20./21.03.2026

Die ADF droht, das Okapi in Mambasa auszurotten, warnt die NGO COSAE

Das NGO-Konsortium für Umweltschutz (COSAE) schlägt Alarm wegen der vom Aussterben bedrohten Okapi-Population, einer seltenen Tierart im Wildreservat, das derzeit von ADF-Rebellen im Gebiet Mambasa der Provinz Ituri besetzt ist.

Auf einer Pressekonferenz am Freitag, den 20. März 2026, in Bunia verurteilte die Organisation das Vorgehen der Rebellen in dem Reservat, das zum UNESCO-Welterbe gehört. Die NGO bezeichnet dies als Umweltverbrechen. Sie fordert die UNESCO auf, Druck auf die ausländische bewaffnete Gruppe auszuüben, damit diese das Reservat bedingungslos verlässt. Dieudonné Lossa, nationaler Koordinator von COSAE, erklärte: „Die Provinz Ituri ist dank ihrer Okapi-Population Welterbe. Diese Tierart ist durch das Eindringen der ADF und ihrer Verbündeten in das Okapi-Wildreservat bedroht.“ Laut seinen Angaben sind die wiederkehrenden Angriffe auf Dörfer in diesem Reservat ein Zeichen von Sabotage und ein gezielter Versuch, die Okapis auszurotten – eine geschützte Tierart, die ausschließlich in Mambasa vorkommt. „Die Kriegsführung innerhalb des Reservats stellt ein ökologisches Verbrechen dar, das die besondere Aufmerksamkeit der UNESCO und der internationalen Gemeinschaft verdient; denn dieser Ort, die Heimat von Okapis in Gefangenschaft, wird verschwinden, wenn jetzt nichts unternommen wird“, betont Dieudonné Lossa. (www.radiookapi.net)

Kisangani: 17 Vertriebene starben innerhalb von 3 Monaten an Hunger und Krankheiten am Standort Konga-Konga

Siebzehn Menschen, darunter Kinder und Erwachsene, sind seit Anfang 2026 im Flüchtlingslager Konga-Konga in Kisangani (Provinz Tshopo) gestorben. Die Opfer, die vor dem Konflikt zwischen den Mbole- und Lengola-Gemeinschaften geflohen waren, erlagen Hunger und mangelnder medizinischer Versorgung.

Laut lokalen Behörden hat sich die humanitäre Lage in diesem per Gemeindebeschluss eingerichteten Lager dramatisch verschlechtert. Die letzte humanitäre Nothilfe traf am 3. Januar ein. Seitdem sind die Vertriebenen in bitterster Not auf sich allein gestellt.

Medikamentenmangel im Gesundheitszentrum

Der Bürgermeister von Kisangani, Jupson Bokendi Popolipo, schlägt Alarm wegen des Medikamentenmangels im Gesundheitszentrum des Lagers. Nach einem Einsatz von Ärzte ohne Grenzen (MSF) zur Eindämmung eines Choleraausbruchs verfügen die lokalen Gesundheitseinrichtungen nicht mehr über die nötigen Ressourcen, um die Kranken zu behandeln. „Wir haben siebzehn Todesfälle infolge verschiedener Krankheiten zu beklagen. Wir stehen vor enormen Schwierigkeiten, da es keine Medikamente mehr gibt“, so die Stadtverwaltung.

Mehr als 3.000 Kinder zum Betteln gezwungen

Die Nahrungsmittelknappheit treibt viele Menschen in die Innenstadt. Laut Bürgermeister verlassen täglich zwischen 3.000 und 4.000 Kinder die Baustelle, um in den Straßen von Kisangani zu betteln und zu überleben. Diese Situation hat gravierende Folgen:

  • Vermisste Kinder;

  • Häufige Verkehrsunfälle mit Minderjährigen;

  • Erhöhte Gefährdung durch das Leben auf der Straße.

Bürgermeister Jupson Bokendi Popolipo appelliert dringend an die Provinz- und Bundesregierung sowie an humanitäre Partner, Soforthilfe zu leisten. „Die Gemeinde hat kaum Mittel. Wir kommen mit dem aus, was wir haben, aber es reicht nicht mehr“, so sein Fazit (www.radiookapi.net)

30-tägiger Generalstreik von Gesundheitsarbeitern in Kasai

Die Beschäftigten und Führungskräfte des öffentlichen Gesundheitswesens in der Provinz Kasai befinden sich seit Mittwoch, den 18. März, in einem 30-tägigen Generalstreik. Dieser vom Dachverband der Gewerkschaften ausgerufene Streik betrifft Gesundheitseinrichtungen in allen 18 Gesundheitszonen der Provinz.

Die Streikenden fordern die Auszahlung von sieben Monatsgehältern. Sie prangern außerdem ihre prekären Arbeitsbedingungen und die Nichterfüllung der Zusagen durch die Zentralregierung an. Laut dem Dachverband ist Kasai die einzige Provinz, in der es zu solchen Zahlungsverzögerungen kommt.

Eine prekäre soziale Lage

Der Präsident des Dachverbandes, Jean Mekanda, erklärt, die Notlage der Beschäftigten habe ein kritisches Ausmaß erreicht. Viele Angehörige der Gesundheitsberufe seien nicht mehr in der Lage, die Grundbedürfnisse ihrer Familien wie Wohnraum, Nahrung und die Ausbildung ihrer Kinder zu decken. Einige Beschäftigte, die ihre Miete nicht mehr bezahlen konnten, wurden aus ihren Wohnungen zwangsgeräumt. „Mehrere Kollegen leben jetzt unter freiem Himmel“, klagt Jean Mekanda.

Ein „Trockenstreik“ bis April

Dieser „Trockenstreik“ soll bis zum 19. April 2026 andauern. Während dieser dreißigtägigen Zeit werden die Aktivitäten in den öffentlichen Krankenhäusern und Gesundheitszentren der Provinz zum Erliegen kommen. Die Gewerkschaften machen die Wiederaufnahme der Arbeit von der tatsächlichen Auszahlung ihrer ausstehenden Gehälter und der Verbesserung ihrer Lebensbedingungen abhängig (www.radiookapi.net) „20./21.03.2026“ weiterlesen