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	<description>Aktuelles aus der Demokratischen Republik Kongo</description>
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	<item>
		<title>08.05.2026</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/08-05-2026-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 May 2026 03:17:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Presseüberblick: 8. Mai 2026 Verfassungskrise, Sicherheitseskalation und humanitäre Katastrophe – Die DR Kongo am Rand des Kollaps KINSHASA/OSTEN – Der 8. Mai 2026 ist ein Tag der Widersprüche und Krisen: Der Präsident erklärt sich für eine Verfassungsänderung bereit, um 2028 an der Macht zu bleiben – während die Opposition die Lügen zerlegt. Im Osten werden &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/08-05-2026-2" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„08.05.2026“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h1>Presseüberblick: 8. Mai 2026</h1>
<h2>Verfassungskrise, Sicherheitseskalation und humanitäre Katastrophe – Die DR Kongo am Rand des Kollaps</h2>
<p><strong>KINSHASA/OSTEN</strong> – Der 8. Mai 2026 ist ein Tag der Widersprüche und Krisen: Der Präsident erklärt sich für eine Verfassungsänderung bereit, um 2028 an der Macht zu bleiben – während die Opposition die Lügen zerlegt. Im Osten werden Dutzende Zivilisten getötet. In Krankenhäusern sterben Mütter mangels Blutkonserven. In Schulen werden Kinder zu Motorradwäschern. Die DR Kongo implodiert auf mehreren Ebenen gleichzeitig.<span id="more-6727"></span></p>
<h2>Verfassungskrise: Tshisekedi erklärt Widersprüche – Opposition nennt sie „Kakofonie“</h2>
<h3>Tshisekedi öffnet Tür zur dritten Amtszeit</h3>
<p>Am 6. Mai ließ Präsident <strong>Félix Tshisekedi</strong> (62 Jahre, seit 2019 im Amt) die Möglichkeit einer <strong>dritten Amtszeit nach Verfassungsreferendum</strong> offen. Er erklärte auch: Die für 2028 geplante Präsidentschaftswahl könne verschoben werden, sollte der Krieg im Osten andauern.</p>
<p><strong>Das ist verfassungswidrig.</strong> Die Verfassung begrenzt die Amtszeit auf zwei, die 2028 enden.</p>
<h3>Die Opposition zerlegt die Widersprüche</h3>
<p><strong>Hervé Diakiesé</strong> (Ensemble pour la République, Moïse Katumbis Partei) prangerte die <strong>„Unaufrichtigkeit“</strong> an:</p>
<p><strong>Der zentrale Widerspruch:</strong></p>
<ul>
<li>Tshisekedi behauptet: Nord- und Südkivu sind nicht unter Kontrolle der Zentralregierung (M23 kontrolliert sie).</li>
<li>Deshalb: Wahlen 2028 sind unmöglich</li>
<li>Aber gleichzeitig: Ein <strong>Referendum zur Verfassungsänderung</strong> soll möglich sein – außerhalb dieser Provinzen</li>
<li>Logik: Wenn Kivu nicht wählen kann, warum dann referendieren?</li>
</ul>
<p><strong>Das zweite Dilemma</strong> (Diakiesé):</p>
<ul>
<li>UDPS-Regierung stellte 2006 die Verfassung als „ausländisch“ dar (sollte „kongolesisch angepasst“ werden)</li>
<li>Heute: Tshisekedi sagt, Washington zwingt ihn zur Verfassungsänderung (Mineralien-Abkommen)</li>
<li><strong>Logik zerbrochen:</strong> Souveränität? Weg. Verfassungsprinzipien? Weg.</li>
</ul>
<p><strong>Diakiesés Fazit:</strong> „Er steckt in einem Dilemma. Eine Regierung, die sich als souverän präsentierte, will nun Verfassungsänderungen, nur weil wir einen Vertrag mit Ausländern unterzeichnet haben. Keine Bestimmung der Verfassung kann aufgrund von Handelsabkommen geändert werden.“</p>
<h3>Martin Fayulu (LAMUKA): „2028 ist nicht verhandelbar.“</h3>
<p>Der Oppositionskoordinator war deutlich:</p>
<p>„Er hat nicht die Macht, sich 2028 gegen das kongolesische Volk zu stellen. Sollten im Januar 2029 keine Wahlen stattfinden, <strong>muss er gehen.“</strong></p>
<p><strong>Fayulus Anschuldigung:</strong> Tshisekedi heizt den Krieg an, um Wahlen zu vermeiden.</p>
<p>„Die Sicherheitsprobleme bestanden bereits 2023, und er hat die Wahlen organisiert. Es ist, als hätte er mit Kagame einen Deal geschlossen, um den Kongo aufzuteilen. Er überlässt Kagame den Osten und behält den Rest.“</p>
<p><strong>Versprechen:</strong> „Wir haben Kabila an einer dritten Amtszeit gehindert. Wir werden auch Tshisekedi hindern. Wir werden das Volk mobilisieren.“</p>
<h3>Francine Muyumba Nkanga (PPRD): „Politische Kakofonie“</h3>
<p>Die ehemalige Senatorin und Kabila-Partei-Mitglied sagte: „Die Widersprüche sind so grundsätzlich, dass sie eine ‘regelrechte<strong> politische Kakofonie‘ darstellen.“</strong></p>
<p><strong>Ihre zentrale Frage:</strong> Wenn Kriegszeiten Wahlen unmöglich machen, warum sind Referenden dann möglich? Wenn Referenden in Kriegszeiten funktionieren, warum nicht Wahlen, die den demokratischen Wechsel ermöglichen?</p>
<p><strong>Antwort:</strong> Es geht nicht um Krieg. Es geht um Macht.</p>
<h3>Das Washington-Faktor</h3>
<p>Im Dezember unterzeichneten DR Kongo und Ruanda unter Trump ein Friedensabkommen. Es hat <strong>eine wirtschaftliche Komponente:</strong> US-Hightech-Industrien sollen Zugang zu kongolesischen Rohstoffen erhalten.</p>
<p><strong>Tshisekedis Behauptung:</strong> Washington zwingt mich, die Verfassung zu ändern (für Justizreformen).</p>
<p><strong>Die Opposition:</strong> Das ist eine Lüge. Der Mineralen-Deal erfordert keine Verfassungsänderung – nur stabile Gesetze. Und Artikel 220 ist gerade die Stabilität, die Investoren brauchen.</p>
<hr />
<h2>Sicherheitseskalation: MONUSCO verstärkt, ADF tötet 14 in Biakato</h2>
<h3>MONUSCO baut Präsenz aus</h3>
<p>Die UN-Mission verstärkte seit dem <strong>4. Mai</strong> ihre Schutzpräsenz in <strong>Djugu und Irumu</strong> (Ituri):</p>
<p><strong>Mobile Einsatzbasen eingerichtet:</strong></p>
<ul>
<li>Djugu: Lipa, Lauju</li>
<li>Irumu: Boga, Kasenyi, Mukasila</li>
</ul>
<p><strong>Operationen:</strong></p>
<ul>
<li>Patrouillen von Fataki und Gina (nach CRP-Angriff auf FARDC in Pimbo, 28. April)</li>
<li><strong>24 vertriebene Zivilisten</strong> nach Iga-Barrière evakuiert</li>
<li><strong>25 Schüler und Lehrer</strong> sicher von Gina nach Bunia transportiert (2. Mai), damit sie Staatsprüfungen ablegen können</li>
</ul>
<p>Militärsprecher <strong>Charles Idjiwa:</strong> Das zeigt MONUSCO Engagement für Zivilschutz.</p>
<h3>ADF-Massaker in Biakato: 14 Tote</h3>
<p><strong>Donnerstag, 7. Mai:</strong> Die islamistische ADF-Gruppe griff <strong>Biakato</strong> (Gebiet Mambasa, Ituri) an.</p>
<p><strong>Opferzahl:</strong> initial 3 gemeldete Tote. Dann: <strong>Mindestens 14 Tote,</strong> bestätigt durch lokale Zivilgesellschaft.</p>
<p><strong>Der Angriff:</strong></p>
<ul>
<li>Tagsüber, überraschend</li>
<li>Zielgebiet: Viertel Laliya</li>
<li>Methode: Schießereien auf Bewohner, dann Plünderung und Brandschatzung von Häusern und Geschäften</li>
<li>Bilanz: mehrere Tote, 2 Verletzte</li>
</ul>
<p><strong>Zitat eines Anwohners:</strong> „Der Feind überraschte die Bevölkerung mitten in ihren täglichen Aktivitäten. Wir sahen Leichen und angegriffene Häuser im Viertel Laliya.“</p>
<h3>Zivilgesellschaft: FARDC-Versagen</h3>
<p><strong>Yuma Ilurani</strong> (Koordinator lokale Zivilgesellschaft):</p>
<p>„Wir verurteilen den Einmarsch der ADF, der zum Tod von mehr als 14 Menschen geführt hat. Wir fordern die FARDC dringend auf, den Feind zu verfolgen und zu neutralisieren.“</p>
<p><strong>Das eigentliche Problem:</strong> Die anhaltenden Rebellenangriffe zeigen die <strong>Grenzen des aktuellen Sicherheitsapparats.</strong></p>
<h3>Flüchtlingswelle</h3>
<p>Der Angriff löste eine <strong>Massenflucht</strong> aus:</p>
<ul>
<li>Viele Familien flohen in vermeintlich sichere Gebiete</li>
<li>Das Wirtschaftsleben in Biakato <strong>kam vollständig zum Erliegen</strong></li>
<li>Selbst nach FARDC-Reaktion verlässt ein Teil der Bevölkerung das Gebiet aus Angst</li>
</ul>
<p><strong>Bis Freitag:</strong> Weder FARDC noch der Administrator von Mambasa gaben offizielle Stellungnahmen ab.</p>
<hr />
<h2>Gesundheits- und humanitäre Krise: Mütter sterben, Infrastruktur zerfällt</h2>
<h3>Nord-Kivu: 84 Müttersterblichkeitsfälle in 4 Monaten</h3>
<p>Der <strong>Hebammenverband Nord-Kivu</strong> schlägt Alarm: Seit Jahresanfang <strong>über 84 Müttersterbefälle</strong> in 34 Gesundheitszonen.</p>
<p><strong>Die Ursachen:</strong></p>
<p><strong>1. Unsicherheit:</strong> Bewaffnete Konflikte blockieren Zugang zu gut ausgestatteten Zentren.</p>
<p><strong>2. Bevölkerungsvertreibung:</strong> Massenbewegungen unterbrechen pränatale Versorgung.</p>
<p><strong>3. Straßenzustand:</strong> Schlechte Straßen verzögern Notfall-Verlegungen.</p>
<p><strong>4. Personalwangel:</strong> Von 700 Hebammen-Verbandsmitgliedern sind mehr als <strong>die Hälfte arbeitslos.</strong> Nur wenige erhalten staatliche Vergütung.</p>
<p><strong>Die Bilanz:</strong> Das Ziel „null vermeidbare Müttersterblichkeitsfälle“ ist in <strong>weiter Ferne.</strong></p>
<p>Provinzsekretärin <strong>Perle Birahi Ruzuba</strong> betont: Jeder Verlust ist ein Trauma, das über die Familie hinausreicht – verwaiste Kinder, wirtschaftliche Folgen für die ganze Gemeinschaft.</p>
<h3>Maniema: Blutbank-Notstand</h3>
<p>Die <strong>Hebammenvereinigung Maniema</strong> fordert dringend eine <strong>rund um die Uhr geöffnete Blutbank.</strong></p>
<p><strong>Grund:</strong> Viele Frauen sterben während der Geburt, weil <strong>Blutkonserven fehlen.</strong></p>
<p><strong>Provinzvorsitzende Annie Kamwanya Manace:</strong> „Blutknappheit ist die Hauptursache für Müttersterblichkeit in Maniema. Wir fordern eine funktionierend Blutbank – das ist eine unerlässliche Maßnahme, um Leben zu retten.“</p>
<p>Ein Schreiben wurde dem Provinzgouverneur übergeben. Die Hebammen haben sich als freiwillige Blutspender angeboten.</p>
<h3>Rutshuru: Gesundheitszentrum im Notfall-Modus</h3>
<p>Das <strong>Gesundheitszentrum Nyaruhange</strong> (Nord-Kivu, Gebiet Rutshuru) versorgt über <strong>13.000 Menschen</strong> – viele davon Binnenvertriebene und Rückkehrer aus Uganda.</p>
<p><strong>Das Problem:</strong> Starkregen zerstörten:</p>
<ul>
<li>Die Verbrennungsanlage für medizinische Abfälle (seit 2 Monaten nicht funktional)</li>
<li>Die Wand der Entbindungsstation</li>
<li>Bereiche zur Plazentaentsorgung</li>
</ul>
<p><strong>Leitender Krankenpfleger Roger Bisengimana:</strong> „Trotz der Schäden nutzen wir die marode Verbrennungsanlage weiterhin. Das Zentrum arbeitet mit beschädigter Infrastruktur und sehr begrenzten Ressourcen. Wo viele Menschen vertrieben werden, ist es schwierig, die Gesundheitsversorgung zu bezahlen.“</p>
<p><strong>Appell:</strong> „Wir bitten Wohltäter um Hilfe, damit wir angemessene Versorgung und bessere Abfallentsorgung gewährleisten können.“</p>
<hr />
<h2>Soziale Erosion: Kinder schwänzen Schule für Motorrad-Waschen</h2>
<h3>Kananga: 30+ Schüler am Fluss statt im Klassenzimmer</h3>
<p>In <strong>Kananga</strong> (Kasai-Central) schwänzen mehr als <strong>30 Schüler</strong> den Unterricht, um am Fluss <strong>Nganza Motorräder zu waschen</strong> – für Taschengeld.</p>
<p><strong>Die Altersgruppe:</strong> Kinder zwischen 11–17 Jahren.</p>
<p><strong>Ihr Argument:</strong> Geldmangel. Eltern können Schule nicht finanzieren. Also: Arbeiten, um zu überleben.</p>
<p><strong>Zitate:</strong></p>
<ul>
<li>„Ich habe die Schule abgebrochen, weil ich kein Geld hatte. Ich wasche Motorräder, um mich über Wasser zu halten.“</li>
<li>„Ich gehe zuerst zur Schule. Nach dem Unterricht komme ich hierher zum Arbeiten.“</li>
</ul>
<p><strong>Jean-Malhys Lungala</strong> (LIZADEEL, Kinderrechts-NGO):</p>
<p>„Diese Situation gefährdet die Zukunft der Kinder. Die Schüler haben Schwierigkeiten beim Lernen aufgrund von Zeitmangel.“</p>
<p><strong>Appell an die Provinzregierung von Kasai-Central:</strong> Maßnahmen für die Rückkehr dieser Kinder in die Schule. Appell an Eltern: Übernehmt eure Verantwortung.</p>
<hr />
<h2>Außenpolitik: Nationalversammlung mobilisiert gegen Fremdenfeindlichkeit in Südafrika</h2>
<h3>Kongolesen unter Druck</h3>
<p>Der <strong>Präsident der Nationalversammlung, Aimé Boji Sangara</strong>, verurteilte am <strong>7. Mai</strong> Akte von <strong>Unsicherheit und Fremdenfeindlichkeit</strong> gegen in Südafrika lebende kongolesische Staatsbürger.</p>
<p><strong>Die Vorwürfe:</strong></p>
<ul>
<li>Diskriminierung</li>
<li>Gewalt</li>
<li>Angriffe auf die Menschenwürde</li>
</ul>
<h3>Diplomatische Reaktion</h3>
<p><strong>Das Präsidium der Nationalversammlung beschloss:</strong></p>
<ol>
<li>Die <strong>Außenministerin Thérèse Kayikwamba</strong> einzubestellen, um die Schutzmassnahmen darzulegen</li>
<li>Eine <strong>Parlamentsdelegation</strong> nach Südafrika zu entsenden (parlamentarische Diplomatie)</li>
<li>Konsultationen mit südafrikanischen Behörden und Parlamentariern zu führen</li>
</ol>
<p><strong>Boji’s Wort:</strong> Diese Handlungen verstoßen gegen „afrikanische Werte der Solidarität und Brüderlichkeit“ und untergraben die Prinzipien der Freizügigkeit und Integration auf dem Kontinent.</p>
<p><strong>Botschaft:</strong> Die Stabilität Zentralafrikas hängt maßgeblich von der Achtung des demokratischen Wechsels ab – auch außenpolitisch.</p>
<hr />
<h3>Randnotiz: Kleine Hoffnung bei Kinderschutz</h3>
<p><strong>Gilbert Lusamba</strong>, Leiter der Kinderschutz-Abteilung im Ministerium für Gleichstellung, hob am 7. Mai „bemerkenswerte Fortschritte“ hervor:</p>
<ul>
<li>Ratifizierung der UN-Kinderrechtskonvention</li>
<li>Harmonisierung des nationalen Rechtsrahmens</li>
<li>Einrichtung von Provinzkinderräten in mehreren Provinzen</li>
<li>Beobachteter Rückgang der körperlichen Bestrafung von Kindern in Familien</li>
</ul>
<p><strong>Sein Fazit:</strong> Wachsendes Bewusstsein für Kinderrechte – aber weitere Anstrengungen sind erforderlich für effektive Umsetzung.</p>
<p><em>(Das ist ein Tropfen auf dem heißen Stein angesichts der 30+ Motorrad-Wascher und der humanitären Krise.)</em></p>
<hr />
<p><em>(Quellen: RFI, Radio Okapi, Actualité.cd)</em></p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/08-05-2026-2">08.05.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>27./28.04.2026</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/27-28-04-2026</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 28 Apr 2026 20:05:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>DR Kongo: MONUSCO-Chef will Luftraum über Süd-Kivu sichern, um humanitäre Flüge wiederaufzunehmen Der neue Leiter der UN-Mission MONUSCO, James Swan, ist seit dem 7. April im Amt. Er befindet sich derzeit zu einem dreitägigen Besuch in Goma, der Hauptstadt von Nord-Kivu, die von der AFC/M23 kontrolliert wird. Nach Gesprächen mit Anführern der bewaffneten Gruppe will &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/27-28-04-2026" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„27./28.04.2026“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>DR Kongo: MONUSCO-Chef will Luftraum über Süd-Kivu sichern, um humanitäre Flüge wiederaufzunehmen</h2>
<p>Der neue Leiter der UN-Mission MONUSCO, James Swan, ist seit dem 7. April im Amt. Er befindet sich derzeit zu einem dreitägigen Besuch in Goma, der Hauptstadt von Nord-Kivu, die von der AFC/M23 kontrolliert wird.</p>
<p>Nach Gesprächen mit Anführern der bewaffneten Gruppe will der UN-Vertreter auch die Lage in Süd-Kivu, in Minembwe, lösen, um die Wiederaufnahme humanitärer Flüge zu ermöglichen.<span id="more-6702"></span></p>
<h3>Forderung nach Luftbrücke für Minembwe</h3>
<p>Zu den besprochenen Themen gehörte die humanitäre Lage in Minembwe, Süd-Kivu. Die AFC/M23 forderte die Einrichtung einer Luftbrücke zur Versorgung der isolierten Bevölkerung.</p>
<p>Unseren Informationen zufolge präzisierte die Gruppe, dass diese Operation nicht von Goma abhängig sein sollte. Flüge könnten von Kindu, Lubumbashi, Kisangani oder sogar Bujumbura aus organisiert werden.</p>
<p>Die Durchführbarkeit ist jedoch fraglich. MONUSCO ist seit ihrem Abzug im Juni 2024 nicht mehr in Süd-Kivu präsent.</p>
<h3>Sicherheit des Luftraums als Grundvoraussetzung</h3>
<p>Bei seiner Ankunft in Goma betonte James Swan eine Grundvoraussetzung: die Sicherheit des Luftraums. Er erwähnte insbesondere die GPS-Störung von Drohnen, die Flüge riskant mache.</p>
<p>Die AFC/M23 ihrerseits wirft Kinshasa vor, die Bombardierungen in der Region fortzusetzen. Die bewaffnete Gruppe ist der Ansicht, dass diese Operationen eingestellt werden müssen, und appelliert an die Vermittler in Doha und Washington sowie an die Vereinten Nationen, diesbezüglich Druck auszuüben.</p>
<p>Ein weiterer angesprochener Punkt war die festgefahrene Situation bezüglich des humanitären Protokolls zwischen Kinshasa und der AFC/M23 sowie die erwartete Rolle der MONUSCO im Mechanismus zur Überwachung des Waffenstillstands.</p>
<p>Ein Beispiel verdeutlicht die Verzögerung dieses Mechanismus: Nach den Gesprächen in Montreux (Schweiz) setzten sich die beiden Parteien eine Frist von sechs Tagen für die ersten Treffen. Diese Frist ist gestern abgelaufen. Bisher haben keine Treffen stattgefunden.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2>Die DR Kongo ist das Land mit der fünftgrößten Zahl an Vertriebenen, und die humanitäre Lage verschlechtert sich weiter, beklagt die UNO</h2>
<p>Laut einem neuen Bericht der Vereinten Nationen ist die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) nun das Land mit der fünftgrößten Zahl an Vertriebenen, nach dem Sudan, Syrien, Afghanistan und der Ukraine.</p>
<p>Im Osten des Landes herrscht weiterhin große Spannung, wobei sich die Sicherheitslage im Norden, in Süd-Kivu, aber auch in der Provinz Ituri verschlechtert, was zu Bevölkerungsbewegungen führt. Jeder vierte Kongolese leidet unter Nahrungsmittelknappheit.</p>
<h3>6,4 Millionen Binnenvertriebene</h3>
<p>Dieser Bericht des Regionalzentrums für Westeuropa, einer Einrichtung der Vereinten Nationen, fasst Daten verschiedener UN-Organisationen zusammen und bietet einen Überblick.</p>
<p>Derzeit gibt es in der Demokratischen Republik Kongo etwas mehr als 6,4 Millionen Binnenvertriebene, vorwiegend im Osten des Landes. Diese Zahl könnte bis Ende 2026 auf 9 Millionen ansteigen, bei einer Gesamtbevölkerung von 113 Millionen, warnt das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR), sollte der Konflikt im aktuellen Tempo andauern.</p>
<p>Infolgedessen leidet jeder vierte Kongolese unter Ernährungsunsicherheit, und mehr als 6 Millionen Menschen sind akut mangelernährt. Diese Zahl ist laut UN-Bericht seit 20 Jahren nicht gesunken.</p>
<h3>Hohe Mütter- und Säuglingssterblichkeit</h3>
<p>Darüber hinaus sterben in diesem Land derzeit stündlich vier Frauen bei der Geburt oder an schwangerschaftsbedingten Komplikationen. Die Demokratische Republik Kongo weist zudem eine der höchsten Säuglingssterblichkeitsraten weltweit auf.</p>
<p>Dieser UN-Bericht unterstreicht die Unterfinanzierung der humanitären Hilfe. Der Bedarf wird für 2026 auf 1,4 Milliarden US-Dollar geschätzt. Mit dieser Summe können lediglich die sieben Millionen am stärksten gefährdeten Kongolesen erreicht werden, während tatsächlich 15 Millionen Menschen Hilfe benötigen.</p>
<p>Um diesem Problem zu begegnen, besucht der neue Leiter der MONUSCO, der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo, derzeit Goma. Diese Stadt im Osten des Landes steht seit über einem Jahr unter der Kontrolle der bewaffneten Gruppe AFC-M23, die vom Nachbarland Ruanda unterstützt wird. Der Besuch ist Teil der Bemühungen zur Umsetzung des Waffenstillstands.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2>Bunia: Kardinal Fridolin Ambongo beklagt die „entmenschlichende“ Situation von Kriegsflüchtlingen</h2>
<p>Bei einem Besuch im Flüchtlingslager Kigonze in Bunia (Provinz Ituri) verurteilte Kardinal Fridolin Ambongo die „entmenschlichenden“ Lebensbedingungen Tausender Binnenvertriebene aufs Schärfste.</p>
