Verkauf von 52 Ölblöcken in der DR Kongo: Experte Georges Milumbu von Greenpeace Afrika fürchtet negative Auswirkungen
Die Demokratische Republik Kongo bereitet mit dem Verkauf von 52 Ölfeldern einen neuen Schritt vor. Dieser Ansatz wurde von mehreren zivilgesellschaftlichen Akteuren scharf kritisiert, darunter auch von Professor Georges Milumbu, Landesdirektor von Greenpeace Afrika. In seiner Erklärung vom Mittwoch bedauert der Umweltexperte eine Entscheidung mit schwerwiegenden ökologischen und wirtschaftlichen Folgen für die Demokratische Republik Kongo. Seiner Ansicht nach sollte die Finanzierung von Ökoenergieprojekten Priorität haben. „Heute finanzieren große internationale Banken mehr Projekte im Bereich saubere Energie als im Bereich fossiler Brennstoffe. Leider hält die Demokratische Republik Kongo immer noch an alten Praktiken fest, obwohl sie der weltweit größte Kobaltexporteur ist. Würden wir auch nur 60 % dieses Kobalts vor Ort verarbeiten, könnten Tausende von Arbeitsplätzen geschaffen und beträchtliche Steuereinnahmen generiert werden“, erklärte er in seiner Klarstellung. Die Demokratische Republik Kongo hat mehrere internationale Umweltschutzabkommen ratifiziert. Aufgrund ihrer immensen Waldflächen und ihrer entscheidenden Rolle bei der Regulierung des globalen Klimas wird sie regelmäßig als „Lösungsland“ bezeichnet. „Wie können wir verstehen, dass genau dieses Land 52 Ölfelder zum Verkauf anbietet, die sich mit Schutzgebieten überschneiden?“, fragt Georges Milumbu, Landesdirektor von Greenpeace Afrika. Er fügte hinzu: „Milliarden lassen sich durch den Schutz des Waldes gewinnen, nicht durch seine Zerstörung“. Der Landesdirektor der internationalen Nichtregierungsorganisation Greenpeace Afrika verurteilt ebenfalls die als veraltet und umweltschädlich geltenden Praktiken der Ölförderung. „Welche Lehren können wir aus über einem Jahrzehnt der Ölförderung durch Perenco ziehen? Wie hat diese Tätigkeit dem Land oder den lokalen Gemeinden wirklich geholfen? Warum sollten wir weiterhin Ölfelder verkaufen, wenn dieses Modell anderswo bereits erheblichen Schaden angerichtet hat?“, fragt er. „18.06.2025“ weiterlesen