Ebola-Epidemie: WHO mobilisiert 11,5 Tonnen Hilfe, während Welt Grenzen schließt und Vertrauen erodiert – 626 Verdachtsfälle, 159 Todesfälle
ITURI/KINSHASA/GLOBAL – Die WHO lieferte 11,5 Tonnen medizinische Ausrüstung in 72 Stunden mit MONUSCO-Luftunterstützung (PSA, medizinische Sets, Zelte, Wasser, Sanitärartikel, 35+ Experten). Parallel: USA leiteten Air-France-Flug nach Kanada um (kongolesischer Passagier), schränkten Einreise ein (nur Washington Dulles). Indien verstärkte Flughafenkontrollen. Uganda stellte Flüge für 48 Stunden ein, und schloss Grenzen für 4 Wochen. Aber während die internationale Logistik mobilisiert, erodiert das Vertrauen vor Ort: In Rwampara setzten Angehörige eines Ebola-Toten zwei Zelte in Brand, nachdem medizinisches Personal die Freigabe des Leichnams verweigerte (Bestattungskonflikt). Gesundheitsminister Roger Kamba gab 159 wahrscheinliche Todesfälle und 626 Verdachtsfälle bekannt (21. Mai RFI). Das Bundibugyo-Virus ist schwieriger zu diagnostizieren als der Zaire-Stamm – Symptome (Fieber, Erbrechen, Durchfall) ähneln Malaria. Nur drei Labore in Kinshasa, Goma, und Bunia können es nachweisen. Das System mobilisiert global, kollabiert lokal. „21.05.2026“ weiterlesen