzen … In der Demokratischen Republik Kongo breitet sich die Ebola-Epidemie „wie ein Mega-Feuer“ aus – mit „jede Woche neuen Herden“ und einer Versorgungskapazität, die bereits weit überschritten ist, warnt Ärzte ohne Grenzen (MSF). Auch wenn Ituri weiterhin das Epizentrum der Epidemie darstellt – insbesondere das Gebiet Mambasa, wo am Sonntag innerhalb von 24 Stunden 18 Menschen starben –, bereitet MSF vor allem die Lage in Nord-Kivu Sorge.

Nord-Kivu, das ebenso wie die Provinz Ituri – wo die Epidemie ihren Ausgang nahm – von heftigen Kämpfen erschüttert wird, verzeichnet inzwischen fast 40 % der bestätigten Neuinfektionen; Ärzte ohne Grenzen (MSF) schlägt Alarm. Bereits Mitte September warnte die Weltgesundheitsorganisation vor der „exponentiellen“ Ausbreitung des Virus in dieser Provinz. Dort werden aufgrund fehlender Ressourcen mehr als ein Drittel der positiv getesteten Patienten in Gesundheitseinrichtungen behandelt, die über keine speziellen Ebola-Behandlungsbereiche verfügen. Diesen Einrichtungen mangelt es folglich an Schutzausrüstung und Isolationsmöglichkeiten für Kranke, was das Übertragungsrisiko erheblich erhöht. Nach Angaben von MSF ereignet sich die Mehrheit der Todesfälle außerhalb von Gesundheitseinrichtungen und entzieht sich somit jeglicher Kontrolle. „Es ist unmöglich, diese großflächige Epidemie einzudämmen, solange sich weiterhin neue Herde ausbreiten“, warnt die NGO, die eine Verschlimmerung der Lage in den kommenden Wochen befürchtet (www.rfi.fr)

Ebola in der DR Kongo: Weltbank bekräftigt Unterstützung für die Bekämpfungsmaßnahmen und ruft zur Fortsetzung der Anstrengungen auf

Im Rahmen eines Arbeitsbesuchs in Bunia bekräftigte Dr. Ronald Upenyu Mutasa, der für den Gesundheitssektor in Afrika zuständige leitende Vertreter der Weltbank, am Montag, den 5. Oktober 2026, das Engagement seiner Institution, die Demokratische Republik Kongo im Kampf gegen das Ebolavirus zu unterstützen. Während er die bei der Bekämpfung der Krankheit erzielten Fortschritte begrüßte, betonte er, wie wichtig es sei, die Anstrengungen aufrechtzuerhalten und zu verstärken, um die Epidemie dauerhaft unter Kontrolle zu bringen.

Vor der Presse bezeichnete der Vertreter der Weltbank die ersten vor Ort beobachteten Ergebnisse als ermutigend. Gleichwohl mahnte er zur Wachsamkeit angesichts einer Krankheit, die für die betroffene Bevölkerung weiterhin eine Bedrohung darstellt. „Wir sehen erste sehr vielversprechende Anzeichen dafür, dass die Epidemie langsam eingedämmt wird. Doch wir sind noch weit davon entfernt, sagen zu können, dass die Epidemie vollständig unter Kontrolle ist. Daher müssen die Anstrengungen fortgesetzt und verstärkt werden“, erklärte Dr. Ronald Upenyu Mutasa. Am Freitag, den 2. Oktober, hatte der Minister für öffentliche Gesundheit, Hygiene und soziale Vorsorge, Samuel Roger Kamba, einen deutlichen Rückgang der Zahl neuer Ebola-Fälle bekannt gegeben. „Heute sprechen wir nicht mehr von Epidemien auf Provinzebene, sondern von solchen auf zonaler Ebene, also in den Gesundheitszonen. Von den 63 Gesundheitszonen haben 12 seit 42 Tagen keine Fälle mehr gemeldet, und in 8 Zonen wurden im Zeitraum von 22 bis 42 Tagen keine Fälle verzeichnet“, erklärte er. Die Weltbank beabsichtigt, die kongolesische Regierung in mehreren für die Ebola-Bekämpfung wesentlichen Bereichen zu unterstützen. Diese Unterstützung umfasst insbesondere die medizinische Regelversorgung, die Infektionsprävention und -kontrolle, den Ausbau der Laborkapazitäten sowie die Einbindung der Bevölkerung – ein zentraler Pfeiler im Kampf gegen Epidemien. Für die kongolesischen Gesundheitsbehörden geht diese Partnerschaft über die reine Bewältigung von Gesundheitsnotfällen hinaus. Sie bietet zudem die Chance, das nationale Gesundheitssystem nachhaltig zu stärken, um künftigen Gesundheitskrisen besser begegnen zu können. Professor Steve Ahuka, der Einsatzleiter für die Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo, betonte, wie wichtig es sei, auf den Erfolgen aufzubauen, die dank der Unterstützung technischer und finanzieller Partner erzielt wurden. „Der Besuch fällt zudem in eine wichtige Phase, denn es ist entscheidend, dass sich die Vertreter der kontinentalen Behörde konkret ein Bild davon machen können, was mit dieser Unterstützung bereits erreicht wurde, und prüfen, wie wir unsere Zusammenarbeit weiter ausbauen können“, erklärte er.

Nachhaltige Stärkung des Gesundheitssystems

Die an der Reaktion beteiligten Akteure sind der Ansicht, dass die Stärkung des Gesundheitssystems ein Schlüsselelement für die dauerhafte Eindämmung von Ebola bleibt. Dies erfordert insbesondere die Verbesserung der Gesundheitsinfrastruktur, die Ausbildung von medizinischem Personal, den Ausbau der Diagnosekapazitäten sowie eine verbesserte epidemiologische Überwachung. Neben den technischen Aspekten betonten die Beteiligten auch die Einbindung der lokalen Gemeinschaften. Deren Akzeptanz der Präventionsmaßnahmen und ihre aktive Teilnahme an Aufklärungsaktivitäten gelten als entscheidend, um die Übertragung der Krankheit zu unterbrechen und neue Ausbrüche zu verhindern. Die Botschaft der Weltbank ist somit zugleich beruhigend und mahnend: Auch wenn die vor Ort erzielten Fortschritte ermutigend sind, ist der Kampf gegen Ebola noch lange nicht beendet. Kontinuierliche Anstrengungen, die Stärkung des Gesundheitssystems und das Engagement der Gemeinschaften bleiben die wichtigsten Hebel, um die Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo dauerhaft unter Kontrolle zu bringen (www.radiookapi.net)

Kenia meldet ersten Ebola-Todesfall im Land

Ein in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) lebender Kenianer ist am Montagabend in einem Krankenhaus in Nairobi an Ebola gestorben; dies gab der kenianische Gesundheitsminister am Dienstag bekannt. Es handelt sich um die erste Infektion und den ersten Todesfall in Verbindung mit dieser Krankheit, die jemals in dem ostafrikanischen Land registriert wurden. Aden Duale erklärte, der Mann – dessen Identität nicht preisgegeben wurde – sei vor etwa einem Monat erkrankt und zunächst in der DR Kongo behandelt worden, bevor er auf dem Landweg nach Kampala, der Hauptstadt Ugandas, gereist sei, um von dort am 3. Oktober einen Flug nach Nairobi zu nehmen.

Kenia hat heute Morgen den Tod eines Ebola-Patienten gemeldet – der erste Todesfall und die erste Infektion im Zusammenhang mit dieser Krankheit in dem Land. Bei dem Verstorbenen handelt es sich um einen Kenianer, der in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) lebte; er war am 3. Oktober in Nairobi eingetroffen, wo er positiv auf das Virus getestet wurde, bevor er am Montagabend verstarb. Die Beisetzung soll heute Nachmittag stattfinden. Nach Angaben des kenianischen Gesundheitsministers Aden Duale, der dies am Dienstagmorgen auf einer Pressekonferenz bekannt gab, war der Patient ein kenianischer Staatsangehöriger, der seit sieben Jahren in der DRK gelebt hatte. Dort hatte er sich vor einem Monat krank gefühlt und war in mehreren Krankenhäusern des Landes behandelt worden, bevor er auf dem Landweg nach Kampala, der Hauptstadt Ugandas, reiste. Von dort aus flog er nach Nairobi, wo er am vergangenen Samstag ankam. Ein Angehöriger holte ihn ab und brachte ihn in das Krankenhaus von Nairobi, wo er isoliert wurde. Er wies Symptome von hämorrhagischem Fieber auf und wurde positiv auf das Ebola-Virus getestet, bevor er gegen 23:30 Uhr verstarb.

Nachverfolgung aller Kontakte des Verstorbenen

Gegenüber RFI bestätigte der Generaldirektor für Gesundheitswesen – ein hochrangiger Beamter des Ministeriums –, dass es sich bei dem Patienten um einen 40-jährigen Geschäftsmann handelte, der in den Osten der Demokratischen Republik Kongo gereist war. Die Behörden teilten mit, sie hätten bereits 28 Kontaktpersonen aus dem Umfeld des Verstorbenen erfasst und seien nun dabei, die 23 Passagiere sowie die vier Besatzungsmitglieder jenes Flugzeugs ausfindig zu machen, das den Kranken nach Nairobi gebracht hatte. Personen mit Infektionsrisiko werden für 21 Tage unter Quarantäne gestellt. Der Gesundheitsminister rief die Bevölkerung Kenias dazu auf, nicht in Panik zu geraten. „Alle Vorkehrungen zur Eindämmung der Krankheit sind getroffen“, betonte er nachdrücklich (www.rfi.fr)

Konflikt im Osten der DR Kongo: Treffen in Goma zwischen Vermittlern der Afrikanischen Union und der Gruppe AFC/M23

Drei ehemalige afrikanische Staatschefs, die als Vermittler der Afrikanischen Union (AU) im Konflikt im Osten der DR Kongo tätig sind, trafen am 5. Oktober 2026 in Goma – einer von der AFC/M23 kontrollierten Stadt – zu einem Gespräch mit hochrangigen Vertretern dieser politisch-militärischen Gruppierung ein.

In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) sind am Montag drei ehemalige afrikanische Staatschefs in Goma eingetroffen – der wichtigsten Stadt im Osten des Landes, die unter der Kontrolle der von Ruanda unterstützten politisch-militärischen Gruppierung AFC/M23 steht.

Das im März 2025 zur Vertretung des gesamten Kontinents eingesetzte Vermittlergremium der Afrikanischen Union (AU) setzt sich aus dem ehemaligen kenianischen Präsidenten Uhuru Kenyatta, dem ehemaligen Präsidenten von Botswana, Mokgweetsi Masisi, der ehemaligen äthiopischen Präsidentin Sahle-Work Zewde sowie Catherine Samba-Panza aus der Zentralafrikanischen Republik und dem Nigerianer Olusegun Obasanjo zusammen. Die beiden Letztgenannten konnten die Reise nicht antreten. Die Delegation, die bereits Kinshasa und Kigali besucht hat, reist nun erstmals in den Osten des Kongo. Unter militärischen Ehren betraten Uhuru Kenyatta, Mokgweetsi Masisi und Sahle-Work Zewde erstmals den roten Teppich in Goma – im Rahmen der afrikanischen Vermittlungsbemühungen, die unter der Führung von Faure Gnassingbé verschiedene subregionale Initiativen bündeln. Der togolesische Präsident wurde dabei durch seinen für auswärtige Angelegenheiten zuständigen Delegierten Minister vertreten. Nachdem sie sich zu Jahresbeginn mit den Präsidenten Ruandas und des Kongo getroffen und einen Fahrplan ausgearbeitet hatten, wurden die Vermittler von der politischen Führung der AFC/23 unter der Leitung von Corneille Nangaa empfangen. Das Gespräch dauerte mehr als eine Stunde, bevor die Delegation zu einem Treffen mit Vertretern der UN-Stabilisierungsmission in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) aufbrach.

Die Rolle der Afrikanischen Union bekräftigen

Es gilt, zunächst den Dialog aufrechtzuerhalten und sodann zu zeigen, dass die AU mit einer Stimme spricht. Vor allem aber muss sie ihre Rolle als legitimste Akteurin in diesem Konflikt behaupten – auch wenn sie in dieser Angelegenheit weder über die finanziellen Mittel Dohas noch über die politischen Hebel Washingtons verfügt. Mehrere Vermittlungsversuche, den Kämpfen im Osten der Demokratischen Republik Kongo ein Ende zu setzen, sind bislang erfolglos geblieben: darunter ein unter der Schirmherrschaft Washingtons von Kinshasa und Kigali unterzeichnetes Abkommen sowie – parallel dazu – eine Vereinbarung zwischen Kinshasa und der AFC/M23 über einen Waffenstillstand, die im Rahmen einer Vermittlung durch Katar zustande kam. Der Osten der Demokratischen Republik Kongo wird seit mehr als 30 Jahren von Konflikten heimgesucht. Die AFC/M23 hat die Kontrolle über Gebiete in den Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu übernommen. Eine Offensive zu Beginn des Jahres 2025 war durch die Einnahme zweier Großstädte im Osten des Kongo – Goma (Nord-Kivu) und Bukavu (Süd-Kivu) – gekennzeichnet (www.rfi.fr)

Afrika

Reportage

Die DR Kongo startet eine umfassende Kartierung ihres Untergrunds, um „ihre Ressourcen besser zu kennen“

Die DR Kongo möchte ihren Untergrund besser erforschen, um den wirtschaftlichen Nutzen daraus zu maximieren. Genau dies ist das Ziel des Programms zur geophysikalischen Kartierung aus der Luft, das am 5. Oktober 2026 in Kinshasa offiziell gestartet wurde. Die Kampagne, die vom Bergbaufonds für künftige Generationen (Fomin) – einer öffentlichen Einrichtung – finanziert und von einem spanischen Unternehmen durchgeführt wird, sieht die Vermessung von mehr als einem Drittel des Staatsgebiets mittels Spezialflugzeugen vor. Es handelt sich um einen bedeutenden Schritt, den die Behörden unter das Zeichen wissenschaftlicher und bergbaulicher Souveränität stellen.

Bislang gilt weniger als 10 % des Staatsgebiets der Demokratischen Republik Kongo als tatsächlich erkundet. Mithilfe von Daten, die über einen Zeitraum von drei Jahren aus der Luft erhoben wurden, beabsichtigen die Behörden, den geowissenschaftlichen Erfassungsgrad des Landes von rund 23 % auf mehr als 46 % zu steigern. Bergbauminister Louis Watum erklärt: „Das Ziel ist einfach: das Unbekannte zu erschließen, die Exploration gezielter auszurichten und optimale Investitionsbedingungen zu schaffen. Dieses Wissen ist von strategischer Bedeutung. Es ermöglicht dem Staat, seine Ressourcen besser zu kennen, Investoren, die Chancen besser einzuschätzen, und der kongolesischen Bevölkerung, die Nutzung ihrer eigenen Bodenschätze besser vorzubereiten. Wir investieren also heute in Wissen, um morgen Kosten, Risiken und Zeitaufwand bei der Exploration zu verringern.“

Mehr als 3 Millionen lineare Kilometer zurückgelegt

Während der gesamten Dauer des Einsatzes soll eine Flugzeugflotte die an Kinshasa angrenzenden Provinzen Kongo Central und Kwango überfliegen. Hinzu kommen die Provinzen der Region Kasaï im Zentrum sowie die Region Groß-Katanga im Südosten des Landes. Im Mittelpunkt der Operation steht der Einsatz moderner Technologie; einige der dafür vorgesehenen Fluggeräte wurden bereits bei der Auftaktveranstaltung präsentiert. Sie sollen insgesamt mehr als 3 Millionen Flugkilometer zurücklegen. Andrés Blanco von dem spanischen Unternehmen, das den Auftrag ausführt, betont: „Wir werden modernste Sensoren zur geophysikalischen Datenerfassung einsetzen und künstliche Intelligenz integrieren.“ Das vom nationalen geologischen Dienst koordinierte Projekt zielt zudem darauf ab, junge Geologen aus der Region auszubilden, um so wissenschaftliche Fachkompetenz auf nationaler Ebene aufzubauen (www.rfi.fr)

05.10.2026

Osten der DR Kongo: Wie Armee und MONUSCO die Ebola-Bekämpfung unterstützen

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo erfordert das Erreichen der von Ebola betroffenen Bevölkerung auch den Umgang mit der unsicheren Sicherheitslage. Angriffe bewaffneter Gruppen, Hinterhalte und Bewegungseinschränkungen erschweren die gesundheitspolitischen Maßnahmen. Welche Mittel werden eingesetzt, um den Zugang zu erleichtern und bestimmte Einsätze zu begleiten? Wie werden die Blauhelmsoldaten und das kongolesische Militär dabei eingebunden?

In der Provinz Ituri verzeichnet das Gesundheitsgebiet Mambasa 29 bestätigte Ebola-Fälle, während es im Gebiet Nia-Nia 293 Fälle sind. In dieser Region konzentrieren die ADF ihre Angriffe auf den Süden sowie auf den Grenzbereich zur Provinz Nord-Kivu und richten sich dabei häufig gegen Bergbaustandorte. Angesichts dieser Bedrohung hat die MONUSCO ihre Präsenz in Mambasa wiederhergestellt und in Nia-Nia einen mobilen Stützpunkt eingerichtet. Gemeinsam mit der kongolesischen Armee führt sie Patrouillen durch. Ziel ist es unter anderem, in Abstimmung mit der Weltgesundheitsorganisation den humanitären Zugang für die Bekämpfungsmaßnahmen zu erleichtern. In Mamove und Sayo ermöglichen Kampfeinheiten zudem eine Ausweitung des Einsatzradius für gemeinsame Patrouillen gegen die ADF; allerdings geht eine Gefahr auch von einigen Jugendlichen aus den lokalen Gemeinschaften aus. Mitglieder der Teams, die für die Beisetzung von Ebola-Toten zuständig sind, werden bisweilen angegriffen. Vor einer Woche wurden die Beisetzungen von sieben bestätigten Fällen auf den Friedhöfen von Bundji, Vulindi und Kitovo in Nord-Kivu durch Sicherheitskräfte begleitet. Dennoch bestehen weiterhin Hindernisse. Die UN berichten von Hinterhalten, Fahrzeugdiebstählen und kriminellen Übergriffen, die die Bekämpfungsmaßnahmen erschweren. Die Herausforderung besteht somit weiterhin darin, den Teams zu ermöglichen, die Bevölkerung zu erreichen und ihre Einsätze sicher durchzuführen (www.rfi.fr)

DR Kongo: Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot besucht Bunia, das Epizentrum der Ebola-Epidemie

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot ist nach Bunia im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo gereist – dem Epizentrum der Ebola-Epidemie, die bereits mehr als 4.000 Todesopfer gefordert hat.

Jean-Noël Barrot traf am Vormittag zu einem Blitzbesuch ein. Es handelte sich um eine Tagesreise, die mit der Besichtigung eines Behandlungszentrums für Ebola-Patienten begann – dem Zentrum von Rwampara am Ortsausgang von Bunia. Rwampara ist eines der Epizentren dieser Epidemie. Die Einrichtung wird von der französischen NGO Alima betrieben und verfügt über die von der Organisation entwickelte, vielbeachtete „Blase“. Dabei handelt es sich um eine Art vollkommen transparentes Zelt, das die Durchführung komplexer medizinischer Eingriffe – bis hin zur Geburtsbegleitung – ermöglicht, ohne das Pflegepersonal zu gefährden. In einem Behandlungszentrum, das auch an den während dieser Epidemie in Rwampara eingeleiteten medizinischen Studien beteiligt ist, wird eine prophylaktische Behandlung erprobt – das heißt, es geht darum, Infektionen bei Personen zu verhindern, die dem Virus bereits ausgesetzt waren. Im Rahmen der weiteren Forschungsaktivitäten schloss der Minister seinen Besuch in Bunia mit einer Besichtigung des Labors des Nationalen Instituts für biomedizinische Forschung (INRB) ab. Dessen Leiter, Professor Jean-Jacques Muyembe – ein ausgewiesener Experte für das Ebola-Virus –, begleitet die Reise übrigens ebenfalls.

