11.02.2026

DR Kongo: Haut-Katanga wird zum Epizentrum von Mpox; die gesundheitlichen Maßnahmen werden als dringend erachtet

Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) hat Alarm geschlagen wegen einer besorgniserregenden Verschlechterung der epidemiologischen Lage. Diese ist gekennzeichnet durch die rasante Ausbreitung von Mykorrhiza-Pocken und das Fortbestehen von Cholera in mehreren Regionen des Landes.

Laut Daten des Ministeriums für öffentliche Gesundheit, Hygiene und Soziales, die LesVolcansNews.net am 11. Februar einsehen konnte, gilt die Bergbauprovinz Haut-Katanga im Südosten des Landes nun als Epizentrum der Mykorrhiza-Epidemie. Die Positivrate hat dort 58 % erreicht – ein alarmierender Wert, der deutlich über dem nationalen Durchschnitt von 39 % liegt.

Die Krankheit breitet sich weiter aus, insbesondere in dicht besiedelten städtischen Gebieten wie Lubumbashi sowie in strategisch wichtigen Grenzregionen wie Sakania. Die Gesundheitsbehörden weisen zudem auf die wahrscheinliche Existenz bisher unerkannter Infektionsketten innerhalb der Bevölkerung hin, was die Bekämpfung der Krankheit zusätzlich erschwert.

Bislang wurden in nur acht der 26 Provinzen der Demokratischen Republik Kongo 1.557.288 Menschen gegen Mycoplasma pox (MPX) geimpft. Angesichts der geschätzten Bevölkerungszahl von über 100 Millionen halten die Behörden diese Zahl selbst für unzureichend. Nach dem wöchentlichen Treffen zur epidemiologischen Lage am Montag, den 9. Februar, kündigten die Akteure des Gesundheitssektors die Umsetzung einer umfassenden und koordinierten Gegenmaßnahme innerhalb der nächsten fünfzehn Tage an und stuften die Situation als „dringend“ ein. Unterdessen bleibt Cholera eine weitere große Sorge. Obwohl ein leichter wöchentlicher Rückgang der Fälle zu verzeichnen ist – 1.369 Fälle gegenüber 1.472 in der Vorwoche –, ist die Inzidenz weiterhin hoch, mit über 500 gemeldeten Fällen pro Woche. Die Provinzen Süd-Kivu, Nord-Kivu im Osten des Landes und Haut-Lomami im Südosten verzeichnen die meisten Infektionen. Die kongolesische Regierung und ihre Partner appellieren an die Bevölkerung, wachsam zu bleiben, die Hygienemaßnahmen strikt einzuhalten und sich impfen zu lassen. Das Wiederauftreten der Mykorrhiza-Pocken (Mpox) verdeutlicht jedoch gravierende strukturelle Schwächen im Gesundheitssystem. Die Mpox wurden 1970 erstmals beim Menschen in der Demokratischen Republik Kongo nachgewiesen und sind daher keine neue Krankheit für das Land, das dennoch über umfangreiche wissenschaftliche und epidemiologische Erfahrung mit diesem Virus verfügt. Mehr als fünfzig Jahre nach der Erstidentifizierung wirft das erneute Auftreten von Ausbrüchen Fragen zur Gesundheitspolitik, den langsamen Reaktionen und der chronischen Unterfinanzierung des Sektors auf. Experten sind der Ansicht, dass Massenimpfkampagnen, verstärkte Grenzkontrollen und eine gezielte Strategie in großen Ballungszentren die Ausbreitung des Virus hätten eindämmen können. Neben den Folgen für die öffentliche Gesundheit könnten auch wirtschaftliche und diplomatische Konsequenzen entstehen. Die Ausbreitung von Mycoplasma pox in Grenzgebieten und Großstädten erhöht das Risiko internationaler Isolation – insbesondere in einer Zeit, in der Investoren, ausländische Partner und humanitäre Organisationen die Fähigkeit von Staaten zur Bewältigung von Gesundheitskrisen weiterhin genau beobachten. Die kongolesische Bevölkerung ist weiterhin die Hauptleidtragende dieser Mängel und leidet unter unzureichender Prävention, verzögerter Reaktion und einer oft mangelhaften Gesundheitsinfrastruktur. Trotz der seit dem Amtsantritt von Präsident Félix Tshisekedi im Januar 2019 gemachten Versprechen von Reformen und verbesserten Sozialleistungen sind konkrete Ergebnisse im Gesundheitssektor weiterhin schwer erkennbar. Da Pocken und Cholera weiterhin mehrere Regionen des Landes bedrohen, steht die Demokratische Republik Kongo vor einer großen Herausforderung: Sie muss sich beweisen, ob sie die Gesundheit ihrer Bevölkerung nachhaltig schützen und das Vertrauen in ihr G esundheitssystem wiederherstellen kann (https://lesvolcansnews.net) „11.02.2026“ weiterlesen