In Biena und Manguredjipa wurden innerhalb von vier Monaten mindestens 67 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt beobachtet
In den Gesundheitszonen Biena und Manguredjipa im Gebiet Lubero (Nord-Kivu) wurden zwischen Dezember 2025 und März 2026 etwa 67 Fälle von geschlechtsspezifischer Gewalt registriert.
Die Nichtregierungsorganisation „Women Lawyers for Women’s and Children’s Rights“ (FJDF) veröffentlichte diese Zahlen am Mittwoch, den 8. April. Der Leiter der FJDF-Niederlassung, Gerlas Mumbere Kayitsupa, hob insbesondere Fälle von Vergewaltigung und sexueller Gewalt, einschließlich Gewalt gegen Kinder, hervor. Er rief die Opfer dazu auf, ihre Täter anzuzeigen. „Bei den 67 dokumentierten Fällen von geschlechtsspezifischer Gewalt in den Gesundheitszonen Biena und Manguredjipa handelt es sich hauptsächlich um Vergewaltigungen, Zwangsheirat, sexuelle Belästigung, Menschenhandel und sexuelle Ausbeutung von Kindern“, erklärte er. „Es gibt auch Fälle von körperlicher Gewalt, psychischer Misshandlung und Verweigerung von Ressourcen“, so Gerlas Mumbere. Dieser zivilgesellschaftliche Aktivist erklärte, dass die Täter dieser Taten oft bewaffnete Einzelpersonen oder Zivilisten seien, während die Opfer in erster Linie Binnenvertriebene und Rückkehrer seien. Er appellierte an Polizei und Staatsanwaltschaft, Straflosigkeit nicht zu fördern, da diese einen der Hauptgründe für geschlechtsspezifische Gewalt in der Region darstellt. Gerlas Mumbere rief die Bevölkerung und die Opfer zudem dazu auf, alle Fälle von Gewalt zu melden, um die Folgen abzumildern und kostenlose medizinische, psychosoziale und rechtliche Unterstützung zu erhalten. Radio Okapi konnte von den lokalen Behörden keine Stellungnahme zu diesem Thema erhalten (www.radiookapi.net) „09.04.2026“ weiterlesen