Frankreich will seine Unterstützung verstärken

Der französische Außenminister besuchte Bunia, um auch die Solidarität seines Landes mit den kongolesischen Behörden zu bekunden, die gegen „die tödlichste Epidemie ihrer Geschichte“ kämpfen. Frankreich beabsichtigt, diese Unterstützung auszubauen. „Das bedeutet, dass wir im Rahmen der in den kommenden Tagen beginnenden Haushaltsberatungen eine entsprechende Zuweisung unserer humanitären Mittel vorschlagen werden, um diesen Kampf gegen Ebola bis zum Ende zu führen“, betonte Jean-Noël Barrot. „Wenn ich heute in Bunia bin, dann vor allem, um die Unterstützung Frankreichs zu bezeugen und anzukündigen, dass wir sie verstärken wollen, um diese Ebola-Epidemie zu besiegen – denn Viren kennen keine Grenzen, und man muss sie an der Wurzel ausrotten, dort, wo sie auftreten, und zwar bis zum Ende“, Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot im Gespräch mit Paulina Zidi. Es wurde zwar keine konkrete Summe genannt, doch die Hilfe soll insbesondere Organisationen vor Ort zugutekommen – etwa der französischen NGO Alima, deren Behandlungszentrum in Bunia der Minister besuchte. Auch die Forschung soll unterstützt werden. Derzeit laufen in der Demokratischen Republik Kongo mehrere klinische Studien zur Entwicklung von Behandlungen sowie Impfstoffen gegen den Bundibugyo-Stamm; dieser ist für die Epidemie verantwortlich, bei der bereits mehr als 8.000 Kontaktpersonen und über 4.000 Todesopfer verzeichnet wurden. Ziel der Reise war zudem die Vorbereitung einer nationalen humanitären Konferenz, die vom französischen Außenministerium in Paris organisiert wird und für Dienstag, den 6. Oktober, angesetzt ist. Dabei wird es natürlich um die humanitäre und gesundheitliche Lage in der Demokratischen Republik Kongo gehen, aber auch um andere Krisen wie jene im Gazastreifen, in der Ukraine und im Sudan (www.rfi.fr)

Ebola in der DR Kongo: Was die Bekämpfung bremst und welche Prioritäten sie beschleunigen sollen

Um die Bekämpfungsmaßnahmen zu beschleunigen, haben die Verantwortlichen mehrere dringende Erfordernisse identifiziert: Erkrankte früher zu erkennen und die Einsatzteams mit den nötigen Mitteln für ihr Vorgehen auszustatten. Der jüngste Lagebericht schildert sehr konkrete Schwierigkeiten – vom Patiententransport bis hin zur Dekontaminierung von Wohnhäusern. Die erste Verzögerung tritt noch vor der Alarmierung ein. Erkrankte werden im Durchschnitt erst sieben Tage nach Auftreten der ersten Symptome erkannt. Diese werden häufig mit Malaria verwechselt. Die Patienten suchen zunächst Apotheken oder Heiler auf. Wer sich an einen Gesundheitshelfer in der Gemeinde wendet, gelangt schneller in ärztliche Behandlung. Ist ein Erkrankter erst einmal identifiziert, muss er transportiert werden können. Doch im Distrikt Bas-Uélé wurde am 1. Oktober gemeldet, dass keine Krankenwagen zur Verfügung stehen und der Dieselvorrat aufgebraucht ist. Zudem müssen täglich die Personen aufgesucht werden, die mit dem Erkrankten in Kontakt standen. Vorgestern konnten fast 6.000 der insgesamt 31.000 zu überwachenden Kontaktpersonen nicht aufgesucht werden. Schließlich müssen Einsätze in den Wohnhäusern erfolgen. In Nord-Kivu wurden von vierundzwanzig Haushalten lediglich zehn dekontaminiert. Der Bericht nennt als Gründe hierfür den Mangel an Teams, Schwierigkeiten bei der Fortbewegung sowie den Widerstand der Bewohner. Eine Beschleunigung der Reaktionsmaßnahmen erfordert daher Transportmittel und mehr Teams, aber auch den Dialog mit den Familien, um die Einsätze zu ermöglichen (www.rfi.fr)

Ebola in der DR Kongo: Epidemie überschreitet Schwelle von 4.000 Todesopfern trotz Optimismus des Gesundheitsministers

Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat die Schwelle von 4.000 Todesopfern überschritten; zudem wurden mehr als 8.300 Fälle bestätigt. Das Land erlebt den schwersten Ausbruch seiner Geschichte. Trotz dieser verheerenden Bilanz geben sich die kongolesischen Gesundheitsbehörden zuversichtlich. Auf einer Pressekonferenz am Freitag in Kinshasa erklärte Gesundheitsminister Roger Kamba, der Höhepunkt sei bereits überschritten.

Gesundheitsminister Roger Kamba stützt seinen Optimismus auf den Rückgang der Infektionszahlen in den meisten Ausbruchsgebieten. In 19 von 63 Gesundheitszonen seien seit mindestens drei Wochen keine neuen Fälle mehr verzeichnet worden, so Minister Kamba. „Die Epidemie entgleitet uns nicht mehr. Früher sind wir der Epidemie hinterhergelaufen, doch heute sind wir ihr einen Schritt voraus.“ Dennoch bleibt die Lage kritisch. In 44 Zonen ist das Virus weiterhin aktiv, und die Epidemie hält sich hartnäckig in Gebieten wie Beni, Butembo oder Katwa in der Provinz Nord-Kivu. In diesen Ortschaften erschweren die anhaltende Unsicherheit sowie der Widerstand in der Bevölkerung die Arbeit der Einsatzteams. Ein weiterer Grund zur Sorge: Mehr als die Hälfte der Todesfälle ereignet sich nach wie vor außerhalb medizinischer Einrichtungen, was Ansteckungen bei der häuslichen Pflege oder bei Beerdigungen begünstigt. Zudem ist die Quote bei der Nachverfolgung von Kontaktpersonen wieder unter die Marke von 82 % gefallen – weit entfernt von dem Zielwert von 95 %, der für die Unterbrechung der Übertragungsketten unerlässlich ist.

Mobilisierung neuer Finanzmittel

Die Regierung bemüht sich zudem um die Mobilisierung neuer Finanzmittel. Doch in der Zwischenzeit verschärfen die kongolesischen Behörden den Ton. Sie fordern ein Mitspracherecht bei den Hunderten Millionen Dollar, die von humanitären Organisationen im Ausland eingeworben werden; diese müssen der Regierung gegenüber offenlegen, wie sie die Gelder verwenden. „Wir befinden uns in einer unklaren Situation, die unser Gesundheitssystem stark belastet. Wir müssen alle Partner identifizieren, die keine Rechenschaft ablegen wollen – und wenn sie dies partout nicht tun, gibt es für sie keinen Grund, in unserem Land zu bleiben. Das ist eine Entscheidung des Staates. Sie nehmen Gelder im Namen der Demokratischen Republik Kongo entgegen; künftig müssen Sie uns mitteilen, welche Summen Sie erhalten haben und was Sie damit bewirkt haben“, erklärte Roger Kamba. Von den 226 Millionen Dollar, die im Rahmen des ersten Reaktionsplans mobilisiert wurden, haben die humanitären Akteure gegenüber der Regierung die Verwendung von kaum mehr als der Hälfte nachgewiesen (www.rfi.fr)

Ebola in Ituri: 18 neue Todesfälle innerhalb von zwei Tagen in Biakato verzeichnet

Die gesundheitliche Lage in Biakato im Gebiet Mambasa (Ituri) gibt Anlass zu großer Sorge. Wie Vertreter der lokalen Zivilgesellschaft am Montag, den 5. Oktober 2026, unter Berufung auf Gesundheitskreise berichteten, sind innerhalb von zwei Tagen 18 Menschen an der Ebola-Krankheit gestorben.

Diese neuen Todesfälle, die am vergangenen Samstag und Sonntag verzeichnet wurden, schüren erneut die Ängste in der Bevölkerung. Angesichts dieser Situation fordern Vertreter der Zivilgesellschaft die Einsatzteams auf, die Aufklärungskampagnen zur Einhaltung von Schutzmaßnahmen zu verstärken, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Seit Beginn der Epidemie sind mehr als 4.100 Menschen an Ebola gestorben; fast 75 % davon in der Provinz Ituri, die als einer der Hauptherde der Epidemie gilt.

Mehrere Herausforderungen

Lokalen Quellen zufolge steht der Anstieg der Todesfälle insbesondere mit einem mangelnden Bewusstsein der Bevölkerung für die Bedeutung der Einhaltung von Präventionsmaßnahmen in Zusammenhang. Hinzu kommen diverse logistische Schwierigkeiten, die die Arbeit der Einsatzteams erschweren. Zu den größten Hindernissen zählt die eingeschränkte Mobilität der Gesundheitsteams, da es an Treibstoff für den einzigen Krankenwagen im Gesundheitsbezirk Mandima mangelt. Zudem beklagen lokale Akteure das Fehlen eines mobilen Labors in Biakato. Proben von Verdachtsfällen müssen in das über 100 Kilometer entfernte Komanda transportiert werden, was die Einsatzmaßnahmen sowie die Nachverfolgung von Kontakt- und Verdachtsfällen verzögert.

Reaktion der WHO

Angesichts des Wiederauflebens von Ebola-Fällen hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Entsendung eines Schnelleinsatzteams in die Gesundheitsbezirke Mambasa und Mandima angekündigt. Dieses Team soll die Bekämpfungsmaßnahmen verstärken und dazu beitragen, die Ausbreitung des Virus in den betroffenen Gebieten einzudämmen (www.radiookapi.net)

8 Cholera-Fälle und 2 Todesfälle im Zentralgefängnis von Kindu gemeldet

Das Zentralgefängnis von Kindu in der Provinz Maniema ist mit einem Cholera-Ausbruch konfrontiert. Wie die Gesundheitsbehörden der Provinz am Sonntag, den 4. Oktober, mitteilten, wurden in der vergangenen Woche acht Fälle unter den Häftlingen sowie zwei Todesfälle registriert.

Angesichts dieser Lage erklärte der Gesundheitsminister der Provinz, Dr. Alexis Chomba, dass die Gesundheitsdienste die notwendigen Maßnahmen ergriffen hätten, um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen und die Versorgung der Infizierten zu gewährleisten. Dem Provinzgesundheitsminister zufolge beschränkt sich die Cholera-Epidemie, die derzeit in Maniema herrscht, nicht auf die Stadt Kindu. Zunächst wurde sie aus der benachbarten Provinz Tanganyika kommend im Gebiet Kasongo gemeldet, bevor sie sich schrittweise auf weitere Gesundheitszonen der Provinz ausbreitete. „Die Provinz ist von einer Epidemie betroffen. Sie begann in Kasongo, ausgehend von einer Ausbreitung aus Kongolo (Tanganyika). Anschließend registrierten wir Fälle in den Gesundheitszonen Kunda und Kibombo. Heute haben wir es mit Fällen in Kindu zu tun“, erläuterte Provinzgesundheitsminister Dr. Alexis Chomba. Die Gesundheitsbehörden geben an, dass zahlreiche Erkrankte in das Allgemeine Referenzkrankenhaus von Kindu eingeliefert wurden, wo die Lage weitgehend unter Kontrolle gebracht werden konnte. Allerdings wurden nun neue Fälle aus dem Zentralgefängnis gemeldet – einem Umfeld, das aufgrund der engen Unterbringung und der oft mangelhaften hygienischen Bedingungen besonders anfällig für die rasche Ausbreitung von Krankheiten ist. Dr. Alexis Chomba teilte mit, dass eine gemeinsame Delegation – bestehend aus den Provinzministern für Gesundheit, Inneres und Justiz sowie Vertretern des Sicherheitsrats der Provinz – vor Ort eingetroffen sei, um die Lage zu beurteilen. Unter anderem wurde ein Häftling in kritischem Zustand zur angemessenen medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus verlegt. „Wir haben die Situation im Griff und werden sie unter Kontrolle bringen. Im Zentralgefängnis gab es zwei Todesfälle. Derzeit sind acht Fälle gemeldet, und die Patienten werden medizinisch versorgt“, versicherte er. Um die Ausbreitung der Krankheit einzudämmen, dringen die Gesundheitsbehörden auf die Einhaltung von Präventionsmaßnahmen, insbesondere auf die Anwendung guter Praktiken der persönlichen und gemeinschaftlichen Hygiene. „Die wichtigste Maßnahme bleibt die Hygiene. Die Präventionsmaßnahmen müssen von der gesamten Bevölkerung befolgt werden. Ohne Prävention riskieren wir einen weiteren Anstieg der Fallzahlen“, betonte der Minister. Die Gesundheitsdienste setzen ihre epidemiologische Überwachung und Aufklärungsarbeit fort, um einer Verschlimmerung der Lage sowohl im Zentralgefängnis als auch in der gesamten Provinz Maniema vorzubeugen (www.radiookapi.net)

Mehr als 200 Cholera-Fälle und 5 Todesfälle im Gesundheitsbezirk Ankoro in der Provinz Tanganyika registriert

Das Wiederaufflammen von Cholera-Fällen bereitet den Gesundheitsbehörden im Gebiet Manono (Provinz Tanganyika) Sorge. Nach Angaben der lokalen medizinischen Verantwortlichen wurden im Gesundheitsbezirk Ankoro seit der 37. epidemiologischen Woche mehr als 200 Cholera-Fälle gemeldet, darunter fünf Todesfälle.

Laut Michel Tchinish Koj, dem leitenden Arzt des Gesundheitsbezirks Ankoro, ist dieser Ausbruch vor allem auf den Mangel an Trinkwasser zurückzuführen. Wiederholte Unterbrechungen der Wasserversorgung durch den Versorger REGIDESO zwingen viele Familien dazu, Wasser aus dem Kongo ohne vorherige Aufbereitung zu nutzen, was das Infektionsrisiko erhöht. „Wir haben praktisch acht Gesundheitsbereiche, die direkt am Kongo liegen. Die Verfügbarkeit von Trinkwasser im Gesundheitsbezirk ist sehr begrenzt. Zeitweise stellt REGIDESO die Wasserversorgung der Ortschaft Ankoro ganz ein. Wenn diese Versorgung ausfällt, greift die Bevölkerung für den häuslichen Gebrauch und den Konsum auf das Flusswasser zurück“, erklärt er.

Angesichts dieser Lage verstärken die Gesundheitsteams ihre Aufklärungskampagnen, um die Bewohner dazu zu bewegen, das Wasser vor dem Verzehr abzukochen oder aufzubereiten. Der leitende Arzt weist jedoch darauf hin, dass die für die Wasserreinigung verfügbaren Chlormengen angesichts des Bedarfs unzureichend sind. Die Gesundheitsbehörden empfehlen zudem die strikte Einhaltung von Hygienemaßnahmen – insbesondere das regelmäßige Händewaschen mit Seife oder Asche sowie den Verzehr gut gelagerter und ausreichend gegarter Lebensmittel – und raten dazu, bei Durchfall oder Erbrechen umgehend medizinische Einrichtungen aufzusuchen. Trotz logistischer Herausforderungen wird die Versorgung der Kranken in den Gesundheitseinrichtungen des Gebiets wie gewohnt fortgesetzt. „Jeder Fall von Erbrechen oder Durchfall muss unverzüglich an eine Gesundheitseinrichtung verwiesen werden, um eine angemessene Behandlung zu gewährleisten. Die Versorgung in unseren Gesundheitseinrichtungen ist kostenlos“, versichert Michel Tchinish Koj. Die örtlichen Gesundheitsbehörden fordern einen Ausbau der Trinkwasserversorgung sowie verstärkte Präventionsmaßnahmen, um die Ausbreitung der Epidemie in diesem Teil der Provinz Tanganyika einzudämmen (www.radiookapi.net)

Süden der DR Kongo: Bewohner von Lubumbashi leiden unter Trinkwassermangel

Seit fast einem Monat ist die Stadt Lubumbashi weitgehend ohne Trinkwasser. Zwar fließt das Wasser bisweilen wieder, jedoch nur für wenige Stunden, während die Unterbrechungen mehrere Tage am Stück andauern können. Der Wasserversorger REGIDESO verweist auf Störungen in der Stromversorgung seiner wichtigsten Wasserentnahmestelle, die rund 80 % der Kunden versorgt.

Im Stadtviertel Tshamalale am Rande von Lubumbashi im Süden der Demokratischen Republik Kongo sind die Wasserhähne trocken. Seit fast drei Wochen fließe das Wasser nicht mehr regelmäßig, beklagt Rufin Kisimba. Der Student kann nicht nachvollziehen, wie es dazu kommen konnte: „Man hat einen kleinen Gemüsegarten, den man nicht bewässern kann. Unser Rasen ist völlig vertrocknet. Sich zu waschen ist schwierig geworden; man muss losziehen, um Wasser zu holen.“

„Die einzige Alternative bleibt das Wasser aus der Bohrung“

Jeden Morgen müssen sich Dutzende Frauen aus dem Viertel auf die Suche nach Wasser machen; sie fürchten, durch die Verwendung von verschmutztem Wasser an durch Wasser übertragenen Krankheiten zu erkranken. Abigaël, die gerade vier Eimer Wasser geschöpft hat, beklagt: „Wir leiden in diesem Viertel. Aus dem Wasserhahn kommt kein Wasser. In den letzten drei Wochen floss das Wasser an insgesamt nur zwei Tagen. Zudem sind alle Brunnen versiegt. Die einzige Alternative bleibt das Wasser aus der Bohrung.“ „In den letzten zwei Wochen hat sich die Lage im Werk verschlechtert“, erklärt David Angoyo, Provinzdirektor von REGIDESO, dem Wasserversorgungsunternehmen. Ursache hierfür seien zum einen Stromabschaltungen, von denen das Werk in Kimilolo in bisher nicht gekanntem Ausmaß betroffen war, und zum anderen der Diebstahl von Stromkabeln. Einen Zeitpunkt für die Rückkehr zum Normalbetrieb könne er nicht nennen; dies hänge von SNEL, dem Stromversorger, ab, so Angoyo. „Die Situation der Station Kimilolo spiegelt die allgemeine Lage in der Provinz wider, in der eine stabile und nachhaltige Stromversorgung für die Haushalte eine echte Herausforderung darstellt“, betont er. „Leider ist die Infrastruktur veraltet und wurde kaum saniert. Der wenige Strom, der insbesondere von der Snel erzeugt wird, muss sowohl die Bergbauindustrie als auch die Haushalte versorgen.“ Freddy Kasongo schließt mit den Worten: „Wir können hier – insbesondere im Fall der Station Kimilolo – nur Abhilfe schaffen, wenn wir in autonome Solarnetze investieren, die deren Versorgung übernehmen können. Nur auf diese Weise lässt sich eine dauerhafte Lösung erzielen, bis das Land seine Stromerzeugungskapazitäten ausbauen kann“ (www.rfi.fr)

Das Vermittlergremium der Afrikanischen Union auf Mission in Goma

Eine hochrangige Delegation des Vermittlergremiums der Afrikanischen Union hält sich an diesem Montag, den 5. Oktober 2026, in Goma auf. Ziel ihres Arbeitsbesuchs ist die Suche nach friedlichen Lösungen für die Sicherheitskrise, die den Osten der Demokratischen Republik Kongo erschüttert.

Der Delegation gehören mehrere prominente afrikanische Persönlichkeiten an, darunter Uhuru Kenyatta (ehemaliger Präsident Kenias), Mokgweetsi Masisi (ehemaliger Präsident Botswanas) sowie Sahle-Work Zewde (ehemalige Präsidentin der Demokratischen Bundesrepublik Äthiopien).

