DR Kongo: Wer ist François Beya, Tshisekedis Sondersicherheitsberater, der im ANR festgehalten wird?
Der Sonderberater des Staatschefs, Félix Tshiskedi, für Sicherheitsfragen, François Beya, wurde festgenommen und sollte von den Behörden des Nationalen Geheimdienstes angehört werden. Die Affäre ist seit Samstag, den 5. Februar, in Kinshasa Gegenstand viel Tinte und markiert eine neue Episode in der geschäftigen Karriere dieses Mannes, der den aufeinanderfolgenden Führern des Landes gedient hat.
Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) war noch Mobutus Zaire, als François Beya beim Geheimdienst anfing. Dies innerhalb dessen, was in den 1980er Jahren als Nationales Dokumentationszentrum bezeichnet wurde, dann beim Nationalen Sicherheitsrat – unter den Befehlen von Jean Seti Yale, dann Honoré Ngbanda. Nach einer kurzen Pause im Exil nach dem Sturz des Marschalls kehrte er in den Dienst der Kabila zurück, zuerst Vater, dann Sohn. François Beya leitete viele Jahre die Generaldirektion der Migration. Auch wenn er im Gegensatz zu Kalev Mutond oder John Numbi nicht zu den „Falken“ des Regimes gehört, so ist er doch im Mittelpunkt. Dies insbesondere dank seiner guten Beziehungen zu seinen afrikanischen Kollegen. Er nimmt auch an Schulungen in Israel, den Vereinigten Staaten oder Europa teil. Er ist somit nicht von ausländischen Sanktionen betroffen.
Perfektes Zahnrad im Übergang
Seine Mäßigung und Diskretion machen ihn später zu einem perfekten Rädchen der Transition, die im Januar 2019 zwischen Joseph Kabila und Félix Tshisekedi stattfindet. Dabei setzt er auf François Beya, mit dem er auch Kasai-Wurzeln teilt. Ist diese Beziehung aus Notwendigkeit mehr als Loyalität zu Ende gegangen? Ist François Beya das Opfer einer „Entkabilisierung“ der Macht, während der nächste Wahlzyklus näher rückt? Ein Palaststreit? Gerüchte über einen Militärputsch? Die Gründe für seine Ungnade bleiben vorerst unbekannt und ungewiss (www.rfi.fr) „08.02.2022“ weiterlesen