WM 2026: DR Kongo sichert sich historische Qualifikation gegen Jamaika
Die DR Kongo konnte am Dienstag gegen Jamaika nicht glänzen, doch das Wichtigste spielte sich woanders ab. Die Leoparden sicherten sich dank eines 1:0-Sieges nach Verlängerung im Finale der interkontinentalen Playoffs in Guadalajara zum ersten Mal seit 52 Jahren ein Ticket für die Weltmeisterschaft.
Es war ein hart umkämpftes Spiel für die Kongolesen. Gegen Jamaika verhedderten sich die Leoparden immer wieder in ihrer Abwehr, wurden oft von den tapfer kämpfenden Reggae Boyz gestoppt und taten sich schwer, sich körperlich durchzusetzen. Letztendlich setzten sie sich aber gegen ihre Gegner durch und qualifizierten sich für die Weltmeisterschaft. Den Siegtreffer erzielte Axel Tuanzebe, der Held des Tages, nach einer Ecke. Obwohl die Kongolesen 52 Jahre lang nicht an einer Weltmeisterschaft teilgenommen hatten, brauchten sie nur fünf Minuten, um zu zeigen, dass sie dieses Spiel als Führungsspieler angehen wollten. Ein aberkanntes Tor von Cédric Bakambu nach einem exzellenten Spielzug brachte den Auftakt. Bakambu wurde kurz darauf erneut mit einem guten Freistoß bedient und wirkte wenige Minuten später mit einem Kopfball gefährlich. Doch nach einer Viertelstunde wurde es kompliziert.
Der Druck wurde zu groß
Als wären sie vom Druck allmählich gelähmt worden, ließen Sébastien Desabres Männer nach. Immer unpräziser agierten sie und hatten zunehmend Schwierigkeiten, den Ball zu klären und Torchancen zu kreieren. Die Reggae Boyz erwarteten nichts anderes und nutzten ihre Chance mutig, konnten aber kein Tor erzielen. Ein Paradebeispiel dafür war Leon Baileys gewagter Versuch aus fast 30 Metern Entfernung, der Lionel Mpasis Pfosten streifte. Diese vergebenen Chancen werden sie noch einholen, denn schließlich brachen sie sowohl physisch als auch mental ein. Obwohl ihnen die Inspiration fehlte, erhöhten die Kongolesen in den letzten zehn Minuten der regulären Spielzeit das Tempo. In der Verlängerung setzten sie dem Ganzen dann noch die Krone auf, maßgeblich unterstützt durch die Einwechslung von Cipenga und Kayembe, die einen entscheidenden Einfluss hatten. Schließlich war es ein Eckball, der am kurzen Pfosten abgefälscht wurde, den Tuanzebe mit dem Oberschenkel ins Netz beförderte. Es folgte ein emotionaler Wirbel, als der VAR eingriff, um das Tor zu überprüfen, das anschließend bestätigt wurde. Eine knappe Entscheidung, zumal zwei Tore der Leopards bereits wegen Abseits aberkannt worden waren. Die Leopards hätten gut daran getan, in der Schlussphase des Spiels mit einem ihrer gefährlichen Konter ein zweites Tor zu erzielen. Doch die Geschichte wird die verpassten Chancen vergessen, und 52 Jahre nach ihrer letzten Teilnahme treffen die Kongolesen diesen Sommer zum Auftakt ihrer Weltmeisterschaftskampagne auf Portugal (www.rfi.fr) „01.04.2026“ weiterlesen