<p>Im Gespräch mit Familien, die seit Langem in dem Lager leben, äußerte der katholische Prälat seine Empörung über die Krise, die seiner Ansicht nach andauert und insbesondere Kinder trifft, die unter diesen prekären Bedingungen geboren und aufgewachsen sind.</p>
<h3>Appell an nationale und internationale Verantwortung</h3>
<p>„Es ist schwer zu verstehen und zu akzeptieren, dass Männer, Frauen und Kinder in ihrem eigenen Land in einer unmenschlichen Situation leben, die so lange andauert. Es gibt Kinder, die in diesen Lagern geboren wurden und ihre Dörfer nicht einmal mehr kennen. Diese Situation wird durch interne und externe Faktoren verursacht und erfordert die Verantwortung aller, einschließlich der internationalen Gemeinschaft. Sie muss beendet werden, und die Rückkehr dieser Menschen in ihre Herkunftsorte muss ermöglicht werden. Gleichzeitig darf es keinerlei Toleranz gegenüber allem geben, was Gewalt und die Sicherheitskrise fortsetzt, um die Würde der Menschen wiederherzustellen“, erklärte Kardinal Ambongo.</p>
<p>Dieser Geistliche betonte die gemeinsame Verantwortung nationaler und internationaler Akteure für das Fortbestehen dieser humanitären und sicherheitspolitischen Krise und forderte konkrete Maßnahmen, um die Gewalt zu beenden und die Rückkehr der Vertriebenen zu ermöglichen.</p>
<p>Er bekräftigte zudem das Engagement der katholischen Kirche für die Opfer durch humanitäre Maßnahmen, insbesondere über Caritas, um der betroffenen Bevölkerung Hilfe und Unterstützung zukommen zu lassen.</p>
<p>Die Provinz Ituri leidet weiterhin unter einer langwierigen Sicherheitskrise, die von wiederkehrender bewaffneter Gewalt und massiven Bevölkerungsvertreibungen geprägt ist. Das Lager Kigonze ist einer der wichtigsten Auffangorte für Binnenvertriebene, die dort unter prekären Bedingungen leben.</p>
<p>Der Besuch von Kardinal Ambongo ist daher ein dringender Appell für eine Reaktion auf die humanitäre Krise, die Millionen von Familien in Ituri und im Osten des Kongo weiterhin in die Armut treibt.</p>
<p><em>(actualite.cd)</em></p>
<hr />
<h2>Mindestens 15 Zivilisten wurden innerhalb eines Monats bei bewaffneten Angriffen in Masisi getötet</h2>
<p>Mindestens 15 Zivilisten sind im vergangenen Monat bei Angriffen bewaffneter Männer im Gebiet Masisi in Nord-Kivu ums Leben gekommen.</p>
<p>Diese Zahlen wurden von zivilgesellschaftlichen Organisationen in Buabo am Montag, dem 27. April, gegenüber Radio Okapi veröffentlicht.</p>
<h3>Jüngster Angriff in Kihuma</h3>
<p>Laut derselben Quelle ereignete sich der jüngste Angriff in der Nacht zum Sonntag, den 27. April, im Dorf Kihuma, ebenfalls im Gebiet Masisi. Denselben Quellen zufolge fand der Angriff zwischen 20:00 und 22:00 Uhr Ortszeit statt. Die Angreifer stahlen Nähmaschinen, Kleidung, Geld und andere Wertgegenstände.</p>
<p>Die lokale Zivilgesellschaft in Buabo zeichnet ein alarmierendes Bild der Sicherheitslage in der Region. Sie prangert wiederholte Verstöße gegen die Menschenrechte und das humanitäre Völkerrecht in diesem Gebiet an, das derzeit von der AFC/M23 besetzt ist, in dem aber auch mehrere andere bewaffnete Gruppen aktiv sind.</p>
<p>Nach Angaben dieser Bürgerorganisation steht das Gebiet um Buabo, wie auch andere Ortschaften im Sektor Osso-Banyungu, seit mehreren Monaten im Zentrum eines Gewaltkreislaufs, der von Plünderungen, bewaffneten Angriffen und Zusammenstößen zwischen Rebellengruppen und Wazalendo-Milizen geprägt ist.</p>
<p><em>(www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2>Ost-DR Kongo: Angesichts geschlossener Banken will das WFP Unternehmen mit Devisen versorgen</h2>
<p>Im Osten der DR Kongo sind die Banken in den von der AFC/M23 kontrollierten Gebieten geschlossen. Kinshasa begründet diese Entscheidung mit dem Schutz der Einleger und der Abschneidung der Finanzquellen der Rebellen.</p>
<p>Laut dem Jahresbericht 2025 des Welternährungsprogramms hat diese Entscheidung jedoch auch direkte humanitäre Folgen.</p>
<h3>Bargeldhilfe nur zur Hälfte ausgezahlt</h3>
<p>Das Welternährungsprogramm (WFP), eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen, nennt diese Zahl. Die für 2025 in Nord- und Süd-Kivu geplanten Geldtransfers beliefen sich auf 75 Millionen US-Dollar. Bisher wurden weniger als 39 Millionen US-Dollar – also nur die Hälfte – ausgezahlt.</p>
<p>Bargeldhilfe, die sich deutlich von der gängigen Vorstellung von Lebensmittellieferungen unterscheidet, ermöglicht es Familien, selbst zu entscheiden, was sie kaufen, auf lokalen Märkten einzukaufen und lokale Händler zu unterstützen. Zudem reduziert sie die Logistikkosten für Hilfsorganisationen.</p>
<p>Ohne Banken bricht die gesamte Lebensmittelversorgungskette zusammen.</p>
<h3>„Chakula sokoni“ als Alternative</h3>
<p>Deshalb hat das Welternährungsprogramm (WFP) eine Alternative entwickelt: „Chakula sokoni“ (Suaheli für „Lebensmittel auf dem Markt“). Im Gebiet Masisi in Nord-Kivu wurden biometrische Karten mit 15 US-Dollar pro Person aufgeladen und können in 17 lokalen Geschäften mit elektronischen Terminals genutzt werden.</p>
<p>Familien können ihre Lebensmittel selbst auswählen: Reis, Bohnen, Maismehl, Fisch und Öl. 30.000 Menschen haben bereits von dem Programm profitiert, und 83 % geben an, zufrieden zu sein.</p>
<p>Auch die lokalen Händler profitieren: 75 % der Lebensmittel sind in ihren Geschäften erhältlich, und die Märkte haben durch den Geldzufluss neuen Aufschwung erlebt.</p>
<p>Doch dieses Pilotprojekt ist noch fragil. Finanziert von Großbritannien, Norwegen, Schweden und Kanada, deckt es nur das Gebiet Masisi ab. Solange die Banken geschlossen bleiben, kann die Hilfe nicht alle bedürftigen Familien in Nord- und Süd-Kivu erreichen.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2>Geburtsurkunden werden von einigen Eltern in Kasaï-Central immer noch vernachlässigt</h2>
<p>Viele Eltern in Kasaï-Central vernachlässigen weiterhin die Geburtsregistrierung ihrer Kinder, wie der Bevölkerungsdienst der Provinz-Innenbehörde am Samstag, den 25. April 2026, mitteilte.</p>
<p>Dies liegt vor allem an mangelnder Information über den Zweck dieses Dokuments, aber auch an einer gewissen Nachlässigkeit. Der Dienst betont, dass eine Geburtsurkunde unerlässlich ist, da sie dem Kind das Recht auf eine rechtliche Identität garantiert.</p>
<h3>Viele Kinder ohne offizielle Identität</h3>
<p>In Kananga, wie auch in einigen Gebieten von Kasaï-Central, besitzen viele Kinder keine Geburtsurkunde. Dafür gibt es mehrere Gründe. Neben dem Mangel an Formularen in einigen Regionen der Provinz spielt auch die Verantwortung der Eltern eine Rolle.</p>
<p>Manche Eltern unternehmen nach der Geburt ihres Kindes nicht die notwendigen Schritte, um dieses Dokument zu erhalten. Andere, die mit ihrem Alltag beschäftigt sind, unterschätzen schlichtweg dessen Bedeutung.</p>
<p>Dies ist der Fall von Rose Mbuyi, die Radio Okapi im Industriegebiet von Kananga traf. „Ich habe drei Kinder, aber nur eines hat eine Geburtsurkunde. Das liegt hauptsächlich an meiner Vergesslichkeit. Mit dem Haushalt fehlt mir die Zeit, sie zu besorgen“, erklärt sie.</p>
<p>Wie sie beantragen viele Eltern eine Geburtsurkunde erst, wenn bestimmte behördliche Verfahren dies erfordern, beispielsweise im Erbfall oder bei einem Auslandsstudium.</p>
<h3>Aufruf zur Kinderregistrierung</h3>
<p>Angesichts dieser Situation appelliert Sébastien Kasau, Leiter des Bevölkerungsamtes der Provinzregierung im Innenministerium, an die Eltern, ihre Kinder beim Standesamt anzumelden. Er betont, dass eine Geburtsurkunde unerlässlich für den Schutz der Identität eines Kindes ist: „Wenn ein Kind nicht beim Standesamt registriert ist, riskiert es, staatenlos zu werden.“</p>
<p>Die Geburtsurkunde ist der einzige Nachweis der Identität eines Kindes. Im Todesfall des Vaters dient dieses Dokument dem Vaterschaftsnachweis und ermöglicht dem Kind, seine Rechte, insbesondere im Erbrecht, geltend zu machen.</p>
<p>Sébastien Kasau weist Eltern darauf hin, dass sie ihre Kinder innerhalb von 90 Tagen nach der Geburt kostenlos anmelden können. Nach Ablauf dieser Frist ist für die Ausstellung einer Geburtsurkunde ein zusätzlicher Gerichtsbeschluss erforderlich, der mit weiteren Kosten verbunden ist.</p>
<p><em>(www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2>Demonstration der Envol-Partei gegen die Aufnahme von Migranten in der Demokratischen Republik Kongo</h2>
<p>Fast 300 Mitglieder und Aktivisten der Envol-Partei demonstrierten am Montag, den 27. April, in Kinshasa, genauer gesagt am Magasin-Kreisverkehr, gegen die Aufnahme von aus den USA abgeschobenen Migranten durch die Demokratische Republik Kongo.</p>
<p>Die Demonstration wurde von Mitgliedern der Republikanischen Garde aufgelöst.</p>
<p>Laut dem Generalsekretär der Envol-Partei, Rodrigue Ramazani, wurden im Anschluss an den Einsatz zwei Parteifunktionäre festgenommen. Die Oppositionspartei fordert deren sofortige und bedingungslose Freilassung und verurteilt dies als Angriff auf die bürgerlichen Freiheiten.</p>
<p><em>(www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2>DR Kongo: Erste Stellungnahme der Regierung zur Ankunft von aus den USA abgeschobenen Migranten</h2>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) haben sich die Behörden erstmals geäußert, mehr als zehn Tage nach der Ankunft einer Gruppe von Migranten in Kinshasa am Freitag, den 17. April.</p>
<p>Die 15 Personen aus Süd- und Mittelamerika sind seit ihrer Ankunft in einem Hotelkomplex in der Hauptstadt untergebracht. Ihnen wurde ein Visum für eine Woche erteilt. Sie müssen sich nun entscheiden, ob sie in ihre Herkunftsländer zurückkehren oder vorübergehend in der DR Kongo bleiben.</p>
<p>Diese Regelung hat Kritik von Menschenrechtsorganisationen hervorgerufen, die sich über die Aufnahmebedingungen und den rechtlichen Rahmen der Abschiebungen besorgt zeigen.</p>
<h3>Regierungssprecher ruft zum Vertrauen auf</h3>
<p>Angesichts der Kontroverse um dieses Abkommen in der Demokratischen Republik Kongo rief der kongolesische Regierungssprecher Patrick Muyaya zum Vertrauen in die Regierung auf. Auf Nachfrage von RFI bei einer Pressekonferenz in Kinshasa am Montag, den 27. April, bestätigte er jedoch nicht, dass Verhandlungen mit amerikanischen Behörden über eine mögliche Umsiedlung afghanischer Migranten geführt würden.</p>
<p>„Die eingetroffenen Drittstaatsangehörigen besitzen gültige Aufenthaltsgenehmigungen. „Es handelt sich um einen vorübergehenden Aufenthalt“, sagte er unserem Korrespondenten in Kinshasa, Pascal Mulegwa. „Ich möchte nochmals betonen, dass wir es vermeiden müssen, Angst in der Öffentlichkeit zu schüren. Dies ist eine zeitlich begrenzte Operation“, sagte Patrick Muyaya Katembwe, Sprecher der kongolesischen Regierung, in seiner ersten offiziellen Stellungnahme zu Migranten.</p>
<h3>„Ein System, das Migranten und Geflüchtete zu Waren macht.“</h3>
<p>Mehrere Stimmen aus Opposition und Zivilgesellschaft haben sich gegen dieses Abkommen ausgesprochen. Auch Rechtsanwälte ohne Grenzen äußerten sich besorgt und erklärten in einer Pressemitteilung, dass dieses Abkommen „eine inakzeptable Form der Kommerzialisierung von Migranten und Asylsuchenden darstellt und ein zynischer Weg ist, schutzbedürftige Menschen zur freiwilligen Rückkehr zu drängen.“</p>
<p>„Diese Menschen befinden sich in einer äußerst prekären Lage“, erklärte Valérie Arnould, leitende Rechts- und Politikberaterin für Zentralafrika, unserer Korrespondentin in Kinshasa, Paulina Zidi. „Es ist unerlässlich, sie vor einer rechtlichen Grauzone zu bewahren und sicherzustellen, dass sie die notwendige Hilfe erhalten.“</p>
<p>„Durch die Unterzeichnung solcher Abkommen riskieren die Demokratische Republik Kongo und andere Länder, sich an einem repressiven und unmenschlichen System im Umgang mit Migranten und Asylsuchenden mitschuldig zu machen. Sie beteiligen sich an einem System, das Einwanderer und Geflüchtete zu Handelswaren degradiert und sie als Verhandlungsmasse in umfassenderen politischen Transaktionen missbraucht“, sagte Valérie Arnould, leitende Rechts- und Politikberaterin für Zentralafrika bei Lawyers Without Borders, gegenüber Paulina Zidi.</p>
<p>Laut Lawyers Without Borders haben die Vereinigten Staaten seit 2025 „bilaterale Abkommen mit mindestens sechzehn Ländern“ geschlossen, um „die Abschiebung von Migranten und Asylsuchenden aus den Vereinigten Staaten in deren Hoheitsgebiet gegen politische und finanzielle Anreize zu organisieren“.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2>Die kongolesische Regierung gibt an, mit den Herkunftsländern der deportierten Migranten, die in Kinshasa angekommen sind, in Kontakt zu stehen, um die Möglichkeit ihrer Rückkehr zu prüfen</h2>
<p>Während Unsicherheit, Fragen und Anschuldigungen zunehmen, hält die Kontroverse um die Aufnahme von aus den USA abgeschobenen Drittstaatsangehörigen in der kongolesischen Gesellschaft und Politik unvermindert an.</p>
<p>Bislang hält sich eine erste Gruppe von etwa fünfzehn Migranten in Kinshasa auf, und die Regierung verteidigt weiterhin diesen Ansatz und betont den vorübergehenden Charakter ihres Aufenthalts im Land.</p>
<h3>Kontakte zu Herkunftsländern aufgenommen</h3>
<p>In einer Pressekonferenz am Montag, den 27. April, bekräftigte Regierungssprecher Patrick Muyaya die Position der Behörden und hob die Transparenz des Verfahrens hervor. Er gab insbesondere bekannt, dass bereits Kontakte zu einigen Herkunftsländern dieser Migranten aufgenommen wurden, um verschiedene Optionen für ihre Rückkehr oder Alternativen zu prüfen.</p>
<p>Laut Patrick Muyaya besitzen diese Migranten Aufenthaltsgenehmigungen, die dem kongolesischen Recht entsprechen.</p>
<p>„Wichtig ist, dass die eingetroffenen Drittstaatsangehörigen über gültige Aufenthaltsgenehmigungen verfügen. Darüber hinaus bestehen über die internationalen Organisationen, die in diesem Prozess mit der Regierung zusammenarbeiten, bereits Kontakte zu ihren jeweiligen Herkunftsländern. Sobald diese Kontakte erfolgreich sind, können wir Ihnen in den kommenden Tagen mitteilen, dass für einige von ihnen eine Einigung über die Rückkehr in ihre Herkunftsländer erzielt wurde, da es sich von Anfang an um einen vorübergehenden Aufenthalt handelt“, erklärte Patrick Muyaya auf Nachfrage der Presse.</p>
<p>Er appellierte an die Bevölkerung, „keine Panik zu verbreiten, da es sich um eine zeitlich begrenzte Maßnahme handelt und Vorkehrungen getroffen wurden, um sicherzustellen, dass die Ankommenden keine Sicherheitsrisiken darstellen.“</p>
<h3>Afghanische Staatsangehörige weder bestätigt noch dementiert</h3>
<p>Bezüglich der möglichen Ankunft afghanischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Katar bestätigte oder dementierte der Regierungssprecher die Information nicht. „Ich wurde mehrfach von internationalen Medien kontaktiert, die daran interessiert sind. Ich bin überzeugt, dass wir dies bestätigen können, sobald es Beweise dafür gibt, damit alle informiert sind“, antwortete Muyaya.</p>
<p>Die Demokratische Republik Kongo hat die erste Phase ihres Programms zur vorübergehenden Aufnahme von Drittstaatsangehörigen aus den Vereinigten Staaten eingeleitet. Die Regierung gab dies in einer Pressemitteilung vom Freitag, dem 17. April 2026, bekannt und bestätigte die Ankunft von 15 Personen in der kongolesischen Hauptstadt. Damit beginnt die operative Phase dieses Programms.</p>
<p>Aufgrund der Brisanz des Themas wurde es der Nationalversammlung über zwei parlamentarische Initiativen vorgelegt: eine tagesaktuelle und eine mündliche Anfrage mit anschließender Debatte. Seit ihrer Einreichung wurden diese Initiativen noch nicht auf die Tagesordnung des Plenums gesetzt. Die tagesaktuelle Anfrage, die ursprünglich für die Plenarsitzung vorgesehen war, wurde nach einem Schreiben der Außenministerin Thérèse Kayikwamba Wagner, in dem sie aus Staatsgründen um eine Vertagung bat, verschoben.</p>
<p><em>(actualite.cd)</em></p>
<hr />
<h2>Demokratische Republik Kongo: Die Behörden kündigen die Aufstellung einer Minenschutztruppe zum Schutz der Bodenschätze des Landes an</h2>
<p>Die Truppe, die letztlich aus 20.000 paramilitärischen Kräften bestehen und in 22 der 26 Provinzen des Landes eingesetzt werden soll, wird die Polizei und das Militär ersetzen, die derzeit die kongolesischen Minen sichern.</p>
<p>Die gesamte Wertschöpfungskette des Bergbaus, von den Lagerstätten bis zum Transport der Mineralprodukte, wird einbezogen.</p>
<h3>20.000 Einsatzkräfte bis Ende 2028</h3>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) gab die Generalinspektion für Bergwerke (IGM) am Montag, den 27. April, in einer Pressemitteilung die Aufstellung einer Bergwerkswache bekannt. Diese paramilitärische Einheit soll die Bergwerke des Landes sichern.</p>
<p>Die gesamte Wertschöpfungskette wird einbezogen: von den Lagerstätten selbst bis zum Transport der Mineralprodukte im ganzen Land.</p>
<p>Die IGM plant, bis Ende 2028 20.000 Einsatzkräfte in 22 der 26 Provinzen des Landes zu stationieren. Ein erstes operatives Kontingent von 2.500 bis 3.000 Personen soll im Dezember dieses Jahres seinen Dienst aufnehmen. Die Rekrutierung beginnt voraussichtlich im nächsten Monat.</p>
<p>Die neuen Einsatzkräfte sollen letztlich das gesamte derzeit an den verschiedenen Bergwerksstandorten des Landes stationierte Polizei- und Militärpersonal ersetzen.</p>
<p>Das IGM gab außerdem bekannt, dass dieses Programm mit 100 Millionen Dollar finanziert werde und es Teil der Wirtschaftsabkommen sei, die Kinshasa mit den Vereinigten Staaten und den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet habe.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/27-28-04-2026">27./28.04.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>18.02.2026</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/18-02-2026</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Feb 2026 20:15:25 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In Kinshasa: Eine Sehnsucht nach der Rumba, die von der jüngeren Generation vernachlässigt wird Auf der Dachterrasse eines verfallenen Gebäudes wiegen sich Tänzer, berauscht von Musik und Alkohol, zu alten Hits: An Wochenenden hält die Rumba in La Crèche, einer historischen Bar in Kinshasa, die Gäste bis in die frühen Morgenstunden in Bewegung. Die kongolesische &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/18-02-2026" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„18.02.2026“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>In Kinshasa: Eine Sehnsucht nach der Rumba, die von der jüngeren Generation vernachlässigt wird</strong></h2>
<p>Auf der Dachterrasse eines verfallenen Gebäudes wiegen sich Tänzer, berauscht von Musik und Alkohol, zu alten Hits: An Wochenenden hält die Rumba in La Crèche, einer historischen Bar in Kinshasa, die Gäste bis in die frühen Morgenstunden in Bewegung.<span id="more-6436"></span></p>
<p>Die kongolesische Rumba, ein kulturelles Juwel der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und des benachbarten Kongo-Brazzaville, wurde 2021 in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen.</p>
<p>In beiden Hauptstädten führen Experten die Ursprünge dieser populären Musik auf das einst mächtige Königreich Kongo zurück, das mit der Kolonialisierung unterging. Dort wurde ein Tanz namens Nkumba, was „Nabel“ bedeutet, praktiziert, da Männer und Frauen dabei mit aneinandergepressten Bauchnabeln tanzten.</p>
<p>Während des transatlantischen Sklavenhandels brachten Afrikaner ihre Kultur und Musik nach Amerika. Sie bauten ihre Instrumente, anfangs rudimentär, später immer ausgefeilter, woraus im Norden der Jazz und in Kuba die Rumba entstand.</p>
<p>Diese Musik wurde später von Händlern zusammen mit Schallplatten und Gitarren nach Afrika gebracht.</p>
<p><strong>Legendäres Orchester hält Tradition am Leben</strong></p>
<p>„Wenn ihr nostalgisch seid und die guten alten Zeiten wieder aufleben lassen wollt, kommt in die La Crèche“, sagt Sänger Albert Diasihilua, bevor er die Bühne betritt.</p>
