Ost-DR Kongo: Ebola-Ausbruch in Ituri laut Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union
In der Provinz Ituri im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), einer von bewaffneten Konflikten geplagten Region, wurde ein Ebola-Ausbruch festgestellt. Dies gab das Africa CDC, die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union (AU), am 15. Mai 2026 in Addis Abeba bekannt.
Das Afrikanische Zentrum für Krankheitskontrolle und Prävention (Africa CDC) gibt bekannt, dass in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) derzeit ein neuer Ebola-Ausbruch im Gange ist. Dieser betrifft bislang zwei Gesundheitsbezirke in der Provinz Ituri im Osten der DR Kongo. Heute Nacht hat das Nationale Institut für biomedizinische Forschung (INRB) 13 positive Ebola-Fälle bestätigt.
Regionale Krisensitzung
Die Afrikanischen Zentren für Krankheitskontrolle und -prävention (Africa CDC) haben soeben eine regionale Krisensitzung einberufen. Der neue Ausbruch betrifft insbesondere das Gebiet nördlich der Provinzhauptstadt Bunia, einer Region an der Grenze zu Südsudan und Uganda. Direktor Jean Kaseya erklärt, dass die vom INRB in Kinshasa analysierten Proben gestern Abend positiv auf Ebola getestet wurden: „Man weiß noch nicht, um welchen Stamm es sich handelt, aber man weiß, dass es nicht der sogenannte ‚Zaire‘-Stamm ist.“
65 Todesfälle bestätigt
Ersten Berichten zufolge wurden bereits über 200 Verdachtsfälle registriert und fast 65 Todesfälle bestätigt. Das betroffene Gebiet liegt in der Nähe der Bergbauregionen Mongwalu und Rwampara, etwa 100 Kilometer von Bunia entfernt. Bislang hat sich die kongolesische Regierung nicht geäußert. Der letzte Ebola-Ausbruch im Land endete im Dezember 2025 in Kasai. Innerhalb von vier Monaten wurden 64 Fälle und 45 Todesfälle verzeichnet, hauptsächlich in der Gesundheitszone Bulape. Dieser Ausbruch wurde durch den Zaire-Stamm verursacht. Die Übertragung des Virus auf den Menschen erfolgt über Körperflüssigkeiten; zu den Hauptsymptomen zählen Fieber, Erbrechen, Blutungen und Durchfall. Infizierte Personen sind erst nach dem Auftreten der Symptome ansteckend, nach einer Inkubationszeit von zwei bis 21 Tagen (www.rfi.fr) „15.05.2026“ weiterlesen