05.05.2026

Südkivu unter Drohnenfeuer, Schüler im Trauma, US-Sanktionen gegen Kabila: Eine Nation am Limit

MINEMBWE/KINSHASA/DJUGU – Ende der Woche durchbrachen IKRK und MSF für Stunden die Mauer der Gewalt. Ein medizinischer Konvoi nach Minembwe im Hochland Südkivus, ein MSF-Team in Mwenga – beide wurden angegriffen, beide setzten ihre Arbeit fort. Dazwischen: 4189 Masernfälle in Süd-Ubangi (71 Todesfälle seit Januar), 1478 MSF-Masernpatienten in Karawa, darunter 184 mangelernährt. Währenddessen sitzen vertriebene Schüler aus Djugu in Bunia zur Staatsprüfung, traumatisiert und ohne Lehrplan. SNCC-Lehrer in Kananga arbeiten seit acht Monaten unbezahlt. Und in Kinshasa setzen UDPS-Aktivisten das PPRD-Hauptquartier in Brand – eine Eskalation, die zeigt, dass selbst die Hauptstadt nicht immun gegen die Gewalt ist, die der Osten diktiert. Joseph Kabila, unter US-Sanktionen, mobilisiert immer noch – schwächer, aber nicht besiegt. „05.05.2026“ weiterlesen