<p>Es ist fast Mitternacht, und das Bier fließt in Strömen. Die Kellnerin tanzt, mitgerissen von den Rhythmen der Musik, die plötzlich verstummt: Stromausfall. Das Summen eines Generators, und die Party geht weiter.</p>
<p>„Hier ist es das Feuer, das die ursprüngliche Rumba am Leben erhält“, resümiert Albert Diasihilua.</p>
<p><strong>„Bedroht“</strong></p>
<p>Seit 1984 hält das legendäre Orchester La Crèche die kongolesische Rumba-Tradition mit Konzerten am Leben. Die Texte der Musik handeln oft von der Liebe und beinhalten Coverversionen von Klassikern von Tabu Ley Rochereau, Franco Luambo und Grand Kallé, obwohl das Genre von jüngeren Generationen mitunter vernachlässigt wird.</p>
<p>Das Publikum ist in der Regel älter. Und in den angesagten Bars, die von Kinshasas Jugend frequentiert werden, hat sich die Rumba von einst oft zu einer modernen Fusion aus Afropop und R&B weiterentwickelt – ein Stil, der maßgeblich durch den weltbekannten kongolesischen Künstler Fally Ipupa populär wurde.</p>
<p>„Die jungen Kongolesen dürfen diese Musik nicht verlieren, denn wir stehen kurz vor dem Aussterben“, appelliert Albert Diasihilua, der mit 73 Jahren bereits auf eine 50-jährige Karriere zurückblicken kann.</p>
<p>Um das Andenken an diese Musik zu bewahren, wurde im Dezember in Kinshasa ein nationales Rumba-Museum offiziell eröffnet. Das Museum befindet sich im ehemaligen Wohnhaus von Papa Wemba, dem kongolesischen Rumba-Star, der 2016 verstarb.</p>
<p>Für Glodi Nkiadiasivi, den stellvertretenden Direktor des Museums, ist die kongolesische Rumba vom Vergessen bedroht: „Junge Leute kennen ihren Reichtum nicht; sie werden zunehmend von amerikanischen, nigerianischen und französischen Liedern beeinflusst.“</p>
<p>Das Museum zeigt Kleidung von Papa Wemba, Auszeichnungen seiner Karriere und traditionelle Instrumente und möchte Besucher mit Führungen, Vorträgen und Konzerten anlocken.</p>
<p>Bisher wurden laut Herrn Nkiadiasivi nur etwa hundert Besucher gezählt – in einem Land, in dem weniger als ein Prozent des Staatshaushalts für Kultur bereitgestellt wird.</p>
<p><strong>„Notenlesen“</strong></p>
<p>Am Nationalen Kunstinstitut in Kinshasa (INA), das kurz nach der Unabhängigkeit 1960 gegründet wurde, bemühen sich die Lehrenden, die nächste Generation auszubilden.</p>
<p>Seit 2022 wird dort die Geschichte der kongolesischen Rumba und ihre musikalischen Grundlagen gelehrt.</p>
<p>„Es gibt viele sehr talentierte Künstler in der Stadt, die keine Noten lesen können, weil sie es sich im Berufsleben beigebracht haben“, erklärt Michel Lutangamo, Professor und Dirigent am INA.</p>
<p>„Rumba basiert wie andere traditionelle Musik auf mündlicher Überlieferung und ist daher sehr vergänglich. Sie kann jederzeit verschwinden. Der beste Weg, sie zu bewahren, ist, sie aufzuschreiben“, betont Jean-Romain Malwengo, Ethnomusikologe und Dozent am INA.</p>
<p>Seit fünfzehn Jahren arbeitet dieser Spezialist mit seinen Studierenden an einem Projekt zur Transkription von Liedern, die im Fernsehen, im Radio oder auf Schallplatte übertragen wurden. Zwischen 300 und 400 Titel wurden bereits archiviert.</p>
<p>„Diese Musik ist unsere Identität, sie ist Teil von uns“, betont Herr Malwengo.</p>
<p>Daniel Lukusa, 26 Jahre alt und Musikstudent im dritten Studienjahr, spielt Gitarre. Er erinnert sich, wie er in seinem Elternhaus mit Rumba in Dauerschleife aufwuchs: „Die reine Rumba verschwindet langsam; junge Leute denken, sie könnten Effekte hinzufügen, dabei ruinieren sie den Stil“, sagt er.</p>
<p><em>(AFP)</em></p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/18-02-2026">18.02.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>17.02.2026</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/17-02-2026-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Feb 2026 13:31:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kongo-Krieg auf der Berlinale: Debütfilm „Trop c’est trop“ zeigt Alltag in Goma Weltpremiere in der Sektion Panorama Dokumente – Regisseur Elisé Sawasawa dokumentiert 30 Jahre Krieg im Nord-Kivu BERLIN – Der Dokumentarfilm Trop c’est trop (deutsch: Es reicht) feiert auf der Berlinale 2026 Weltpremiere. In der Sektion Panorama Dokumente taucht Regisseur Elisé Sawasawa in den &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/17-02-2026-2" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„17.02.2026“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 class="wp-block-heading">Kongo-Krieg auf der Berlinale: Debütfilm „Trop c’est trop“ zeigt Alltag in Goma</h2>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Weltpremiere in der Sektion Panorama Dokumente – Regisseur Elisé Sawasawa dokumentiert 30 Jahre Krieg im Nord-Kivu</strong></p>



<p><strong>BERLIN</strong> – Der Dokumentarfilm <em>Trop c’est trop</em> (deutsch: <em>Es reicht</em>) feiert auf der Berlinale 2026 Weltpremiere. In der Sektion Panorama Dokumente taucht Regisseur Elisé Sawasawa in den Alltag von Goma ein – der Hauptstadt der Provinz Nord-Kivu, die seit Jahrzehnten im Zentrum des bewaffneten Konflikts im Osten der Demokratischen Republik Kongo steht.<span id="more-6431"></span></p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Goma als Schauplatz: 30 Jahre Krieg in einem Film</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film stellt eine einfache, aber drängende Frage: Wie leben Menschen in einer Stadt, die seit einer Generation umkämpft ist? Sawasawa, der selbst aus der DR Kongo stammt, dokumentiert das chaotische Alltagsleben in Goma vor dem Hintergrund eines der weltweit blutigsten Konflikte.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Zahlen, die das Filmprogramm der Berlinale nennt, sprechen für sich: 30 Jahre Krieg, sieben Millionen Vertriebene, zehn Millionen Tote. Der Film folgt drei Protagonistinnen und Protagonisten: Eliane Feza, Moses Sawasawa und Francis Zihindula Milindwa.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Goma im Januar 2026 von M23 eingenommen</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Weltpremiere fällt in eine historisch brisante Phase. Wenige Wochen vor der Berlinale-Vorführung hatte die Rebellenbewegung M23 Ende Januar 2026 die Kontrolle über Goma übernommen – ein Ereignis, das weltweit Schlagzeilen machte und eine neue humanitäre Krise auslöste.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die M23, der nach überwiegender Einschätzung von UN-Experten ruandische Unterstützung zugutekommt, kontrolliert damit die wichtigste Stadt im Osten des Landes. Laut UNHCR wurden allein seit Jahresbeginn 2026 über 500 000 weitere Menschen vertrieben.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Frankreich und DR Kongo als Koproduktion</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Der Film entstand als französisch-kongolesische Koproduktion (JBA Production) und feiert in Berlin seine Weltpremiere. Für Regisseur Sawasawa ist es ein Debütfilm – eine bemerkenswerte Leistung angesichts der schwierigen Produktionsbedingungen vor Ort.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Die Auswahl durch die Berlinale-Sektion Panorama Dokumente signalisiert, dass das internationale Filmfestival den Kongo-Konflikt als eines der drängendsten Themen der Gegenwart einordnet.</p>



<p class="wp-block-paragraph"><strong>Seltene deutschsprachige Öffentlichkeit für den Kongo-Konflikt</strong></p>



<p class="wp-block-paragraph">Internationale Filmfestivals wie die Berlinale können eine wichtige Rolle bei der Bewusstseinsbildung spielen – ein Thema, das in deutschen Mainstream-Medien nach wie vor stark unterrepräsentiert ist. <em>Trop c’est trop</em> ermöglicht einem Berliner Publikum, die menschliche Dimension des Konflikts unmittelbar zu erleben.</p>



<p class="wp-block-paragraph">Aufführungstermine und Tickets sind über das offizielle <a href="https://www.berlinale.de/de/2026/programm/202605439.html" target="_blank" rel="noopener" title="">Berlinale-Programm</a> erhältlich.</p>



<hr class="wp-block-separator has-alpha-channel-opacity"/>



<p><em>(Quelle: Berlinale Programm 2026)</em></p>
<p> </p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/17-02-2026-2">17.02.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>27.01.2026</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/27-01-2026</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 27 Jan 2026 21:39:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kongo-kinshasa.de/?p=6365</guid>

					<description><![CDATA[<p>Umweltprobleme: Warum bedroht der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo auch Wälder und Tiere? Entwaldung, Wilderei … Ein Jahr nach der Schlacht um Goma, der größten Stadt im Osten des Kongo-Kinshasa, leidet die Artenvielfalt weiterhin unter den Kämpfen. Der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) verschont nichts und niemanden, am wenigsten &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/27-01-2026" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„27.01.2026“ </span>weiterlesen</a></p>
<p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/27-01-2026">27.01.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Umweltprobleme: Warum bedroht der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo auch Wälder und Tiere?</strong></h2>
<p>Entwaldung, Wilderei … Ein Jahr nach der Schlacht um Goma, der größten Stadt im Osten des Kongo-Kinshasa, leidet die Artenvielfalt weiterhin unter den Kämpfen.</p>
<p>Der Krieg im Osten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) verschont nichts und niemanden, am wenigsten die Zivilbevölkerung. Der Vormarsch der AFC/M23 zwang Hunderttausende zur Flucht vor den Kämpfen, mit einer unerwarteten Folge: verstärkte Abholzung, angetrieben durch die hohe Nachfrage nach Holzkohle (Makala auf Suaheli).<span id="more-6365"></span></p>
<h3>Abholzung verdoppelt sich</h3>
<p>Diese Abholzung, die auf Satellitenbildern sichtbar ist, hat sich durch den Krieg verdoppelt, insbesondere an den Hängen des Nyiragongo. In der gesamten Region leidet der Wald, da die Ranger ihrer Arbeit nicht mehr nachkommen können.</p>
<p>„In unserer Abwesenheit nutzen die Menschen die Situation aus, um den Wald abzuholzen und Holzkohle herzustellen“, sagt Alain Mukiranya, Ranger beim Kongolesischen Institut für Naturschutz (ICCN).</p>
<p>Neben der Zerstörung und dem Verlust von Lebensraum für Wildtiere werden auch die Ökosystemleistungen des Waldes beeinträchtigt, darunter Klimaregulierung, Wasserversorgung und sogar Nichtholzprodukte wie Blätter, die für medizinische Zwecke verwendet werden – von denen nichts mehr übrig ist, da alles verbrannt wurde.</p>
<h3>Wilderei nimmt zu</h3>
<p>Die Parkwächter sind direkte Opfer des Krieges. Genaue Zahlen lassen sich schwer ermitteln, Schätzungen zufolge sind aber seit der M23-Offensive etwa dreißig von ihnen ums Leben gekommen.</p>
<p>Der Krieg hat zudem die Hauptstraßen abgeschnitten, und die Wächter erhalten nicht mehr die Ausrüstung, Waffen und Munition, die sie für ihre Arbeit benötigen. Weniger Wächter im Einsatz bedeuten weniger geschützte Tiere.</p>
<p>Vor über einem Jahr schätzte der Parkdirektor des ICCN (Kongolesisches Institut für Naturschutz), dass die Hälfte der Tiere im Virunga-Nationalpark aufgrund des Krieges verschwunden sei. Eine Zahl, die sich nicht überprüfen lässt. Doch eines ist sicher: Der Krieg begünstigt die Wilderei.</p>
<h3>Okapis und Primaten bedroht</h3>
<p>„Es wurden Fälle von Okapi-Wilderei in Gebieten gemeldet, die wir aufgrund der schlechten Sicherheitslage nicht erreichen können“, sagt Alain Mukiranya, stellvertretender Direktor des Maiko-Nationalparks nordwestlich von Goma. „Auch kleine Primaten gehören zu den am häufigsten gewilderten Arten.“</p>
<p>Die Männer, die in der Umgebung des Parks illegal Mineralien wie Gold und Diamanten abbauen, nutzen die Situation aus, um zu wildern und so ihr Überleben zu sichern. Tiere werden nicht unbedingt getötet, um sie im Handel weiterzuverkaufen und damit Waffen zu kaufen, sondern manchmal einfach nur, um sich selbst zu ernähren.</p>
<h3>Hoffnungszeichen: Gorilla-Geburten</h3>
<p>Inmitten dieser düsteren Lage für die Artenvielfalt gibt es immer wieder Lichtblicke, wie die Geburt von Gorillazwillingen Anfang des Monats, etwa 30 Kilometer von Goma entfernt. Zwillingsgeburten kommen nur einmal unter 100 Geburten vor; es ist außergewöhnlich, insbesondere in Kriegszeiten.</p>
<p>„Trotz der Kriegssituation in der Region bedeutet dies, dass sie eine gewisse Stabilität spüren, die ihnen die Geburt ermöglicht“, erklärt Jérôme Lombart, Einsatzleiter der Virunga-Stiftung, im Interview mit Alexandra Branjon vom Afrika-Ressort.</p>
<p>„Sobald die Bombardierungen wieder beginnen, sind es oft die Neugeborenen, die am stärksten gefährdet sind, insbesondere in den ersten Wochen und Monaten. Es ist wichtig, vor allem für die Ernährung, dass der Clan sie beschützt. Das hoffen wir.“</p>
<p>Und als ob ein Wunder nicht genug wäre, hat man gerade von der Geburt eines weiteren Gorillababys erfahren, ebenfalls in Virunga. Und genau das will man glauben: Das Leben ist (manchmal) stärker als der Krieg.</p>
<p><em>(Quelle: www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2><strong>DR Kongo: Neue Ermittlungen zum Entschädigungsfonds für Opfer von Konflikten mit Uganda</strong></h2>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) ist eine neue Kontroverse um den Sonderfonds für Wiedergutmachung und Entschädigung der Opfer illegaler Aktivitäten Ugandas (FRIVAO) entbrannt. Dieser Fonds wird mit 325 Millionen US-Dollar finanziert, die Kampala der DR Kongo nach der Verurteilung durch den Internationalen Gerichtshof (IGH) für Gräueltaten im Osten des Landes zwischen 1998 und 2003 zahlen muss.</p>
<p>Der Fonds, der zur Entschädigung von Opfern und ihren Angehörigen bestimmt ist, steht nun im Zentrum des Verdachts der Veruntreuung. Neue laufende Ermittlungen könnten zu weiteren Verhaftungen führen.</p>
<h3>Zahlungsstand</h3>
<p>Dem festgelegten Zahlungsplan zufolge soll Uganda bereits 260 Millionen US-Dollar an die Demokratische Republik Kongo gezahlt haben. Bei Einhaltung dieses Plans stünde lediglich noch eine Zahlung in Höhe von 65 Millionen US-Dollar aus.</p>
<h3>Warum wird jetzt eine neue Untersuchung eingeleitet, wo doch bereits mehrere andere laufen?</h3>
<p>Dieses Mal geht der Anstoß vom Generalstaatsanwalt am Kassationsgerichtshof aus, der weitere Ermittlungen angeordnet hat. Grund dafür ist ein sprunghafter Anstieg der Opferzahlen: Allein in der Stadt Kisangani (im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo) ist die Zahl der bestätigten Fälle laut Justizminister von etwa 3000 auf über 14 000, möglicherweise sogar 16.000, gestiegen.</p>
<p>Er bezeichnet dies als einen unkontrollierten Anstieg. Mehrere Fragen bleiben unbeantwortet.</p>
<p>So hatten beispielsweise im August 2024 von ursprünglich fast 3.200 anerkannten Opfern erst 106 eine Entschädigung erhalten. Gleichzeitig hatte Frivao im selben Zeitraum bereits über 105 Millionen US-Dollar eingenommen.</p>
<p>Ebenfalls 2024 wurde ein neuer Vorstand für Frivao eingesetzt. Innerhalb von acht Monaten nach Amtsantritt des neuen Vorstands schnellte die Zahl der entschädigten Opfer auf über 14.000 in die Höhe. Die Behörden wollen diesen sprunghaften Anstieg nun aufklären.</p>
<h3>Wiederherstellung der Glaubwürdigkeit, Transparenz und Effektivität des Fonds</h3>
<p>Laut dem Staatsminister, Justizminister und Siegelbewahrer besteht die Herausforderung darin, die Glaubwürdigkeit, Transparenz und Effektivität dieses Fonds wiederherzustellen.</p>
<p>Der Frivao-Fonds wurde im April 2023 vom Präsidenten der Republik eingerichtet, um die Opfer des Sechstagekriegs von 2000 in der bis 2015 als Ostprovinz bekannten Region – die heute die Provinzen Bas-Uélé, Haut-Uélé, Ituri und Tshopo umfasst – zu entschädigen.</p>
<p>Vom 5. bis 10. Juni 2000 lieferten sich ruandische und ugandische Truppen in Kisangani, einer Stadt mit fast 1,5 Millionen Einwohnern im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, Gefechte. Einem UN-Bericht zufolge wurden in diesen sechs Tagen mehr als 700 Menschen, zumeist Zivilisten, getötet. Zudem wurden über 400 Häuser zerstört.</p>
<p><em>(Quelle: www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Der Fall von Goma: Ein Jahr später schwanken die vertriebenen Familien in Beni zwischen Hoffnung und Ungewissheit</strong></h2>
<p>Ein Jahr nach der Besetzung Gomas durch die AFC/M23 sind Tausende Einwohner vor dem Krieg geflohen und leben fernab ihrer Heimat, verstreut in anderen kongolesischen Städten oder im Ausland. In Beni, der provisorischen Hauptstadt von Nord-Kivu, versuchen Vertriebene trotz der Trennung von ihren Familien, prekärer Lebensbedingungen und anhaltender Ungewissheit, sich ein neues Leben aufzubauen.</p>
<p>Eine Frau, die bei einer Gastfamilie in Beni untergekommen ist, beklagt die Trennung von ihren Kindern und ihrem Mann, die in anderen Städten verstreut sind. Sie fleht inständig: „Die Waffen müssen endlich schweigen. Wir müssen unsere Kinder, unsere Männer, unsere Häuser und die Wege wiederfinden, die wir halb verlassen mussten. Wir sind Menschen.“</p>
<p>Ein anderer Vertriebener, erschöpft vom Warten und den endlosen Verhandlungen, appelliert an die Behörden: „Ihre Diskussionen dauern schon viel zu lange. Je länger es dauert, desto schlimmer wird die prekäre Lage.“ „Sie sollten zuerst den Krieg beenden und schnell Lösungen finden, damit wir uns ein neues Leben aufbauen können.“</p>
<h3>Ein täglicher Kampf</h3>
<p>Für Binnenvertriebene in Beni flammt jeden Tag der Schmerz ihrer Flucht und die Hoffnung auf die Rückkehr in ihre Heimat auf. Frieden bleibt in weiter Ferne, sagen sie, und ihr vorübergehendes Refugium ist zu einem prekären Ort des Überlebens geworden.</p>
<p><em>(Quelle: www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2><strong>AFC/M23-Krieg: Schiffsverkehr auf dem See zwischen Kalemie und Uvira nach mehrwöchiger Unterbrechung wieder aufgenommen</strong></h2>
<p>Der Verkehr auf dem Tanganjikasee zwischen den Städten Kalemie und Uvira, der mehrere Wochen lang unterbrochen war, wurde am Dienstag, den 27. Januar 2026, offiziell wieder aufgenommen. Dies gab der Gouverneur von Tanganjika, Christian Kitungwa Muteba, in einer offiziellen Erklärung bekannt.</p>
<p>Die Unterbrechung war eine Folge der sich verschlechternden Sicherheitslage in Uvira, der zweitgrößten Stadt in Süd-Kivu, die mehrere Wochen lang unter der Bedrohung und Kontrolle der AFC/M23-Rebellion stand. Diese Situation stellte ein erhebliches Sicherheitsrisiko für die benachbarte Provinz Tanganjika dar, die anfällig für mögliche Infiltrationen über den See war.</p>
<p>Vor diesem Hintergrund hatten die Provinzbehörden den gesamten Verkehr auf dem Tanganjikasee, einschließlich Migration und Handel, strengstens untersagt.</p>
<h3>Schrittweise Wiederherstellung der staatlichen Autorität</h3>
<p>Angesichts der positiven Entwicklung der Sicherheitslage, des Rückzugs der Rebellen aus Uvira und im Rahmen der Bemühungen der Zentralregierung um die schrittweise Wiederherstellung der staatlichen Autorität hat die Provinzregierung von Tanganjika die Aufhebung dieser restriktiven Maßnahme angekündigt.</p>
<p>„Im Zuge der von der Regierung der Demokratischen Republik Kongo angeordneten schrittweisen Wiederherstellung der staatlichen Autorität und der Wiederaufnahme aller Wirtschaftstätigkeiten und Migrationsbewegungen, einschließlich des grenzüberschreitenden Verkehrs, die aus Sicherheitsgründen mehrere Monate lang ausgesetzt waren, wird der Schiffsverkehr auf dem See zwischen den Städten Uvira und Kalemie ab dem 27. Januar 2026 wieder aufgenommen“, heißt es in der von Christian Kitungwa Muteba unterzeichneten Erklärung.</p>
<h3>Erleichterung bei Wirtschaftsakteuren</h3>
