Humanitäre Notlage in der Demokratischen Republik Kongo: Kinshasa beantragt 1,4 Milliarden US-Dollar für 2026
Die Regierung der Demokratischen Republik Kongo hat am Mittwoch, den 4. März, in Kinshasa einen Spendenaufruf in Höhe von 1,4 Milliarden US-Dollar an ihre internationalen Partner gestartet. Mit diesen Mitteln soll die anhaltende humanitäre Krise im Land bewältigt und gleichzeitig die freiwillige Rückkehr Tausender kongolesischer Flüchtlinge vorbereitet werden, die sich derzeit in Burundi aufhalten.
Der Minister für Soziales und humanitäre Angelegenheiten stellte diesen Hilfsplan für das Haushaltsjahr 2026 vor. Ziel ist es, erhebliche Ressourcen zu mobilisieren, um lebensrettende Hilfe für Millionen schutzbedürftiger Menschen im ganzen Land zu gewährleisten.
Prioritäten: Gesundheit, Bildung und Schutz
Laut Regierung werden diese Mittel vorrangig vier Schlüsselsektoren zugeordnet:
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Nahrungsmittelhilfe für Binnenvertriebene;
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Zugang zur Gesundheitsversorgung in Konfliktgebieten;
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Notfallschulung für vertriebene Kinder;
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Schutz der Zivilbevölkerung vor Gewalt.
Diese Forderung kommt zu einem Zeitpunkt, an dem, wie die Zeitung Le Potentiel am Donnerstag, dem 5. März, hervorhob, die Aufmerksamkeit der globalen Medien auf andere Konflikte (Naher Osten) gerichtet ist, wodurch die Demokratische Republik Kongo einem „unsichtbaren Krieg“ und der Gefahr eines humanitären Fiaskos ausgesetzt ist.
Auf dem Weg zur Rückkehr von Flüchtlingen aus Burundi
Eine wichtige Neuerung des Aktionsplans für 2026 betrifft die Rückführung. Laut Ministerin Eve Bazaiba ebnet die verbesserte Sicherheitslage in bestimmten Gebieten, insbesondere in Uvira (Süd-Kivu), den Weg für die freiwillige Rückkehr von Flüchtlingen. Derzeit leben noch etwa 250.000 Kongolesen in sieben Aufnahmezentren in Burundi. Zur Organisation dieser Rückkehr ist in Kürze ein Treffen zwischen folgenden Parteien geplant:
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Regierung der Demokratischen Republik Kongo;
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Regierung von Burundi;
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Hochkommissar der Vereinten Nationen für Flüchtlinge (UNHCR).
Eine Herausforderung für die Koordination
Die Herausforderung dieses Treffens besteht darin, eine sichere und koordinierte Rückkehr zu gewährleisten. Dies umfasst nicht nur den Transport der Flüchtlinge, sondern auch die Sicherstellung, dass die Rückkehrgebiete über die notwendige Infrastruktur verfügen, um sie würdevoll aufzunehmen. Diese finanzielle Mobilisierung ist von entscheidender Bedeutung, da der Präsident der Republik von seiner Regierung „sofortige Ergebnisse“ fordert, um die Autorität des Staates wiederherzustellen und das Elend der Bevölkerung zu lindern, berichtet die dreimal wöchentlich erscheinende Zeitung Congo Nouveau in ihrer Donnerstagsausgabe (www.radiookapi.net) „06.03.2026“ weiterlesen