30.03.2026

DR Kongo: Arzt wegen Körperverletzung nach der Geburt vor Gericht

In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) hat die Veröffentlichung eines Videos, das einen Arzt bei der Misshandlung einer Patientin nach der Geburt zeigt, Empörung ausgelöst. Der Prozess, der ursprünglich für den 27. März angesetzt war, wurde auf den 30. März verschoben. In dem Video ist zu sehen, wie die Patientin, die sichtlich große Schmerzen hat, trotz ihrer Schreie ohne Betäubung genäht wird. Der Arzt, wütend, schlägt sie daraufhin.

„Folter“, „versuchter Mord“, „Körperverletzung“ und „vorsätzliche Körperverletzung“: Dr. David Balanganayi steht vor dem Obersten Gerichtshof in Kinkole, am Rande der Hauptstadt der Demokratischen Republik Kongo, vor schweren Anklagen. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft. Zu seiner Verteidigung räumt der Arzt die Anwendung leichter Gewalt ein und behauptet, er habe Gewalt nur vorgetäuscht, um die Patientin zur Behandlung zu zwingen. Zu seiner Verteidigung räumte der Arzt ein, leichte Gewalt angewendet zu haben, und behauptete, er habe Schläge nur vorgetäuscht, um die Patientin zur Behandlung zu bewegen. Sein Anwalt, Joël Cadet, ist der Ansicht, sein Mandant müsse freigesprochen werden, da er der Frau das Leben gerettet habe, das ohne seine Hilfe in Gefahr gewesen wäre. Laut Cadet trage Dr. Balanganayi keine Verantwortung für die schwierigen Behandlungsbedingungen in kongolesischen Krankenhäusern. Er argumentiert weiter, seine Verurteilung könne sogar das dortige medizinische Personal abschrecken.

Dreimonatige Suspendierung durch die Ärztekammer

Der Arzt behauptet, er habe die Szene gefilmt, um sich im Ernstfall abzusichern. Er muss am Montag erklären, wie das Video ins Internet gelangte. Das Opfer wurde von Denise Nyakeru Tshisekedi, der Ehefrau von Präsident Félix Tshisekedi, in ein gehobenes Privatkrankenhaus in Kinshasa gebracht. Obwohl es zahlreiche Verurteilungen und Zeugenaussagen von Frauen gab, die angaben, Opfer gynäkologischer Gewalt geworden zu sein, wies der Nationale Ärzterat den Antrag der Regierung zurück, Dr. Balanganayi aus dem Ärzteverzeichnis zu streichen. Er wurde lediglich für drei Monate suspendiert, bis der viel beachtete Prozess abgeschlossen ist (www.rfi.fr) „30.03.2026“ weiterlesen