<p>Diese Wiederaufnahme wird von Wirtschaftsakteuren, Reisenden und den Anwohnern des Tanganjikasees mit Erleichterung begrüßt. Für sie ist diese Wasserstraße eine lebenswichtige Verbindung für Handel, sozialen Austausch und humanitäre Hilfe zwischen dem Osten und Südosten der Demokratischen Republik Kongo.</p>
<p><em>(Quelle: actualite.cd)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Frieden in der Ost-DR Kongo: Denis Mukweges Lager schlägt drei Säulen zur Wiederherstellung der nationalen Integrität vor</strong></h2>
<p>Ein Jahr nach dem Fall von Goma an die M23-Ruanda-Koalition melden sich Vertraute des Friedensnobelpreisträgers Denis Mukwege zu Wort. Für sie sind die jüngsten diplomatischen Bemühungen in Doha und Washington lediglich „oberflächliche Lösungen“. Sie plädieren für einen radikal anderen Ansatz, der auf drei Säulen beruht.</p>
<p>In einem Interview mit Radio Okapi am Montag, den 26. Januar, erklärte Marius Mubalama, einer von Dr. Mukweges Sprechern, dass die aktuelle Diplomatie die eigentlichen Ursachen des Problems nicht angeht. Er plädiert für einen Bruch mit traditionellen Verhandlungsmethoden zugunsten eines entschiedeneren internationalen und nationalen Vorgehens.</p>
<h3>Erste Säule: Umsetzung der Resolution 2773</h3>
<p>Die erste Säule dieses Vorschlags basiert auf der vollständigen Umsetzung der Resolution 2773 des UN-Sicherheitsrates, die 2025 verabschiedet wurde. Für Mukweges Lager bietet dieser Text den notwendigen Rahmen, um die Aggressoren zu sanktionieren und den sofortigen Abzug der ausländischen Truppen zu fordern.</p>
<p>„Die jüngsten internationalen Abkommen in Doha oder Washington können nicht die Lösung sein. Die wahre Lösung liegt in der Achtung der bereits verabschiedeten internationalen Texte“, betont Marius Mubalama.</p>
<h3>Zweite Säule: Internationale Konferenz</h3>
<p>Der zweite Punkt schlägt die Abhaltung einer internationalen Konferenz zu Frieden und Sicherheit in der Region der Großen Seen vor. Laut Sprechern von Denis Mukwege soll diese Konferenz eine klare Festlegung der Verantwortlichkeiten der einzelnen regionalen Akteure ermöglichen, die Plünderung der natürlichen Ressourcen, die den Konflikt anheizt, beenden und die Stabilität der aus der Kolonialzeit stammenden Grenzen gewährleisten.</p>
<h3>Dritte Säule: Nationaler Dialog</h3>
<p>Abschließend betont Marius Mubalama die Notwendigkeit eines nationalen Dialogs. Im Gegensatz zu Machtteilungsvereinbarungen wird dieser Dialog hier als unerlässlich für die Wiederherstellung des inneren Zusammenhalts und die Entwicklung einer gemeinsamen Verteidigungsstrategie dargestellt.</p>
<p>Für diejenigen, die dem Nobelpreisträger nahestehen, wird nur diese Kombination von Maßnahmen – Druck der Vereinten Nationen, transparente regionale Diplomatie und nationale Einheit – es ermöglichen, die territoriale Integrität der Demokratischen Republik Kongo wiederherzustellen und das Leid der Bevölkerung im Osten zu beenden.</p>
<p><em>(Quelle: www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Ost-DR Kongo: Knapp ein Jahr nach Verabschiedung der Resolution 2773 fordert Kinshasa die UN auf, ihre Verantwortung „vollständig“ wahrzunehmen</strong></h2>
<p>Die Demokratische Republik Kongo nahm am Montag, den 26. Januar 2026, durch ihre Vertretung in New York an der 10096. Sitzung des Sicherheitsrats der Vereinten Nationen teil. Diese Sitzung war der Förderung und Stärkung der Rechtsstaatlichkeit im Kontext internationaler Friedens- und Sicherheitsoperationen gewidmet.</p>
<p>Das Treffen fand statt, während der Osten der DR Kongo trotz des Engagements der Vereinten Nationen und der internationalen Gemeinschaft weiterhin von den Aktivitäten bewaffneter Gruppen und der von Ruanda unterstützten AFC/M23-Rebellion heimgesucht wird.</p>
<h3>Kritik an Verstößen gegen die UN-Charta</h3>
<p>Die stellvertretende Ständige Vertreterin der DR Kongo bei den Vereinten Nationen, Botschafterin Jocelyne Kabengele Lukundula, lenkte die Aufmerksamkeit der Vereinten Nationen auf die Notwendigkeit, dass die Organisation ihrer Rolle bei der Wahrung der internationalen Rechtsstaatlichkeit vollumfänglich nachkommt.</p>
<p>Laut Lukundula beeinträchtigen wiederholte Verstöße gegen die Charta der Vereinten Nationen, insbesondere im Fall der von ihrem Nachbarn Ruanda im Rahmen der AFC/M23-Rebellion angegriffenen DR Kongo, den Multilateralismus, schüren eine Vertrauenskrise in internationale Institutionen und schwächen das Vertrauen zwischen den Staaten.</p>
<p>„Als von bewaffneten Konflikten betroffenes Land setzt sich die Demokratische Republik Kongo weiterhin mit Nachdruck für die Förderung von Frieden und internationaler Sicherheit auf der Grundlage der Achtung des Völkerrechts ein. Achtzig Jahre nach Verabschiedung der Charta ist der Sicherheitsrat aufgerufen, die erzielten Fortschritte, aber auch die anhaltenden Herausforderungen für die Achtung der Rechtsstaatlichkeit zwischen den Nationen zu reflektieren. Die fortschreitende Aushöhlung dieser normativen Grundlage schwächt den Multilateralismus und schürt eine Vertrauenskrise in internationale Institutionen“, erklärte Botschafterin Jocelyne Kabengele Lukundula.</p>
<h3>Grundpfeiler des multilateralen Systems</h3>
<p>In ihrer Rede bekräftigte sie, dass die Geltung des Völkerrechts der Grundpfeiler des multilateralen Systems sei und auf der Achtung der UN-Charta, der Einhaltung internationaler Verpflichtungen in gutem Glauben und der Stärkung der drei Säulen der Organisation – internationaler Frieden und Sicherheit, Menschenrechte und Entwicklung – beruhe.</p>
<p>„Die in der Charta verankerten Grundsätze, insbesondere die Achtung der Souveränität, der territorialen Integrität und des Gewaltverbots, werden in vielen Regionen der Welt weiterhin schwer auf die Probe gestellt. Diese wiederkehrenden Verstöße untergraben die Glaubwürdigkeit der internationalen Rechtsordnung und schwächen das Vertrauen zwischen den Staaten. In diesem Zusammenhang verdeutlicht die anhaltende Sicherheitslage im Osten der Demokratischen Republik Kongo die Herausforderungen, vor denen das multilaterale System steht, wenn die Grundprinzipien der Charta nicht uneingeschränkt geachtet werden“, betonte sie.</p>
<h3>Effektive Umsetzung der Resolutionen gefordert</h3>
<p>Für die Demokratische Republik Kongo bleiben die Ergebnisse vor Ort auch 80 Jahre später hinter den Erwartungen zurück. Dies unterstreicht die Bedeutung einer effektiven Umsetzung der Resolutionen des Sicherheitsrates, insbesondere jener, die die strikte Achtung der territorialen Integrität fordern.</p>
<p>„Trotz des Engagements meines Landes für regionale Mechanismen zur friedlichen Beilegung von Streitigkeiten unter der Schirmherrschaft der Afrikanischen Union und gemäß Kapitel 8 der Charta bleiben die Ergebnisse vor Ort hinter den Erwartungen zurück. Diese Realität unterstreicht die Bedeutung einer effektiven Umsetzung der Resolutionen des Sicherheitsrates, insbesondere jener, die die strikte Achtung der territorialen Integrität und die Beendigung jeglicher nicht einvernehmlicher ausländischer Militärpräsenz fordern. Der Multilateralismus befindet sich derzeit in einer Phase der Schwächung, die durch das Wiederaufflammen bewaffneter Konflikte, den Aufstieg des Unilateralismus und die Auswirkungen globaler Krisen gekennzeichnet ist“, erklärte der kongolesische Diplomat.</p>
<h3>Resolution 2773: Ein Jahr später</h3>
<p>Im Februar 2025 verabschiedete der Sicherheitsrat einstimmig eine Resolution, die die Offensive der M23 in der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und ihre Vorstöße in den Provinzen Nord-Kivu und Süd-Kivu mit Unterstützung der ruandischen Streitkräfte „scharf verurteilt“.</p>
<p>Der von Frankreich, dem Federführenden in der Kongofrage, eingebrachte Text fordert die Einstellung der Kampfhandlungen, ruft alle Parteien zum Abschluss eines Waffenstillstands auf und verlangt den sofortigen Rückzug der M23 und ihrer ruandischen Verbündeten.</p>
<p>Mit der Resolution 2773 (2025) beschloss der Rat, dass sich die M23 aus Goma, Bukavu und allen von ihr kontrollierten Gebieten zurückziehen und die illegitimen Parallelverwaltungen auf dem Gebiet der DRK vollständig auflösen muss. Er fordert die ruandischen Streitkräfte außerdem auf, die Unterstützung der M23 einzustellen und sich ohne Vorbedingungen unverzüglich vom Gebiet der DR Kongo zurückzuziehen.</p>
<h3>Lage vor Ort verschlechtert sich weiter</h3>
<p>Fast ein Jahr später ist die Lage vor Ort genauso schlecht oder sogar noch schlimmer als nach der Verabschiedung der Resolution 2773 durch den UN-Sicherheitsrat. Die Sicherheitslage hat sich weiter verschlechtert, und eine Deeskalation ist trotz der Fortschritte in den von Washington geführten diplomatischen Prozessen zwischen Kinshasa und Kigali sowie im Doha-Prozess, der die Spannungen zwischen Kinshasa und der AFC/M23-Rebellion behandelt, noch immer nicht in Sicht.</p>
<p>Die verschiedenen Parteien beschuldigen sich weiterhin gegenseitig in Pressemitteilungen, die in den laufenden diplomatischen Prozessen eingegangenen Verpflichtungen nicht eingehalten zu haben.</p>
<p><em>(Quelle: actualite.cd)</em></p>
<hr />
<h2><strong>MONUSCO repatriiert 15 ehemalige FDLR-Kämpfer aus Ruanda in ihr Herkunftsland</strong></h2>
<p>MONUSCO hat am Dienstag, den 27. Januar 2026, über ihre Abteilung für Entwaffnung, Demobilisierung, Reintegration und Stabilisierung (DDRS) 34 ruandische Staatsbürger repatriiert, darunter 15 ehemalige Kämpfer der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) und 19 ihrer Familienangehörigen. Dies ist die dritte Welle freiwilliger Rückkehrer seit Jahresbeginn, womit sich die Gesamtzahl seit Januar 2026 auf 60 Personen (33 ehemalige Kämpfer und 27 Angehörige) erhöht.</p>
<p>Die Rückkehrer überquerten den Grenzübergang Great Barrier zwischen Goma (DR Kongo) und Gisenyi (Ruanda) und wurden anschließend von den ruandischen Behörden zur sozialen Wiedereingliederung betreut.</p>
<h3>Anstieg freiwilliger Kapitulationen</h3>
<p>MONUSCO berichtet, in den letzten Monaten einen Anstieg freiwilliger Kapitulationen ruandischer Hutu beobachtet zu haben, die der FDLR angehörten und sich in der Umgebung von Goma in Nord-Kivu ergeben haben. Seit dem letzten Jahr wurden unter der Schirmherrschaft der DDRS-Abteilung fast 300 Personen gesichert und in ihre Heimatländer zurückgeführt.</p>
<p>Dieser Prozess ist Teil des Washingtoner Friedensabkommens, das im Juli 2025 zwischen der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda unterzeichnet wurde und die Neutralisierung der FDLR durch Aufklärungskampagnen und gezielte Operationen zur Priorität erklärt.</p>
<h3>Laufende Maßnahmen</h3>
<p>Trotz anhaltender Spannungen und Gefechte zwischen der AFC/M23 und Wazalendo in Masisi, Rutshuru und Walikale, wo FDLR-Kämpfer weiterhin aktiv sind, hat MONUSCO nach eigenen Angaben ihre unbewaffnete Mobilisierung verstärkt.</p>
<p>Zur Unterstützung der kongolesischen Regierung hat die UN-Mission vor einer Woche in Munigi bei Goma einen Radiosender in Betrieb genommen, um Kämpfer und ihre Familien zur Kapitulation aufzurufen.</p>
<p><em>(Quelle: www.radiookapi.net)</em></p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/27-01-2026">27.01.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>23.01.2026</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/23-01-2026-2</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 23 Jan 2026 21:48:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kongo-kinshasa.de/?p=6337</guid>

					<description><![CDATA[<p>DR Kongo: Ein „Deepfake“ von Donald Trump, der Félix Tshisekedi kritisiert, weckt Zweifel Mittels künstlicher Intelligenz erstellte Fälschung in sozialen Medien verbreitet 48 Stunden nach Donald Trumps erwarteter Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos kursiert in den sozialen Medien ein Video, in dem der US-Präsident seinen kongolesischen Amtskollegen Félix Tshisekedi kritisiert. Es handelt sich dabei um &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/23-01-2026-2" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„23.01.2026“ </span>weiterlesen</a></p>
<p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/23-01-2026-2">23.01.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>DR Kongo: Ein „Deepfake“ von Donald Trump, der Félix Tshisekedi kritisiert, weckt Zweifel</strong></h2>
<p><em>Mittels künstlicher Intelligenz erstellte Fälschung in sozialen Medien verbreitet</em></p>
<p>48 Stunden nach Donald Trumps erwarteter Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos kursiert in den sozialen Medien ein Video, in dem der US-Präsident seinen kongolesischen Amtskollegen Félix Tshisekedi kritisiert. Es handelt sich dabei um einen weiteren Deepfake, der mithilfe künstlicher Intelligenz erstellt wurde und die Regierung in Kinshasa kritisieren soll.<span id="more-6337"></span></p>
<p>Ein Zuhörer schlug Alarm. Laut einem irreführenden Video, das in den vergangenen Stunden in den sozialen Medien kursierte, sprach Donald Trump angeblich während seiner Rede in Davos am Mittwoch, den 21. Januar, ausführlich über die politische und soziale Lage in der Demokratischen Republik Kongo.</p>
<p>Fast zwei Minuten lang ist er fälschlicherweise zu hören, wie er die Regierung von Félix Tshisekedi kritisiert und zur Mobilisierung der Bürger in der DR Kongo aufruft.</p>
<p>Nach Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich bei diesem Video um einen Deepfake handelt, eine hochkomplexe, von künstlicher Intelligenz erstellte Fälschung. Der amerikanische Präsident hat die ihm zugeschriebenen Worte nie geäußert.</p>
<p>Dank einer umgekehrten Bildersuche und der eingeblendeten Texte konnten wir das Originalvideo finden. Es wurde am 21. Januar 2026 vom französischen Medienunternehmen BFM TV auf dessen YouTube-Kanal veröffentlicht.</p>
<p>Donald Trump erwähnt Félix Tshisekedi in keinem der Videos. Das Transkript von Donald Trumps Rede auf der Website des Weltwirtschaftsforums in Davos bestätigt dies. Die Demokratische Republik Kongo wurde in seiner Rede nicht erwähnt.</p>
<p><strong>Eine Reihe von Deepfakes</strong></p>
<p>Dies ist nicht das erste Mal, dass in der Demokratischen Republik Kongo ein Deepfake einer westlichen politischen Persönlichkeit kursiert, in dem Félix Tshisekedi kritisiert wird.</p>
<p>Ähnliche Aussagen wurden bereits Marine Le Pen, der Vorsitzenden des Rassemblement National, und Éric Zemmour, dem Präsidenten der französischen Partei Reconquête, zugeschrieben.</p>
<p>Diese Falschinformationen werden zunächst von einem TikTok-Account verbreitet, der für die Verwendung von Deepfakes zur Verbreitung von Desinformationen über die politische Lage in der Demokratischen Republik Kongo bekannt ist.</p>
<p>Diese irreführenden Videos werden anschließend auf anderen Social-Media-Plattformen und über WhatsApp geteilt. Die stark manipulierten Bilder erzielen regelmäßig Millionen von Aufrufen.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Östliches Kongo: Ruanda erklärt eindeutig, dass es mit den AFC/M23-Rebellen „im Bereich der Sicherheitskoordination“ zusammenarbeitet</strong></h2>
<p><em>Botschafterin präzisiert Gründe vor US-Kongress</em></p>
<p>Die ruandische Regierung hat erstmals offiziell ihre Zusammenarbeit mit der Rebellengruppe AFC/M23 im Osten der Demokratischen Republik Kongo eingeräumt. Kigali erklärt, diese Kooperation sei eine Verteidigungsmaßnahme zum Schutz der Tutsi-Bevölkerung und zur Verhinderung eines Wiederaufflammens genozidaler Gewalt.</p>
<p>In einer Erklärung vor dem US-Kongress vom 22. Januar präzisierte Mathilde Mukantabana, Ruandas Botschafterin in den Vereinigten Staaten, dass diese Zusammenarbeit es der AFC/M23 auch ermöglicht habe, sich einseitig aus der Stadt Uvira zurückzuziehen und damit ihr Engagement für eine Deeskalation zu demonstrieren.</p>
<p>„Nach dieser Eskalation hat die AFC/M23, um zu zeigen, dass sie nicht für die Gewalt verantwortlich war, und mit der ausdrücklichen Unterstützung meiner Regierung kürzlich einen einseitigen Rückzug aus der Stadt Uvira unternommen und damit ihr Engagement für eine Deeskalation unter Beweis gestellt.“</p>
<p>Die Botschafterin erläuterte anschließend die Gründe und den Rahmen dieser Zusammenarbeit: „Deswegen koordiniert Ruanda seine Sicherheitsmaßnahmen mit der AFC/M23. Ich stelle dies klar, um durch Transparenz Vertrauen zu schaffen. Die AFC/M23 ist eine unabhängige kongolesische Gruppe mit legitimen Beschwerden gegen Kinshasa. Ruanda und die AFC/M23 haben zwar ein gemeinsames Interesse am Schutz der Tutsi in der Demokratischen Republik Kongo vor der FDLR und anderen extremistischen Milizen, doch das Interesse meines Landes geht darüber hinaus: die Verhinderung eines neuen grenzüberschreitenden, völkermörderischen Aufstands, der die Existenz Ruandas selbst bedrohen könnte.“</p>
<p>Kigali betont, dass diese Koordination rein defensiver, bedingter und zeitlich begrenzter Natur sei und an die Entwaffnung und Neutralisierung der FDLR geknüpft sei. Ruanda versuche nicht, Einfluss auf die innenpolitischen Entscheidungen der Demokratischen Republik Kongo zu nehmen.</p>
<p>Das Dokument erinnert auch an den historischen Kontext der regionalen Unsicherheit im Zusammenhang mit dem ehemaligen Abacengezi-Aufstand und der FDLR, die seit 1994 für Massaker in der Region verantwortlich ist.</p>
<p>Es heißt weiter: „Die Erinnerungen der Überlebenden des Völkermords, die Gräber von einer Million Opfern und die dokumentierte Geschichte des Abacengezi-Aufstands verpflichten uns, unsere Verteidigungsfähigkeit aufrechtzuerhalten, bis glaubwürdige Sicherheitsgarantien geschaffen sind und die Bedrohung endgültig beseitigt ist.“</p>
<p>Ruanda bekräftigt, dass seine Zusammenarbeit mit der AFC/M23 schrittweise eingestellt wird, sobald die Sicherheitsbedingungen gewährleistet sind und die FDLR gemäß den Washingtoner Abkommen neutralisiert ist.</p>
<p><em>(actualite.cd)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Die Lage im Osten der Demokratischen Republik Kongo erreicht das US-Repräsentantenhaus</strong></h2>
<p><em>Auswärtiger Ausschuss widmet Sondersitzung der Situation</em></p>
<p>Im US-Repräsentantenhaus widmete der Auswärtige Ausschuss am Donnerstag, den 22. Januar, der Situation im Osten der Demokratischen Republik Kongo eine Sondersitzung.</p>
<p>Am 4. Dezember unterzeichneten der kongolesische Präsident Félix Tshisekedi und der ruandische Präsident Paul Kagame unter der Schirmherrschaft von Donald Trump in Washington, D.C., ein Friedensabkommen. Dieses als „historisch“ bezeichnete Abkommen hat die gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen der kongolesischen Armee und Kämpfern der AFC/M23 im Osten des Landes nicht beendet.</p>
<p>In diesem Kontext sagte die US-Staatssekretärin für Afrikaangelegenheiten, Sarah Troutman, vor dem Auswärtigen Ausschuss des Repräsentantenhauses aus.</p>
<p>Die Sitzung wurde vom republikanischen Abgeordneten Chris Smith eröffnet, der diejenigen verurteilte, die „dieses Abkommen untergraben und die Vereinigten Staaten in Verlegenheit bringen wollen“, und dabei mit der Faust auf den Tisch schlug. „Haltet euer Wort!“, appellierte er an die Kriegsparteien.</p>
<p>„Die Erklärungen von Präsident [Donald] Trump, er habe den Konflikt beendet, spiegeln nicht die Realität vor Ort wider“, bemerkte die demokratische Abgeordnete Sara Jacobs aus Kalifornien.</p>
<p>Sie äußerte ihre Besorgnis darüber, dass die Zivilgesellschaft von den Friedensabkommen ausgeschlossen werde. Die Demokratin ist außerdem besorgt über Berichte über Vergeltungsmaßnahmen der Wazalendo-Milizen, Verbündete der kongolesischen Regierung, gegen die Banyamulengue-Gemeinschaft, sowie über die Folgen der US-Kürzungen des Budgets für humanitäre Hilfe.</p>
<p>„Die Demokratische Republik Kongo kooperiert weiterhin mit der FDLR, und Ruanda unterstützt weiterhin die M23“, beklagt sie. „Welche Sanktionen werden Sie verhängen, um Kigali zur Einhaltung der Abkommen zu zwingen?“, fragt sie.</p>