Während ihres Aufenthalts in Goma trafen sich die Delegationsmitglieder mit Vertretern der AFC/M23-Rebellenbewegung, die weite Teile der Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu kontrolliert. Übereinstimmenden Berichten zufolge konzentrierten sich die Gespräche vor allem auf den Fortschritt des Friedensprozesses im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dieses Treffen ist Teil der diplomatischen Bemühungen regionaler und kontinentaler Partner, den Dialog zwischen den verschiedenen Konfliktparteien zu fördern. Das Vermittlergremium der Afrikanischen Union spielt eine Schlüsselrolle bei der Unterstützung von Initiativen, die darauf abzielen, die Stabilität wiederherzustellen und die Voraussetzungen für eine dauerhafte, friedliche Beilegung des Konflikts zu schaffen (www.radiookapi.net)

DR Kongo: Tod des ehemaligen Chefs des nationalen Geheimdienstes unter Joseph Kabila

Kalev Mutond, der ehemalige Leiter des nationalen Geheimdienstes (ANR) unter der Präsidentschaft von Joseph Kabila, ist nach Angaben seiner Familie im Alter von 69 Jahren im American Hospital in Paris verstorben; er erlag einer langen Krankheit. Der als „Super-Polizist“ bekannte Mann verkörperte den Sicherheitsapparat des ehemaligen Regimes und wurde von der Opposition sowie der Zivilgesellschaft gefürchtet.

Kalev Mutond stand acht Jahre lang an der Spitze des nationalen Geheimdienstes (ANR) – ein Rekord. Der aus der Provinz Katanga im Süden der Demokratischen Republik Kongo stammende Mutond begann seine Laufbahn als einfacher Geheimdienstmitarbeiter und stieg schließlich bis zur Leitung der ANR auf, die er 2011 übernahm. Als Vertrauter des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila – den er in den Reihen der „Allianz der Demokratischen Kräfte für die Befreiung des Kongo“ (AFDL), der Rebellenbewegung von Laurent-Désiré Kabila (Joseph Kabilas Vater), kennengelernt hatte – verkörperte Kalev Mutond den Sicherheitsapparat des früheren Regimes. Wegen seines unermüdlichen Arbeitseifers als „Super-Polizist“ bezeichnet, zählte er zudem zu den am meisten gefürchteten Männern des Landes – insbesondere bei der Opposition und der Zivilgesellschaft.

Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen

Seine Amtszeit bei der ANR war von zahlreichen Kontroversen, willkürlichen Festnahmen, rechtswidrigen Inhaftierungen, Folter, Morddrohungen und Mordanschlägen geprägt. Im Jahr 2016 war er wegen Menschenrechtsverletzungen von den USA und anschließend von der Europäischen Union mit Sanktionen belegt worden. Nach dem politischen Machtwechsel im Jahr 2019 wurde er an der Spitze der ANR abgelöst. Da in Kinshasa gegen ihn ermittelt wurde, tauchte er unter und ging ins Exil. Nach zweijähriger Flucht kehrte er in sein Heimatland zurück, bat seine Opfer um Verzeihung, und die verschiedenen Gerichtsverfahren gegen ihn wurden eingestellt (www.rfi.fr)

05.10.2025

Sanktionen wegen Menschenrechtsverletzungen
Seine Amtszeit bei der ANR war von zahlreichen Kontroversen, willkürlichen Festnahmen, rechtswidrigen Inhaftierungen, Folter, Morddrohungen und Mordanschlägen geprägt. Im Jahr 2016 war er wegen Menschenrechtsverletzungen von den USA und anschließend von der Europäischen Union mit Sanktionen belegt worden.

Nach dem politischen Machtwechsel im Jahr 2019 wurde er an der Spitze der ANR abgelöst. Da in Kinshasa gegen ihn ermittelt wurde, tauchte er unter und ging ins Exil. Nach zweijähriger Flucht kehrte er in sein Heimatland zurück, bat seine Opfer um Verzeihung, und die verschiedenen Gerichtsverfahren gegen ihn wurden eingestellt.

01./02.10.2026

Ebola in der DR Kongo: WHO fordert nachhaltige Verbesserung des Zugangs zu medizinischem Sauerstoff

Während die Reaktion auf den Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo andauert, schlägt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Alarm angesichts der Schwierigkeiten beim Zugang zur medizinischen Versorgung. Zahlreiche Erkrankte sterben weiterhin, weil sie nicht rechtzeitig in einer geeigneten Gesundheitseinrichtung behandelt werden.

Im Vorfeld des Welttages für medizinischen Sauerstoff am 2. Oktober betont die WHO, wie wichtig es ist, den Zugang zu medizinischem Sauerstoff – einem wesentlichen Bestandteil der Behandlung schwerer Krankheitsverläufe – nachhaltig zu verbessern.

Ein unverzichtbares Hilfsmittel bei schweren Krankheitsverläufen

Die WHO weist darauf hin, dass medizinischer Sauerstoff für die Behandlung von Patienten mit schweren Ebola-Verläufen unerlässlich bleibt. Dennoch ist der Zugang dazu in vielen von der Epidemie betroffenen Gebieten der Demokratischen Republik Kongo eingeschränkt – bedingt durch Mängel bei der Infrastruktur, der Ausrüstung und der Organisation der Gesundheitsdienste. Laut Dr. Janet Diaz vom WHO-Programm für Gesundheitsnotfälle verbessert ein schneller Zugang zur medizinischen Versorgung die Überlebenschancen erheblich. Dennoch sterben weiterhin viele Patienten zu Hause oder in ihren Gemeinden, weil sie keine Gesundheitseinrichtung rechtzeitig erreichen können.

Mehr als 8.100 bestätigte Fälle

Bis zum 27. September wurden in sieben Provinzen des Landes mehr als 8.100 bestätigte Fälle und fast 3.900 Todesfälle registriert. Die Gesundheitsbehörden und die WHO berichten jedoch von einer schrittweisen Verbesserung der Lage, die sich in einem Rückgang der Neuinfektionen und Todesfälle in den letzten Wochen widerspiegelt.

Verstärkte Maßnahmen vor Ort

Vor Ort werden die Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie weiter intensiviert. Die Aufnahmekapazität der Behandlungszentren wurde von wenigen Betten zu Beginn des Ausbruchs auf heute mehr als 1.600 Betten erhöht. Darüber hinaus wurden Hunderte von Fachkräften im Gesundheitswesen geschult, um die Patientenversorgung zu verbessern.

Angesichts dieser Herausforderungen ruft die WHO dazu auf, weiterhin in Systeme für medizinischen Sauerstoff sowie in den Zugang zur Gesundheitsversorgung zu investieren. Ziel ist es, während der Epidemie mehr Leben zu retten, aber auch die Kapazitäten des Gesundheitssystems nachhaltig zu stärken (wwwradiookapi.net)

Sud-Ubangi: Zwei bestätigte Ebola-Fälle vor dem Hintergrund eines Ärzte-Streiks

In der Provinz Sud-Ubangi wurden zwei Fälle von Ebola-Fieber bestätigt. Dies gab die Provinzialabteilung für Gesundheit (DPS) während der achten Sitzung zur Entwicklung der epidemiologischen Lage in der Provinz bekannt.

Die am 10. September gemeldete Epidemie ist weiterhin auf das Gesundheitsgebiet Gbulu konzentriert, das als Epizentrum der Krankheit gilt. Die Gesundheitsbehörden setzen ihre Maßnahmen zur Bekämpfung des Ausbruchs fort, insbesondere durch die Identifizierung und Isolierung von Fällen, die Kontaktverfolgung sowie die Verstärkung der Gesundheitsüberwachung.

Fortsetzung des Streiks

Parallel zu dieser gesundheitlichen Lage halten die streikenden Ärzte an ihrem Protest fest. Sie fordern ihre Aufnahme in die offizielle Liste der DPS/Sud-Ubangi. Dr. Grâce Ngilase, Vertreter der Vereinigung der streikenden Ärzte, bekräftigte diese Forderung gegenüber dem Lokalsender von Gemena: Die Provinzialabteilung für Gesundheit weist ihrerseits die von den betroffenen Ärzten erhobenen Vorwürfe zurück. Sie macht geltend, dass deren Personalangelegenheiten nicht in ihren direkten Zuständigkeitsbereich fallen. Während die Gesundheitsbehörden die Reaktion auf Ebola im Gesundheitsbezirk Gbulu fortsetzen, sorgt der Streik der Ärzte weiterhin für Besorgnis im Gesundheitssektor von Süd-Ubangi (www.radiookapi.net)

Ebola in Ituri: 24 Todesfälle in Mahagi, seit fast zwei Monaten keine neuen Fälle

Im Gebiet Mahagi (Provinz Ituri) wurden 24 Todesfälle unter den 50 Ebola-Fällen verzeichnet, die seit der offiziellen Ausrufung der Epidemie in der Provinz registriert wurden.

Am Freitag, den 2. Oktober, meldeten die Gesundheitsbehörden jedoch, dass in Mahagi seit fast zwei Monaten kein neuer Fall mehr aufgetreten ist. Sie führen diese Entwicklung insbesondere auf die Einbindung der politisch-militärischen Behörden in die Bekämpfungsmaßnahmen zurück. Trotz dieser Entwicklung bleiben die Gesundheitsbehörden angesichts der Gefahr einer weiteren Ausbreitung des Virus wachsam. So werden in Mahagi weiterhin Kranke aus anderen von der Epidemie betroffenen Gebieten aufgenommen, darunter aus Mongwalu, das als einer der Hauptinfektionsherde gilt. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden werden einige Kranke auf Motorrädern über Schleichwege transportiert, um Kontrollpunkte zu umgehen. Diese Situation erschwert die epidemiologische Überwachung in der Region. Mehrere Gesundheitszonen – insbesondere Rimba, Logo, Aungba, Kambala und Mahagi – stehen daher weiterhin unter Beobachtung.

Logistische Herausforderungen bei der Bekämpfung des Ausbruchs

Die an der Ebola-Bekämpfung beteiligten Teams berichten ebenfalls von logistischen Schwierigkeiten; insbesondere wird Kraftstoff benötigt, um den Betrieb der für den Einsatz vorgesehenen Fahrzeuge – darunter ein Krankenwagen – zu gewährleisten. Parallel dazu werden die Aufklärungsmaßnahmen in den Gemeinden fortgesetzt, um Desinformation und der in einigen Ortschaften festzustellenden Zurückhaltung entgegenzuwirken. Mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und anderer Partner verstärken die lokalen Behörden ihre Aufklärungskampagnen, um die Bevölkerung zur Einhaltung von Präventivmaßnahmen zu ermutigen (www.radiookapi.net)

Religiöse Gemeinschaften engagieren sich verstärkt im Kampf gegen Ebola in der Demokratischen Republik Kongo

Die Verantwortlichen der Religionsgemeinschaften in der Demokratischen Republik Kongo haben beschlossen, ihr Engagement im Kampf gegen das Ebolavirus zu verstärken. Auf Initiative von Caritas Kongo ASBL trafen sie sich am Donnerstag, den 1. Oktober, in Kinshasa und erarbeiteten einen gemeinsamen Fahrplan. Dieser legt vorrangige Maßnahmen, Zuständigkeiten sowie konkrete Zeitpläne fest, um die Bekämpfungsmaßnahmen zu unterstützen.

Im Mittelpunkt dieses Engagements steht die Aufklärung der Gläubigen über Präventionsmaßnahmen zur Eindämmung der Krankheit. Die religiösen Führungskräfte wollen ihre Nähe zu den Gemeinden nutzen, um Präventionsbotschaften zu verbreiten und die Akzeptanz der gesundheitlichen Empfehlungen in der Bevölkerung zu stärken. Die Teilnehmenden verabschiedeten zudem mehrere strategische Leitlinien, um die Wirksamkeit ihrer Einsätze vor Ort zu erhöhen. Im Anschluss an die Beratungen verpflichteten sie sich, die Gläubigen regelmäßig über die Krankheitsanzeichen sowie über Verhaltensweisen zum Schutz vor einer Infektion zu informieren. Darüber hinaus vereinbarten die religiösen Vertreter, bei verdächtigen Symptomen dazu zu ermutigen, rasch medizinische Einrichtungen aufzusuchen, und gleichzeitig entschieden von Selbstbehandlung abzuraten, da diese häufig zu Verzögerungen bei der medizinischen Versorgung der Erkrankten führt. Im Rahmen ihrer Empfehlungen beschlossen sie zudem, in Zusammenarbeit mit den Gesundheitsteams sichere Bestattungspraktiken zu fördern.

Engagement gegen Desinformation

Religiöse Führungskräfte haben sich zudem verpflichtet, gegen Gerüchte, Desinformation, Stigmatisierung und Diskriminierung vorzugehen, denen Erkrankte, Überlebende, deren Familien sowie die an der Bekämpfung der Krankheit beteiligten Gesundheitskräfte bisweilen ausgesetzt sind. Darüber hinaus rufen sie die Bevölkerung dazu auf, ausschließlich verlässliche Informationen der zuständigen Gesundheitsbehörden weiterzugeben und bei Präventions- und Aufklärungsmaßnahmen eng mit den Einsatzteams zusammenzuarbeiten. Das im Rahmen des Projekts SHIELD organisierte Forum wurde finanziell von Catholic Relief Services (CRS) und Caritas Internationalis unterstützt. Die Veranstaltung fand zeitgleich in Kinshasa, Bunia und Beni statt und unterstrich den Willen, religiöse Gemeinschaften landesweit zu mobilisieren. Mit dieser Initiative wollen die Organisatoren das Engagement religiöser Akteure im Kampf gegen Ebola stärken – eine Krankheit, die aufgrund ihrer hohen Sterblichkeitsrate weiterhin eine Bedrohung für die Bevölkerung im Kongo darstellt. Ihr Mitwirken gilt als wesentlicher Hebel, um die Akzeptanz von Präventionsmaßnahmen zu fördern und die Bemühungen der Gesundheitsbehörden beim Schutz der Gemeinschaften zu unterstützen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums dauerten die Bekämpfungsmaßnahmen zum Stichtag 29. September in sieben Provinzen und 63 betroffenen Gesundheitszonen an; insgesamt wurden 8.224 bestätigte Fälle verzeichnet (www.radiookapi.net))

DR Kongo: Französischer Außenminister reist für einen auf den Kampf gegen Ebola ausgerichteten Besuch nach Kinshasa

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot reist am Freitag, den 2. Oktober, für einen zweitägigen Besuch nach Kinshasa; im Mittelpunkt steht dabei die Ebola-Epidemie, die im Osten der DR Kongo grassiert. Am Samstag wird er voraussichtlich nach Bunia in der Provinz Ituri reisen – dem Epizentrum dieses 17. Ebola-Ausbruchs. In Kinshasa sind unter anderem Treffen mit seinem Amtskollegen sowie mit dem Justizminister geplant.

Dies ist die zweite Reise von Jean-Noël Barrot in die Demokratische Republik Kongo; bereits im Januar 2025 war er für ein kurzes Treffen mit Präsident Félix Tshisekedi dort gewesen. Eine solche Audienz ist für den aktuellen Besuch jedoch nicht vorgesehen. Der Höhepunkt des Besuchs findet am Samstag in Bunia in der Provinz Ituri statt – dem Epizentrum der mittlerweile 17. Epidemie. Der Minister wird für einen Tagesausflug von Kinshasa dorthin reisen, um sich mit Vertretern der Behörden und den Einsatzkräften zur Seuchenbekämpfung zu treffen sowie sich ein Bild von der Lage vor Ort zu machen. In dieser Provinz ist die Gesundheitskrise eng mit der Sicherheits- und der humanitären Krise verknüpft, da dort mehrere bewaffnete Gruppen aktiv sind. Zuvor wird sich Jean-Noël Barrot dem Thema geschlechtsspezifische Gewalt widmen. Unter anderem ist ein Gespräch mit dem kongolesischen Justizminister Guillaume Ngefa geplant. Zudem wollen die beiden den Fall der Französin Karine Buisset erörtern; die für UNICEF in Goma tätige Mitarbeiterin einer Hilfsorganisation war im vergangenen März – vermutlich bei einem Drohnenangriff – ums Leben gekommen.

Keine Audienz bei Félix Tshisekedi angekündigt

Zu den weiteren Themen, die zur Sprache kommen könnten, gehören die laufenden Untersuchungen zu den Gewalttaten während der Oppositionsdemonstrationen im Juni und September in Kinshasa sowie in mehreren anderen Städten des Landes. Der Minister wird zudem mit Vertretern der UN-Mission im Land (Monusco) zusammentreffen. Für Freitag sind keine weiteren Begegnungen mit kongolesischen Behördenvertretern, Oppositionellen oder religiösen Würdenträgern geplant. Letztere engagieren sich stark im Demokratisierungsprozess und setzen sich für einen inklusiven nationalen Dialog ein. Am Samstagabend, vor seiner Abreise aus Kinshasa, dürfte Jean-Noël Barrot mit seiner Amtskollegin Thérèse Wagner sprechen, die von einer Reise durch Europa und die USA zurückkehrt (www.rfi.fr)

DR Kongo: Mit Ebola infizierter Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ in die Niederlande ausgeflogen

Ein Mitarbeiter von „Ärzte ohne Grenzen“ (MSF), der in der Demokratischen Republik Kongo im Kampf gegen Ebola im Einsatz war, wurde am Donnerstag, den 1. Oktober, in die Niederlande ausgeflogen. MSF bestätigte eine Infektion mit dem Bundibugyo-Virus. Nach Angaben des kongolesischen Gesundheitsministers Roger Kamba, der von RFI befragt wurde, infizierte sich die europäische Fachkraft – deren Nationalität nicht bekannt gegeben wurde – im Gebiet von Beni in der Provinz Nord-Kivu. Die Evakuierung erfolgte vor dem Hintergrund, dass das Land bis zum 29. September bereits fast 4.000 Todesfälle zu verzeichnen hatte.

Die kongolesischen Behörden haben diese Evakuierung auf Antrag der NGO genehmigt. Laut Roger Kamba erfolgt der Transport per Sonderflug direkt von Beni aus, ohne Zwischenstopp in der kongolesischen Hauptstadt Kinshasa. Das Universitätskrankenhaus Leiden bereitet sich darauf vor, den mit Ebola infizierten Patienten in einer Hochsicherheits-Isolierstation aufzunehmen. MSF weist darauf hin, dass der Einsatz einem strengen medizinischen Protokoll folgt, das mit den Gesundheitsbehörden beider Länder abgestimmt ist. Der Minister erinnert an einen früheren Fall: Zu Beginn der Epidemie waren zwei Amerikaner von Bunia nach Berlin ausgeflogen worden. Seinen Angaben zufolge ist die Zahl der Infektionen beim Personal an vorderster Front seither stark zurückgegangen. MSF betont jedoch, dass sich das Expositionsrisiko trotz Schulungen und Schutzmaßnahmen niemals vollständig ausschließen lässt. Roger Kamba stellt klar, dass diese Person noch nicht geimpft war. In Beni werde die Impfung vorbereitet, und die Teams seien bereits entsandt worden, versichert er. In Ituri habe sie mit Unterstützung von MSF begonnen (www.rfi.fr)

„Rosa Oktober“: Start einer Kampagne zur Früherkennung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs in der DR Kongo

Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs gehören zu den größten Herausforderungen für die öffentliche Gesundheit in der Demokratischen Republik Kongo. Nach Angaben von GLOBOCAN 2024 werden jährlich mehr als 9.700 neue Fälle von Brustkrebs und über 11.200 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs bei Frauen im Land registriert.

Anlässlich des „Rosa Oktobers“ (Octobre Rose) startet das Ministerium für öffentliche Gesundheit, Hygiene und soziale Vorsorge – unterstützt von der Weltbank und Roche – ab dem 1. Oktober eine Kampagne zur Früherkennung von Brust- und Gebärmutterhalskrebs.

Zielgruppe: 912.000 Frauen

Im Rahmen dieser Initiative können 912.000 Frauen, die in den folgenden sechs Provinzen leben, das Angebot zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs wahrnehmen: Kinshasa,

Kongo-Central, Haut-Katanga, Équateur, Tshopo, Kwilu. Dieses Programm wird bis 2028 fortgesetzt. Zudem werden in Kinshasa 5.000 Frauen kostenlos von einer Brustkrebsvorsorgeuntersuchung profitieren können.

