Mindestens 24 Masern-Todesfälle in der Demokratischen Republik Kongo innerhalb einer Woche
Die Masernepidemie breitet sich in der Demokratischen Republik Kongo immer weiter aus.
Allein in der dritten Januarwoche 2026 wurden landesweit mindestens 24 Todesfälle registriert. In einer am Mittwoch, den 28. Januar, an Radio Okapi übermittelten Erklärung schlugen die Gesundheitsbehörden Alarm und kündigten eine Massenimpfkampagne für März an. Ein Dokument, das im Rahmen einer kürzlich abgehaltenen Lagebesprechung veröffentlicht wurde, wies 1.912 Fälle innerhalb von sieben Tagen aus. Die Lage ist besonders kritisch in den Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu, Regionen, die bereits durch wiederkehrende humanitäre Krisen geschwächt sind.
Kleinkinder an vorderster Front
Laut medizinischen Quellen sind Kinder im Alter von 12 bis 59 Monaten am stärksten von diesem Ausbruch betroffen. Niedrige Impfraten in einigen Regionen gelten als Hauptursache für diese hohe Anfälligkeit. Masern sind eine hochansteckende Viruserkrankung. Fehlt eine ausreichende Herdenimmunität, breitet sich das Virus in Gemeinschaften rasant aus und kann bei Ungeimpften zu schweren, mitunter sogar tödlichen Komplikationen führen.
Großangelegte Impfaktion im März geplant
Angesichts der sich verschärfenden Lage ergreift das Gesundheitsministerium Maßnahmen. Eine große Impfkampagne gegen Masern und Röteln ist für März 2026 geplant.
Die wichtigsten Punkte dieser Nachholimpfung sind:
Zielgruppe: Knapp 22 Millionen Kinder.
Altersgruppe: Von 6 Monaten bis 14 Jahren.
Ziel: Die Immunität der Kinderbevölkerung nachhaltig stärken und die Infektionskette unterbrechen.
Aufruf zur gemeinsamen Mobilisierung
Die Gesundheitsbehörden betonen, dass die Impfung weiterhin die einzige wirksame Methode zur Prävention der Krankheit ist. Sie appellieren an die Eltern, ihre Kinder impfen zu lassen, und rufen zu verstärkter Aufklärung in der Bevölkerung auf. „Gemeinsame Mobilisierung ist unerlässlich, um die Krankheit einzudämmen“, betonen Experten des öffentlichen Gesundheitswesens. Sie plädieren zudem für eine koordinierte und schnelle Reaktion humanitärer Organisationen in den am stärksten betroffenen Gebieten, um eine große Gesundheitskatastrophe vor dem Start der nationalen Impfkampagne abzuwenden (www.radiookapi.net) „29.01.2026“ weiterlesen