<p>„Wir erörtern dies auf höchster Ebene; alle Optionen liegen auf dem Tisch“, antwortet die stellvertretende US-Außenministerin für Afrikaangelegenheiten, Sarah Troutman, ohne konkrete Maßnahmen oder einen Zeitplan zu nennen. Sie fügt jedoch hinzu, dass der Rückzug der M23 aus Uvira nicht ausreiche.</p>
<p>Auf die Frage nach Chinas Rolle in dem Konflikt, dem Senatoren vorwerfen, die Situation auszunutzen, um die Ressourcen des östlichen Kongo auszubeuten, antwortete die stellvertretende US-Außenministerin für afrikanische Angelegenheiten, Sarah Troutman: „Unsere Maßnahmen in der Demokratischen Republik Kongo zielen darauf ab, unsere Lieferkette zu sichern und unsere Abhängigkeit von unseren Konkurrenten, insbesondere von China, zu verringern.“</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos reist Félix Tshisekedi zu Gesprächen mit Emmanuel Macron nach Paris</strong></h2>
<p><em>Bilaterale Fragen und Lage in der Region der Großen Seen im Mittelpunkt</em></p>
<p>Der Präsident der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo), Félix Tshisekedi, kehrt nach einem privaten Zwischenstopp in Brüssel am Freitag, den 23. Januar, von Davos nach Paris zurück, wie RFI berichtet.</p>
<p>Es handelt sich um einen Kurzbesuch, der unter anderem durch ein Mittagessen mit seinem französischen Amtskollegen Emmanuel Macron geprägt ist. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen voraussichtlich bilaterale Fragen sowie die Lage in der Region der Großen Seen, die von anhaltenden Spannungen geprägt ist.</p>
<p>Nach dem Weltwirtschaftsforum in Davos am Mittwoch, den 21. Januar, und einem kurzen privaten Aufenthalt in Brüssel isst Félix Tshisekedi heute in Paris mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu Mittag.</p>
<p>Die Demokratische Republik Kongo ist das afrikanische Land, mit dem Frankreich im vergangenen Jahr die bedeutendsten Zusagen gemacht hat.</p>
<p><strong>Zwei von Paris eingebrachte Resolutionen</strong></p>
<p>Frankreich brachte etwa die beiden Resolutionen des UN-Sicherheitsrats zur Lage in der Demokratischen Republik Kongo ein. Paris übernahm die Federführung, d. h., es war für die Ausarbeitung der Texte, die Verhandlungen mit den anderen Ratsmitgliedern und die Vorlage zur Abstimmung verantwortlich.</p>
<p>Die Verhandlungen über diese beiden Resolutionen gestalteten sich besonders schwierig: die erste aufgrund des Widerstands anderer afrikanischer Länder und der damit verbundenen Verantwortung, die zweite, weil sie das MONUSCO-Mandat im Kontext der geopolitischen Rivalitäten zwischen den Vereinigten Staaten und China in der Region der Großen Seen betrifft.</p>
<p><strong>Insgesamt wurden bereits 850 Millionen Euro ausgezahlt</strong></p>
<p>Die Gespräche zwischen Félix Tshisekedi und Emmanuel Macron werden voraussichtlich auch die Pariser Konferenz vom 30. Oktober 2025 für Frieden und Wohlstand in der Region der Großen Seen erneut aufgreifen.</p>
<p>Von den 1,5 Milliarden Euro, die auf dieser Konferenz von 70 Staaten und internationalen Organisationen zugesagt wurden, sind laut Paris bereits alle humanitären Soforthilfen in Höhe von 850 Millionen Euro ausgezahlt worden.</p>
<p>Auch der Aufruf zum innerkongolesischen Dialog wird erörtert werden. Die Position von Paris ist bekannt: Um dauerhaften Frieden zu erreichen, fordert Frankreich – im Einklang mit den Konsultationen der kongolesischen Kirchen – einen nationalen Dialog in der Demokratischen Republik Kongo.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2><strong>DR Kongo: Verhaftungsserie im Umfeld des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila im vergangenen Monat</strong></h2>
<p><em>Aubin Minaku wird vom Nationalen Cyberverteidigungsrat festgehalten</em></p>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) gibt es sechs Tage nach seiner Verhaftung Neuigkeiten zu Aubin Minaku.</p>
<p>Laut seinen Vertrauten befindet sich der Vizepräsident von Joseph Kabilas PPRD-Partei und ehemalige Präsident der Nationalversammlung derzeit in der Obhut des Nationalen Cyberverteidigungsrates, eines dem kongolesischen Präsidenten unterstellten Geheimdienstes. Seine Anwälte haben jedoch weiterhin keinen Zugang zu ihm.</p>
<p>Diese Verhaftung ist Teil einer Reihe von Festnahmen, die sich im vergangenen Monat gegen führende Mitglieder von Joseph Kabilas Partei und mehrere seiner engen Vertrauten richteten.</p>
<p>Aubin Minaku wird laut seiner Familie in einer Villa festgehalten, die vom Nationalen Cyberverteidigungsrat kontrolliert wird. Seine Frau konnte ihn unseren Quellen zufolge am Dienstag, den 20. Januar, zum ersten Mal sehen.</p>
<p>Die genauen Gründe für seine Inhaftierung wurden ihm jedoch laut mehreren übereinstimmenden Quellen noch nicht mitgeteilt.</p>
<p>Innerhalb der PPRD vermuten einige Quellen zudem, dass die Verhaftung mit der für den 16. Januar geplanten Mobilisierung, dem Jahrestag des Attentats auf Laurent-Désiré Kabila, den Vater von Joseph Kabila, in Verbindung stehen könnte.</p>
<p>Anders sieht es für Emmanuel Ramazani Shadary aus. Auch er befindet sich laut seiner Familie in Haft und wird vom selben Sicherheitsdienst festgehalten. Seit etwas mehr als einem Monat ist ihm die Freiheit entzogen.</p>
<p>Trotz aller Bemühungen durften weder seine Frau noch seine Anwälte ihn besuchen. Seine Frau gibt an, sich schriftlich an den Nationalen Cyber-Verteidigungsrat (CNC) gewandt zu haben, bisher jedoch keine Antwort erhalten zu haben. Sie bringt ihrem Mann aber weiterhin täglich Lebensmittel zum CNC-Hauptquartier.</p>
<p>Zwei weitere Mitglieder der PPRD befinden sich seit Dezember ebenfalls in Haft: Dunia Kilanga Nyembo Christian, der nationale Sekretär und Mobilisator der Partei, und Parole Kamizelo, der Kommunikationsbeauftragte der PPRD.</p>
<p>Schließlich hat sich Seth Kikuni, ein Mitglied der Bewegung „Rettet die DR Kongo“, die in Nairobi um Joseph Kabila gegründet wurde, für das Exil entschieden. Seine Partei erklärt, er habe die Demokratische Republik Kongo aus Angst um seine Sicherheit verlassen.</p>
<p><em>(www.rfi.fr)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Sessanga und Fayulu verurteilen die Verhaftung von Aubin Minaku</strong></h2>
<p><em>Oppositionspolitiker beklagen Verletzung der individuellen Freiheit und Sicherheit</em></p>
<p>Nicht nur seine Kollegen in der PPRD und der FCC sind besorgt über die nächtliche Verhaftung des ehemaligen Präsidenten der Nationalversammlung, Aubin Minaku, am vergangenen Sonntag in seinem Haus in Kinshasa.</p>
<p>Oppositionspolitiker Delly Sessanga, der gegen das Kabila-Regime kämpfte, dem Minaku angehörte, verurteilte die leichtfertige Verhaftung des Vizepräsidenten der Partei für Wiederaufbau und Demokratie (PPRD). Er bezeichnete sie als Verletzung der individuellen Freiheit und Sicherheit.</p>
<p>„In einem Rechtsstaat ist die Achtung der Verfassung keine Option! Freiheit, individuelle Sicherheit und das Recht, sich nach gesetzlich festgelegten Verfahren vor einen Richter zu stellen, sind verfassungsmäßige Garantien. Die Entführung von Aubin Minaku, dem ehemaligen Präsidenten der Nationalversammlung, verletzt diese eklatant“, beklagte der ehemalige Abgeordnete.</p>
<p>Der Präsident von ENVOL verurteilt den rechtswidrigen Freiheitsentzug, der seiner Ansicht nach die Verfassung zu einer bloßen „Dekoration“ degradiert.</p>
<p>Eine weitere Stimme, einst Gegner des vorherigen Regimes, beklagte die anhaltenden Menschenrechtsverletzungen und die Verletzung der Grundfreiheiten in der Demokratischen Republik Kongo.</p>
<p>Oppositionsführer Martin Fayulu, der sich ebenfalls am Mittwoch äußerte, forderte eine Überprüfung der Verfassung, die all diese im Rechtsstaat verankerten Rechte garantiert.</p>
<p>„Verhaftung von Aubin Minaku, dem ehemaligen Präsidenten der Nationalversammlung. Wie lange werden Menschenrechte und Grundfreiheiten noch mit Füßen getreten? Die Verfassung ist eindeutig. Lesen Sie die Absätze 1 und 2 von Artikel 17 sowie den gesamten Artikel 18 der Verfassung der Demokratischen Republik Kongo noch einmal“, schrieb er auf X.</p>
<p>Laut mehreren Quellen, darunter Mitglieder seines politischen Umfelds und Augenzeugen, wurde der ehemalige Abgeordnete in seiner Privatresidenz von bewaffneten Männern verhaftet. Die Gründe dafür wurden von den Behörden noch nicht offiziell bekannt gegeben.</p>
<p>Als treuer Verbündeter von Joseph Kabila wurde er kurz nach Mitternacht an einen unbekannten Ort gebracht. Sicherheitskreise, die anonym bleiben wollten, gaben an, dass die Operation ohne offensichtliche Gewalt verlief, obwohl die Residenz von Spezialeinheiten umstellt war.</p>
<p>Da die Aktivitäten der PPRD landesweit seit November letzten Jahres ausgesetzt sind, haben sich die Parteiführer und -mitglieder eindeutig daran gehalten und keinen Druck ausgeübt, um die Freilassung ihrer Genossen zu erwirken, die in Kinshasa massenhaft verhaftet wurden.</p>
<p>Sie fordern lediglich die sofortige Freilassung ihrer unter ähnlichen Umständen verhafteten Kollegen und sind besorgt über das stillschweigende Eingreifen der internationalen Partner der Demokratischen Republik Kongo.</p>
<p><em>(actualite.cd)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Das Gesundheitszentrum Eringeti schlägt Alarm angesichts eines Zustroms vertriebener schwangerer Frauen</strong></h2>
<p><em>140 Geburten monatlich für nur 25 Betten</em></p>
<p>Das Gesundheitszentrum Eringeti im Gebiet von Beni (Nord-Kivu) befindet sich in einer beispiellosen medizinischen Krise. Überfordert vom massiven Zustrom vertriebener Frauen aus besonders gefährdeten Gemeinden, mangelt es der Einrichtung dringend an Betten und Ausrüstung für sichere Geburten.</p>
<p>Das Zentrum liegt in der Gesundheitszone Oicha, 60 km von Beni entfernt, und ist zum Anlaufpunkt für Hunderte vertriebene Frauen aus Eringeti und Dörfern entlang der Achse Eringeti-Luna-Komanda geworden. Seine Kapazitäten werden jedoch bei Weitem nicht durch die Realität vor Ort abgedeckt.</p>
<p><strong>140 Geburten für nur 25 Betten</strong></p>
<p>Die Situation, die Jonas Kakule, der leitende Krankenpfleger des Zentrums, beschreibt, ist alarmierend: Die Einrichtung verzeichnet monatlich zwischen 120 und 140 Geburten, verfügt aber nur über 25 Entbindungsbetten.</p>
<p>„Die 25 Betten reichen nicht aus, und unsere Ausstattung ist begrenzt: Wir haben nur acht Kreißsäcke für 140 Mütter, das ist viel zu wenig“, klagt er.</p>
<p>Diese Überbelegung betrifft auch die Neugeborenenstation, wo das Personal kranke Neugeborene mit den vorhandenen Mitteln versorgen muss. Bei schweren Komplikationen müssen Mütter und ihre Kinder in das mehrere Kilometer entfernte Oicha-Krankenhaus verlegt werden.</p>
<p><strong>Extreme Armut unter den Patientinnen</strong></p>
<p>Neben fehlender Ausrüstung ist das Zentrum mit der Zahlungsunfähigkeit eines Großteils seiner Patientinnen konfrontiert. Darunter befinden sich viele kriegsbedingt vertriebene Frauen sowie Frauen aus der Pygmäen-Gemeinschaft.</p>
<p>Diese Patientinnen können weder Behandlungskosten noch Geburtssets bezahlen, was die finanzielle Stabilität der Einrichtung zusätzlich gefährdet.</p>
<p>Angesichts dieser kritischen Lage bittet der leitende Krankenpfleger dringend um Unterstützung von Regierung und humanitären Partnern.</p>
<p>Der leitende Arzt des Gesundheitsbezirks Oicha versichert, das Ausmaß des Problems erkannt zu haben. Derzeit laufen Bemühungen, gemeinsam mit der Gesundheitsbehörde der Provinz und Partnern der Provinzregierung die Kapazitäten dieses wichtigen Gesundheitszentrums zu stärken.</p>
<p><em>(www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Im Bashu-Häuptlingstum befinden sich etwa 500 vertriebene Haushalte in einer Notlage</strong></h2>
<p><em>Zivilgesellschaft ruft zu Solidarität und humanitärer Hilfe auf</em></p>
<p>Fast 500 vertriebene Familien benötigen in mehreren Dörfern des Bashu-Distrikts im Gebiet Beni (Nord-Kivu) dringend Hilfe. Die lokale Zivilgesellschaft schlug am Donnerstag, den 22. Januar, Alarm und rief zu Solidarität und humanitärer Hilfe auf.</p>
<p>Diese Haushalte, die hauptsächlich aus Frauen und Kindern bestehen, sind seit einer Woche vor wiederholten Angriffen von ADF-Rebellen in bestimmten Ortschaften des Lubero-Gebiets geflohen.</p>
<p>„In verschiedenen Dörfern, darunter Burondo, Kibira, Kyondo Kitumbu, Kisesandondi und die Gegend um Butuhe, ist es zu einem Zustrom von Binnenvertriebenen der Mwenye-Gruppierung im Bashu-Distrikt im Gebiet von Lubero gekommen. Die Mwenye-Gruppierung ist derzeit nach Massakern der ADF Nalu Opfer von Gräueltaten“, erklärte Mohombi Kahongya, Präsident der Bashu-Zivilgesellschaft.</p>
<p>Binnenvertriebene werden von einheimischen Familien aufgenommen. Laut seinen Angaben wurden bisher fast 500 Haushalte registriert.</p>
<p>Mohombi Kahongya appellierte zudem an die Bevölkerung, Solidarität zu zeigen und dringend humanitäre Hilfe zu leisten:</p>
<p>„Wir bitten die Bevölkerung, unsere Brüder und Schwestern gastfreundlich aufzunehmen und alle, die bei Gastfamilien untergebracht sind, bei ihren lokalen Häuptlingen zu melden. Wir rufen außerdem alle Menschen guten Willens, humanitäre Organisationen und die Behörden dazu auf, ihnen die notwendige Unterstützung zukommen zu lassen, da diese Vertriebenen ihre Heimatorte verlassen mussten, ohne etwas mitnehmen zu können.“</p>
<p><em>(www.radiookapi.net)</em></p>
<hr />
<h2><strong>Rund einhundert gefährdete Kinder wurden in Kananga mit sozialberuflichen Wiedereingliederungspaketen ausgestattet</strong></h2>
<p><em>UNICEF-finanziertes Programm ermöglicht wirtschaftliche Unabhängigkeit</em></p>
<p>Die Abteilung für Soziales der Provinz Kasaï-Central verteilte am Mittwoch, den 21. Januar, mit finanzieller Unterstützung von UNICEF Arbeitsmaterialien an 122 Kinder aus armen Familien in Kananga.</p>
<p>Diese Materialien markieren den Abschluss ihres Ausbildungsprogramms und den Beginn ihrer wirtschaftlichen Unabhängigkeit. Nach mehrmonatiger intensiver Ausbildung verfügen diese jungen Menschen – Mädchen und Jungen – nun über die notwendige Ausrüstung, um als Schneider, Schreiner oder Mechaniker zu arbeiten.</p>
<p><strong>„Meinen Lebensunterhalt mit meinem Handwerk verdienen“</strong></p>
<p>Die Emotionen waren bei der Übergabezeremonie spürbar. Für die Kinder und Jugendlichen bedeuten diese Sets (Nähmaschinen, Schreiner- und Mechanikerwerkzeuge) weit mehr als nur Arbeitsmittel: Sie sind ein Ticket in die Zukunft.</p>
<p>„Ich kann jetzt zuschneiden und nähen. Ich werde anfangen, Kleidung herzustellen, um genug Geld zu verdienen, um mich selbst zu versorgen“, sagte ein junges Mädchen, das eine Schneiderausbildung absolviert hat.</p>
<p>Dieselbe Entschlossenheit zeigte auch ein junger Mechaniker: „Ich werde meine eigene Werkstatt eröffnen, um Motorräder und Fahrzeuge zu reparieren. Das wird mir helfen, ehrlich Geld zu verdienen.“</p>
<p><strong>Eine Investition, die nicht verschwendet werden darf</strong></p>
<p>Die Provinzministerin für Soziales, Marie-Isabelle Bampende, betonte bei der Zeremonie die Verantwortung der Jugendlichen und ihrer Familien. Sie warnte eindringlich davor, die Ausrüstung zu verkaufen:</p>
<p>Verantwortungsvoller Gebrauch: Die Werkzeuge dürfen ausschließlich zur Ausübung des erlernten Handwerks verwendet werden.</p>
<p>Nachhaltige Investition: Dieses Set ist die Grundlage für eine berufliche Karriere und einen endgültigen Ausweg aus der Armut.</p>
<p>Überwachung: Die Sozialdienste werden die erfolgreiche Integration der neuen Handwerker begleiten.</p>
<p>Diese UNICEF-Initiative ist Teil eines umfassenderen Kinderschutzprogramms in Kasaï-Central, das darauf abzielt, tragfähige Alternativen für Minderjährige zu schaffen, die die Schule abgebrochen haben oder aus extrem armen Verhältnissen stammen.</p>
<p><em>(www.radiookapi.net)</em></p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/23-01-2026-2">23.01.2026</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
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		<title>20.11.2025</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/20-11-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Nov 2025 23:59:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kongo-kinshasa.de/?p=6138</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) plant ihre erste Volkszählung seit 1984. Mit einer geschätzten Bevölkerung von über 100 Millionen Menschen reaktiviert die DRK ein langjähriges Projekt: die zweite allgemeine Volks- und Wohnungszählung. Die letzte Zählung fand 1984 statt, was bedeutet, dass fast 40 Jahre lang keine vollständigen und aktuellen demografischen Daten vorlagen. Diese neue &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/20-11-2025" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„20.11.2025“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><b>Die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) plant ihre erste Volkszählung seit 1984. </b></h2>
<p>Mit einer geschätzten Bevölkerung von über 100 Millionen Menschen reaktiviert die DRK ein langjähriges Projekt: die zweite allgemeine Volks- und Wohnungszählung. Die letzte Zählung fand 1984 statt, was bedeutet, dass fast 40 Jahre lang keine vollständigen und aktuellen demografischen Daten vorlagen. Diese neue Maßnahme soll diese Lücke schließen, und die Regierung möchte den Prozess auf direkte Anweisung des Präsidenten beschleunigen. Zum ersten Mal seit 2013 traf sich die Nationale Volkszählungskommission mit dem Premierminister.<span id="more-6138"></span></p>
<p>Die Behörden der Demokratischen Republik Kongo möchten trotz der komplexen Lage zügig vorankommen. Aktuell liegt ein Fahrplan vor: Er umfasst den Zeitraum von 2025 bis 2027, ein Jahr vor den nächsten Wahlen 2028. Doch es ist noch ein langer Weg. Die Demokratische Republik Kongo benötigt für diese Volkszählung rund 200 Millionen US-Dollar. Die Durchführung wird voraussichtlich zweieinhalb Jahre dauern, sobald die Mittel bereitgestellt sind. In diesem Zusammenhang wurde beschlossen: Die Regierung muss bis Dezember 2025 35 Millionen US-Dollar mobilisieren, um die prioritären Maßnahmen fortsetzen zu können.</p>
<p><b>Schwierige Rahmenbedingungen </b></p>
<p>Premierministerin Judith Suminwa versicherte, dass die Regierung entschlossen sei, die Mittel für die zweite Volkszählung bereitzustellen und auszuzahlen. Sie räumte jedoch die schwierigen Rahmenbedingungen ein: Die Regierung kontrolliere einen Teil der Kivu-Region nicht, Ituri sei weiterhin instabil, und die Opposition fordere einen nationalen Dialog, um in mehreren Fragen einen Konsens zu erzielen. Trotz dieser Umstände wolle die Regierung zügig handeln. So sei beispielsweise heute der von der Premierministerin gesetzte Stichtag für ein Treffen zu den Sicherheitsaspekten der Volkszählung. Judith Suminwa erwarte zudem bis Ende dieser Woche ein Dokument von Staatsminister Guylain Nyembo, zuständig für Planung: den detaillierten Haushaltsplan für dringende Bedarfe im Zeitraum Dezember 2025/Januar 2026. Auch im Haushalt 2026 seien spezifische Mittel für diese Maßnahme vorgesehen. Unterstützung durch die Afrikanische Entwicklungsbank sei sogar geplant (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>) <!--more--></p>
<h2><b>Belgien: Starker Anstieg kongolesischer Asylanträge trotz hoher Ablehnungsquote </b></h2>
<p>Belgien verzeichnet einen starken Anstieg der Asylanträge aus der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo). Von Anfang 2025 bis Oktober haben bereits 2.120 kongolesische Staatsangehörige internationalen Schutz beantragt. Das sind mehr als im gesamten Jahr 2024.</p>