Früherkennung bleibt unerlässlich

Die Gesundheitsbehörden rufen Frauen dazu auf, sich einige Minuten Zeit für ihre Gesundheit zu nehmen, sich umgehend anzumelden, eine wohnortnahe Untersuchungsstelle zu wählen und den vereinbarten Termin wahrzunehmen. Auch ohne Symptome ist die Früherkennung von entscheidender Bedeutung, betont Gesundheitsminister Roger Kamba: „Ihre Gesundheit zählt. Ihr Leben zählt. Warten Sie nicht erst auf das Auftreten von Krankheitssymptomen, bevor Sie handeln. Lassen Sie sich untersuchen und ermutigen Sie eine andere Frau, es Ihnen gleichzutun. Lassen Sie uns gemeinsam unsere Leben schützen.“ Diese Kampagne ist Teil der Bemühungen zur Prävention und Früherkennung von Krebserkrankungen bei Frauen in der Demokratischen Republik Kongo (www.radiookapi.net)

Ein Wildhüter getötet und eine Außenstelle des Okapi-Wildreservats bei einem Angriff der ADF in Nduye niedergebrannt

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag, den 1. Oktober 2026, wurde bei einem Angriff, der Rebellen der ADF-MTN zugeschrieben wird, ein Wildhüter getötet und die Einrichtungen der Außenstelle Nordost des Okapi-Wildreservats (RFO) in Nduye (Territorium Mambasa, Provinz Ituri) in Brand gesetzt.

Laut einer Mitteilung des Kongolesischen Instituts für Naturschutz (ICCN) ereignete sich der Angriff, während Wildhüter im Rahmen ihres Auftrags zum Schutz der Artenvielfalt in diesem zum UNESCO-Welterbe gehörenden Schutzgebiet im Einsatz waren. Das ICCN teilte mit, dass ein Wildhüter bei der Ausübung seines Dienstes – dem Schutz von Flora und Fauna des Okapi-Wildreservats – ums Leben kam. Die öffentliche Einrichtung verurteilte diesen erneuten Angriff auf die Naturschutzkräfte und die Infrastruktur des Reservats. Der Generaldirektor des ICCN, Yves Milan Ngangayi, würdigte den Mut und den Einsatz des im Dienst gefallenen Mitarbeiters. Er zollte dem Wildhüter Anerkennung, der sein Leben bei der Verteidigung dieses weltweit bedeutenden Naturerbes gegen die in der Region operierenden bewaffneten Gruppen gelassen hatte. Trotz dieses tödlichen Vorfalls ist der ICCN-Verantwortliche der Ansicht, dass dieser Angriff die übrigen Wildhüter nicht von ihrer Mission abbringen sollte, die Artenvielfalt zu schützen und die natürlichen Ressourcen des Reservats zu bewahren. Das im Territorium Mambasa gelegene Okapi-Wildreservat ist regelmäßig mit der durch bewaffnete Gruppen verursachten Sicherheitslage konfrontiert. Der Generaldirektor des ICCN erinnerte daran, dass dieses Schutzgebiet bereits in der Vergangenheit Ziel besonders gewaltsamer Angriffe war. Einer der verheerendsten Vorfälle ereignete sich am 24. Juni 2012, als Mai-Mai-Simba-Milizionäre unter der Führung von Paul Sadala, alias Morgan, das Hauptquartier des Reservats angriffen. Bei diesem Angriff wurden vierzehn Okapis getötet und mehrere Einrichtungen verwüstet, was die Naturschutzarbeit in diesem Schutzgebiet nachhaltig beeinträchtigte. Dieser erneute Angriff in Nduye verdeutlicht einmal mehr die Sicherheitsherausforderungen, denen sich die Wildhüter des Okapi-Wildreservats gegenübersehen, die sich täglich für den Schutz eines der bedeutendsten Zentren der Artenvielfalt in der Demokratischen Republik Kongo einsetzen (www.radiookapi.net)

Osten der Demokratischen Republik Kongo: Im Kahuzi-Biega-Nationalpark wurden im ersten Quartal 2026 rund 100 Hektar Wald abgeholzt

Nach zwei Jahren ohne Überwachung aufgrund der unsicheren Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo hat der Nationalpark Kahuzi-Biega in der Provinz Süd-Kivu Anfang 2026 seine Aufgabe der Bestandsaufnahme der natürlichen Ressourcen wieder aufgenommen. Der Park steht besonders im Fokus, da er durch Abholzung und Wilderei bedroht ist und zugleich Lebensraum für den Grauer-Gorilla bietet. Auch wenn die Daten zu dieser vom Aussterben bedrohten Art noch lückenhaft sind, gibt das Ausmaß der Entwaldung Anlass zur Sorge: Nach Angaben des für die biologische Überwachung zuständigen Parkmitarbeiters wurden zwischen Januar und März rund 100 Hektar Wald gerodet.

Laut Fabrice Yapi, dem für die biologische Überwachung des Parks zuständigen Mitarbeiter, wurden zwischen Januar und März 2026 rund 100 Hektar Wald gerodet. Diese Zahl liegt weit unter den Angaben in der kongolesischen Presse, in denen von Zehntausenden Hektar die Rede ist. Doch auch nach dieser Korrektur nach unten bleibt das Phänomen besorgniserregend. „Zunächst einmal zerstört die Abholzung Lebensräume. Das beeinträchtigt natürlich die Artenvielfalt, da bestimmte Arten auf spezifische Lebensräume angewiesen sind“, erklärt Fabrice Yapi. Er weist zudem auf die Gefahr der Boden- und vor allem der Wasserverschlechterung hin: „Es gibt dort zum Beispiel einen Hochwald, der die Wasserquellen und Einzugsgebiete schützt. Wenn man diesen Wald abholzt, entstehen zwangsläufig Risiken in Bezug auf die Wasserversorgung sowie Gefahren durch Erdrutsche, Erosion und Ähnliches.“ Die gefällten Bäume werden meist zu Holzkohle verarbeitet, was einkommensschwachen Gemeinschaften ein gewisses Auskommen sichert. Für Fabrice Yapi ist dies jedoch keine nachhaltige Lösung: „Die Menschen glauben, sie könnten durch die Zerstörung sofort Geld verdienen. Doch langfristig entstehen dadurch zahlreiche Probleme – etwa im Zusammenhang mit Dürreperioden und verschobenen Anbauzyklen –, die die Gemeinschaft letztlich stärker belasten, als der heutige Gewinn wert ist.“ Seiner Ansicht nach muss daher die Überwachung des Kahuzi-Biega-Nationalparks verstärkt werden, um die Abholzung einzudämmen (www.rfi.fr)

Die NGO CDD-RDC warnt vor Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit dem Bergbau in Rubaya

Die NGO „Conscience féminine pour les droits et le développement“ (CFDD-RDC) warnt vor schweren Menschenrechtsverletzungen, die sie eigenen Angaben zufolge im Zusammenhang mit Bergbauaktivitäten in Rubaya (Territorium Masisi, Provinz Nord-Kivu) dokumentiert hat.

In einem am 30. September veröffentlichten Bericht meldet die Organisation Dutzende Todesfälle unter handwerklichen Bergleuten im Zeitraum von Mai bis September 2026. Zudem berichtet sie von Fällen des Verschwindenlassens, von Entführungen und sexueller Gewalt in dem Gebiet, das derzeit unter der Kontrolle der AFC/M23 steht.

Tote und vermisste Bergleute

Nach Angaben der CFDD-RDC kamen mindestens zwölf junge handwerkliche Bergleute aus dem Gebiet Mupfuni Shanga bei Arbeiten unter unsicheren Bedingungen ums Leben. Achtzehn weitere Bergleute aus derselben Region werden vermisst, so die Organisation. Unter Berufung auf deren Angehörige erklärt sie, dass auch einige dieser jungen Männer ums Leben gekommen sein und in Massengräbern innerhalb des Abbaugebiets verscharrt worden sein könnten. Die CFDD-RDC fordert daher die Einleitung unabhängiger Untersuchungen, um insbesondere zu prüfen, ob im Bereich 47-31 in Rubaya tatsächlich Massengräber existieren.

150 Personen laut Angaben der NGO entführt

Zwischen Mai und September hat die Organisation nach eigenen Angaben zudem rund 150 Fälle von Personen dokumentiert, die entführt oder gewaltsam an ihren Familien unbekannte Orte verschleppt wurden. Der CFDD-RDC zufolge hält die Angst vor Vergeltungsmaßnahmen manche Familien davon ab, die Suche nach ihren Angehörigen in diesem Gebiet fortzusetzen. Die NGO gibt zudem an, 254 in den Bergbau involvierte Kinder sowie 112 Fälle von Vergewaltigung und anderer geschlechtsspezifischer Gewalt gegen Frauen und Mädchen registriert zu haben.

Forderung nach Untersuchungen

Angesichts dieser Lage fordert die CFDD-RDC einen verstärkten Schutz der Zivilbevölkerung in Rubaya. Sie ruft zudem zu unabhängigen Untersuchungen auf, um den Sachverhalt zu klären, die Verantwortlichkeiten zu ermitteln und gegebenenfalls eine Strafverfolgung der mutmaßlichen Täter zu ermöglichen. Schließlich erklärt die Organisation, dass das in diesem Gebiet geförderte Coltan und Kassiterit für Kriegszwecke verwendet werde (www.radiookapi.net)

Amnesty International fordert eine Verstärkung des Kampfes gegen Straflosigkeit und des Zugangs zur Justiz in der Demokratischen Republik Kongo

Amnesty International fordert eine Verstärkung des Kampfes gegen Straflosigkeit sowie einen besseren Zugang der Opfer zur Justiz in der Demokratischen Republik Kongo. Flavia Mwangovya, stellvertretende Regionaldirektorin für Ost- und das südliche Afrika, erörterte dieses Thema am Donnerstag, den 2. Oktober, in Kinshasa bei einem Gespräch mit Justizminister Guillaume Ngefa.

Im Mittelpunkt der Gespräche standen unter anderem die Dokumentation schwerer Verbrechen im Osten der DR Kongo, Mechanismen der Übergangsjustiz, Entschädigungen für Opfer sowie die juristische Aufarbeitung von Konflikten und Straflosigkeit. Während ihres Besuchs präsentierte die Delegation von Amnesty International den kongolesischen Behörden die Ergebnisse ihrer Untersuchungen zu mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen im Osten des Landes, insbesondere in Bergbaugebieten, die unter der Kontrolle der AFC/M23 stehen. Die Organisation berichtet von Todesfällen sowie von mutmaßlichen Fällen von Folter, Zwangsrekrutierung und illegaler Ausbeutung natürlicher Ressourcen. Für Flavia Mwangovya ist Straflosigkeit ein zentraler Faktor im Konfliktzyklus der DR Kongo. „Unser Anliegen ist es, zu allen Bemühungen zur Stärkung der Justiz in der DR Kongo beizutragen. Wir haben festgestellt, dass Straflosigkeit im Kern des Konfliktzyklus steht, den das Land durchlebt“, erklärte sie und bezeichnete das Treffen mit dem Justizminister als „sehr konstruktiv“.

Die Regierung bekundete ihre Absicht, die mutmaßlichen Täter strafrechtlich zu verfolgen

Guillaume Ngefa erklärte seinerseits, dass die von Amnesty International dokumentierten Erkenntnisse zu den Ermittlungen über die im Osten der Demokratischen Republik Kongo begangenen Verbrechen beitragen könnten. Der Minister bekräftigte den Willen der Regierung, die mutmaßlichen Täter schwerer Verbrechen für ihre Taten zur Rechenschaft zu ziehen – ungeachtet ihrer Nationalität, Zugehörigkeit oder ihres Status. „Der Kampf gegen die Straflosigkeit gehört zu den Prioritäten der Regierung“, erklärte er und würdigte die von Amnesty International geleistete Dokumentationsarbeit. Zudem tauschten sich beide Seiten über Mechanismen der Übergangsjustiz sowie über Wege zur strafrechtlichen Verfolgung internationaler Verbrechen aus (www.radiookapi.net)

Beschäftigte von SAKIMA streiken in Maniema für die Auszahlung von Lohnrückständen aus mehr als 31 Monaten

Die Beschäftigten der Goldgesellschaft von Kivu und Maniema (SAKIMA) setzen ihren am 10. September begonnenen Streik fort, um die Auszahlung ausstehender Löhne zu fordern; sie beziffern den Rückstand auf 31,5 Monate – also zwei Jahre und sieben Monate.

Am Standort Kalima in der Provinz Maniema werfen die Angestellten der Geschäftsführung vor, die im Rahmen einer im September 2023 unter Vermittlung der Provinzregierung unterzeichneten Vereinbarung eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten zu haben. Sie fordern insbesondere die Auszahlung der fälligen Löhne sowie ein Eingreifen des Staatsoberhauptes, um eine Lösung für ihre Situation zu finden. Zu ihren Forderungen gehört zudem, dass die aus bestimmten Abbauaktivitäten erzielten Einnahmen direkt vor Ort – in der Buchhaltung des Standorts Kalima – verbucht werden. Ndwani Kibonge Rigobert, Vorsitzender der Gewerkschaftsvertretung am Standort Kalima, verweist dabei insbesondere auf die durch die Handelsstelle „Umoja“ generierten Gelder – die von den Arbeitern auf monatlich 60.000 US-Dollar geschätzt werden – sowie auf die Einnahmen aus dem Stromverkauf durch den Versorger SNEL. Darüber hinaus verlangen die Beschäftigten die Anwendung der jüngsten von den Behörden veröffentlichten Lohnskala sowie die Auflösung des von ihnen abgelehnten Koordinierungsausschusses.

Arbeitnehmer beklagen Festnahmen

Die Streikenden fordern zudem einen Stopp der Erzabbau- und Ankaufaktivitäten, die ihren Angaben zufolge von mehreren Partnern – insbesondere CGX, Umoja und KMC – in ihrem Abbaugebiet durchgeführt werden. Sie kritisieren außerdem Festnahmen von Arbeitnehmern durch den nationalen Geheimdienst (ANR), die sie als willkürlich bezeichnen und die im Zusammenhang mit ihren Lohnforderungen stehen. Derzeit setzen die Arbeitnehmer ihren Streik fort und warten auf eine Reaktion auf ihre Forderungen. Alle Bemühungen, eine Stellungnahme der Verantwortlichen von SAKIMA zu erhalten, blieben bis zur Veröffentlichung dieses Artikels erfolglos (www.radiookapi.net)

29./30.09.2026

UN-Sicherheitsrat: James Swan fordert, dass diplomatische Fortschritte in konkrete Friedensergebnisse in der Demokratischen Republik Kongo umgesetzt werden

In seiner Unterrichtung vor dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen am Dienstag, dem 29. September 2026, zeichnete der Leiter der MONUSCO, James Swan, ein differenziertes Bild der Lage in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Er begrüßte zwar die Fortschritte in den Friedensprozessen von Washington, Doha und der Afrikanischen Union, hob aber gleichzeitig die anhaltenden gravierenden Sicherheits-, humanitären und politischen Herausforderungen im Osten des Landes hervor.

Seit seiner letzten Unterrichtung im Juni wurden die diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Konflikts im Osten der DR Kongo fortgesetzt, so James Swan, Sonderbeauftragter des UN-Generalsekretärs für die DR Kongo. Im Rahmen des Washingtoner Prozesses kündigte die kongolesische Regierung im Juli die Schaffung eines freiwilligen Mechanismus zur Entwaffnung und Unterbringung von Kämpfern der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) an, der im Laufe des kommenden Jahres umgesetzt werden soll. Die MONUSCO arbeite gemäß ihrem Mandat mit den kongolesischen Behörden zusammen, um diese Initiative zu unterstützen, erklärte der Leiter der MONUSCO. In Abstimmung mit dem Büro des Sondergesandten des Generalsekretärs für die Region der Großen Seen arbeitet die Mission auch mit den kongolesischen und ruandischen Behörden zusammen, um die Präsenz der FDLR gemäß den Verpflichtungen aus den Washingtoner Abkommen zu bewältigen. Seit September hat MONUSCO 122 ehemalige FDLR-Mitglieder und deren Angehörige nach Ruanda zurückgeführt, wie James Swan mitteilte.

Unterdessen hat der Doha-Prozess weitere Fortschritte erzielt. Die Gespräche zwischen der kongolesischen Regierung und der Kongo-Fluss-Allianz/Bewegung des 23. März (AFC/M23) wurden im August in der Schweiz wieder aufgenommen und führten zur Verabschiedung eines Fahrplans, der die nächsten Schritte in den Verhandlungen festlegt. Zu den umgesetzten vertrauensbildenden Maßnahmen gehörte auch die Freilassung und Überstellung von 15 kongolesischen Regierungshäftlingen an die AFC/M23 am 7. August unter der Schirmherrschaft des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz.

Mechanismus zur Waffenstillstandsverifizierung im Einsatz

James Swan bezeichnete den Einsatz der ersten beiden Missionen des erweiterten gemeinsamen Verifizierungsmechanismus Plus (EJVM+) in Minembwe, Süd-Kivu, im August und anschließend in Masisi, Nord-Kivu, im September als „wichtigen Meilenstein“. MONUSCO leistete umfangreiche logistische, medizinische, luftgestützte und kommunikative Unterstützung, um diese Missionen zu ermöglichen. Dank der von den Konfliktparteien erhaltenen Sicherheitsgarantien konnte die Mission einige Luftoperationen zwischen Goma und verschiedenen Gebieten in Nord- und Süd-Kivu sowie Bodenkonvois in Ortschaften in Nord-Kivu wiederaufnehmen. Die Berichte des EJVM+ wurden dem im Rahmen des Doha-Prozesses eingerichteten Mechanismus zur Überwachung und Verifizierung des Waffenstillstands übermittelt.

Die Sicherheitslage bleibt weiterhin besorgniserregend

Trotz diplomatischer Fortschritte dauern die Kämpfe vor Ort an. „In Nord-Kivu dauern die Gefechte zwischen der AFC/M23 und ihren von Ruanda unterstützten Verbündeten einerseits und der FARDC, unterstützt von ihren Verbündeten, andererseits seit einigen Monaten an“, beklagte der Leiter der UN-Mission. Die AFC/M23 kontrolliert weiterhin einen Großteil der Provinz, wobei die heftigsten Kämpfe in den Gebieten von Masisi und Walikale stattfinden. Beide Seiten setzen weiterhin schwere Waffen und Drohnen ein, was die sich verschlechternde Sicherheitslage weiter verschärft. Auch im Hochland von Süd-Kivu, insbesondere um Minembwe, dauern die Kämpfe zwischen den FARDC, der Wazalendo-Gruppe und der von Twirwaneho und anderen Verbündeten unterstützten AFC/M23 an. Der zunehmende Einsatz schwerer Waffen führt zu weiteren Vertreibungen und behindert den Zugang zu lebenswichtigen Dienstleistungen und humanitärer Hilfe.

Die anhaltende Bedrohung durch bewaffnete Gruppen in Ost-Ituri

Der Leiter der MONUSCO betonte, dass trotz des Fokus auf den Konflikt mit der AFC/M23, die von Ruanda unterstützt wird, weiterhin andere Unsicherheitsherde die Sicherheit der Zivilbevölkerung in den östlichen und nordöstlichen Regionen gefährden: „In Ituri bleibt die Lage fragil, insbesondere in der Nähe von Flüchtlingslagern, entlang von Wirtschaftskorridoren und in landwirtschaftlichen Gebieten. Die mit dem Islamischen Staat verbündeten Alliierten Demokratischen Kräfte (ADF) haben ihre Aktivitäten im Gebiet von Mambasa und entlang der Grenze zwischen Ituri und Nord-Kivu verstärkt, insbesondere durch Angriffe auf Minen. Die ADF verüben weiterhin tödliche Angriffe auf Zivilisten und setzen Entführungen in großem Umfang ein, auch in Haut-Uélé, außerhalb des Zuständigkeitsbereichs der MONUSCO gemäß ihrem Mandat.“

Um diesen Bedrohungen entgegenzuwirken, haben MONUSCO und die FARDC seit Juni letzten Jahres 3.115 gemeinsame Patrouillen durchgeführt, während die Polizeikomponente der Mission 1.139 Patrouillen in den am stärksten von ADF-Angriffen betroffenen Gebieten, insbesondere in Mambasa, durchgeführt hat. In diesem Gebiet von Ituri wurde außerdem ein mobiler Operationsstützpunkt eingerichtet.

