12./13.01.2026

Burundi: Cholera, Mangelernährung und Unsicherheit bedrohen die vielen Flüchtlinge aus dem Osten der Demokratischen Republik Kongo

Laut UNHCR starben in Burundi 53 kongolesische Flüchtlinge, 25 davon an Cholera, die übrigen an Anämie und Komplikationen infolge von Mangelernährung.

In den vergangenen Wochen sind über 100.000 Kongolesen vor den Kämpfen im Osten der Demokratischen Republik Kongo geflohen – ein Rekordzustrom kongolesischer Flüchtlinge, der inmitten einer ohnehin schon angespannten humanitären Lage in Burundi ankommt. Kinshasa entsandte am Freitag, den 9. Januar, eine Delegation mit Lebensmitteln und Hilfsgütern nach Bujumbura. Dort traf auch Sjukuru Rukara ein, ein kongolesischer Flüchtling, der Anfang Dezember Luvungi im Gebiet Uvira verlassen hatte. Gegenüber RFI beschrieb er den Alltag ohne Trinkwasser und sanitäre Anlagen sowie die Unsicherheit selbst auf dem Weg zum Fluss: „Siebzig Prozent der Geflüchteten sind seit anderthalb Monaten hier, manche seit zwei Monaten, aber sie haben keinerlei humanitäre Hilfe erhalten. Sie verbringen die Nächte im Freien, und bei Regen ist die Lage besonders prekär. Wir haben nur begrenzten Zugang zu Toiletten und Trinkwasser, und das führt zu Todesfällen durch Durchfall, durch Wasser übertragene Krankheiten und Cholera.“

„Manche Menschen“, fügte er hinzu, „sterben auch aufgrund der Unsicherheit. Manchmal verlassen Geflüchtete ihre Unterkünfte, um am Fluss Wasser zu holen, und treffen dabei auf Unbekannte, Menschen mit bösen Absichten. Manchmal findet man Leichen, weil man so unsicher leben muss. Das Leben, das wir heute führen, ist wirklich unvorstellbar schwer“ (www.rfi.fr) „12./13.01.2026“ weiterlesen