<p>Im Jahr 2021 gab es nur 363 Asylsuchende aus der Demokratischen Republik Kongo. Seitdem ist die Zahl stetig gestiegen und hat sich fast jährlich verdoppelt. Heute ist die Demokratische Republik Kongo das viertwichtigste Herkunftsland für Asylanträge in Belgien, nach Afghanistan, Palästina und Eritrea und vor der Türkei, Syrien und Burundi. Doch Vorsicht: Betrachtet man die Zahl der tatsächlich anerkannten Flüchtlinge, rangiert die Demokratische Republik Kongo bis 2025 nur an zehnter Stelle. Für die Ausländerbehörde ist die Erklärung einfach. Laut Generaldirektor Freddy Roosemont basieren die meisten kongolesischen Anträge auf falschen Angaben. Eine Erklärung, die von der kongolesischen Opposition zurückgewiesen wird. Laut Michael Sakombi, einem Mitglied des politischen Büros der PPRD, ignoriert Belgien die Situation im Kongo. Seine Partei wurde suspendiert. Ihr Vorsitzender Joseph Kabila wurde zum Tode verurteilt. Und, so Sakombi, ziele die Repression auf jede abweichende Meinung ab, wie die Suspendierung zeige, die auch andere, dem ehemaligen Präsidenten nahestehende Oppositionsparteien betreffe. Er verweist auf den Fall des belgisch-kongolesischen Experten Jean-Jacques Wondo, der im September 2024 wegen des gescheiterten Putschversuchs vom 19. Mai zum Tode verurteilt wurde. Wondo verbrachte achteinhalb Monate im Gefängnis, bevor er am 4. Februar 2025 freigelassen wurde. Michael Sakombi erwähnt auch mehrere Generäle, die sich derzeit in Haft befinden. Hinzu kommt eine weitere Tatsache: Trotz einer sehr hohen Ablehnungsquote bleibt Brüssel ein bevorzugtes Ziel für kongolesische Oppositionelle. Etwa zehn von ihnen, die Joseph Kabila nahestehen, leben heute dort. Einige als Asylsuchende, andere im Exil (www.rfi.fr)</p>
<h2><b>Die Bill-Clinton-Foundation prangert die schlechten Haftbedingungen in Makala und Ndolo an </b></h2>
<p><b>Die Bill Clinton Foundation for Peace (BCFP) prangert die katastrophalen Haftbedingungen im Zentralgefängnis Makala und im Gefängnis Ndolo in Kinshasa an. In einem am Mittwoch, den 19. November, veröffentlichten Bericht erklärt der Koordinator der Organisation, Emmanuel Cole, dass er mindestens 11.404 Häftlinge identifiziert habe, während die Gefängnisse nur für 1.500 Personen ausgelegt seien. </b></p>
<p>Er berichtet von Fällen von Unterernährung, Verzögerungen in Gerichtsverfahren und anderen gravierenden Problemen in diesen Haftanstalten. Der zivilgesellschaftliche Aktivist unterbreitet der Regierung mehrere Empfehlungen zur Verbesserung dieser Situation, darunter die Beschleunigung der Bearbeitung von Häftlingsfällen und den Bau neuer Gebäude auf dem Gefängnisgelände. Er beklagt, dass die meisten Gefangenen keinen Zugang zu angemessener medizinischer Versorgung hätten. „Deswegen erliegen viele von ihnen ihren Krankheiten“, bedauert Emmanuel Cole (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
<h2><b>Internationaler Kindertag: Gabrielle Mbungu, Zeugin der Gräueltaten in Goma, glaubt an die Zukunft </b></h2>
<p><b>Am 20. November feiert die Welt den Internationalen Kindertag. In Nord-Kivu erinnert dieser Tag auf schmerzliche Weise an die harte Realität, der Tausende Kinder wie Gabrielle Mbungu ausgesetzt sind: ständige Vertreibung, fehlende Bildung und weitverbreitete Gewalt.</b></p>
<p>Gabrielle Mbungu ist ein junges Mädchen, das mit ihren Eltern in der Stadt Goma lebt, die seit fast zehn Monaten von AFC/M23-Rebellen besetzt ist. Sie wurde Zeugin der heftigen Kämpfe zwischen den Streitkräften der Demokratischen Republik Kongo (FARDC) und den Rebellen während der Einnahme der Stadt im vergangenen Januar. Trotz ihres jungen Alters hörte Gabrielle, wie Tausende andere Kinder in dieser Vulkanstadt, die Explosionen von Bomben und schweren Waffen, als ihre Stadt in ein Schlachtfeld verwandelt wurde. Sie wurde Zeugin entsetzlicher Szenen, bei denen laut Regierungsangaben Hunderte Menschen, Zivilisten wie Soldaten, ums Leben kamen.</p>
<p><b>Unerschütterliche Träume</b></p>
<p>Trotz der Schrecken, die sie sich nie hätte vorstellen können, bleibt Gabrielle hoffnungsvoll und träumt von einer besseren Zukunft, in der die Waffen schweigen und die Bewohner ihrer Stadt in Frieden und ohne Gewalt leben. Am Internationalen Kindertag nutzt das optimistische Mädchen die Gelegenheit, Kindern, die unter bewaffneten Konflikten in der Demokratischen Republik Kongo und anderswo auf der Welt leiden, Mut zu machen. Sie sendet eine Botschaft der Hoffnung: „Gebt eure Träume nicht auf und lasst euch von euren Zielen nicht entmutigen.“ Gabrielle möchte verängstigten und verzweifelten Kindern Mut machen.</p>
<p><b>Eine Berufung aus dem Trauma geboren</b></p>
<p>Mitten in diesem von Morden geprägten Chaos wusste Gabrielle bereits, welchen Beruf sie ergreifen wollte: Sie wollte Kinderärztin werden, um kranken Kindern zu helfen. Diese Entscheidung war eng mit dem Leid verbunden, das sie während des Krieges gesehen und selbst erfahren hatte. Sie erzählt: „Es hat mich tief berührt, weil sie ganz allein litten.“ Tatsächlich sah sie Verwundete, darunter auch Kinder, die nicht ins Krankenhaus gelangen konnten. Wie Gabrielle sind in Nord-Kivu Tausende Kinder aufgrund der wiederkehrenden Massenvertreibungen vom Schulbesuch ausgeschlossen. Laut verschiedenen Quellen sind diese Kinder in einer Region, die von anhaltender Unsicherheit und bewaffneten Konflikten geprägt ist, vielfältigen Formen von Gewalt ausgesetzt. Der diesjährige Internationale Kindertag steht unter dem Motto „Mein Tag, meine Rechte“ (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
<h2><b>Trotz einer brüchigen Kampfpause in Djugu kehren mehr als 1.800 Vertriebene in ihre Dörfer zurück (OCHA) </b></h2>
<p><b>Mehr als 1.800 Menschen sind in den vergangenen Wochen in ihre Dörfer in Limani, Iga-Barrière, Nizi und Mangala im Gebiet Djugu der Provinz Ituri zurückgekehrt. Dies geht aus einer Erklärung des Büros der Vereinten Nationen für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) vom Montag, dem 16. November, hervor.</b></p>
<p>Diese Rückkehr erfolgt nach einer fragilen Verbesserung der Sicherheitslage in diesen Gebieten, die die Familien vor über drei Monaten zur Flucht vor den Kämpfen zwischen der kongolesischen Armee und bewaffneten Gruppen gezwungen hatte. In mehreren Gebieten des Djugu-Gebiets hat sich die Lage etwas beruhigt, sodass Schulen und Märkte schrittweise wieder öffnen und die Bewohner neue Hoffnung schöpfen konnten. Tausende Binnenvertriebene, die in Bunia und anderen als sicherer geltenden Gebieten Zuflucht gesucht hatten, haben sich aufgrund des Beginns der Anbausaison und des Wunsches, ihre Felder zu bestellen, zur Rückkehr in ihre Heimat entschlossen. OCHA warnt jedoch vor einer weiterhin fragilen Sicherheitslage und betont, dass in den Rückkehrgebieten akute Ernährungsunsicherheit herrscht, was die ohnehin schon notleidenden Familien weiter schwächen könnte. Um weitere Vertreibungen zu verhindern, empfiehlt die humanitäre Organisation dringende Unterstützungsmaßnahmen, darunter Nahrungsmittelhilfe und verstärkten Schutz für die umgesiedelten Gemeinschaften. Trotz einer vielversprechenden Kampfpause bleibt die Rückkehr der Binnenvertriebenen in ihre Dörfer in Djugu somit ein heikler Prozess, der weiterhin humanitäre und sicherheitspolitische Unterstützung erfordert, um seine Stabilität zu gewährleisten, so OCHA in seinem Bericht (www.radiookapi.net)</p>
<h2><b>Mehr als 500 Lehrer in Ituri verlassen ihre Schulen, um im Gold- und Kakaobergbau zu arbeiten </b></h2>
<p><b>Mehr als 500 Lehrer in Ituri haben seit September letzten Jahres ihre Schulen verlassen, um im Gold- und Kakaoabbau zu arbeiten, insbesondere in den Gebieten Mambasa, Djugu, Irumu und der Stadt Bunia.</b></p>
<p>Der Provinzinspektor für Primar-, Sekundar- und Berufsbildung (EPST) von Ituri I, Yvon Abwasele, berichtete am Mittwoch, den 19. November, bei der Vorstellung einer Sonderrekrutierungskampagne für neue Lehrer und Schulleiter über diese Situation. Ziel ist es, die abgewanderten Lehrer zu ersetzen und die Zukunft der Schüler zu sichern. So hätten beispielsweise im Gebiet von Mambasa bereits einen Monat nach Schuljahresbeginn etwa 30 Lehrer den Unterricht verlassen, um im Kakaoanbau zu arbeiten. Dies habe die lokale Bildungskrise verschärft, erklärte er. Die Bildungsbehörden befürchten, dass diese Situation den Schulbetrieb und die Bildungsqualität massiv beeinträchtigen und viele Schüler ohne angemessene Betreuung zurücklassen wird (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
<h2><b>Fast hundert Kinder brechen die Schule ab, um in Mambasa Heuschrecken zu sammeln </b></h2>
<p><b>Seit Anfang November haben im Gebiet Mambasa (Ituri) fast hundert Kinder die Schule abgebrochen. Laut einem am Mittwoch, den 19. November, veröffentlichten Bericht der Nichtregierungsorganisation Convention for the Respect of Human Rights (CRDH) steht diese hohe Schulabbrecherquote in direktem Zusammenhang mit dem Sammeln und Verkaufen von Heuschrecken.</b></p>
<p>Jede Nacht streifen Hunderte von Kindern, teils in Begleitung ihrer Eltern, teils allein, durch die Straßen und Viertel des Zentrums von Mambasa, 165 km südwestlich von Bunia, um Heuschrecken, lokal „Manyonyo“ genannt, zu sammeln. Diese Insekten erscheinen während der Regenzeit periodisch. Die proteinreichen Insekten stellen für viele Familien eine gelegentliche Nahrungsquelle dar, sind aber auch ein lukratives Geschäft für einige Bewohner. Die NGO CRDH warnt, dass diese besonders für Kinder attraktive Aktivität ihre Schulbildung ernsthaft beeinträchtigt und sie der Jugendkriminalität aussetzt. „Wir appellieren an die Eltern, ihrer Verantwortung vollumfänglich nachzukommen“, betont Rams Malikidogo, Vertreter von CRDH/Mambasa (www.radiookapi.net)</p>
<h2><b>Doha bremst die M23 nicht: Dörfer fallen eines nach dem anderen </b></h2>
<p>Trotz der Unterzeichnung des Rahmenabkommens mit der AFC-M23 verschärfen sich die Kämpfe in Nord- und Südkivu. Obwohl das Abkommen Schutz für die Zivilbevölkerung und politischen Fortschritt verspricht, gewinnen die Rebellen an Boden, und die Bevölkerung flieht erneut. Trotz der kürzlich in Doha unter katarischer Vermittlung unterzeichneten Rahmenvereinbarung zwischen der kongolesischen Regierung und der AFC-M23-Rebellion dauert die Gewalt in Nord- und Süd-Kivu an. Das Abkommen bekräftigt die absolute Priorität des Schutzes der Zivilbevölkerung und legt Leitprinzipien für eine dauerhafte Einstellung der Kampfhandlungen, eine partizipative Regierungsführung und eine echte Versöhnung fest. Bislang haben sich diese Verpflichtungen jedoch nicht in konkrete Fortschritte vor Ort umgesetzt. Da dem Abkommen unmittelbar verbindliche Klauseln fehlen, beschränkt es sich derzeit auf die Zusage, die Gespräche fortzusetzen.</p>
<p><b>Anhaltende Kämpfe in Masisi</b></p>
<p>Am Sonntag, den 16. November 2025, dem Tag nach der Unterzeichnung des Abkommens, flammten die Kämpfe im Gebiet von Masisi erneut auf. Die Dörfer Kashanje und Nyampanika nahe Mweso gerieten nach heftigen Gefechten mit der AFC-M23 unter die Kontrolle der Wazalendo-Milizen. Mehrere Wazalendo-Fraktionen koordinierten ihre Angriffe auf Rebellenstellungen und vertrieben diese erfolgreich. Daraufhin flohen die Einwohner von Mweso in sicherere Gebiete. Ebenfalls in Masisi eroberten Rebellen der AFC-M23 am Dienstag, den 18. November, nach weiteren Kämpfen mit den Wazalendo die Dörfer Kasheke und Bituna im Sektor Osso Banyungu. Die Wazalendo zogen sich nach Kautu zurück, wo sie sich mit den FARDC verbündeten und ihre Lager den Rebellen überließen. Auch hier wurden Massenfluchten der Bevölkerung in Dörfer im Gebiet Walao Yangu im Walikale-Gebiet gemeldet. Am selben Tag eroberten die Rebellen nach Zusammenstößen mit den Wazalendo auch das Zentrum von Katoyi. Laut einer lokalen Verwaltungsquelle marschieren M23-Kämpfer nun in Richtung Ufmandu im Gebiet Nyamaboko 2. Ähnliche Zusammenstöße wurden auch aus dem Shabunda-Gebiet in Süd-Kivu gemeldet.</p>
<p><b>Forderungen nach einem entschlosseneren Vorgehen des Staates</b></p>
<p>Während die Konfliktparteien dringend aufgefordert werden, ihre Verpflichtungen einzuhalten, scheinen die Rebellen ihre Präsenz vor Ort zu verstärken und die einseitige Waffenruhe auszunutzen. Obwohl das Abkommen den guten Willen bei seiner Umsetzung betont und die Souveränität der Demokratischen Republik Kongo bekräftigt, sind viele Stimmen der Ansicht, dass die Regierung nun ihre Verantwortung vollumfänglich wahrnehmen muss. Sie fordern den Staat auf, Entschlossenheit zu beweisen und mutige Entscheidungen zu treffen, um seine Autorität – notfalls mit allen notwendigen Mitteln – wiederherzustellen (<a href="https://beto.cd/">https://beto.cd</a>)</p>
<h2><b>Im Prozess gegen den ehemaligen Rebellenführer Lumbala analysieren ein UN-Bericht und eine Dokumentation die Verbrechen in der Demokratischen Republik Kongo</b></h2>
<p>In Paris wird der Prozess gegen Roger Lumbala fortgesetzt, obwohl er seit Prozessbeginn am 12. November nicht erschienen ist. Dem ehemaligen kongolesischen Warlord wird in Frankreich Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit nach dem Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit vorgeworfen. Luc Henkinbrant, ein ehemaliger Menschenrechtsbeauftragter, der die Untersuchung für den 2010 veröffentlichten Kartierungsbericht initiierte, erläuterte den Inhalt dieses UN-Dokuments. Der Bericht, der nach der Entdeckung eines Massengrabs im Jahr 2005 in Auftrag gegeben wurde, dokumentiert die zwischen 1993 und 2003 in der Region begangenen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.</p>
<p>Luc Henkinbrant, ein pensionierter Menschenrechtsbeauftragter, wurde am 19. November 2025 in Paris zum Kartierungsbericht befragt. Der vorsitzende Richter verlas mehrere Auszüge, insbesondere solche zur Operation „Tilgung der Schiefertafel“: „Mindestens 373 Zivilisten, darunter Pygmäen, wurden getötet.“ Er fuhr fort: „Milizionäre aus Süd-Kivu sollen außerdem Vaginalsekret gesammelt haben, um Fetische herzustellen. Mitglieder der MLC und der RCD-N sollen zudem Amulette aus geräucherten Genitalien gefertigt haben.“ Luc Henkinbrant bestätigte, dass diese Informationen tatsächlich im Kartierungsbericht enthalten waren. Der ehemalige Menschenrechtsbeauftragte schloss seine Aussage und lobte das Gericht dafür, den Fall angenommen und den Opfern Gehör verschafft zu haben. Während der Anhörungen am Mittwoch stellte er jedoch fest, dass dem Schwurgericht die Anhänge des Kartierungsberichts, der die Namen der mutmaßlichen Täter von Verbrechen gegen die Menschlichkeit aus den Jahren 1993 bis 2003 enthält, nicht zugänglich waren. Laut dem Hohen Kommissar der Vereinten Nationen würden diese Anhänge vorgelegt, wenn die Justiz sie verlange.</p>
<p>„<b>Es ist ein Skandal, dass diese Datenbank nicht veröffentlicht wurde.“</b></p>
<p>„Es ist ein Skandal, dass diese Datenbank mit den Namen der mutmaßlichen Täter nicht einmal vor diesem Gericht veröffentlicht wurde“, protestierte er. „Viele der in dieser Datenbank aufgeführten Täter sind hochrangige Persönlichkeiten, die in der Demokratischen Republik Kongo, aber auch in Nachbarländern wie Uganda und insbesondere in Ruanda, einem Nachbarland, das von diesen kongolesischen Rebellenbewegungen profitiert und sie ausnutzt, politische und militärische Macht innehaben. Es handelt sich um einen Wirtschaftskrieg, der ihnen ermöglicht, Bodenschätze auszubeuten: Mineralien und Gold, die sich insbesondere in den Gebieten befinden, die die RCD-N und ihr Verbündeter, die MLC, mit Unterstützung Ugandas erobern wollten. Am Nachmittag wurde der Dokumentarfilm „Das Reich des Schweigens“ gezeigt, um den Geschworenen das Geschehen 9.000 Kilometer von Paris entfernt zu verdeutlichen. Der Film von Thierry Michel zeichnet drei Jahrzehnte Krieges in der Demokratischen Republik Kongo nach. Während der zweistündigen Vorführung sahen drei Geschworene die Bilder mit zugehaltenem Mund, ein weiterer wandte den Blick ab. Und dieselbe Abwesenheit blieb auf der Anklagebank: die von Roger Lumbala. In einer Erklärung, die der vorsitzende Richter am Mittwochmorgen verlas, beantragte der ehemalige Rebellenführer, vor dem Internationalen Strafgerichtshof angeklagt zu werden. Roger Lumbala wurde im Dezember 2020 verhaftet, am 4. Januar 2021 formell angeklagt und 2023 vor Gericht gestellt. Seit dem 12. November 2025 steht er vor dem Schwurgericht in Paris wegen Beihilfe zu Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Verschwörung gegen die Menschlichkeit. Die ihm vorgeworfenen Taten sollen im Osten der Demokratischen Republik Kongo, insbesondere im Jahr 2002, begangen worden sein. Der Prozess findet nach dem Prinzip der universellen Gerichtsbarkeit statt. Es handelt sich um den ersten Prozess gegen einen Staatsangehörigen der Demokratischen Republik Kongo in Frankreich. Vom 12. November bis zum 19. Dezember 2025 werden der vorsitzende Richter des Schwurgerichts und die beiden stellvertretenden Anti-Terror-Staatsanwälte die Rolle des ehemaligen Rebellenführers der RCD-N (Demokratisch-Nationale Sammlung Kongolesien) untersuchen. Ihm wird vorgeworfen, an der Operation „Auslöschung des Bretts“ gemeinsam mit dem heutigen stellvertretenden Premierminister der Demokratischen Republik Kongo und ehemaligen Rebellenführer Jean-Pierre Bemba, dem damaligen Vorsitzenden der Bewegung für die Befreiung des Kongo, teilgenommen zu haben. Diese Operation war von Massakern, Vergewaltigungen und Folter, vorwiegend an der Zivilbevölkerung der Batwa und Nande, geprägt. Roger Lumbala wurde nie strafrechtlich verfolgt.</p>
<p>Mehr als zwanzig Jahre nach den Ereignissen basiert dieser symbolträchtige Prozess auf verschiedenen Berichten und Zeugenaussagen von Opfern in Haut-Uélé und Ituri. Für die Nebenkläger stellt er einen historischen Schritt im Kampf gegen die Straflosigkeit dar; für die Verteidigung einen Angriff auf die kongolesische Souveränität (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>)</p>
<p><br /><br /></p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/20-11-2025">20.11.2025</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>10.11.2025</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/10-11-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Nov 2025 11:55:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://kongo-kinshasa.de/?p=6062</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die MONUSCO repatriiert 49 Ruander, darunter 7 ehemalige FDLR-Kämpfer, in ihr Land Neunundvierzig ruandische Staatsangehörige, darunter sieben ehemalige Kämpfer der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) und ihre 42 Angehörigen, wurden am Montag, den 10. November, von der Abteilung für Entwaffnung, Demobilisierung, Reintegration und Stabilisierung (DDRS) der MONUSCO freiwillig in ihr Herkunftsland zurückgeführt. Diese ehemaligen &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/10-11-2025" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„10.11.2025“ </span>weiterlesen</a></p>
<p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/10-11-2025">10.11.2025</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><b>Die MONUSCO repatriiert 49 Ruander, darunter 7 ehemalige FDLR-Kämpfer, in ihr Land </b></h2>
<p><b>Neunundvierzig ruandische Staatsangehörige, darunter sieben ehemalige Kämpfer der Demokratischen Kräfte zur Befreiung Ruandas (FDLR) und ihre 42 Angehörigen, wurden am Montag, den 10. November, von der Abteilung für Entwaffnung, Demobilisierung, Reintegration und Stabilisierung (DDRS) der MONUSCO freiwillig in ihr Herkunftsland zurückgeführt. </b><span id="more-6062"></span></p>
<p>Diese ehemaligen Kämpfer hatten sich der MONUSCO ergeben, nachdem die Mission ausländische bewaffnete Gruppen aufgefordert hatte, das Buschland zu verlassen, ihre Waffen niederzulegen und sicher in ihr Land zurückzukehren. Nach drei Tagen im Transitlager überquerten sie den Grenzübergang Great Barrier zwischen Goma und Gisenyi, wo sie von den ruandischen Behörden zur Reintegration in Empfang genommen wurden.</p>
<p><strong>Anhaltende Bemühungen um regionale Stabilisierung. </strong></p>