Alarmierende Menschenrechtsverletzungen und humanitäre Krise

James Swan äußerte seine tiefe Besorgnis über die Menschenrechtslage. Seit Juni hat das Gemeinsame Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen 1.537 Menschenrechtsverletzungen und -missbräuche im ganzen Land dokumentiert, 88 % davon im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Dazu gehört auch konfliktbedingte sexuelle Gewalt, die sowohl von bewaffneten Gruppen als auch von Angehörigen der Verteidigungs- und Sicherheitskräfte verübt wird. 382 Menschen wurden Opfer dieser Gewalt, darunter 257 Frauen und 122 Mädchen. Die humanitäre Lage ist weiterhin alarmierend. Laut den dem Sicherheitsrat vorgelegten Zahlen sind etwa 26,5 Millionen Menschen von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen, und 6,1 Millionen sind Binnenvertriebene. Der überarbeitete humanitäre Plan sieht die Mobilisierung von 2,13 Milliarden US-Dollar zur Unterstützung von 10,7 Millionen Menschen vor, war aber bis zum 28. September erst zu 50,5 % finanziert.

Die Ebola-Epidemie verschärft die Lage zusätzlich

Die Ebola-Epidemie verstärkt weiterhin die prekäre Lage der Bevölkerung. Bis zum 28. September wurden in sieben Provinzen 8.067 bestätigte Fälle und 3.901 Todesfälle registriert. Ituri bleibt das Epizentrum der Epidemie, doch auch in Nord-Kivu steigt die Zahl der Fälle, wo die unsichere Lage die Bekämpfungsmaßnahmen behindert. MONUSCO leistet den kongolesischen Behörden und der Weltgesundheitsorganisation weiterhin logistische Unterstützung.

Aufruf zu einem inklusiven nationalen Dialog

Im politischen Bereich wies James Swan auf die anhaltenden Meinungsverschiedenheiten hinsichtlich Regierungsführung und institutioneller Reformen hin. Er begrüßte jedoch die im August von Präsident Félix Tshisekedi angekündigte Einleitung eines nationalen Dialogprozesses.

Der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs plädierte für einen inklusiven Dialog, der auf breiter Beteiligung beruht und von Moderatoren geleitet wird, denen alle Beteiligten vertrauen. Er rief die Behörden und politischen Akteure zudem dazu auf, den zivilgesellschaftlichen Raum zu wahren, die Grundfreiheiten zu gewährleisten und dem Dialog zur Beilegung ihrer Differenzen Priorität einzuräumen. „Ich ermutige alle kongolesischen Akteure, sich in gutem Glauben um einen Konsens zu bemühen und dem Dialog zur Überwindung ihrer Differenzen Priorität einzuräumen“, sagte der Leiter der MONUSCO.

MONUSCO bekräftigt ihr Engagement

Abschließend rief James Swan alle Parteien dazu auf, sich weiterhin uneingeschränkt für die Friedensprozesse in Washington und Doha sowie für die Initiativen der Afrikanischen Union einzusetzen. Er ermutigte sie, ihre Verpflichtungen in konkrete Fortschritte umzusetzen, die die Lebensbedingungen der kongolesischen Bevölkerung nachhaltig verbessern könnten. Abschließend bekräftigte er das Engagement der MONUSCO, dem kongolesischen Volk bei seinem Streben nach dauerhaftem Frieden, Sicherheit und Entwicklung zur Seite zu stehen (www.radiookapi.net)

Sicherheitsrat: Die Demokratische Republik Kongo verurteilt die „kriminelle Verwaltung“ der von den RDF und der AFC-M23 besetzten Gebiete

Die Demokratische Republik Kongo (DRK) hat ihre Besorgnis über die Verwaltung der besetzten Gebiete im Osten des Landes geäußert. Während der Sitzung des UN-Sicherheitsrats am Dienstag, den 29. September 2026, verurteilte ihr UN-Vertreter Zénon Mukongo Ngay die „kriminelle administrative, territoriale und demografische Verwaltung“ der von der ruandischen Armee (RDF) und der AFC-M23 besetzten Gebiete.

Die DR Kongo bekräftigt, dass Resolution 2773 die Einrichtung einer Parallelverwaltung im Osten des Landes verbietet. Laut DR Kongo deuten Berichte jedoch darauf hin, dass ruandische Bevölkerungsgruppen in kongolesische Ortschaften umgesiedelt wurden, die nach Massakern der ruandischen Armee und der AFC-M23 entvölkert wurden. Kinshasa verurteilt zudem die Einschränkungen, die UN-Mitarbeitern in diesen Gebieten auferlegt werden, da diese vielen schutzbedürftigen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu humanitärer Hilfe verwehren.

Aufruf zu konkreten Maßnahmen

Die Demokratische Republik Kongo bekräftigt ihre Entschlossenheit, ihre territoriale Integrität und das Recht ihrer Bevölkerung auf ein Leben in Frieden zu verteidigen, trotz der „offensichtlichen Boshaftigkeit ihrer Aggressoren“. „Angesichts der offenkundigen Boshaftigkeit ihrer Aggressoren wird die Demokratische Republik Kongo weiterhin entschlossen ihre territoriale Integrität und das unveräußerliche Recht ihrer Bevölkerung auf ein Leben in Frieden verteidigen. Diese Sicherheitsanforderungen sind von entscheidender Bedeutung und nicht verhandelbar. Kein Hindernis kann uns davon abhalten“, erklärte Botschafter Zénon Mukongo Ngay. Die Demokratische Republik Kongo betonte, dass sie ihren Verpflichtungen im Rahmen der Afrikanischen Union (AU), der Vereinten Nationen (UN) und verschiedener Friedensprozesse weiterhin nachkommt. Sie erwähnte insbesondere den laufenden Prozess der freiwilligen Entwaffnung der FDLR. „Wir bitten den Sicherheitsrat und die MONUSCO, diese transparente und überprüfbare Bemühung im Rahmen ihres nächsten Mandats aktiv zu unterstützen“, erklärte er.

Kinshasa verurteilt Drohnenangriff in Pinga

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) hat den Drohnenangriff vom 28. September in Pinga, der den ruandischen Streitkräften zugeschrieben wird, scharf verurteilt. Laut Kinshasa zielte der Angriff auf eine kongolesische Stellung und forderte fünf Tote und acht Schwerverletzte. Die kongolesischen Behörden betrachten diesen Vorfall als erneuten Verstoß gegen die territoriale Integrität, die nationale Souveränität und den Waffenstillstand. Sie betonen, dass der Angriff stattfand, während die Vorbereitungen für die Operation zur Neutralisierung der FDLR in der NAI-1-Zone gemäß den Verpflichtungen der DR Kongo liefen. Kinshasa fordert eine Untersuchung des Vorfalls und eine entschiedene Verurteilung durch den Sicherheitsrat.

Resolution 2773 weiterhin nicht umgesetzt, so die Demokratische Republik Kongo

In ihrer Erklärung betonte die Demokratische Republik Kongo, dass der Sicherheitsrat keine Verpflichtungen fordern könne, ohne deren strikte Umsetzung durch alle Parteien sicherzustellen.

Sie bekräftigte, dass Resolution 2773 eindeutig sei: Die M23 müsse die Kampfhandlungen einstellen und sich aus den von ihr kontrollierten Gebieten zurückziehen, während die ruandischen Streitkräfte jegliche Unterstützung für die M23 beenden und sich bedingungslos vom kongolesischen Territorium zurückziehen müssten. „Es ist offensichtlich, dass Kigali diese Verpflichtungen weitgehend nicht erfüllt“, beklagte der kongolesische Vertreter.

Aussetzung ruandischer Kontingente in Friedensmissionen

Die Demokratische Republik Kongo bekräftigte ihre Forderung nach Aussetzung jeglicher neuer Beteiligung, Entsendung oder Rotation ruandischer Kontingente an Friedensmissionen der Vereinten Nationen. Diese Maßnahme solle laut Kinshasa bis zum verifizierten Abzug der ruandischen Streitkräfte vom kongolesischen Territorium in Kraft bleiben (www.radiookapi.net)

DR Kongo-Ruanda: Kinshasa und Kigali äußern ihre Beschwerden bei den Vereinten Nationen

Kinshasa und Kigali halten weiterhin am Washingtoner Prozess fest, doch ihre Meinungsverschiedenheiten reichen über die FDLR-Frage hinaus. Am Dienstag, den 29. September, brachten die beiden Länder im UN-Sicherheitsrat während der Vorstellung des MONUSCO-Berichts ihre Beschwerden bezüglich Abrüstung, Militärpräsenz, Waffenstillstand und dem Schutz der Zivilbevölkerung vor.

Der erste Streitpunkt betrifft die Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR), die ruandische bewaffnete Gruppe im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Es haben sich zwei gegensätzliche Positionen herausgebildet. Kinshasa verteidigt deren freiwillige Entwaffnung, während Kigali die getroffenen Vereinbarungen bestreitet. Ruanda wirft der kongolesischen Armee zudem vor, weiterhin mit dieser Gruppe zusammenzuarbeiten. Die Demokratische Republik Kongo weist dies zurück. Der zweite Streitpunkt betrifft die militärische Präsenz. Kigali behauptet, mit dem Rückzug seiner Verteidigungsstellungen begonnen zu haben. Kinshasa fordert Aufklärung, um den Abzug der ruandischen Streitkräfte zu bestätigen, und besteht auf deren bedingungslosem Abzug. Die Demokratische Republik Kongo verurteilt außerdem die fortgesetzte Unterstützung Ruandas für die AFC-M23 und deren anhaltende Präsenz in den eroberten Gebieten. „Beide Seiten setzten weiterhin schwere Waffen und Drohnen in den Kampfhandlungen ein, was zur anhaltenden Verschlechterung der Sicherheitslage in Süd-Kivu beitrug“, James Swan, Leiter der MONUSCO, alarmiert den Sicherheitsrat über die andauernden Kämpfe im Osten.

Die USA als Vermittler?

Ein weiterer Streitpunkt: der Waffenstillstand. Kinshasa macht Ruanda für einen Drohnenangriff in Pinga, Nord-Kivu, am 28. September verantwortlich und fordert eine Überprüfung. Schließlich geht es um den Schutz der Kinyarwanda sprechenden Bevölkerung. Kigali prangert Gewalt gegen diese Gemeinschaften an. Kinshasa entgegnet, der Schutz seiner Bürger falle in die Zuständigkeit der kongolesischen Behörden. Wie lassen sich die Zusagen überprüfen? Ruanda schlägt einen Mechanismus mit der Demokratischen Republik Kongo und den USA als Vermittlern vor, ohne jedoch seine Zustimmung zu verkünden. Eine trilaterale Planungskonferenz ist für Oktober angesetzt. Sie soll klären, wie künftige Operationen vor Ort koordiniert werden können (www.rfi.fr)

UN: Zivilgesellschaft im Osten der Demokratischen Republik Kongo prangert einen durch Mineralien angeheizten „Wirtschaftskrieg“ an

Während einer Sitzung des UN-Sicherheitsrats zur Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo am Dienstag, den 29. September 2026, zeichnete Néné Bintou Iragi, eine Vertreterin der Zivilgesellschaft aus Nord-Kivu, Süd-Kivu und Ituri, ein alarmierendes Bild der Sicherheits-, humanitären und Menschenrechtskrise in diesem Teil des Landes.

„Der Osten befindet sich nicht mehr in einer Krise; er zerfällt“, erklärte Néné Bintou Iragi. In den von der AFC/M23 kontrollierten Gebieten in Nord- und Süd-Kivu, so ihre Aussage, erhebe eine Parallelverwaltung illegale Steuern von der Bevölkerung und begehe gezielte Übergriffe gegen Zivilisten. Mit Blick auf die Situation in Kanyola, Luntukulu, Kabare, Walungu, Kalehe, Bukavu und Goma prangerte die Aktivistin eine „bewusste Terrorstrategie“ an. Seinen Aussagen zufolge ist die Bevölkerung mit Attentaten, Brandstiftungen, Kollektivstrafen und der Inhaftierung in Verliesen konfrontiert, wo den Gefangenen Familienbesuche verweigert werden.

„Ein Krieg, finanziert durch unsere Bodenschätze“

Im Zentrum ihrer Rede stand die These von Néné Bintou Iragi, dass der Konflikt im Osten der Demokratischen Republik Kongo vor allem durch wirtschaftliche Interessen im Zusammenhang mit der Ausbeutung von Bodenschätzen angetrieben wird. Ihren Angaben zufolge fördern Kleinbergbauern in mehreren Ortschaften, darunter Kanyola, Minembwe, Karembo, Lomera, Luhihi, Luhwindja, Rubaya und Ituri, unter Zwang bewaffneter Gruppen Kassiterit, Coltan und Gold. Diese Mineralien, so erklärte sie, würden direkt vor Ort besteuert, nach Bukavu oder Goma transportiert, dort mit als „sauber“ deklarierten Mineralien vermischt, um ihre Herkunft zu verschleiern, und anschließend über verschiedene Handelsposten exportiert. Sie betonte, dass jede Tonne illegal exportierten Coltans zur Finanzierung des Waffenkaufs und der Rekrutierung von Kindern für bewaffnete Gruppen beitrage. Die Delegierte erklärte außerdem, dass ein Teil des Goldes, Kassiterits und Coltans über geheime Kanäle aus dem Kongo geschmuggelt werde und somit jeglicher Rückverfolgbarkeit entgehe, bevor es wieder im internationalen Handel auftauche:

„Dieser unverantwortliche Kauf ist der Treibstoff, der den Konflikt in Nord- und Süd-Kivu derzeit weiter anheizt. Solange Menschen töten können, um eine Mine zu kontrollieren und deren Produkte international zu verkaufen, ohne Vergeltungsmaßnahmen fürchten zu müssen, wird der Krieg niemals enden.“

Eine „vergessene“ humanitäre Katastrophe

Néné Bintou Iragi sprach die humanitäre Lage an und erklärte, der Konflikt habe im vergangenen Jahr fast 10 Millionen Menschen zur Flucht gezwungen. Sie ging insbesondere auf die Situation Hunderttausender Vertriebener in Süd-Kivu ein und gab an, dass fast 800.000 Menschen in verschiedenen Gebieten, darunter Numbi, Minembwe, Kanyola, Itombwe und Mwenga, seit mehreren Monaten ohne Hilfe auskommen müssen. Ihren Angaben zufolge ist der humanitäre Zugang weiterhin stark eingeschränkt und wird mitunter als Kriegsinstrument missbraucht, wodurch die betroffene Bevölkerung daran gehindert wird, die dringend benötigte Hilfe zu erhalten.

Menschenrechtsverteidiger unter Druck

Die Vertreterin der Zivilgesellschaft machte den Sicherheitsrat auf die Lage von Menschenrechtsverteidigern und Journalisten im Osten des Landes aufmerksam.

Sie erklärte, dass zahlreiche Aktivisten bedroht, verhaftet oder entführt würden, nachdem sie Massaker dokumentiert, illegale Steuern angeprangert oder Verstöße gegen die Zivilbevölkerung aufgedeckt hätten. Sie wies außerdem darauf hin, dass mehrere Journalisten Berichten zufolge zum Schweigen gebracht, inhaftiert oder spurlos verschwunden seien, weil sie Missstände aufgedeckt hätten. Laut ihren Angaben wird das kongolesische Gesetz zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern aus dem Jahr 2023 vor Ort nicht umgesetzt. Sie forderte verstärkte Unterstützung für Aktivisten und andere Akteure, die Menschenrechtsverletzungen im Osten der Demokratischen Republik Kongo dokumentieren.

Vier Hauptforderungen an den Sicherheitsrat

Im Namen der Zivilgesellschaft in Nord-Kivu, Süd-Kivu und Ituri forderte Néné Bintou Iragi die dringende Umsetzung der Resolution 2773 des Sicherheitsrats. Sie setzte sich außerdem für einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung und bedingungslosen humanitären Zugang in den Konfliktgebieten ein. Sie forderte ein klares Schutzmandat für die MONUSCO in Hochrisikogebieten, insbesondere zum Schutz von Menschenrechtsverteidigern.

Bezüglich der Friedensprozesse erklärte die Aktivistin, dass mehrere frühere Initiativen aufgrund unzureichender Beteiligung der betroffenen Bevölkerung gescheitert seien. Sie forderte einen inklusiven Dialog unter Einbeziehung der Zivilgesellschaft, insbesondere von Frauen und Jugendlichen, um die nationale Einheit und territoriale Integrität der Demokratischen Republik Kongo zu wahren. Néné Bintou schlug zudem Unterstützung der internationalen Gemeinschaft für die widerstandsfähige lokale Wirtschaft vor: „Unterstützt die Wirtschaft, die Widerstand leistet!“ Finanziert nicht nur humanitäre Hilfe; Wir fördern Frauen- und Jugendorganisationen, die Revitalisierung der Landwirtschaft und alle Initiativen, die unsere jungen Menschen von der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen fernhalten, um ihnen stattdessen die Mittel zu geben, die zukünftigen Führungskräfte des Kongo zu werden und unser Land wieder auf den Weg des Friedens zu bringen. Nene Bintou schlug außerdem internationale Unterstützung für die widerstandsfähige lokale Wirtschaft vor: „Unterstützen Sie die Wirtschaft, die Widerstand leistet! Finanzieren Sie nicht nur humanitäre Hilfe, sondern auch Frauen- und Jugendorganisationen, die Erholung der Landwirtschaft und jede Initiative, die unsere jungen Menschen vor der Rekrutierung durch bewaffnete Gruppen bewahrt, damit sie stattdessen die Mittel erhalten, die zukünftigen Führungskräfte des Kongo zu werden und unser Land wieder auf den Weg des Friedens zu führen.“

Abschließend plädierte sie für mehr Transparenz und Rechenschaftspflicht im Bergbausektor. Sie forderte die Stärkung der Untersuchungsmechanismen der Vereinten Nationen, die Veröffentlichung von Informationen über Netzwerke, die am Handel mit Mineralien aus Konfliktgebieten beteiligt sind, und die Verhängung von Sanktionen gegen bewaffnete Gruppen und die Wirtschaftsakteure, die diese finanzieren. Die Delegierte der Zivilgesellschaft im Osten der Demokratischen Republik Kongo appellierte zudem an multinationale Unternehmen, die kongolesische Mineralien kaufen, ihre Sorgfaltsprüfungen zu veröffentlichen, um eine bessere Rückverfolgbarkeit der Lieferketten zu gewährleisten. „Verbraucher sollten wissen, ob ihre Telefone Rubayas Blut enthalten“, erklärte sie, bevor sie die internationale Gemeinschaft aufforderte, ihre Beobachtungen in konkrete Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung im Osten der Demokratischen Republik Kongo umzusetzen. „Wir zählen darauf, dass Sie dafür sorgen, dass diese Überwachung letztendlich zu Schutzmaßnahmen führt“, sagte Néné Bintou Iragi vor dem Sicherheitsrat (www.radiookapi.net)

Die CNDH (Nationale Menschenrechtskommission) schlug vor der UN in Genf Alarm wegen

des anhaltenden Einsatzes von Kinderarbeit in den Minen der Demokratischen Republik Kongo

Die Nationale Menschenrechtskommission (CNDH) schlug am Dienstag, dem 28. September, Alarm wegen der Anwesenheit von Kindern in handwerklichen Bergbaugebieten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Ihr Präsident, Paul Nsapu, sprach auf der 63. Sitzung des Menschenrechtsrats in Genf, Schweiz.

Die CNDH forderte verstärkte Maßnahmen gegen die Ursachen von Kinderarbeit, darunter Armut in den Familien, mangelnder Zugang zu Bildung und unzureichende Kontrollmechanismen in einigen handwerklichen Bergbaubetrieben. In seiner Rede betonte Paul Nsapu, dass die Bekämpfung von Kinderarbeit in Minen nicht allein in der Verantwortung der dort Beschäftigten liege. Seinen Worten zufolge müsse die gesamte Wertschöpfungskette der Mineralien einbezogen werden – von der Gewinnung in der DRK über die Verarbeitung bis hin zur Vermarktung auf internationalen Märkten, einschließlich der Importländer und der verarbeitenden Industrien. Die CNDH-DR Kongo erinnerte zudem daran, dass die Beschäftigung von Kindern im Bergbau einen Verstoß gegen internationale Standards darstellt, insbesondere gegen das Übereinkommen Nr. 182 der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) über die schlimmsten Formen der Kinderarbeit.

