Ebola-Epidemie nach Rwampara-Krise stabilisiert sich vor Ort, während Epidemie expandiert: 82 bestätigte Fälle, Bambu neu betroffen, Africa CDC fordert Ressourcen – Forschung an Treatments und Impfstoffen läuft parallel zu Kapazitätskollaps
BUNIA/KINSHASA/GLOBAL – 22. Mai: Ein Tag der Kontraste. Im Rwampara-Behandlungszentrum (10km von Bunia) wurde der Betrieb am Freitag wiederaufgenommen nach dem Brandvorfall vom 21. Mai – 4 Verdachtsfälle kehrten zurück, medizinisches Personal unter Häuptling-Vermittlung zurück. Gleichzeitig: WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus meldete 82 bestätigte Fälle (von 64 am 20. Mai) + 7 bestätigte Todesfälle (von 6), fast 750 Verdachtsfälle, 177 mutmaßliche Todesfälle. Bambu, achte Gesundheitszone in Ituri, bestätigt: 1 Fall + 128 Kontaktpersonen in 24 Stunden, aber 0 % Nachverfolgung. Wissenschaftliche Dringlichkeitskonsultation am 22. Mai (ANSR, Africa CDC, WHO) erörterte intravenöse Bundibugyo-Behandlung (im Labor an Affen getestet), Impfstoff-Kombinationen (Zaire + Sudan gegen Bundibugyo). Africa CDC-Direktor Jean Kaseya (Bunia 21. Mai): „Wir benötigen deutlich mehr Ressourcen. Westliche Länder versagten 19 Jahre lang. Grenzschließungen sind der falsche Weg.“ Aber vor Ort: Kontaktverfolgungsrate 7%, Rwampara-Vorfall zeigt Misstrauen, 286 Kontaktpersonen aus Rwampara (20. Mai) + Gesundheitseinrichtungs-Ausbrüche dokumentiert + Kampf in Masisi (fünfter Tag) erschwert Logistik + Bambu in gefährlichem Gebiet (CODECO-Miliz, MSF-Beschuss Oktober 2021, 0 % Nachverfolgung). System mobilisiert global, kollabiert lokal. „22.05.2026“ weiterlesen