04.05.2026

Kabila unter Druck, Bildung kollabiert, Staat verliert Kontrolle: Vier Krisen in einer Woche

KINSHASA/MINEMBWE/ITURI/BAS-UELE – Am 30. April 2026 verhängte Washington OFAC-Sanktionen gegen Joseph Kabila: Vermögenswerte eingefroren, Geschäftsbeziehungen mit US-Bürgern verboten. Der ehemalige Präsident (2001–2019) sitzt zwischen Todesurteil (Kinshasa, September 2025), zerschlagenem Netzwerk (Verhaftungen von Minaku, Shadary, Kikuni) und diplomatischer Isolation – aber nicht besiegt. Parallel kollabiert das Bildungssystem: In Ituri können 40 % der Abiturienten nicht zu den Prüfungen antreten (Djugu unsicher, Mambasa ADF-Angriffe, Savo-Ebene 80.000 Vertriebene, Schulen seit 6 Monaten geschlossen). In Beni hingegen beginnen 6.360 Kandidaten ihre EXETAT-Prüfungen – mit Regierungsfinanzierung und neuem Scanner. Gleichzeitig zeigt die Sicherheitslage das Ausmaß des Staatsverfalls: LRA entführt Kinder in Bas-Uele (2 entkommen, 24 bleiben, Joseph Kony-Familie führt Missionen), Mbororo-Hirten besetzen Wälder in Nord-Ubangi (Flüchtlingskarten schützen sie vor Abschiebung), METALKOL und Ruashi Mining zahlen Mindestlohn nicht (21.500 FC Gesetz ignoriert). Und während Journalisten am 3. Mai ihren Welttag feiern, beschreiben sie eine Pressefreiheit, die „mit Füßen getreten wird“. Kabila kämpft auf vier Fronten – juristisch, diplomatisch, medial, organisatorisch – um nicht neutralisiert zu werden. Das System, das er stürzen will, zeigt dieselben Symptome: Kontrolle nur in pockets, Zusammenbruch in allen anderen. „04.05.2026“ weiterlesen