Förderung verantwortungsvollen Bergbaus

Für die Nationale Menschenrechtskommission (CNDH) muss der Kampf gegen Kinderarbeit mit Maßnahmen einhergehen, die menschenrechtskonforme Bergbaupraktiken fördern. Die Kommission ist insbesondere der Ansicht, dass der Schutz von Kindern Zugang zu Bildung und die Schaffung eines Umfelds erfordert, das sie vor Ausbeutung im handwerklichen und halbindustriellen Bergbau schützt (www.radiookapi.net)

Mehr als 2.000 vertriebene Familien befinden sich in Walikale und Kalehe in einer prekären humanitären Lage

Laut dem Club des Filles Reporters DRC (CFR DRC) leben fast 2.350 vertriebene Familien in Lukaraba (im Gebiet Walikale in Nord-Kivu) und Hombo Sud (im Gebiet Kalehe in Süd-Kivu) unter prekären humanitären Bedingungen.

Die Organisation kam nach einer Mission vom 25. bis 27. September 2026 zu dieser Einschätzung. Sie fordert die Behörden und humanitären Organisationen dringend auf, die Hilfe für diese Bevölkerungsgruppen zu verstärken. In Lukaraba leben Familien, die vor Gewalt in verschiedenen Ortschaften wie Ziralo, Ufamandu, Remeka, Lurere und Biriko geflohen sind, in provisorischen Unterkünften, berichtet der CFR DRC. Die Organisation berichtet von einem dringenden Bedarf an Nahrungsmitteln, medizinischer Versorgung, Haushaltsgegenständen und Schutzausrüstung. Kinder sind besonders von Mangelernährung bedroht. Schwangere Frauen und heranwachsende Mädchen gehören ebenfalls zu den am stärksten gefährdeten Gruppen. Die Unterstützung durch die Organisation MEDAIR ermöglicht die Behandlung einiger Patienten, doch der Bedarf bleibt laut CFR DRC weiterhin erheblich.

Krankenhaus in Hombo Süd überlastet

In Hombo Süd führt der Zustrom von Binnenvertriebenen, Kranken und Kriegsverletzten zu einer massiven Überlastung des örtlichen Krankenhauses. Laut dem Club der Reporterinnen der Demokratischen Republik Kongo (CFR DRC) steigt der Bedarf an Patientenversorgung und -behandlung stetig. Angesichts dieser Situation appelliert der CFR DRC an die Behörden, UN-Organisationen, humanitäre Organisationen sowie technische und finanzielle Partner, ihre Hilfsmaßnahmen zu verstärken. Zu den Prioritäten der Organisation gehören Nahrungsmittelhilfe, Hygieneartikel, Ernährungsunterstützung und medizinische Versorgung. Der CFR DRC fordert zudem, dass dem Schutz von Frauen, Mädchen und Kindern unter den Binnenvertriebenen besondere Aufmerksamkeit gewidmet wird (www.radiookapi.net)

Die zunehmende Anzahl von Bohrlöchern in Kinshasa beunruhigt Experten

In Kinshasa, wo der Zugang zu Trinkwasser aus dem öffentlichen Netz von REGIDESO schwierig ist, greifen viele Einwohner auf Brunnen zurück, um ihren täglichen Bedarf zu decken. In mehreren Stadtteilen der Hauptstadt vermehren sich diese Wasserquellen rasant und sind für Tausende von Haushalten unverzichtbar geworden. Diese Lösung wirft jedoch Umwelt- und Gesundheitsbedenken auf. Die zunehmende Verbreitung von Brunnen, die oft ohne technische Aufsicht oder vorherige Studien gebohrt werden, gibt Anlass zur Sorge um die Qualität des konsumierten Wassers.

Brunnen sind für viele Haushalte in Kinshasa zu einer unverzichtbaren Wasserquelle geworden. In mehreren Stadtteilen holen die Bewohner täglich Wasser mit Kanistern. Obwohl diese Alternative die Schwierigkeiten beim Zugang zu Trinkwasser lindert, warnen Experten vor den Risiken, die mit der steigenden Anzahl von Brunnen einhergehen, die ohne Einhaltung technischer Standards gebohrt werden.

Grundwasserqualität

Für den Ingenieur Tychick Anasema, Leiter von Smart Industrie Technologie und Experte für Bohrarbeiten, ist die zunehmende unkontrollierte Bohrung ein großes Problem: „Die steigende Anzahl von Bohrlöchern, die ohne vorherige Studien oder technische Aufsicht durchgeführt werden, birgt Risiken für die Umwelt und die Grundwasserqualität.“ Der Umweltingenieur Steve Banza Emmanuel ist der Ansicht, dass die Regierung die Einhaltung von Standards für private Bohrungen sicherstellen muss. „Die Regierung muss strenge Vorschriften erlassen, um nachhaltige Brunnen und eine gute Wasserqualität für die Bevölkerung zu gewährleisten“, betont er.

Krankheitsrisiken

Gesundheitsexperten sind besorgt über die potenziellen gesundheitlichen Folgen unzureichenden Schutzes von Brunnenanlagen. Jean Bosco Gingambi Gizenga, Arzt im Gesundheitszentrum Maluku 1, warnt vor den Risiken für die Verbraucher. „Zu den Folgen gehören die Exposition gegenüber Mikroben, Durchfall, Typhus und Darmparasiten.“ Obwohl Brunnen derzeit einen dringenden Bedarf an Wasserversorgung in einer schnell wachsenden Stadt decken, erfordert ihre zunehmende Verbreitung eine strenge Überwachung. Experten sind der Ansicht, dass nur Kontrollmaßnahmen, technische Überwachung und Regulierungen verhindern können, dass diese Lösung zu einer Gefahr für die öffentliche Gesundheit und die Umwelt wird (www.radiookapi.net)

Kindu: Wassereinzugsgebiet ASUREP/RVA durch unkontrollierte Bauarbeiten in Kasuku bedroht

Die Wasserentnahmestelle des Verbandes der Trinkwassernutzer (ASUREP/RVA) ist durch verschiedene menschliche Aktivitäten in der Gemeinde Kasuku in Kindu (Maniema) bedroht. Wildbau, Weidehaltung und Müllablagerungen nehmen rund um diese strategisch wichtige Infrastruktur zu und gefährden die Trinkwasserversorgung von Tausenden von Haushalten. Angesichts dieser Situation haben die Verantwortlichen der ASUREP/RVA am Dienstag, dem 29. September 2026, die Behörden aufgefordert, rasch einzugreifen, um diese wichtige Anlage zu schützen.

Die Wasserentnahmestelle der ASUREP/RVA, die mehr als 954.000 Haushalte versorgt, ist durch wilde Besetzungen und Praktiken bedroht, die die Qualität des Trinkwassers beeinträchtigen könnten. Diese Anlage, die 2008 mit Unterstützung der belgischen technischen Zusammenarbeit errichtet wurde, ist eine der wichtigsten Wasserquellen für die lokale Bevölkerung. Seit fast einem Jahr nehmen jedoch wilde Bebauungen, Weidetätigkeiten und Müllablagerungen in der Umgebung der Anlage zu. Diese Situation beunruhigt die Verantwortlichen des Verbandes der Nutzer des Trinkwassernetzes. Für Abeli Kitoko, Vorsitzender des Verwaltungsrats der ASUREP/RVA, stellen diese Besetzungen eine echte Bedrohung für die Wassergewinnung und die Qualität des an die Verbraucher gelieferten Wassers dar: „Das Gelände ist durch die lokale Bevölkerung bedroht, die dort planlos baut. Einige nutzen es als Weideland, andere als Müllhalde. All dies beeinträchtigt die Trinkwasserversorgung.“ Angesichts dieser Situation appelliert ASUREP/RVA an die zuständigen Behörden und ihre Partner, schnell zu handeln, um die langfristige Sicherheit dieser Infrastruktur zu gewährleisten: „Deshalb bitten wir erneut um die volle Unterstützung unserer Behörden. Wir schlagen Alarm, damit unser Gelände gesichert wird und die Bevölkerung weiterhin Zugang zu sauberem Trinkwasser hat.“ Abeli ​​Kitoko befürchtet eine Verschärfung der Lage und betont die dringende Notwendigkeit eines Eingreifens, um die illegale Besetzung des Geländes zu beenden und diese lebenswichtige Wasserquelle für die lokale Bevölkerung zu erhalten (www.radiookapi.net)

Angesichts der Schwierigkeiten bei der Anwendung des Gesetzes wurden in Bunia ausgebildete Rechtshelferinnen und Rechtsberater zum Thema geschlechtsspezifische Gewalt eingestellt

Die Umsetzung der Rechtsvorschriften zu geschlechtsspezifischer Gewalt und die Bereitstellung kostenloser Rechtshilfe für Opfer stellen in Ituri weiterhin eine Herausforderung dar, so die NGO Gender and Women’s Rights Network (GEDROFE). Um das Bewusstsein für diese Vorschriften zu schärfen, veranstaltete die Organisation am Dienstag, den 29. September, einen dreitägigen Workshop für Juristen in Bunia.

Die Teilnehmer, darunter Gerichtsschreiber, Sekretäre und Justizbeamte aus Bunia, Irumu und Mambasa, wurden zu den Verordnungen Nr. 23/023 und Nr. 23/024 geschult, die am 11. September 2023 erlassen wurden. Die erste Verordnung ändert das kongolesische Strafgesetzbuch, die zweite die Strafprozessordnung in Fällen geschlechtsspezifischer Gewalt. Laut Nathalie Yoka, Programmbeauftragte bei GEDROFE, werden einige Bestimmungen vor Ort noch unzureichend umgesetzt. Die Organisation befürchtet, dass dies den Zugang zur Justiz für einige Opfer sexueller Gewalt mit begrenzten Ressourcen erschweren kann. Nathalie Yoka betont, dass das Ziel darin besteht, Juristen, die Opfer unterstützen, ein besseres Verständnis der beiden Texte zu ermöglichen, um so die Hilfeleistung zu verbessern. „Wenn Verständnis vorhanden ist, kann es umgesetzt werden. Und wenn es umgesetzt wird, gibt es Lösungen“, erklärt sie. Die Verordnung Nr. 23/023 führt neue Straftatbestände im Zusammenhang mit geschlechtsspezifischer Gewalt ein und sieht Maßnahmen zur Unterstützung von Opfern vor. Die Verordnung Nr. 23/024 passt ihrerseits das Strafverfahren an, insbesondere hinsichtlich des Erlasses von Gerichtsgebühren und der kostenlosen Rechtsberatung.

Schaffung eines Rahmens für den Austausch unter Juristen

Die anwesenden Justizvertreter begrüßten diese Initiative. Odon Kingatsi zufolge soll sie insbesondere dazu beitragen, die verschiedenen Akteure im Strafrechtssystem besser zu vernetzen und die Fallbearbeitung zu verbessern. „Wichtig ist für uns, einen Rahmen zu schaffen, in dem sich die verschiedenen Akteure im Strafrechtssystem treffen, Erfahrungen austauschen und ihre Arbeitsmethoden optimieren können“, betonte er. Im Anschluss an den Workshop werden die Teilnehmer das erworbene Wissen mit anderen Justizfachleuten in ihren jeweiligen Zuständigkeitsbereichen teilen (www.radiookapi.net)

Tanganjika: Der Sektor Munono ist von Wasser und Krankenhäusern abgeschnitten

In der Gegend um Munono, 60 km von Kongolo-Centre in der Provinz Tanganyika entfernt, gibt es weder Trinkwasser noch Krankenhäuser. Um an Trinkwasser und medizinische Versorgung zu gelangen, müssen die Bewohner mehrere Kilometer zurücklegen. Angesichts dieser Notlage bitten sie die Behörden um Hilfe.

Um Wasser zu holen, müssen sie 5 bis 7 km zum Fluss Lwika laufen, der die Provinzen Tanganyika und Maniema trennt. Bewohner berichten, dass kürzlich eine Frau in diesem Fluss ertrunken ist, als sie nach Wasser suchte. In Munono gibt es nur einen Brunnen, und die Bewohner sagen, sie seien gezwungen, nachts aufzustehen, um Wasser zu schöpfen. Einer von ihnen erklärt: „Hier gibt es kein Wasser, nur einen Brunnen. Die Quelle dort drüben hilft uns ein wenig, aber es reicht nicht. Die Leute stehen um Mitternacht oder um 2 Uhr morgens auf. Aber um Wasser zu bekommen, bleiben manche bis 18 Uhr, andere bekommen gar nichts. Wir müssen die nächsten Tage abwarten.“ Darüber hinaus gibt es in der Region Munono keine Krankenhäuser. Um medizinische Versorgung zu erhalten, müssen die Bewohner rund 30 Kilometer bis zum Dorf Kibangula zurücklegen und dabei den Fluss Lwika überqueren. Auch Geburten sind problematisch, da es in Munono keine Entbindungsstation gibt. „Uns fehlen Überweisungszentren. Die Krankenhäuser liegen weit entfernt von unserer Gegend, von unserem Dorf, von Munono. Um also eine angemessene Behandlung zu erhalten, müssen wir den Fluss Lwika überqueren“, fährt er fort. Bei schweren Fällen müssen wir die Patienten, um sie ins Überweisungskrankenhaus zu bringen, „nach Sola verlegen, das etwa 35 Kilometer entfernt liegt“, fügt ein anderer Dorfbewohner hinzu. Eine weitere Schwierigkeit besteht darin, dass es keine Brücke über den Fluss Lwika gibt; man kann ihn nur mit Einbaumkanus überqueren. Bis Mittwoch, den 30. September, hatte Radio Okapi keine Stellungnahme der Behörden zu den Schwierigkeiten der Bewohner dieses Gebiets erhalten (www.radiookapi.net)

In Fizi wurden innerhalb einer Woche drei Todesfälle im Zusammenhang mit Cholera gemeldet

Die Gesundheitsbehörde der Provinz Süd-Kivu bestätigte am Mittwoch, den 30. September, das Auftreten von Cholera in mehreren Ortschaften des Fizi-Gebiets. Sie meldete drei Todesfälle im Zusammenhang mit der Krankheit zwischen dem 14. und 20. September 2026.

Diese Bestätigung erfolgt vor dem Hintergrund eines Anstiegs von Durchfallerkrankungen in mehreren Ortschaften von Fizi, vor allem in Gebieten entlang des Tanganjikasees. Der Administrator des Gebiets, Samy Kalondji, berichtete Radio Okapi am Mittwoch, den 30. September, von etwa zehn Fällen. Angesichts dieser Situation appellieren die Gesundheitsbehörden an die Bevölkerung, die Hygienemaßnahmen zu verstärken, um die Ausbreitung der Cholera einzudämmen. Sie empfehlen insbesondere, sich vor und nach dem Essen sowie nach dem Toilettengang die Hände mit Seife zu waschen. Die Bevölkerung wird außerdem angewiesen, Lebensmittel abzudecken und vor dem Verzehr gründlich zu garen (www.radiookapi.net)

 

 

28.09.2026

Ebola in der DR Kongo: Die Zerstreuung Tausender Binnenvertriebener in Ituri bereitet den Vereinten Nationen Sorgen

In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) schlägt die UNO Alarm wegen der Lage im Binnenvertriebenenlager Kigonze in Bunia, Ituri. Am 20. September 2026 drangen Soldaten auf der Suche nach Waffen und mutmaßlichen Mitgliedern einer bewaffneten Gruppe in das Lager ein. Es fielen Schüsse. Wenige Tage später brach dort ein Feuer aus. Seitdem sind viele Familien geflohen, und der Zugang für humanitäre Helfer ist weiterhin schwierig. Diese Situation ist umso besorgniserregender, als das Lager auch von den Ebola-Maßnahmen betroffen ist.

Der UN-Koordinator für humanitäre Angelegenheiten in der Demokratischen Republik Kongo, Damien Mama, ist besorgt über die möglichen Folgen. „Die Sicherheitslage im Flüchtlingslager Kigonze hat sich verschlechtert, und viele Familien haben das Lager verlassen und suchen Zuflucht bei Gastfamilien“, erklärt er. Der humanitäre Zugang war in den letzten Tagen schwierig, daher „konnten wir weder alle Fakten unabhängig ermitteln noch das Ausmaß der Schäden und den Bedarf genau einschätzen.“ „Unsere Priorität ist es daher, so schnell wie möglich Zugang zum Lager zu erhalten, um den Bedürftigen zu helfen.“ Die zweite Sorge betrifft laut dem Koordinator die Gesundheit, da das Lager „von Maßnahmen zur Bekämpfung von Ebola betroffen ist“. Er befürchtet, dass „die unorganisierte Zerstreuung Tausender Menschen in Verbindung mit den Zugangsschwierigkeiten die epidemiologische Überwachung, die Kontaktverfolgung und die Aufrechterhaltung der Versorgung schnell erschweren kann“ (www.rfi.fr)

DR Kongo: Künstliche Intelligenz im Kampf gegen Ebola

Im Osten der DR Kongo müssen die Ebola-Einsatzteams mitunter in schwer zugänglichen Gebieten tätig werden. Digitale Werkzeuge, darunter künstliche Intelligenz, beschleunigen den Informationsfluss vom Einsatzgebiet zur Analyse.

Straßen sind unpassierbar, die unsichere Lage kann bestimmte Gebiete isolieren, und es mangelt an Strom und Internet. Daher setzen die an der Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo Beteiligten zunehmend digitale Werkzeuge wie künstliche Intelligenz ein. Im Juni gab das Africa CDC bekannt, dass Starlink 150 Konnektivitäts-Kits an Ituri geliefert hat. Diese Unterstützung, die auf Gespräche zwischen beiden Parteien folgt, soll die Übermittlung von Überwachungsdaten und die Koordination der Einsatzteams erleichtern.

Straßen sind unpassierbar, die unsichere Lage kann bestimmte Gebiete isolieren, und es mangelt an Strom und Internet. Daher setzen die an der Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo Beteiligten zunehmend digitale Werkzeuge wie künstliche Intelligenz ein. Im Juni gab das Africa CDC bekannt, dass Starlink 150 Konnektivitäts-Kits an Ituri geliefert hat. Diese Unterstützung, die auf Gespräche zwischen beiden Parteien folgt, soll die Übermittlung von Überwachungsdaten und die Koordination der Einsatzteams erleichtern. Im September brachte die Coalition for Epidemic Preparedness Innovations (CEPI) Anthropic, die WHO Afrika und das National Institute of Biomedical Research zusammen, um den Einsatz von Claude, dem von Anthropic entwickelten KI-Assistenten, zu besprechen. Diese Unterstützung ist von unschätzbarem Wert, da die Bezirke im Rahmen der Überwachung der Epidemie, die mehrere Provinzen des Landes betrifft, ihre Informationen – oft über WhatsApp – übermitteln und anschließend in Präsentationen zusammenfassen. Claude unterstützt dann die WHO Afrika bei der Auswertung der Zahlen, dem Vergleich mit den Daten des vorherigen Berichts und der Identifizierung von Trends.

Laut Anthropic kann die Erstellung des täglichen Berichts, die früher einen Tag in Anspruch nahm, nun in weniger als einer Stunde erledigt werden. Der Bericht vom 25. September wies 70 neue bestätigte Fälle innerhalb von 24 Stunden aus und verdeutlichte damit die Bedeutung einer schnellen Epidemieüberwachung. Satellitenverbindungen und KI-gestützte Analysen erleichtern somit den Informationsfluss und die -verarbeitung, während die Eindämmung der Epidemie weiterhin eine Herausforderung darstellt (www.rfi.fr)

Die WHO und die DPS mobilisieren gewählte Amtsträger und Gemeindevorsteher, um die Maßnahmen gegen Ebola in Beni zu intensivieren

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Gesundheitsbehörde der Provinz Nord-Kivu (DPS) beriefen am Freitag, den 25. September, in Beni Provinzvertreter aus Nord-Kivu, Gemeindevorsteher und Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften ein, um deren Beteiligung an der Ebola-Bekämpfung zu stärken.

