Marsch der Hoffnung: Vom Sieg über die Demokratie zur blutigen Repression – schon 34 Jahre vergangen!
Die Nachrichten in Kinshasa am Dienstag, den 17. Februar 2026, sowohl in der Presse als auch in den Online-Medien, werden von zwei Hauptthemen dominiert: dem 34. Jahrestag des „Marsches der Christen“ vom 16. Februar 1992 und der sozialen Lage der kongolesischen Bevölkerung, die sich durch Verzögerungen bei der Auszahlung der Gehälter der Beamten verschärft.
Beginnen wir diesen Presseüberblick mit Actualite.cd, deren Schlagzeile lautet: „Marsch der Hoffnung: Vom Sieg der Demokratie zur blutigen Repression – schon 34 Jahre!“
Actualite.cd erinnert daran, dass am 16. Februar 1992 Tausende Demonstranten – Katholiken, Protestanten und Orthodoxe – in Kinshasa auf die Straße gingen, um am sogenannten „Marsch der Hoffnung“ teilzunehmen. Ihr Ziel: die Wiedereröffnung der Souveränen Nationalkonferenz (CNS) zu fordern, die einen Monat zuvor vom damaligen Premierminister Jean Nguz Karl-I-Bond suspendiert worden war. Vierunddreißig Jahre später blicken wir zurück auf eine der bedeutendsten und tragischsten Episoden der jüngeren Geschichte der Demokratischen Republik Kongo.
Blutige Repression
In ihrem historischen Bericht stellt das Medium fest, dass der Marsch, an dem Zehntausende Einwohner Kinshasas teilgenommen hatten, mit beispielloser Gewalt aufgelöst wurde. Sicherheitskräfte eröffneten das Feuer auf die Demonstranten aus nächster Nähe.
„Die Zahl der Todesopfer bei der Niederschlagung dieses Marsches variiert. Das Erzbistum Kinshasa veröffentlichte eine Liste mit 16 Schwerverletzten und 21 durch Schüsse Getöteten, während Menschenrechtsorganisationen wie die Stimme der Stimmlosen für Menschenrechte (VSV) von mindestens 35 Opfern berichten, während andere inoffizielle Quellen von fast 100 Opfern ausgehen. In mehreren Vierteln wurden Demonstranten, die in Kirchen Zuflucht suchten, von den Sicherheitskräften verfolgt und angegriffen.“
Augenzeugenberichten zufolge eröffneten Polizisten in vorderster Linie das Feuer auf die Demonstranten, während andere, weiter hinten positioniert, Leichen bargen und versteckten. Diese Methode veränderte die Opferzahlen vom 16. Februar 1992 grundlegend.
Trotz dieses Blutvergießens zwang der Druck der Bevölkerung und der internationalen Gemeinschaft das Regime von Mobutu Sese Seko im April 1992 zur Wiedereröffnung der Nationalen Souveränitätskonferenz (CNS), die nun als „Souveräne Konferenz“ bezeichnet wurde.
Ihr Ziel: „Die Wiedereröffnung der Souveränen Nationalen Konferenz (CNS) zu fordern, die einen Monat zuvor vom damaligen Premierminister Jean Nguz Karl-I-Bond ausgesetzt worden war. 34 Jahre später: Ein Rückblick auf eine der bedeutendsten und tragischsten Episoden der jüngeren Geschichte der Demokratischen Republik Kongo.“
34 Jahre später ruft Oppositionsführer Martin Fayulu zum Wandel auf: „Christlicher Marsch 1992: 34 Jahre später muss der Kampf für Demokratie mit dem Kampf für nationalen Zusammenhalt einhergehen.“ Actualite.cd hebt Fayulus Rede bei dieser Gedenkveranstaltung hervor. Er ist überzeugt, dass der Kampf für Demokratie angesichts der anhaltenden Unsicherheit nun auch die Verteidigung der territorialen Integrität umfassen muss.
Im Kontext der aktuellen Lage im Land betont Oppositionsführer Martin Fayulu, Vorsitzender von ECiDé (Engagement für Bürgerschaft und Entwicklung), dass der Kampf für Demokratie weitergeht und nun mit dem Kampf für nationalen Zusammenhalt und der Verteidigung der territorialen Integrität einhergehen muss.
Martin Fayulu rief die kongolesische Bevölkerung auf, nicht den Mut zu verlieren und zusammenzuhalten, um diejenigen zu vertreiben, die seiner Ansicht nach einzig und allein auf die Besetzung und Balkanisierung der Demokratischen Republik Kongo aus sind, motiviert durch die Gier nach ihren Ressourcen.
Infos27.cd: Christlicher Marsch von 1992: 34 Jahre später – Fayulu ruft zur Einheit von Demokratie und territorialer Integrität auf
Infos27.cd 34 Jahre nach dem „Marsch der Hoffnung“ vom 16. Februar 1992, der unter Mobutus Regime gewaltsam niedergeschlagen wurde, ist das Andenken an die Märtyrer der Demokratie in der Demokratischen Republik Kongo weiterhin präsent. In Kinshasa erinnerte eine Gedenkmesse der Lamuka-Koalition in der St.-Josephs-Kirche in Matonge an diese historische Mobilisierung zur Wiedereröffnung der Souveränen Nationalkonferenz. Für Oppositionsführer Martin Fayulu sollte dieses Datum nicht nur an den Kampf für politische Freiheiten erinnern, sondern auch das Bewusstsein für die aktuellen Herausforderungen des Landes schärfen, insbesondere für den nationalen Zusammenhalt und die Verteidigung der territorialen Integrität angesichts der anhaltenden Gewalt im Osten.
Das Medium berichtet, dass die Organisatoren mit dieser Gedenkveranstaltung die Opfer des damaligen Tages ehren und an die Opfer erinnern wollen, die für den Weg zur Demokratie gebracht wurden. Martin Fayulu stellte zudem einen Zusammenhang zwischen diesem Gedenken und dem aktuellen Leid der Bevölkerung her, die im Osten des Landes unter Unsicherheit und anderen Formen von Gewalt leidet.
„Wir sind heute hier versammelt, um das Andenken an diese Märtyrer zu bewahren und ihrer zu gedenken. Wir gedenken auch unserer Brüder und Schwestern, die täglich im Osten des Landes getötet werden“, erklärte der Oppositionsführer nach dem Gottesdienst und rief gleichzeitig zur nationalen Einheit auf.
Zum selben Thema hebt Forum des As die historische Bedeutung dieses Tages hervor und betont die Notwendigkeit für die gegenwärtige politische Klasse, über die Opfer der „Märtyrer der Demokratie“ nachzudenken (www.radiookapi.net)