09.01.2026

DR Kongo: Mehrere hochrangige Offiziere wegen Destabilisierung von Institutionen in Gefängnis verlegt

Mehrere hochrangige Offiziere der kongolesischen Armee, die vor einigen Monaten festgenommen wurden, sind nun formell angeklagt und in das Militärgefängnis Ndolo in Kinshasa verlegt worden. Die Anklagepunkte sind schwerwiegend: kriminelle Verschwörung, Komplott gegen das Staatsoberhaupt, versuchter Mord und Hochverrat aufgrund angeblicher Kontakte zu einer ausländischen Macht. Unter den Beschuldigten befinden sich Offiziere, die als enge Vertraute des Präsidenten gelten.

Unter den von der Verhaftungswelle in der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) Betroffenen befindet sich General Franck Ntumba, ehemaliger Chef des Präsidialen Militärhaushalts, einer dem Staatsoberhaupt direkt unterstellten Einrichtung. Ebenfalls verhaftet wurde General Christian Tshiwewe, ehemaliger Stabschef der Streitkräfte der DR Kongo (FARDC) und zum Zeitpunkt seiner Verhaftung Militärberater von Präsident Félix Tshisekedi. Auch General Christian Ndaywel Okura, ehemaliger Chef des Militärgeheimdienstes, wird unter den Verhafteten genannt. Er war vor etwa einem Jahr zum Stabschef der Landstreitkräfte ernannt worden. Laut RFI sind insgesamt elf Generäle und 14 höhere Offiziere beteiligt. Regierungsnahe Quellen vermuten, dass es sich um einen Versuch handelt, die Institutionen zu destabilisieren. Viele dieser Offiziere werden wegen Hochverrats und Verschwörung gegen den Staat angeklagt.

Einige werden bald vor Gericht erscheinen“

Das Gerichtsverfahren beschleunigt sich. Die Staatsanwaltschaft plant derzeit die Gerichtsverhandlungen. „Im Militärjustizsystem läuft das Verfahren beschleunigt ab“, erklärt eine Justizquelle. „Einige werden bald vor Gericht erscheinen“, fügt dieselbe Quelle hinzu. Das Vorverfahren ist abgeschlossen. Zahlreiche Vernehmungen wurden durchgeführt. Die meisten dieser Offiziere wurden vor einer Woche in das Militärgefängnis Ndolo in Kinshasa verlegt. Seit Dienstag liegen gegen sie vorläufige Haftbefehle vor (www.rfi.fr) „09.01.2026“ weiterlesen