Ziel des Treffens war es, das öffentliche Bewusstsein zu schärfen, die gemeindebasierte Überwachung zu verbessern und die schnelle Meldung von Verdachtsfällen zu fördern. Die Teilnehmer wurden über die technische Organisation der Maßnahmen und ihre Rolle in den Gemeinden informiert. Laut Dr. Gaston Lubambo, dem Leiter der Gesundheitsbehörde der Provinz, nutzt dieser Ansatz den Einfluss politischer und gesellschaftlicher Akteure, um die Einhaltung der Gesundheitsmaßnahmen in der Bevölkerung zu verbessern. Die Initiative zielt darauf ab, die gemeindebasierte epidemiologische Überwachung auszuweiten, die Meldung von Verdachtsfällen zu beschleunigen und die medizinische Versorgung in den Behandlungszentren zu optimieren. Laut DPS und WHO konzentriert sich diese Aufklärungsstrategie vor allem auf die Gesundheitszonen und Gebiete, die als Hauptzentren der Virusübertragung in der Region identifiziert wurden, darunter Beni, Butembo, Katwa und Musienene (www.radiookapi.net)

Laut Angaben des Gesundheitsministeriums entwickelt sich die Ebola-Situation in der Demokratischen Republik Kongo günstig

Das Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo meldet einen insgesamt positiven Trend bei der Ebola-Virus-Erkrankung. In seinem am Samstag, den 26. September, veröffentlichten Lagebericht verzeichnet es einen Rückgang der Neuinfektionen und Todesfälle sowie der Positivrate und der Reproduktionszahl.

Laut Gesundheitsministerium lag die Kontaktverfolgung in den 55 betroffenen Gesundheitszonen am 22. September 2026 bei 78,3 %. Sieben Gesundheitszonen verzeichneten 42 Tage lang keine neuen Fälle. Ituri bleibt das Epizentrum des Ausbruchs, während Nord-Kivu der zweite aktive Hotspot ist. Süd-Ubangi, die siebte betroffene Provinz, meldete am 22. September ihren zweiten positiven Fall. Verfügbare epidemiologische Daten bestätigen zudem Fälle in mehreren anderen Provinzen. Das Ministerium gibt an, dass Tests, Diagnosen, Patientenversorgung, Kontaktverfolgung und Überwachung fortgesetzt werden, um die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Gesundheitsminister Samuel-Roger Kamba widmete der Situation in Süd-Ubangi während seines Treffens am Samstag in Kinshasa mit den Abgeordneten der Provinz besondere Aufmerksamkeit. Als siebte von Ebola betroffene Provinz stellt Süd-Ubangi aufgrund seiner Grenzlage und der hohen Bevölkerungsmobilität ein besonderes Risiko dar, so das Ministerium. Die Gesundheitsbehörden haben dort die Maßnahmen zur Bekämpfung des Ausbruchs und die Kontaktverfolgung verstärkt.

Cholera und Mox werden ebenfalls überwacht

Darüber hinaus meldet das Gesundheitsministerium einen erneuten Anstieg der Cholerafälle in fünf Provinzen: Maniema, Lualaba, Haut-Lomami, Kasaï-Oriental und Tshopo. Ein Mox-Ausbruch wird zudem in der Gesundheitszone Lubao in Kasaï beobachtet. Das Ministerium gibt an, dass die Maßnahmen zur Bekämpfung dieser verschiedenen Gesundheitslagen verstärkt werden (www.radiookapi.net)

DR Kongo: Nach dem Absturz in Kenge müssen die Ursachen geklärt werden

Am 25. September starben 17 Menschen, darunter zwei Generalleutnants, beim Absturz einer TRACEP Let L-410 in Kenge. Hatte das Flugzeug Schwierigkeiten bei der Landung? In welchem ​​technischen Zustand befand es sich? Spielte das Fehlen einer Standardlandebahn eine Rolle? Und was sollen die beiden nach der Tragödie eingeleiteten Untersuchungen klären? RFI zieht Bilanz.

Der Vizegouverneur erklärte, das Flugzeug habe mehrmals über Kenge in der Demokratischen Republik Kongo gekreist, um einen geeigneten Landeplatz zu finden. Tryphon Kin-Kiey Mulumba, Vorsitzender des Verwaltungsrats der kongolesischen Zivilluftfahrtbehörde (RVA), wies auf die offensichtliche Enge der Landebahn hin, die er mit der Bebauung des Flughafengeländes in Verbindung brachte. Er sagte, der Flugplatz Kenge verfüge über eine etwa 930 Meter lange Landebahn, von der jedoch ein Teil mittlerweile bebaut sei. Laut Tryphon Kin-Kiey Mulumba hätte eine den geltenden Standards entsprechende Landebahn den Absturz verhindern können. Die genauen Umstände des Unfalls müssen jedoch noch ermittelt werden.

Mehrere Unfälle wurden registriert

Die für die Sicherheitsuntersuchung zuständige BPEA traf in der Nacht vom 25. auf den 26. September um Mitternacht am Unfallort ein. Ziel der Untersuchung ist es, die Umstände des Unfalls aufzuklären und eine solche Tragödie künftig zu verhindern. Parallel dazu ordnete der Justizminister eine vorläufige gerichtliche Untersuchung an. Der Verkehrsminister forderte seinerseits von der AAC (Zivilluftfahrtbehörde) und der RVA (Flughafenbehörde) Informationen zum Zustand des Flugzeugs und dessen letzter Lufttüchtigkeitsprüfung an. Er ordnete außerdem den Entzug der Betriebsgenehmigung von TRACEP an. Mehrere befragte Quellen haben schließlich mindestens zehn Unfälle und Zwischenfälle identifiziert, die TRACEP seit 2006 zuzuschreiben sind. Diese Zahl umfasst sowohl Landebahnüberschreitungen ohne Todesopfer als auch Unfälle mit geleasten oder gecharterten Flugzeugen (www.rfi.fr)

DR Kongo: Dutzende Vermisste nach Bootsunglück auf dem Kivu-See

In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) kamen mindestens zwölf Menschen ums Leben, als ein Motorboot auf dem Kivu-See kenterte. Das Unglück ereignete sich in der Nacht von Samstag, dem 26. September, auf Sonntag, den 27. September, als die Piroge, die von Bukavu aus gestartet war, Kurs auf die Nordspitze der Insel Idjwi in der Provinz Süd-Kivu nahm. Mehrere Passagiere werden noch vermisst, und die endgültige Zahl der Todesopfer steht noch nicht fest.

In der Demokratischen Republik Kongo transportierte das aus Holzplanken gefertigte Boot unter anderem Kleinhändler von der Insel Idjwi, die nach Bukavu gereist waren, um ihre Waren zu verkaufen und ihre Vorräte aufzustocken. Laut Augenzeugenberichten wurde das Boot von einer Welle zum Kentern gebracht. Omar Akilimali ist einer der Freiwilligen von Idjwi, die die Überlebenden retteten. „Bislang wurden zwölf Leichen geborgen, aber viele werden noch vermisst. Wir haben 15 Überlebende, was im Vergleich zur Anzahl der Passagiere an Bord sehr wenige sind“, erklärt er. Laut Zeugenaussagen, so der Freiwillige, „waren mehr als 50 Menschen mit den Waren, die sie aus Bukavu mitbrachten, an Bord des Bootes.“

Überladene und mangelhaft ausgerüstete Boote

Mangels Alternativen sind die Bewohner von Idjwi und den umliegenden Inseln gezwungen, diese motorisierten Kanus zu benutzen, um Märkte, Schulen, Felder oder größere Städte zu erreichen. Diese täglichen Fahrten sind oft lebensgefährlich, klagt Hermando Zabona, ein Aktivist der Zivilgesellschaft in Idjwi. Er beschreibt die Boote als überladen, in schlechtem Zustand und ohne Sicherheitsausrüstung. „Normalerweise befinden sich in diesem Kanu mehr als 100 Menschen, hauptsächlich Kleinhändler. Man weiß nicht genau, wie viele ums Leben gekommen sind“, erklärt er. Er appelliert an die Bootsbesitzer, „für eine ordnungsgemäße Beladung zu sorgen“. „Wir bitten die Bootsbesitzer und die Generaldirektion für Migration (DGM) um eine ordnungsgemäße Beladung; sie sind es, die die Kanus überprüfen sollten, um festzustellen, ob sie unsachgemäß beladen oder in gutem Zustand sind“ (www.rfi.fr)

DR Kongo: Über 4.000 schwere Verstöße gegen Kinderrechte von den Vereinten Nationen im Jahr 2025 bestätigt

Nach Israel und den besetzten palästinensischen Gebieten verzeichnet die Demokratische Republik Kongo die höchste Anzahl an schweren Verstößen gegen Kinderrechte, die die Vereinten Nationen im Jahr 2025 bestätigt haben. Laut dem Bericht des UN-Sonderbeauftragten für Kinder und bewaffnete Konflikte wurden in der DR Kongo 4.114 Verstöße registriert. Was bedeutet diese Zahl? Und wie sieht die Lage im Jahr 2026 aus?

Morde, Verletzungen, Rekrutierung oder Einsatz von Kindern durch bewaffnete Kräfte und Gruppen, sexuelle Gewalt, Entführungen … Die von den Vereinten Nationen bestätigten schweren Menschenrechtsverletzungen nehmen viele Formen an. Diese Liste umfasst auch Angriffe auf Schulen und Krankenhäuser sowie die Verweigerung humanitärer Hilfe. In der Demokratischen Republik Kongo bestätigten die Vereinten Nationen im Jahr 2025 4.114 schwere Menschenrechtsverletzungen an Kindern. Diese Zahl gibt die Anzahl der Verstöße an, nicht die Anzahl der betroffenen Kinder. Ein einzelnes Kind kann mehrere Verstöße erlitten haben. Mit 4.114 bestätigten Verstößen liegt die Demokratische Republik Kongo im UN-Ranking für 2025 vor Nigeria, Myanmar und Somalia.

Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen

Auch 2026 hörten diese Misshandlungen nicht auf. In einem separaten Bericht für das erste Halbjahr dokumentierte das Gemeinsame Menschenrechtsbüro der Vereinten Nationen 377 Verstöße und Misshandlungen an 606 Kindern in der Demokratischen Republik Kongo. Angesichts dieser Situation rief Vanessa Frazier, die UN-Sonderbeauftragte für Kinder und bewaffnete Konflikte, die Konfliktparteien dazu auf, Maßnahmen zur Verhinderung von Menschenrechtsverletzungen an Kindern zu ergreifen. Sie forderte außerdem einen erleichterten humanitären Zugang sowie den Schutz von Schulen und Krankenhäusern. Abschließend forderte die UN-Sonderbeauftragte die strafrechtliche Verfolgung der Verantwortlichen für diese Verstöße und die nachhaltige Unterstützung der Wiedereingliederung von Kindern, die mit bewaffneten Kräften und Gruppen in Verbindung stehen (www.rfi.fr)

Im Osten der Demokratischen Republik Kongo: Die schwierige Erhaltung des Kahuzi-Biega-Nationalparks und seiner Gorillas

Die Sorgen um den Erhalt des Kahuzi-Biega-Nationalparks im Osten der Demokratischen Republik Kongo und seiner Grauergorillas wachsen. Der Park, der durch Abholzung und Wilderei bedroht ist, beherbergte vor dem Krieg mindestens 1.500 Grauergorillas. Heute weiß niemand, wie viele noch leben.

Anlässlich des Welttourismustages am 27. September wächst in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) die Sorge um die Zukunft des Kahuzi-Biega-Nationalparks (PNKB). Aufgrund des Krieges im Osten des Landes hat der PNKB seit fast zwei Jahren keinen einzigen Touristen mehr gesehen. Der Östliche Flachlandgorilla, auch bekannt als Grauer-Gorilla und das Aushängeschild dieses UNESCO-Welterbes, ist durch Abholzung und Wilderei ebenfalls vom Aussterben bedroht. Während vor dem Krieg mindestens 1.500 Grauer-Gorillas gezählt wurden, weiß heute niemand mehr, wie viele von ihnen noch leben. Arthur Kalonji, Direktor des Kahuzi-Biega-Nationalparks, beklagte gegenüber der Presse in Bukavu, dass Ranger den Park nicht mehr betreten und weder Gorillas noch andere Tiere beobachten können. „Der Park ist zu einem Haus ohne Türen geworden, was zu weit verbreiteter Illegalität geführt hat. Touristen können in dieser extrem unsicheren Umgebung nicht anreisen. Dies hat gravierende Auswirkungen auf den Park und die umliegenden Gemeinden, aber auch auf die Ranger, die ihre Naturschutzarbeit nicht mehr leisten können“, erklärte er. Nach einer zweijährigen Pause hat der Kahuzi-Biega-Nationalpark nun die schrittweise Wiederaufnahme seiner Aktivitäten angekündigt. Die Instabilität aufgrund des bewaffneten Konflikts bleibt jedoch die größte Herausforderung, so Professor Bertin Murhabale, Spezialist für Ökologie und Tierressourcenmanagement. „Wir appellieren an die UNESCO, sich für den Erhalt dieses Naturerbes einzusetzen, an die derzeitigen Behörden, den Naturschutzbeamten die Ausübung ihrer Arbeit zu ermöglichen, und an die Anwohner, sich aktiv am Naturschutz des Parks zu beteiligen“, sagte er. Der Kahuzi-Biega-Nationalpark verstärkt seine Aufklärungskampagnen für Medien, Wissenschaftler, Akteure im Tourismussektor und zivilgesellschaftliche Organisationen, um die dringende Notwendigkeit des Schutzes dieser Gorillas zu unterstreichen (www.rfi.fr)

Luftangriffe, die der AFC/M23 zugeschrieben werden, zielen auf Stellungen von Wazalendo in Masisi

Am Montagmorgen, den 28. September, wurden zwei Stellungen der Wazalendo-Kämpfer im Gebiet Masisi in Nord-Kivu durch Luftangriffe der AFC/M23-Rebellen angegriffen, wie zivile und militärische Quellen mitteilten.

Die Angriffe galten den Dörfern Kaleta und Bitoyi im Ufamandu-Gebiet und ereigneten sich gegen 7:00 Uhr Ortszeit. Berichten zufolge wurden die Angriffe mit Drohnen durchgeführt. Über Opfer oder Sachschäden lagen zunächst keine Informationen vor. Diese Angriffe erfolgten nach mehrtägigen Gefechten in diesem Teil des Gebiets Masisi, wie Augenzeugen berichteten. Am vergangenen Samstag und Sonntag kam es in der Nähe von Miko bei Remeka zu Kämpfen zwischen Wazalendo-Kämpfern, die mit den FARDC verbündet sind, und der AFC/M23. Lokalen Quellen zufolge wechselten während dieser Gefechte mehrere Stellungen den Besitzer. Die AFC/M23 hatte am Freitag, den 25. September, die Stadt Remeka zurückerobert und anschließend neue Angriffe gegen Stellungen der FARDC und der Wazalendo in der Region gestartet. Seit dem 24. September ist der Verkehr auf der Straße Nyabiondo-Kashebere-Mungazi, die die Gebiete von Masisi und Walikale verbindet, aufgrund erneuter Kämpfe in der Region beeinträchtigt.

Zivile Opfer in Burungu gemeldet

In Burungu, im Häuptlingstum Bashali, wurden laut lokalen Quellen am Samstagabend mindestens acht Zivilisten getötet und sechs weitere verletzt. Diese Zahl konnte zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht unabhängig bestätigt werden. Am Samstag waren auch in der Nähe von Nyabiondo im Sektor Osso-Banyungu Schüsse mit schweren und leichten Waffen zu hören. Die anhaltenden Kämpfe in mehreren Gebieten des Masisi-Territoriums beeinträchtigen weiterhin die Zivilbevölkerung. Kontrollwechsel in einigen Ortschaften und die Unterbrechung des Straßenverkehrs erschweren die Bewegungsfreiheit in der Region zusätzlich, wie mehrere Quellen berichten (www.radiookapi.net)

Bei Zusammenstößen zwischen der CRP und CODECO in Djugu wurden mindestens 16 Milizionäre getötet

Mindestens 16 Milizionäre wurden am Sonntag, den 27. September, bei Zusammenstößen zwischen der Konvention für die Volksrevolution (CRP) und CODECO in Nyampala, Gebiet Djugu, Provinz Ituri, getötet und mehrere weitere verletzt, wie Sicherheitskreise mitteilten.

Die Kämpfe brachen aus, nachdem die CRP einen Stellungsangriff der Streitkräfte der Demokratischen Republik Kongo (FARDC) in Nyampala an der Nationalstraße 27 abgewehrt hatte. Nachdem die CRP-Kämpfer vom Militär zurückgeschlagen worden waren, lieferten sie sich Berichten zufolge Gefechte mit CODECO-Kämpfern, als sie versuchten, ihre Hochburg in Maze zu erreichen. Denselben Quellen zufolge wurden zehn CRP-Kämpfer und sechs CODECO-Kämpfer bei den Zusammenstößen getötet. Sieben weitere Milizionäre beider Gruppen wurden Berichten zufolge verletzt. CODECO soll außerdem Waffen und Munition sichergestellt haben. Sicherheitskreise erwähnten insbesondere vier AK-47-Gewehre und ein PKM-Maschinengewehr. Andere Quellen berichten ihrerseits von 16 getöteten CRP-Kämpfern und etwa zehn sichergestellten Waffen.

Die Sicherheitslage verschlechtert sich

Diese Zusammenstöße finden vor dem Hintergrund einer sich verschlechternden Sicherheitslage im Djugu-Gebiet statt. Mehrere Quellen berichten, dass in den letzten Tagen mehrere Vorfälle der CRP zugeschrieben werden, darunter die Entführung von etwa zwanzig Personen in der vergangenen Woche, darunter sechs chinesische Staatsangehörige. Die FARDC startete daraufhin eine Operation gegen diese bewaffnete Gruppe in der Region Nyampala. Den Quellen zufolge versuchten die CRP-Kämpfer, nachdem sie von der Armee zurückgeschlagen worden waren, ihre Hochburg in Maze zu erreichen. Dabei durchquerten sie insbesondere Drikpa, Tsoro und Uzi, Gebiete, in denen CODECO aktiv ist. Angesichts dieses erneuten Gewaltausbruchs appellieren die lokalen Behörden an die bewaffneten Gruppen, ihre Verpflichtungen zur Einstellung der Kampfhandlungen und zum Waffenstillstand einzuhalten. Sie fordern die FARDC außerdem auf, ihre Präsenz in der Region zu verstärken, um weitere Zusammenstöße zu verhindern und die Zivilbevölkerung zu schützen (www.radiookapi.net)

Kämpfe in Djugu: Mehr als 5.000 Zivilisten suchen Zuflucht in der Nähe von MONUSCO-Stützpunkten

Mehrere Tausend Zivilisten suchten in der Nacht von Sonntag auf Montag, den 28. September, in der Nähe der Stützpunkte der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) in Rhoe und Gina im Gebiet Djugu der Provinz Ituri Zuflucht. Sie flohen vor Zusammenstößen zweier lokaler Milizen.

