Direkte Gespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der AFC/M23-Gruppe: Wie steht es um das Treffen in Doha?
Werden die kongolesische und die AFC/M23-Delegation die für heute in Doha geplanten direkten Gespräche aufnehmen? Die Frage bleibt. In der am 19. Juli in der katarischen Hauptstadt unterzeichneten Grundsatzerklärung verpflichteten sich die beiden Parteien, spätestens am Freitag, den 8. August 2025, Friedensgespräche aufzunehmen. Bis gestern gab es jedoch keine Anzeichen für einen tatsächlichen Beginn der Gespräche an diesem Freitag. Die AFC/M23 erklärte am Donnerstag, den 7. August, sogar, ihre Delegation sei nicht nach Doha gereist.
Der stellvertretende Premierminister und Innenminister Jacquemain Shabani, der bei der Unterzeichnung des Abkommens anwesend war, verließ Kinshasa nicht. Auch unter den anderen Mitgliedern der kongolesischen Delegation war keine Bewegung zu beobachten. Die Position der AFC/M23 scheint radikaler: Ihre Vertreter trafen am Donnerstag in Bukavu ein, einer weiteren Rebellenhochburg. Seit dem Tag nach der Unterzeichnung beharrten sie darauf, nur nach Doha zurückkehren zu wollen, wenn ihre von der Regierung festgehaltenen Gefangenen freigelassen würden. Unseren Informationen zufolge haben bereits drei Gespräche zwischen der AFC/M23-Gruppe und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) stattgefunden, die von beiden Parteien und dem Vermittler beauftragt wurden, um die Logistik der Freilassungen vorzubereiten. Die Regierung ist jedoch der Ansicht, dass der Zeitpunkt für die Freilassung der Gefangenen noch nicht gekommen sei und dieser Punkt Gegenstand direkter Verhandlungen sei.
Mechanismus zum Gefangenenaustausch „länger als erwartet“
Doha setzt seine Bemühungen mit beiden Seiten unseren Informationen zufolge aus der Ferne fort. Eine diplomatische Quelle, die den Gesprächen nahesteht, bestätigte gegenüber RFI, dass die Parteien mit Katars Unterstützung weiterhin an der Umsetzung der Grundsatzerklärung arbeiten.
Diese Arbeit umfasst Verhandlungen zur Einrichtung eines Mechanismus zum Gefangenenaustausch unter Aufsicht des IKRK. Dieser Prozess dauere „länger als erwartet“, räumte dieselbe Quelle ein (www.rfi.fr) „8./9.08.2025“ weiterlesen