<p>Seit Januar 2025 hat die MONUSCO bereits die Rückführung von 149 ehemaligen Mitgliedern der FDLR erleichtert, darunter 51 ehemalige Kämpfer und 97 ihrer Familienangehörigen. Dieser Prozess ist Teil der Bemühungen um die Stabilisierung des Ostens der DR Kongo, wo die Präsenz ausländischer bewaffneter Gruppen nach wie vor eine Quelle von Spannungen ist. Die Neutralisierung der FDLR ist einer der sensiblen Punkte in den Beziehungen zwischen der DR Kongo und Ruanda. Sie ist Teil der Klauseln des Friedensabkommens, das am 27. Juni in Washington zwischen den beiden Ländern unterzeichnet wurde. Diese Rückführung erfolgt vor dem Hintergrund einer Sensibilisierungskampagne, die die kongolesische Armee im Gebiet Walikale nach der Erklärung vom 10. Oktober gestartet hat, in der die FDLR zur Kapitulation aufgefordert wurden (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>) <!--more--></p>
<h2><b>DR Kongo: „Wir werden Widerstand leisten, bis Kigali einen Dialog akzeptiert“, erklären die FDLR</b></h2>
<p>Die DR Kongo hat eine Kampagne gestartet, in der sie die Demokratischen Kräfte für die Befreiung Ruandas (FDLR) auffordert, sich zu ergeben und ihre Waffen niederzulegen, um nach Ruanda zurückgeführt zu werden. Im Falle einer Weigerung werden die Kämpfer laut offizieller Mitteilung mit Gewalt dazu gezwungen. Diese Zwangsmaßnahme wird bereits im Rahmen des am 27. Juni zwischen Kinshasa und Kigali unterzeichneten Abkommens vorbereitet.</p>
<p>Am 7. November 2025 haben die Demokratische Republik Kongo (DR Kongo) und Ruanda gemeinsam die Vorbereitungen für Militäroperationen gegen die FDLR geprüft und ein Abkommen zur Umsetzung verabschiedet. Diese Initiativen sind Teil des gemeinsamen Willens, der Präsenz der bewaffneten Gruppe, die als eine der ältesten noch aktiven Gruppen im Osten des Kongo gilt, ein Ende zu setzen.</p>
<p>„<b>Die Waffen abzugeben, ist eine Utopie“</b></p>
<p>Oberstleutnant Octavien Mutimura, Sprecher der FDLR-FOCA, lehnt jede Entwaffnung kategorisch ab. „Man muss die Ursache unseres bewaffneten Kampfes beurteilen. Wir sind hier, um uns selbst und die verlassenen ruandischen Flüchtlinge zu schützen. Die Waffen abzugeben, ohne dass alle Bedingungen erfüllt sind, ist eine Utopie“, erklärt er gegenüber RFI. Angesichts der drohenden gemeinsamen Militäroperation zeigt sich der Sprecher der FDLR unnachgiebig: „Wenn man sich mitten im Feuer befindet, kann man keine Angst vor Angriffen haben. Wir gehören zu den Zielen von Kigali. Wir werden Widerstand leisten, bis Kigali einen innerruandischen Dialog und eine Rückkehr der Flüchtlinge in Würde zulässt.“ Die FDLR behaupten außerdem, Ziel von Angriffen der AFC/M23 zu sein. „Wir befinden uns in den Gebieten, in denen gekämpft wird. Die AFC/M23 greift uns an und bedroht unsere Flüchtlinge. Wir sind verpflichtet, sie zu schützen“, erklärt Octavien Mutimura.</p>
<p><b>Ein Kontext der Rückführung von Flüchtlingen</b></p>
<p>Während die FDLR behaupten, ruandische Flüchtlinge schützen zu wollen, werden die Rückführungsmaßnahmen unter der Koordination des Hohen Flüchtlingskommissars der Vereinten Nationen (UNHCR) fortgesetzt. Am 21. Oktober überquerten 277 Ruander die Grenze von Rubavu aus dem Osten der DR Kongo. Im August waren bereits 532 Flüchtlinge aus 168 Familien nach Ruanda zurückgekehrt. Nach Angaben des UNHCR haben sich somit innerhalb von drei Monaten mehr als 800 Menschen für eine freiwillige Rückkehr entschieden. Parallel dazu setzt Ruanda den Demobilisierungsprozess fort. Am 7. November wurde die 76. Phase des Programms im Zentrum von Mutobo in Musanze mit 156 ehemaligen Mitgliedern der FDLR und verbündeten Milizen gestartet. Geplant sind drei Monate Ausbildung mit den Schwerpunkten Wiedereingliederung, Disziplin und Staatsbürgerkunde. Für die FDLR spielt das UNHCR jedoch keine neutrale Rolle. „Die Flüchtlinge sind unsere Eltern, unsere Kinder. Man kann eine ruandische Familie nicht einfach so trennen. Einige der Menschen, die mithilfe des UNHCR nach Ruanda geschickt werden, sind Kongolesen. Andere werden gefangen genommen und dann gewaltsam zurückgeschickt. Wir werfen dem UNHCR vor, Ruandas Spiel mitzuspielen“, kritisiert Octavien Mutimura.</p>
<p><b>Ablehnung jeglicher Absprachen mit den FARDC, Aufruf zu einem „Dialog zwischen den Präsidenten“</b></p>
<p>Die bewaffnete Gruppe, die von den Vereinten Nationen oft der Zusammenarbeit mit den Streitkräften der DR Kongo (FARDC) bezichtigt wird, weist dies entschieden zurück. „Die Experten der Vereinten Nationen irren sich. Wie kann man gleichzeitig Freund und Feind von Kinshasa sein? Wir werden verfolgt. Wir haben bei der Verfolgung im September 2024 viele Männer und viel Material verloren“, erklärt Oberstleutnant Mutimura. Ihm zufolge befinden sich die FDLR derzeit in Gebieten, die von der AFC/M23 kontrolliert werden, insbesondere in Bwisha im Gebiet Rutshuru, wo sie regelmäßig mit ihren Gegnern zusammenstoßen. Was ihre militärischen Fähigkeiten angeht, bleibt Mutimura ausweichend: „Wir sind zahlreich. Die Truppenstärke ist bedeutend. Wir vertrauen auf unsere Entschlossenheit.“ Verschiedene Berichte sprechen von 1.500 bis 3.000 Kämpfern, aber der Sprecher hält diese Zahl für zu niedrig angesetzt. Die FDLR fordern auch die Vermittler aus Katar und den USA auf, den Druck auf Kigali zu verstärken. „Sie müssen Druck auf Paul Kagame ausüben, damit ein inklusiver Dialog zwischen den Ruandern zustande kommt. Die Lösung in Zentralafrika besteht darin, dass sich die Präsidenten zusammensetzen und offen miteinander sprechen, damit die Völker der Region in Frieden und Harmonie leben können“, schließt Mutimura.</p>
<p><b>Zahlreiche Versuche bereits unternommen </b></p>
<p>Seit zwei Jahrzehnten gibt es mehrere Initiativen, um das Problem der FDLR zu lösen. Im Jahr 2001 führte ein erster Prozess zur Entwaffnung und Unterbringung der Kämpfer in Kamina sowie zur öffentlichen Vernichtung von Waffen in Kinshasa in Anwesenheit der internationalen Gemeinschaft. Im Jahr 2014 hatten mehr als 1.500 Kämpfer ihre Waffen an die Entwicklungsgemeinschaft des südlichen Afrika (SADC) und die Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Demokratischen Republik Kongo (MONUSCO) übergeben, bevor sie mit ihren Familien in den Lagern von Kisangani, Kanyabayonga und Walungu untergebracht wurden, wo sie weiterhin unter internationaler Aufsicht stehen. Im selben Jahr brachte ein Treffen in Rom, das unter der Vermittlung der Gemeinschaft Sant’Egidio und unter Vertretung von Kardinal Matteo Maria Zuppi organisiert wurde, Vertreter der Vereinigten Staaten, der Europäischen Union, der Vereinten Nationen und der kongolesischen Regierung zusammen, um einen neuen Versuch des Dialogs und der Demobilisierung der Bewegung zu unternehmen. Von 2009 bis 2015 wurden im Osten der DR Kongo mehrere gemeinsame Militäroperationen der FARDC, der ruandischen Verteidigungskräfte (RDF) und der MONUSCO durchgeführt, entweder gemeinsam oder nur mit der FARDC. Dazu gehörten: Umoja Wetu, Kimia I und II, Amani Leo, Amani Kamilifu und Sokola II. Diese Offensiven führten zu Hunderttausenden von Vertriebenen und zahlreichen zivilen Opfern, ohne das Problem endgültig zu lösen. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Kampagne gegen die FDLR entwickeln wird, wie die Zusammenarbeit zwischen den FARDC und den RDF verlaufen und welche Rolle die AFC/M23 spielen wird. Es bleibt abzuwarten, wie sich die neue Kampagne gegen die FDLR entwickeln wird, wie die Zusammenarbeit zwischen den FARDC und den RDF verlaufen und welche Rolle die AFC/M23 spielen wird (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>)</p>
<h2><b>Der Rückgang des Dollars führt kaum zu sinkenden Preisen auf den Märkten </b></h2>
<p><b>Fast einen Monat nach Beginn des Wertverlusts des US-Dollars gegenüber dem kongolesischen Franc folgen die Preise für viele Grundnahrungsmittel auf den Märkten von Kinshasa diesem Trend immer noch nicht. Zu diesem Ergebnis kam Radio Okapi am Montag, den 10. November, auf mehreren Märkten in der Gemeinde Ngaliema (Kinshasa). </b></p>
<p>Grundnahrungsmittel wie Maniokmehl, Kochbananen oder Gemüse haben keinen nennenswerten Preisrückgang erfahren. Nur frische Lebensmittel, insbesondere Fisch und Fleisch, verzeichnen auf den Märkten der Gemeinde Ngaliema westlich der kongolesischen Hauptstadt einen leichten Preisrückgang. Auf dem Markt der Kriegsveteranen gibt eine Verkäuferin von Stöckerfischen an, dass der Preis für einen Haken von 68.000 kongolesischen Franken auf 64.500 kongolesische Franken (29 USD) gesunken ist, was einem Rückgang von 3.500 FC entspricht, den sie jedoch angesichts der Beschaffungskosten für unbedeutend hält. Überraschenderweise sind laut den gesammelten Aussagen die Preise für bestimmte Produkte wie Seife sogar gestiegen. Eine paradoxe Situation, die das Unverständnis und die Frustration der Verbraucher schürt.</p>
<p><b>Der Mangel an landwirtschaftlicher Infrastruktur wird kritisiert </b></p>
<p>Diese Preisstagnation ist auf allen Märkten der Stadt zu beobachten. Mehrere Verkäufer führen als Erklärung den Mangel an landwirtschaftlichen Zufahrtsstraßen an, der den Transport der Produkte in die Hauptstadt weiterhin behindert. Diese Situation hält die Transportkosten hoch und neutralisiert die positiven Auswirkungen des Dollarverfalls auf die Preise.</p>
<p><b>Die Einwohner von Kinshasa warten auf konkrete Auswirkungen </b></p>
<p>Auf allen Märkten, die wir in Ngaliema besucht haben, sagen die Einwohner von Kinshasa, dass sie immer noch auf spürbare Auswirkungen des Dollarverfalls auf ihren Warenkorb warten. Für sie reicht die Stabilität des Wechselkurses nicht aus: Es sind konkrete Maßnahmen erforderlich, um die Verfügbarkeit von Grundnahrungsmitteln zu verbessern (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
<h2><b>DR Kongo: Ein Tierpark im Besitz des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila wurde nach Angriffen in der Nähe geschlossen</b></h2>
<p>In der DR Kongo wurde der bei den Einwohnern von Kinshasa bekannte Tierpark im N’Sele-Tal, etwa 50 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt, am vergangenen Wochenende geschlossen. Die Schließung erfolgte, nachdem Angriffe der Mobondo-Miliz in benachbarten Dörfern gemeldet worden waren. Diese Miliz, die 2022 im Zuge des Konflikts zwischen den Volksgruppen der Teke und Yaka entstanden ist, verbreitet weiterhin Terror in mehreren Regionen. Der Park im N’Sele-Tal ist Eigentum des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila.</p>
<p>Es ist fast Mittag, Samstag, 8. November 2025. Zwei benachbarte Dörfer des Parks im N’Sele-Tal werden angegriffen: Kingunu und Kisia, beide im Gemeindeverband Kingakati. Beide liegen in der Nähe des Parks, in dem sich auch eine Residenz von Joseph Kabila, dem ehemaligen Präsidenten der Demokratischen Republik Kongo, befindet. Die mit Schusswaffen und Macheten bewaffneten Milizionäre greifen zunächst eine Polizeistation an. Bilanz: Mindestens fünf Tote unter den Polizisten, laut dem Bürgermeister der Gemeinde Maluku. Die Armee greift ein. Etwa sechzig Milizionäre werden festgenommen, mindestens neun getötet. Auf Seiten der Armee werden zwei Schwerverletzte gemeldet. Die Operationen werden fortgesetzt. Die Armee berichtet heute Morgen von Kampfeinsätzen, die durchgeführt werden. Hunderte Zivilisten verlassen das Gebiet. Unter ihnen sind viele Kinder, die in die Stadt Menkao-Centre gelangen, während andere sich dem Stadtzentrum von Kinshasa nähern.</p>
<p><b>Das Motiv für den Angriff ist weiterhin unbekannt</b></p>
<p>Zum jetzigen Zeitpunkt ist das Motiv für den Angriff weiterhin unbekannt. War die Farm von Kabila, dem wichtigsten Touristenziel der Region, das Ziel, oder handelte es sich lediglich um einen Versuch, sich mit Waffen zu versorgen? Der Park des N’Sele-Tals bleibt geschlossen. Eine Entscheidung über eine mögliche Wiedereröffnung am kommenden Wochenende steht noch aus. Die Familie Kabila hat bislang nicht reagiert. In der Region hat der Aktivismus der Mobondo-Miliz verschiedenen Berichten zufolge trotz des Einsatzes der Streitkräfte der DR Kongo und der 2023 und 2024 unterzeichneten Friedensabkommen bereits mehr als 220.000 Menschen zu Vertriebenen gemacht (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>)</p>
<h2><b>Angriffe der Mobondo-Miliz: Über 170.000 neue Binnenflüchtlinge in Kwango registriert </b></h2>
<p><b>Die Provinz Kwango steht vor einer sich verschärfenden humanitären Krise: Zwischen August und September 2025 wurden mehr als 171 000 neue Binnenvertriebene registriert. Diese massiven Vertreibungen sind eine direkte Folge der bewaffneten Gewalt, die von den Mobondo-Miliz in mehreren Ortschaften ausgeübt wurde. </b></p>
<p>Die Zahlen stammen aus multisektoralen Schnellbewertungen, die von staatlichen Stellen und lokalen NGOs durchgeführt wurden. Die Ergebnisse wurden an OCHA Bandundu weitergeleitet und betreffen hauptsächlich die Gesundheitszonen Boko, Kenge und Popokabaka. Symphorien Kwengo, Vizepräsident des Konsultationsgremiums der Zivilgesellschaft von Kwango und Vorsitzender des Netzwerks der Nichtregierungsorganisationen zur Verteidigung der Rechte von Binnenvertriebenen (RODDDI), hat einen dringenden Appell an die Zentralregierung und die Nichtregierungsorganisationen gerichtet, gemeinsame humanitäre Missionen zu organisieren. „Diese Binnenvertriebenen benötigen dringend angemessene Unterkünfte, Nahrung, Trinkwasser, eine hochwertige Gesundheitsversorgung und Schulbildung für ihre Kinder“, erklärte er. Die Verwaltungsbezirke Bukang-Lonzo, Dinga und Lufuna sind am stärksten von der Eskalation der bewaffneten Gewalt zwischen März und August 2025 betroffen. Trotz des Ausmaßes der Krise wurde bisher keine nennenswerte humanitäre Hilfe geleistet, da es in den betroffenen Gebieten an aktiven Akteuren mangelt, beklagt Symphorien Kwengo (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
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		<title>09.11.2025</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/09-11-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Nov 2025 10:46:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kigali, Doha, Kinshasa: Ein in Doha ausgearbeitetes Abkommen, inspiriert von Washington und Kigali Kigali, Doha, Kinshasa – Laut mehreren diplomatischen Quellen hat Katar die Vermittlung eines umfassenden Friedensabkommens zwischen der kongolesischen Regierung und der Kongo-Fluss-Allianz/M23 abgeschlossen. Félix Tshisekedi bereitet sich Berichten zufolge darauf vor, das Abkommen in den kommenden Tagen zu paraphieren. Dieses Dokument, dessen &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/09-11-2025" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„09.11.2025“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><b>Kigali, Doha, Kinshasa: Ein in Doha ausgearbeitetes Abkommen, inspiriert von Washington und Kigali </b></h2>
<p>Kigali, Doha, Kinshasa – Laut mehreren diplomatischen Quellen hat Katar die Vermittlung eines umfassenden Friedensabkommens zwischen der kongolesischen Regierung und der Kongo-Fluss-Allianz/M23 abgeschlossen. Félix Tshisekedi bereitet sich Berichten zufolge darauf vor, das Abkommen in den kommenden Tagen zu paraphieren. Dieses Dokument, dessen Kopie Congo Confidentiel vorliegt, erkennt die von Kigali unterstützte Rebellenbewegung faktisch politisch und militärisch an und stellt damit eine beispiellose diplomatische Kapitulation in der jüngeren Geschichte des Kongo dar.<span id="more-6050"></span></p>
<p><b>Ein in Doha entworfenes Abkommen, inspiriert von Washington und Kigali</b></p>
<p>Das Dokument vom 14. August 2025 sieht einen dauerhaften Waffenstillstand und die Einrichtung eines multilateralen Überwachungsmechanismus unter Beteiligung von MONUSCO, der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) und der Entwicklungsgemeinschaft der Südlichen Afrika (SADC) unter der Aufsicht von Katar und der Afrikanischen Union vor. Vor allem aber etabliert es eine Interims-Spezialeinheit in Nord- und Süd-Kivu, deren Mitglieder zu bis zu 50 % aus der M23 stammen sollen. Diese Einheiten werden für einen verlängerbaren Zeitraum von fünf Jahren die alleinige Verantwortung für die Sicherheitsoperationen in der Region tragen. Kurz gesagt: Die vom Krieg zerrütteten Ostprovinzen würden unter die gemeinsame Kontrolle von Kinshasa und den ehemaligen Rebellen fallen – ein Zugeständnis, das selbst die Sun-City-Abkommen nie zu machen wagten. Hinter den Kulissen formalisiert das dem im Juni unterzeichneten Washingtoner Abkommen beigefügte Operationskonzept der Demokratischen Republik Kongo und Ruanda die bilaterale militärische Koordination zur Neutralisierung der FDLR. Ein Mechanismus, den mehrere Analysten bereits als sicherheitspolitisches trojanisches Pferd bezeichnen, der es Ruanda ermöglicht, seine Präsenz im Osten unter dem Deckmantel der Zusammenarbeit zu legitimieren.</p>
<p><b>*Tshisekedi, der Mann, der den Osten übergeben wird*</b></p>
<p>Dieser Text markiert einen deutlichen Bruch mit der kriegerischen Rhetorik, die Tshisekedi in den vergangenen zwei Jahren an den Tag gelegt hat. Nachdem er geschworen hatte, niemals mit „Terroristen“ zu verhandeln, bereitet das Staatsoberhaupt nun vor, ihnen den Status von Staatspartnern zu gewähren – mit Beteiligung an der lokalen Verwaltung, verschobenen Wahlen und dem Recht, Kandidaten für Verwaltungsposten zu nominieren. Die vertriebene Bevölkerung soll durch ein Dreierabkommen zwischen Kigali und dem UNHCR repatriiert werden – mit anderen Worten: Ruanda würde in den eroberten Gebieten entscheiden, wer Kongolese ist und wer nicht. Der Text erwähnt sogar die Ausstellung spezieller Reise- und Ausweisdokumente für diese Gebiete, ein Zeichen für ein separates Verwaltungsregime oder gar eine Art Proto-Autonomie für Kivu. In militärischen und politischen Kreisen brodelt die Wut: „Das ist ein Verrat an der nationalen Souveränität.“ „Tshisekedi wird die Integrität des Territoriums gegen einen diplomatischen Schutzschirm eingetauscht haben“, vertraut ein hochrangiger Beamter unter der Bedingung der Anonymität an. Doha fungiert hier als offizieller Vermittler, doch laut regionalen Diplomaten wurde der Text von Washington und dem ruandischen Präsidentenamt gebilligt, die sich eine stillschweigende Aufhebung der internationalen Sanktionen erhofften. Für Kigali steht zweierlei auf dem Spiel: die Neutralisierung der FDLR und die Errichtung einer dauerhaften politischen und wirtschaftlichen Einflusszone im ostkongolesischen Gebiet, das reich an strategischen Bodenschätzen ist. Für Tshisekedi, der nach Wahlunregelmäßigkeiten und interner Repression internationale Rehabilitation anstrebt, stellt dieses Abkommen einen verzweifelten Versuch dar, sich vor dem Gipfeltreffen der westlichen Partner in Paris als „Friedensstifter“ zu präsentieren.</p>
<p>Doch in Kinshasa, selbst in seinem eigenen Lager, sprechen einige bereits von einer „historischen Kapitulation“: „2012 hat Kabila diese Falle abgelehnt. 2025 tappt Tshisekedi direkt hinein und liefert das Land seinen Aggressoren aus“, prangert ein ehemaliger Verteidigungsminister an.</p>
<p><b>*Ein Abkommen, das die Nation spaltet*</b></p>
<p>Das Abkommen sieht einen nationalen Dialog im Jahr 2026 vor, angeblich um die „Versöhnung zu fördern“. Viele sehen darin ein Manöver, um die M23 als politischen Akteur zu legitimieren und die patriotischen Kräfte im Osten zu schwächen. Der Text erwähnt auch einen Mechanismus für Wahrheit und Versöhnung – ein leeres Versprechen, das bereits dazu benutzt wurde, vergangene Kriegsverbrechen zu vertuschen. Im Gegenzug wird keine klare Forderung nach der Entwaffnung der M23 formuliert, sondern lediglich eine „schrittweise Integration“ in die FARDC und die Polizei, nach Ermessen eines von ehemaligen Rebellen dominierten Komitees. Die Opfer werden nicht erwähnt. Dies ist ein Friedensabkommen ohne Gerechtigkeit, ein Frieden der Besiegten. Das kongolesische Volk wurde nicht konsultiert. Das Land wird im Namen der Diplomatie verraten.</p>