Diese Bevölkerungsverschiebungen folgten auf erneute Kämpfe zwischen den bewaffneten Gruppen CODECO und der Konvention für die Volksrevolution (CRP) sowie auf Gefechte zwischen den Streitkräften der Demokratischen Republik Kongo (FARDC) und der CRP. In Rhoe versammelten sich mehr als 3.000 Zivilisten in der Nähe des MONUSCO-Stützpunkts, um nach den Gewalttaten vom Sonntag Schutz zu suchen. Laut der UN-Mission wurden CODECO-Kämpfer, die sich dem Flüchtlingslager in Rhoe näherten, dank des Eingreifens von UN-Friedenstruppen zurückgeschlagen. Auch in der Stadt Blukwa kam es zu Schusswechseln zwischen MONUSCO-Truppen und CODECO-Elementen. MONUSCO berichtete außerdem, dass ihr medizinisches Team sieben Zivilisten behandelt habe, die bei den Zusammenstößen verletzt worden waren. Mehrere Binnenvertriebene gaben an, dass sie sich durch die Anwesenheit der Friedenstruppen angesichts der anhaltenden Bedrohung durch bewaffnete Gruppen sicherer fühlten. Fast 2.000 Binnenvertriebene in Gina aufgenommen

In Gina, etwa 30 Kilometer von Bunia entfernt, haben fast 2.000 weitere Zivilisten in der Nähe des MONUSCO-Stützpunkts Zuflucht gesucht

Angesichts der sich in der vergangenen Woche verschlechternden Sicherheitslage in der Region haben die Friedenstruppen ihre Sicherheitsoperationen verstärkt. Die Patrouillen werden fortgesetzt, insbesondere entlang der Straßen Panga Panga, Risasi, Gina und Nyampala sowie entlang der Nationalstraße 27. Laut MONUSCO dienen diese Operationen dem Schutz der Zivilbevölkerung, der Verhinderung weiterer Angriffe und der Beruhigung der von der Unsicherheit betroffenen Gemeinden. Die UN-Mission betont, dass sie ihre Patrouillen in den von der Gewalt betroffenen Gebieten intensiviert hat, um die Sicherheit der Binnenvertriebenen zu gewährleisten. Obwohl die Lage weiterhin fragil ist, kehren einige Zivilisten dennoch allmählich in ihre Heimatdörfer zurück (www.radiookapi.net)

International Alert hebt die Bedeutung der psychischen Gesundheit im Friedensprozess in Tanganjika hervor

Das Projekt „Psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung für den Frieden“ zielt darauf ab, den Zugang zu psychologischer Betreuung und psychosozialer Unterstützung für die von Konflikten betroffene Bevölkerung in der Provinz Tanganjika zu verbessern.

Das Projekt wird von einem Konsortium unter der Leitung der Internationalen Organisation für Migration (IOM) durchgeführt, dem auch die NGO International Alert angehört. Finanziert wird es von der deutschen Entwicklungszusammenarbeit über die KfW. Es ist vorwiegend in den Gesundheitszonen Kalemie, Nyemba und Nyunzu tätig, wie die Organisation am Sonntag, den 27. September, mitteilte. Anlässlich des Internationalen Friedenstages am 19. September unterstreicht die NGO die Bedeutung der Aufarbeitung konfliktbedingter Traumata für den sozialen Zusammenhalt in Tanganjika. Durch dieses Projekt wollen die Partner zudem die Resilienz der Gemeinschaften und den sozialen Zusammenhalt stärken, indem sie die psychologischen Folgen von Konflikten angehen. Das Programm wird unter der Leitung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) durchgeführt und durch deutsche Entwicklungszusammenarbeit finanziert. Laut Freddy Lomecha, Projektmanager bei International Alert, stellt das von den Gemeinschaften erlittene Trauma ein großes Hindernis für den sozialen Zusammenhalt dar und erfordert angemessene therapeutische Unterstützung, um eine dauerhafte Versöhnung zu fördern.

Wiederherstellung des sozialen Gefüges in Tanganjika

 

Durch die Integration der psychischen Gesundheit in Krisenbewältigungsmechanismen zielt die Initiative darauf ab, die Resilienz der Provinzgemeinden zu stärken. Das Projekt beabsichtigt somit, die Traumabehandlung zu einem strategischen Hebel zur Prävention interkommunaler Spannungen zu machen (www.radiookapi.net)

25.09.2026

Besorgnis an einer Grundschule in Mambasa nach dem Tod eines Schülers durch Ebola

Seit Donnerstag, dem 24. September, wächst die Besorgnis an der Lalia-Grundschule in der Nähe von Biakato in Bezirk Mambasa der Provinz Ituri. Grund dafür ist der Tod eines Schülers am vergangenen Mittwoch infolge einer Ebola-Infektion, wie Schulbeamte mitteilten.

Mehreren Quellen zufolge löste diese Nachricht Panik an der Schule aus. Einige Schüler verließen Berichten zufolge aus Angst vor einer Ansteckung ihre Klassenzimmer. Am Donnerstagmorgen entschieden sich zudem mehrere Eltern vorsorglich dafür, ihre Kinder nicht zur Schule zu schicken, so die gleichen Quellen. Die Schulbehörden des Unterbezirks Mambasa 2 appellieren an Schüler, Lehrer und Eltern, die Präventionsmaßnahmen strikt einzuhalten, um das Infektionsrisiko an den Schulen zu minimieren.

Die Zivilgesellschaft fordert die Aussetzung des Unterrichts.

Auch in der Gesundheitszone Mandima, in der Biakato liegt, gibt die Ausbreitung der Epidemie Anlass zur Sorge. Lokale Gesundheitsbehörden berichten von 74 bestätigten Ebola-Fällen in der Region. Als Reaktion auf diese Situation fordert die Neue Zivilgesellschaft von Mambasa die vorübergehende Aussetzung des Unterrichts an den Grundschulen im betroffenen Gebiet. Sie drängt die Einsatzkräfte außerdem, die Grundschule in Lalia umgehend zu desinfizieren und alle Kontaktpersonen des verstorbenen Schülers zu ermitteln, um die Ausbreitung des Virus innerhalb der Schule und der Gemeinde einzudämmen (www.radiookapi.net)

Ebola in der Demokratischen Republik Kongo: Die Vereinigten Staaten kündigen zusätzliche Hilfsgelder in Höhe von 267 Millionen Dollar an

Die Vereinigten Staaten kündigten am Dienstag, dem 23. September, zusätzliche 267 Millionen US-Dollar an direkter humanitärer und medizinischer Hilfe zur Unterstützung der Ebola-Bekämpfung in der Demokratischen Republik Kongo an.

Diese Ankündigung erfolgte am Rande der Hochrangigen Woche der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York.

Interventionsbereiche

Laut US-Außenministerium soll diese neue Soforthilfe den Kampf gegen die Epidemie stärken durch:

  • die Einrichtung neuer Ebola-Behandlungseinheiten;

  • den Einsatz zusätzlicher Teams für sichere und würdevolle Bestattungen;

  • die Beschaffung von persönlicher Schutzausrüstung;

  • die Intensivierung der Überwachung;

  • die Bereitstellung lebenswichtiger medizinischer Güter; und

  • die Kontaktverfolgung.

Washington bekräftigt, dass es weiterhin der Hauptanbieter von Gesundheits- und humanitärer Hilfe im Kampf gegen diese Epidemie ist. Bislang hat die US-Regierung nach eigenen Angaben 887 Millionen US-Dollar an direkter Hilfe zur Bekämpfung von Ebola bereitgestellt, davon mehr als 780 Millionen US-Dollar vom Außenministerium.

Ein Interventionsplan wurde von Beginn der Epidemie an aktiviert

Die US-Behörden geben an, dass diese zusätzlichen 267 Millionen US-Dollar es ihnen ermöglichen, die auf dem G7-Gipfel eingegangene Verpflichtung zu erfüllen, bis zu 500 Millionen US-Dollar zusätzlich für die Ebola-Bekämpfung bereitzustellen. Das US-Außenministerium setzt in Abstimmung mit den US-amerikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (CDC) und in Partnerschaft mit den Regierungen der Demokratischen Republik Kongo, Ugandas und anderer Länder der Region seine Maßnahmen zur Bekämpfung der Epidemie fort. Laut derselben Quelle aktivierten die Vereinigten Staaten unmittelbar nach dem Auftreten der ersten Ebola-Fälle in der Demokratischen Republik Kongo im Mai 2026 einen Interventionsplan und mobilisierten internationale Hilfe für eine sofortige Reaktion.

Aufruf an andere Länder

Dank der Finanzierung durch das US-Außenministerium konnten humanitäre Organisationen 292 Tonnen Hilfsgüter in die betroffenen Gebiete liefern, 8,6 Millionen Gesundheitsuntersuchungen in Risikoländern unterstützen, 184.000 Schutzausrüstungen verteilen und beim Aufbau von 23 spezialisierten Ebola-Behandlungszentren helfen. Die US-Finanzierung hat zudem 235 Gesundheitseinrichtungen in den betroffenen Gebieten unterstützt und die Bemühungen der betroffenen Länder zur Eindämmung des Ausbruchs an seinem Ursprung verstärkt. Die US-Behörden rufen andere Länder mit entsprechenden finanziellen Mitteln dazu auf, ihre Beiträge zur Bewältigung der dringenden Lage zu erhöhen (www.radiookapi.net)

Beni: Das Gesundheitszentrum Bulongo hat mit betrieblichen Schwierigkeiten zu kämpfen

Das Gesundheitszentrum im Distrikt Bulongo in Beni, Nord-Kivu, steht trotz des wachsenden Bedarfs der Bevölkerung vor erheblichen betrieblichen Herausforderungen. Laut der Leitung des Zentrums ist die vorhandene Infrastruktur völlig unzureichend, um die Patientennachfrage zu decken.

Mit einer Kapazität von nur 65 Betten für eine geschätzte Bevölkerung von über 39.000 Menschen hat das Zentrum Schwierigkeiten, eine angemessene Versorgung zu gewährleisten. Jean-Bosco Paluku Mwiraolu, Krankenpfleger im Gesundheitszentrum Bulongo, schlägt Alarm: „Wir haben mindestens drei Gebäude, die nicht ausreichen. Das größte Problem ist, dass die angebotenen Leistungen unvollständig sind. Wir brauchen dringend eine Notaufnahme, da es aufgrund unserer Lage an der Hauptstraße vermehrt zu Unfällen kommt und wir nicht ausreichend Hilfe leisten können.“ „Wir fühlen uns völlig überfordert, denn wie soll ein Zentrum mit nur 65 Betten eine Bevölkerung von 39.774 Menschen versorgen? Statt der üblichen 50 Patienten können wir beispielsweise nur 10 behandeln. Die übrigen Patienten müssen dann auf andere Einrichtungen verteilt werden. Anders gesagt: Die Kapazität ist im Vergleich zur Bevölkerungszahl noch weiter reduziert.“ Angesichts dieser Situation bitten die Verantwortlichen dringend um verstärkte Unterstützung von Regierung und Partnern, um die Infrastruktur und die Gesundheitsversorgung zu verbessern. Dies beinhaltet vor allem die Förderung des Baus neuer Gebäude, um eine bessere medizinische Versorgung zu gewährleisten. „Solange es keine Gebäude gibt, ist es schwierig, eine andere Einrichtung zu schaffen, die der Bevölkerung helfen kann“, betonte Jean-Bosco Paluku. Die Gesundheitsbehörden appellieren an die zuständigen Stellen, einzugreifen und die Gesundheitsversorgung in diesem Teil des Beni-Gebiets nachhaltig zu verbessern (www.radiookapi.net)

Beni: Zwei Tote und mehrere Verletzte bei einer Auseinandersetzung zwischen Polizei und Jugendlichen auf dem Friedhof von Rwangoma

Am Donnerstag, den 24. September, kamen in Rwangoma, einem Stadtteil von Beni (Nord-Kivu), zwei Menschen ums Leben, mehrere weitere wurden verletzt. Die Tragödie ereignete sich während der Beerdigung eines Ebola-Opfers, als eine Gruppe junger Leute versuchte, den Sarg zu öffnen, um den Leichnam vor der Beisetzung zu sehen, wie die Behörden mitteilten.

Die Behörden bezeichneten den Vorfall als eklatanten Verstoß gegen die im Rahmen der Epidemiebekämpfung eingeführten Sicherheits- und Würdemaßnahmen. Die Polizei gab daraufhin Warnschüsse ab, um die Menge aufzulösen. In dem darauf folgenden Chaos starb ein junges Mädchen, das angeschossen worden war, noch am Tatort, während ein weiteres Opfer in einem örtlichen Krankenhaus seinen Verletzungen erlag. Die lokalen Behörden appellieren an die Bevölkerung, insbesondere an junge Menschen, die Maßnahmen für sichere und würdevolle Bestattungen zu respektieren, um die Ausbreitung von Ebola zu verhindern (www.radiookapi.net)

Ost-DR Kongo: Die Entwicklung der UN-Mission in Frage gestellt

Sollten UN-Friedensmissionen reduziert oder mit den notwendigen Ressourcen ausgestattet werden, um ihr Mandat zu erfüllen? Diese Frage stellt sich für die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO), die den Waffenstillstand im Osten der DR Kongo überwacht. Kinshasa, das ursprünglich einen beschleunigten Abzug im Jahr 2023 gefordert hatte, plädiert nun für einen anderen Ansatz. In Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo traf sich James Swan, Leiter der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO), am 23. September mit Mitgliedern des Mechanismus zur Überprüfung des Waffenstillstands sowie der politisch-militärischen Gruppe AFC/M23, die Teile der Provinzen Nord- und Süd-Kivu kontrolliert. Die Mission erklärte sich bereit, ihre Unterstützung im Rahmen ihres Mandats fortzusetzen. MONUSCO hat bereits zwei Verifizierungsmissionen in Minembwe (Süd-Kivu) und Masisi (Nord-Kivu) logistisch unterstützt. Doch mit welchen Ressourcen und wie lange?

Kinshasas veränderte Position

Frankreich plädiert für anpassungsfähige Missionen mit den notwendigen Ressourcen. Kinshasa wünscht sich, dass sich MONUSCO in Absprache mit dem kongolesischen Staat an den Bedürfnissen vor Ort weiterentwickelt: Schutz der Zivilbevölkerung, Unterstützung des Waffenstillstands und Einrichtung von Verifikationsmechanismen. Die Demokratische Republik Kongo fordert, dass jede Reduzierung der Mission überprüft wird, sollte sich die Sicherheitslage verschlechtern. Dies stellt eine Abkehr von ihrer vorherigen Forderung nach einem beschleunigten Abzug im Jahr 2023 dar. Eine Einschränkung bleibt bestehen, wie der Untergeneralsekretär für Friedensmissionen, Jean-Pierre Lacroix, erneut betonte: Frieden aufzuzwingen käme einer Kriegsführung gleich; dies ist nicht die Aufgabe der Blauhelme. Unter diesen Umständen kann MONUSCO die Verifikation eines Waffenstillstands unterstützen. Sie kann jedoch keinen Krieg führen, um ihn durchzusetzen (www.rfi.fr)

James Swan bekräftigt in Bunia die Unterstützung von MONUSCO angesichts der Sicherheits- und Gesundheitskrise

Die Provinz Ituri bleibt angesichts der Sicherheits- und Gesundheitsherausforderungen strategische Priorität der MONUSCO. Dies erklärte der Sonderbeauftragte des UN-Generalsekretärs in der Demokratischen Republik Kongo, James Swan, am Donnerstag, den 24. September, nach seinem Treffen mit dem Provinzgouverneur in Bunia.

Anpassung der Sicherheitslage

Mit Blick auf die durch bewaffnete Gruppen, insbesondere die ADF, verursachte Unsicherheit betonte James Swan, dass diese Gewalt den Zugang zu grundlegenden Dienstleistungen einschränkt und humanitäre Hilfe behindert. Um dem entgegenzuwirken, hat die UN-Mission mobile Einsatzbasen und schnelle Eingreiftruppen stationiert. Der Leiter der MONUSCO lobte zudem die verstärkte Zusammenarbeit mit den FARDC vor Ort, die darauf abzielt, Frühwarnsysteme zu verbessern und die Zivilbevölkerung besser zu schützen.

Unterstützung der Ebola-Bekämpfung

Im Gesundheitsbereich ist Ituri von der Ebola-Epidemie betroffen. James Swan erklärte, dass die MONUSCO ihre logistischen Kapazitäten mobilisiert, um die medizinische Versorgung zu unterstützen. Diese Unterstützung umfasst Transport, die Mobilität von Gesundheitsteams sowie die Sicherung von Risikogebieten und wichtigen Gesundheitseinrichtungen.

Nach diesem Zwischenstopp in Bunia, der letzten Station seiner Reise durch den Osten der Demokratischen Republik Kongo, kehrte der Leiter der MONUSCO am Donnerstag nach Kinshasa zurück (www.radiookapi.net)

In New York fordert Judith Suminwa die Umsetzung der UN-Resolutionen zum Osten der Demokratischen Republik Kongo

Die Premierministerin der Demokratischen Republik Kongo, Judith Suminwa, wandte sich am Mittwoch, den 23. September, vor der 81. Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York an die Öffentlichkeit und forderte die sofortige Umsetzung der Resolutionen des Sicherheitsrates zum Krieg im Osten des Landes.

In Vertretung von Präsident Félix Tshisekedi verurteilte Suminwa vor der internationalen Gemeinschaft die ruandische Aggression der bewaffneten Gruppe AFC/M23 und die Doppelmoral im Umgang mit globalen Krisen.

„Wir erwarten die Umsetzung der Resolutionen“

Die Regierungschefin der Demokratischen Republik Kongo verurteilte die Aggression Ruandas gegen die Demokratische Republik Kongo unter dem Deckmantel der bewaffneten Gruppe AFC/M23 und hob die dramatischen Folgen dieses Konflikts hervor:

  • Massenvertreibung von Bevölkerungsgruppen,

  • sexuelle Gewalt,

  • Rekrutierung von Kindern.

Angesichts der festgestellten Unstimmigkeiten im Umgang mit internationalen Krisen forderte sie den UN-Sicherheitsrat auf, seine eigenen Resolutionen durchzusetzen, insbesondere die Resolution 2773. Sie erklärte außerdem, dass die Präsenz der FDLR nicht länger als Vorwand für eine ausländische Militärpräsenz auf kongolesischem Boden dienen könne, und hob die von Kinshasa unternommenen Bemühungen zur Entwaffnung und Demobilisierung hervor.

Reform des Sicherheitsrats und Afrikas Rolle

Judith Suminwa plädierte für einen erneuerten und gerechten Multilateralismus und erklärte, die 1945 gegründeten Institutionen müssten sich den heutigen Realitäten anpassen. Sie bekräftigte die Position der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) für den Ezulwini-Konsens und die Sirte-Erklärung, die zwei ständige Sitze mit Vetorecht für Afrika im Sicherheitsrat sowie zwei zusätzliche nichtständige Sitze fordern.

Kritische Mineralien: Von der Gewinnung zur Industrialisierung

Die Premierministerin sprach über die Schlüsselrolle der DR Kongo in der globalen Energiewende und plädierte für die lokale Verarbeitung von Bodenschätzen, um eine gerechtere Verteilung des Reichtums zu gewährleisten. „Wir wollen nicht länger nur ein Teil der globalen Wirtschaft sein; wir wollen eine Werkstatt, ein Labor und ein souveräner Partner werden“, erklärte sie und schlug die Schaffung eines globalen Rahmens unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen für widerstandsfähige und nachvollziehbare Wertschöpfungsketten kritischer Mineralien vor. Abschließend bekräftigte Judith Suminwa die finanziellen Herausforderungen der Demokratischen Republik Kongo bei der Erreichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) bis 2030, die auf über 70 Milliarden US-Dollar geschätzt werden, und bekräftigte gleichzeitig das Engagement ihrer Regierung für den Erhalt des Kongobeckens und die Festigung des Friedens (www.radiookapi.net)

Einunddreißig Häftlinge entkamen aus dem Zentralgefängnis Inongo, nachdem Militärwachen ihre Posten verlassen hatten

In der Nacht vom 23. auf den 24. September kam es im Zentralgefängnis Inongo (Mai-Ndombe) zu einer Massenflucht, wodurch sich die Zahl der Insassen auf sieben reduzierte.

Insgesamt 31 Personen entkamen, nachdem das für die Sicherheit der Einrichtung zuständige Militärpersonal unerwartet abgezogen worden war.

Fehlverhalten aufgrund finanzieller Forderungen

Laut Paul Pius Biako, dem kommissarischen Gefängnisdirektor, verließen die Militärwachen das Gelände auf Befehl ihres Kommandanten, eines Hauptmanns. Diese Entscheidung beruhte auf der Nichtauszahlung einer vom Gouverneur der Provinz Mai-Ndombe den Sicherheitskräften zugesagten Sonderzahlung.

Fahndungsaufruf veröffentlicht

Die lokalen Behörden haben eine Suchaktion eingeleitet, um die 31 Geflohenen zu finden und ihre Rückführung ins Gefängnis sicherzustellen (www.radiookapi.net)