Neues Behandlungszentrum in Rwampara, Coltan-Skandal um Apple und Microsoft, Referendumsgesetz verabschiedet – und Kalemie versinkt im Tanganjikasee
BUNIA/LOMÉ/KALEMIE – Am Wochenende des 6. und 7. Juni erreichten die ersten Patienten das neue, von der EU-Organisation ECHO finanzierte Ebola-Behandlungszentrum in Rwampara – jenes Gebäude, das am 21. Mai teilweise niedergebrannt worden war. Mit 91 Todesopfern und 515 bestätigten Fällen bleibt die Epidemie ernst, doch ein Missionsarzt aus den Niederlanden schildert ein strukturelles Problem, das die offiziellen Zahlen kaum erfassen: Patienten in entlegenen Gesundheitszentren sterben schlicht, weil kein Transport zu den Behandlungszentren existiert. Parallel verabschiedete die Nationalversammlung am 9. Juni das umstrittene Referendumsgesetz, während ein neuer Bericht von Global Witness Apple, Microsoft, Amazon und Sony mit Konfliktcoltan aus Rubaya in Verbindung bringt. „9./10.06.226“ weiterlesen