EU liefert humanitäre Hilfe nach Kinshasa und Bujumbura
Nach ihren Besuchen in Kinshasa und Burundi setzt die EU-Kommissarin für Gleichstellung, Vorsorge und Krisenmanagement ihre Reise durch die Region der Großen Seen Afrikas fort, diesmal in Ruanda. Die Europäische Union (EU) gab diese Woche die Freigabe von 81,2 Millionen Euro an humanitärer Hilfe für die Opfer des Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo bekannt. Die europäische Delegation traf am 19. Februar in Kigali ein und hielt am Abend eine Pressekonferenz ab.
In Kigali traf die europäische Delegation mit dem ruandischen Präsidenten Paul Kagame zusammen. Laut Kommissarin Hadja Lahbib standen die Bemühungen zur Deckung des humanitären Bedarfs im Mittelpunkt des Gesprächs. Die Diplomatin betonte, dass alle Parteien das Völkerrecht achten müssten. „Alle müssen die Sicherheit der Zivilbevölkerung und der humanitären Helfer gewährleisten“, hob sie hervor. „Und leider ist dies derzeit nicht der Fall. Am 20. Februar werde ich nach Goma reisen, um mich – wie bereits in Bujumbura, Kinshasa und Kigali – für den humanitären Zugang einzusetzen.“
Auf dem Weg nach Goma im Osten der Demokratischen Republik Kongo
Dies ist die erste europäische Delegation, die Goma in der Provinz Nord-Kivu besucht, seit die Stadt im Osten der Demokratischen Republik Kongo letztes Jahr von der AFC/M23-Gruppe eingenommen wurde, berichtet unsere Korrespondentin in Kigali, Lucie Mouillaud. In Kigali rief die Kommissarin zur Einhaltung des Waffenstillstands auf, um sicherzustellen, dass die Hilfslieferungen die betroffene Bevölkerung erreichen. An ihrer Seite betonte der ruandische Außenminister Olivier Nduhungirehe die Wichtigkeit der Neutralität humanitärer Hilfe: „Humanitäre Akteure sind am effektivsten, wenn sie sich ausschließlich an den Bedürfnissen der betroffenen Bevölkerung orientieren und pragmatisch mit den Akteuren vor Ort zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass die Hilfe diejenigen erreicht, die sie am dringendsten benötigen. Wir erörterten auch den breiteren Kontext des Friedens in der Region. Ruanda setzt auf Partner wie die Europäische Union, um dauerhafte politische Lösungen zu unterstützen.“ Politische Lösungen wie die bestehenden Prozesse in Doha und Washington, fügte der ruandische Außenminister hinzu. Kinshasa und die AFC/M23 unterzeichneten im Juli in Katar eine Grundsatzerklärung mit dem Ziel eines dauerhaften Waffenstillstands. Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda ratifizierten ihrerseits im Dezember in Washington ein Friedensabkommen. Doch diese Abkommen haben die Kämpfe im Osten der Demokratischen Republik Kongo bisher nicht beendet (www.rfi.fr) „20./21.02.2026“ weiterlesen