<p>Das AFC/M23-Abkommen wird, sollte es nächste Woche unterzeichnet werden, den moralischen und strategischen Bankrott des Tshisekedi-Regimes symbolisieren. Unter dem Vorwand der Wiederherstellung des Staates wurde die faktische Teilung des Territoriums institutionalisiert und die Rückkehr des ruandischen Einflusses mit Billigung Washingtons und Segen Dohas verankert.</p>
<p>Für die Kongolesen ist dieser Frieden kein Frieden der Versöhnung, sondern ein Frieden der Kapitulation. Ein Frieden, der im Ausland ausgehandelt, von anderen entworfen und im Namen eines Volkes unterzeichnet wurde, das nie befragt wurde (congo-heritage@googlegroups.com)</p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/09-11-2025">09.11.2025</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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		<title>8./9.08.2025</title>
		<link>https://kongo-kinshasa.de/8-9-08-2025</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Paul-Iseewanga Indongo-Imbanda]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 09 Aug 2025 22:20:14 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kommentare]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Direkte Gespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der AFC/M23-Gruppe: Wie steht es um das Treffen in Doha? Werden die kongolesische und die AFC/M23-Delegation die für heute in Doha geplanten direkten Gespräche aufnehmen? Die Frage bleibt. In der am 19. Juli in der katarischen Hauptstadt unterzeichneten Grundsatzerklärung verpflichteten sich die beiden Parteien, spätestens am Freitag, &#8230; <a href="https://kongo-kinshasa.de/8-9-08-2025" class="more-link"><span class="screen-reader-text">„8./9.08.2025“ </span>weiterlesen</a></p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Direkte Gespräche zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der AFC/M23-Gruppe: Wie steht es um das Treffen in Doha?</b></p>
<p>Werden die kongolesische und die AFC/M23-Delegation die für heute in Doha geplanten direkten Gespräche aufnehmen? Die Frage bleibt. In der am 19. Juli in der katarischen Hauptstadt unterzeichneten Grundsatzerklärung verpflichteten sich die beiden Parteien, spätestens am Freitag, den 8. August 2025, Friedensgespräche aufzunehmen. Bis gestern gab es jedoch keine Anzeichen für einen tatsächlichen Beginn der Gespräche an diesem Freitag. Die AFC/M23 erklärte am Donnerstag, den 7. August, sogar, ihre Delegation sei nicht nach Doha gereist.</p>
<p>Der stellvertretende Premierminister und Innenminister Jacquemain Shabani, der bei der Unterzeichnung des Abkommens anwesend war, verließ Kinshasa nicht. Auch unter den anderen Mitgliedern der kongolesischen Delegation war keine Bewegung zu beobachten. Die Position der AFC/M23 scheint radikaler: Ihre Vertreter trafen am Donnerstag in Bukavu ein, einer weiteren Rebellenhochburg. Seit dem Tag nach der Unterzeichnung beharrten sie darauf, nur nach Doha zurückkehren zu wollen, wenn ihre von der Regierung festgehaltenen Gefangenen freigelassen würden. Unseren Informationen zufolge haben bereits drei Gespräche zwischen der AFC/M23-Gruppe und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) stattgefunden, die von beiden Parteien und dem Vermittler beauftragt wurden, um die Logistik der Freilassungen vorzubereiten. Die Regierung ist jedoch der Ansicht, dass der Zeitpunkt für die Freilassung der Gefangenen noch nicht gekommen sei und dieser Punkt Gegenstand direkter Verhandlungen sei.</p>
<p><b>Mechanismus zum Gefangenenaustausch „länger als erwartet“ </b></p>
<p>Doha setzt seine Bemühungen mit beiden Seiten unseren Informationen zufolge aus der Ferne fort. Eine diplomatische Quelle, die den Gesprächen nahesteht, bestätigte gegenüber RFI, dass die Parteien mit Katars Unterstützung weiterhin an der Umsetzung der Grundsatzerklärung arbeiten.</p>
<p>Diese Arbeit umfasst Verhandlungen zur Einrichtung eines Mechanismus zum Gefangenenaustausch unter Aufsicht des IKRK. Dieser Prozess dauere „länger als erwartet“, räumte dieselbe Quelle ein (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>) <span id="more-5700"></span><!--more--></p>
<p><b>Friedensabkommen: Erstes Treffen des Gemeinsamen Sicherheitskoordinationsmechanismus</b></p>
<p><b>Vertreter der Demokratischen Republik Kongo (DRK) und der Republik Ruanda sowie Beobachter aus den Vereinigten Staaten, Katar, der Vertreter des AU-Vermittlers und der Kommission der Afrikanischen Union trafen sich am 7. und 8. August 2025 zum ersten Treffen des Gemeinsamen Sicherheitskoordinationsmechanismus für das am 27. Juni 2025 in Washington unterzeichnete Friedensabkommen zwischen der Demokratischen Republik Kongo und der Republik Ruanda.</b></p>
<p>Dies geht aus einer Erklärung des US-Außenministeriums vom Samstag, den 9. August, hervor.</p>
<p>„Der Gemeinsame Sicherheitskoordinationsmechanismus ist für die Umsetzung des Operationskonzepts des Harmonisierten Plans zur Neutralisierung der FDLR und zur Truppenentflechtung/Aufhebung der Verteidigungsmaßnahmen durch Ruanda verantwortlich. Der Mechanismus soll außerdem den Austausch von Geheimdienstinformationen und Erkenntnissen zwischen den Parteien zur Umsetzung des Friedensabkommens erleichtern“, heißt es in der Erklärung. Beim ersten Treffen verabschiedeten die ständigen Mitglieder, nämlich die Demokratische Republik Kongo und Ruanda, das Mandat für künftige Treffen des Mechanismus und begannen mit Diskussionen über die Umsetzung des Friedensabkommens. <span style="color: #333333;"><span style="font-family: Times New Roman, serif;"><span style="font-size: medium;">Der Vertreter des AU-Vermittlers, der Kommission der Afrikanischen Union, des Staates Katar und der Vereinigten Staaten nahmen an diesen Gesprächen teil, um eine wirksame, effiziente und unparteiische Umsetzung des Abkommens sowie die Fortsetzung der in gutem Glauben getroffenen Initiativen zur Schaffung dauerhafter Stabilität in der Region sicherzustellen. Die Demokratische Republik Kongo und Ruanda drückten laut dem US-Außenministerium ihre Dankbarkeit für die unschätzbaren Beiträge und gemeinsamen Bemühungen der Afrikanischen Union, der Vereinigten Staaten und Katars als Partner bei der Suche nach einer friedlichen Lösung aus. Dieses erste Treffen des Gemeinsamen Sicherheitskoordinationsmechanismus fand am Hauptsitz der Kommission der Afrikanischen Union in Addis Abeba statt (www.radiookapi.net)</span></span></span></p>
<p><b>Demokratische Republik Kongo: Präsident Félix Tshisekedi bildet Kabinett um und nimmt </b></p>
<p><b>zwei gemäßigte Gegner in sein Kabinett auf </b></p>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo beendete Präsident Félix Tshisekedi die Spannung, indem er in der Nacht vom 7. auf den 8. August die Zusammensetzung der neuen Regierung unter Premierministerin Judith Suminwa bekannt gab. Dieses neue Team, das neu zusammengestellt, verschlankt und für andere politische Parteien geöffnet werden soll, umfasst 53 Mitglieder – genauso viele wie die vorherige Regierung. Die große Überraschung dieser Ankündigung ist die Rückkehr von Adolphe Muzito, dem ehemaligen Premierminister unter Joseph Kabila, der dieses Mal zum stellvertretenden Premierminister mit Zuständigkeit für den Haushalt ernannt wurde. Er kehrt nach 13-jähriger Abwesenheit an die Macht zurück.</p>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo gibt es keine Vertreter der sogenannten radikalen Opposition, berichtet unser Korrespondent in Kinshasa, Pascal Mulegwa. Niemand aus dem Umfeld von Martin Fayulu. Noch weniger Vertreter von Moïse Katumbi oder Joseph Kabila sind in der neuen Regierungsmannschaft, die von Präsident Felix Tshisekedi umgebildet wurde. Andererseits geben zwei ehemalige Präsidentschaftskandidaten ihr Debüt. Oppositionsführer Adolphe Muzito, der sich noch immer als Teil der Opposition sieht und dessen Positionen eine Annäherung an die Regierung vorausahnen ließen, wurde zum Haushaltsminister ernannt. Ein Ressort, das er gut kennt, da er es von 2007 bis 2008 leitete, bevor er Premierminister wurde. Als ehemaliger Finanzinspektor verstärkt seine Ernennung sein erklärtermaßen technokratisches Profil. Eine weitere Ernennung: Floribert Anzuluni, ehemaliger Koordinator der Bürgerbewegung Filimbi und erfolgloser Kandidat bei den Präsidentschaftswahlen 2023, übernimmt das Amt des Ministers für regionale Integration. Guillaume Ngefa-Atondoko, ehemaliger UN-Menschenrechtsbeauftragter in Mali, der 2023 ausgewiesen wurde, wird zum Justizminister ernannt. Die Regierung begrüßt Grâce Kutino, eine junge Pastorin einer Erweckungskirche, im Jugendministerium. Dies ist eine Exekutive, die von einigen Positionswechseln, aber auch zahlreichen Wiederernennungen geprägt ist. Ansonsten ist die Regierung nicht gerade verkleinert: Es gibt 53 Minister im Vergleich zu den vorherigen 54. Unter den Behaltenen: Doudou Fwamba im Finanzministerium, Thérèse Kayikwamba im Außenministerium, Patrick Muyaya im Kommunikationsministerium, Julien Paluku im Außenhandel und alle stellvertretenden Premierminister der vorherigen Regierung. Jacquemain Shabani bleibt im Innenministerium, Jean-Pierre Bemba bleibt im Verkehrsministerium, und die Amtsinhaber des Verteidigungsministeriums, Guy Kabongo und Jean-Pierre Lihau, bleiben im öffentlichen Dienst.</p>
<p><b>Abbau von Frustrationen innerhalb der politischen Familie </b></p>
<p>Man beobachtet Bemühungen, um Frustrationen innerhalb der politischen Familie abzubauen und den durch die jüngsten Wahlen gewonnenen Einfluss zu berücksichtigen. So erhöht Modeste Bahatis AFDC/A die Zahl seiner Minister von zwei auf drei. Die MLC behält seine Quote mit einem stellvertretenden Premierminister, Jean-Pierre Bemba, und einer Ministerin, Ève Bazaiba, bei. Die UNC seinerseits ist nicht ganz zufrieden, aber nicht so sehr, dass er die Präsidentschaftsbewegung verlassen würde. Die andere Interpretation ist technischer Natur: Im wirtschaftlichen und finanziellen Bereich werden die Ergebnisse als recht gut angesehen, wie der jüngste Programmbewertungsbericht mit dem IWF hervorhebt. Hinzu kommen die Bereiche Außenpolitik und Kommunikation, die Félix Tshisekedis Umfeld als Erfolge in internationalen Einflussbereichen und Entscheidungsprozessen ansieht, insbesondere in der Pattsituation zwischen Kinshasa und Kigali. Ergebnis: Die diplomatische Leiterin, Thérèse Kayikwamba, und der Regierungssprecher, Patrick Muyaya, werden wieder ernannt. Ein weiteres Element: das Scheitern der Annäherung zwischen Félix Tshisekedi und Martin Fayulu. „Wir haben uns aus Patriotismus und Überzeugung geweigert und Nein gesagt, nicht aus Trotz“, erklärte Prince Epenge von Lamuka, Martin Fayulus Plattform. Eine weitere Beobachtung: ein tiefer Riss zwischen Félix Tshisekedi und Moïse Katumbi. Schließlich glauben einige heute Morgen kontaktierte Minister, dass diese Regierung eher eine Übergangsregierung ist und möglicherweise auf den dringend notwendigen politischen Dialog wartet, den die Opposition, die katholische und die protestantische Kirche gefordert und der von internationalen Vermittlern unterstützt wird (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>)</p>
<p><b>DR Kongo: Präsident Tshisekedis Kabinettsumbildung stößt auf gemischte Resonanz </b></p>
<p>In der Demokratischen Republik Kongo hat Präsident Félix Tshisekedi am Freitag, den 8. August, das Kabinett von Premierministerin Judith Suminwa umgebildet und zwei Oppositionspolitiker, darunter den ehemaligen Premierminister Adolphe Muzito, in das Kabinett aufgenommen. Das neue Kabinett besteht aus 53 Mitgliedern. Ein Drittel des Kabinetts besteht aus Frauen. Es überrascht nicht, dass sowohl die Neuzugänge als auch die im Amt gebliebenen Präsidenten Félix Tshisekedi in den höchsten Tönen loben.</p>
<p>In einer Erklärung forderte die Premierministerin der Demokratischen Republik Kongo, Judith Suminwa, die neuen Minister auf, Strenge, Würde und Opferbereitschaft zu zeigen. Unseren Quellen zufolge wurden Oppositionsvertreter für eine Regierungsbeteiligung angefragt, lehnten jedoch ab. Ihre Teilnahme wurde von der Durchführung eines inklusiven Dialogs abhängig gemacht, wie von der katholischen und protestantischen Kirche vorgeschlagen. Dies trifft auch auf Martin Fayulu zu. Sein Sprecher, Prince Epenge, verurteilte eine „selbstmörderische“ Strategie der Verzögerung von Friedensinitiativen. „Wir haben aus Patriotismus und Überzeugung Nein gesagt“, fügte er hinzu. Rodrigue Ramazani von der Partei des Oppositionsführers Delly Sessanga wiederum war der Ansicht, dass die Umbildung ohne einen aufrichtigen Dialog und einvernehmliche Reformen „nichts weiter als ein neuer Anstrich einer bröckelnden Mauer sein wird“. Präsident Félix Tshisekedi hatte eine schlanke und offene Regierung versprochen. Doch erste Reaktionen im Internet und in den Medien deuten auf eine schwache Umbildung hin, die keine Offenheit gegenüber der radikalen Opposition und der Zivilgesellschaft zeigt. Weitere Kritikpunkte konzentrieren sich auf die Größe des neuen Teams von 53 Mitgliedern, während der Präsident weniger als 50 Minister versprochen hatte (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>)</p>
<p><b>Demokratische Republik Kongo: Eine Regierung, die die Heilige Union einschränkt, Dialoge vermeidet und Zeit gewinnt? </b></p>
<p>Laut dem kongolesischen Präsidenten Félix Tshisekedi wurde die am Freitag, den 8. August, angekündigte neue Regierung verkleinert und für andere politische Kräfte, insbesondere die Opposition und die Zivilgesellschaft, geöffnet. Obwohl es keine größeren Veränderungen gibt und Premierministerin Judith Suminwa im Amt bleibt, ist diese Umbildung Teil eines größeren Kontextes: der Konsolidierung des politischen Programms des Präsidenten, der Suche nach einem Konsens über ihn und die Institutionen in Kinshasa sowie der Abwarte der politischen Entwicklung.</p>
<p>Für diese Umbildung lassen sich mindestens drei Gründe identifizieren. Der erste ist die Stärkung der Heiligen Union der Nation, der politischen Plattform von Félix Tshisekedi. Der kongolesische Präsident macht daraus kein Geheimnis; er hat es seinen Verbündeten bereits in internen Treffen wiederholt: Er träumt von einer starken Plattform, die das Land mehrere Amtszeiten lang führen kann. Manchmal verweist er sogar auf das Beispiel des ANC in Südafrika. Auch deshalb wolle er Frustrationen innerhalb seiner Gruppe vermeiden, erklären einige Vertreter der Heiligen Union. Er hat daher die Repräsentativität der Provinzen, vor allem aber das politische Gewicht seiner Verbündeten sichergestellt, gemessen insbesondere an der Zahl der gewählten Abgeordneten bei den Wahlen 2021.</p>
<p><b>Abgewendeter politischer Dialog</b></p>
<p>In einer zweiten Logik möchte Félix Tshisekedi den von der katholischen und protestantischen Kirche geforderten nationalen politischen Dialog umgehen. Dieser wird auch von der AFC/M23, Joseph Kabila, Martin Fayulu und Moïse Katumbi gefordert und von internationalen Vermittlern unterstützt. Er will diesen Dialog nicht, bestätigen seine engen Vertrauten: Er hält seinen Ausgang für ungewiss und glaubt, er könnte die Legitimität von Institutionen in Frage stellen oder bestimmte Gegner wiederbeleben. Um ihn zu vermeiden, eröffnet Félix Tshisekedi das Spiel und versucht, Frustrationen zu beschwichtigen. Monatelang fanden Verhandlungen statt, ohne großen Erfolg. Es folgten einmonatige Konsultationen unter der Leitung von Eberande Kolongele, seinem Sondersicherheitsberater. Wieder ohne Erfolg: Kein wichtiger Oppositionsführer hat sich verpflichtet. Schließlich wurden diskrete Annäherungsversuche unternommen, insbesondere an Personen aus dem Umfeld von Martin Fayulu. Wieder ohne Ergebnis: Der Gegner forderte, dass vor jeder Beteiligung ein nationaler Dialog stattfinden müsse.</p>
<p><b>Der Kalender und politische Kalkulationen </b></p>
<p>Mehrere Minister und Kader der Mehrheit betrachten diese Umbildung als eine Übergangsregierung. Warum? Weil wir 2025 schreiben und die Präsidentschaftswahlen erst 2028 stattfinden: Bis dahin müssen sie ihre Karten in der Hand halten. Ein weiterer Grund ist, dass die Doha-Verhandlungen zwischen den kongolesischen Behörden und der AFC/M23 noch andauern: Das Ergebnis ist schwer vorherzusagen. Und sollte die Forderung nach Dialog von Opposition, Kirchen und Vermittlern angenommen werden, könnte dies zu einer tiefgreifenden Umstrukturierung der Institutionen, einschließlich der Regierung, führen (<a href="http://www.rfi.fr/">www.rfi.fr</a>)</p>
<p><b>Die Regierung Suminwa II enttäuscht die Erwartungen der Kongolesen (Zivilgesellschaft) </b></p>
<p><b>In einer am Freitag, den 8. August, in Kinshasa veröffentlichten Erklärung drückte der Oberste Rat der Zivilgesellschaft der Demokratischen Republik Kongo seine tiefe Enttäuschung über die Bekanntgabe der neuen Regierung Suminwa II aus. Diese sei „nicht durch die erwartete Erneuerung gekennzeichnet, sondern vielmehr durch die Wiederernennung einer großen Zahl von Ministern ohne überzeugende Bilanz“.</b></p>
<p>Die Ministerwahlen widersprächen den Erwartungen der kongolesischen Bevölkerung, sagte Carlos Mupili, der nationale Präsident dieser Bürgerorganisation: „Während das Land eine kritische Phase durchlebt, die von einer anhaltenden Sicherheitskrise im Osten, weit verbreiteter Armut, einem fragilen Bildungssystem, sozialer Ungerechtigkeit, mangelnder Verkehrsinfrastruktur, prekären Gesundheitsdiensten und einer versagenden Verwaltung geprägt ist, hoffte die Bevölkerung auf eine Regierung, die Hoffnung bringt und auf Leistungsgesellschaft, Integrität und Kompetenz aufbaut“.</p>
<p><b>Joseph Kabila verunglimpfen</b></p>
<p>Nach der Bekanntgabe dieser Regierung stellte Carlos Mupili mit Bedauern fest, dass Inkompetenz belohnt, die Meritokratie in die Leichenhalle verbannt und der Status quo durchgesetzt wurde: „Die Wiederernennung von Ministern, die unfähig sind, greifbare Ergebnisse zu erzielen, kommt der Unterzeichnung des Totenscheins für gute Regierungsführung in unserem Land gleich“, erklärte er und schränkte ein: „Die Wiederernennung der Minister Lihau, Wagner Kayikwamba, Sombo, Paluku und Mwadavinta sowie die Ankunft von Muzito sind zu begrüßen“. Der Oberste Rat der Zivilgesellschaft der Demokratischen Republik Kongo verurteilte insbesondere den mittlerweile weit verbreiteten Trend, dass einige Minister versuchen, ihre Managementfehler durch populistische Rhetorik zu verschleiern, insbesondere durch die Beleidigungen des ehemaligen Präsidenten Joseph Kabila, um von ihrer eigenen Untätigkeit abzulenken. Dieselbe Quelle fordert Premierministerin Judith Suminwa Tuluka außerdem auf, sich von politischer Logik zu lösen und ihre Macht der Regierungskoordination verantwortungsvoll wahrzunehmen, um echte Reformdynamik voranzutreiben. Präsident Félix-Antoine Tshisekedi stellte am Freitag, dem 8. August, die neue Zusammensetzung der von Judith Suminwa geführten Regierung vor. Während mehrere Minister ihre Ressorts behalten, wurden Anpassungen vorgenommen und neue Gesichter in die Exekutive berufen (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
<p><b>Nord-Kivu: Gesundheitszentrum Lushebere steht aufgrund fehlender Ressourcen kurz vor dem Ersticken </b></p>
<p><b>Das Mushebere-Gesundheitszentrum, Teil der Gesundheitszone von Birambizo im Rutshuru-Gebiet in Nord-Kivu, befindet sich in einer schweren Krise. Aufgrund fehlender Ressourcen kann die Einrichtung der durch Armut und Unsicherheit geschwächten Bevölkerung kaum medizinische Versorgung bieten. </b></p>
<p>„Es fehlt an allem: an Vorräten, an lebenswichtigen Medikamenten und an der Unterstützung durch Partner“, warnt Ahadi Uwihoreye Pitié, der leitende Krankenpfleger des Zentrums. Ihm zufolge sind nur wenige Grundnahrungsmittel wie Paracetamol verfügbar, was eine angemessene Patientenversorgung unmöglich macht. Die sich seit Jahren verschlechternde Situation zwingt Patienten dazu, in das Krankenhaus von Mwesso im benachbarten Masisi- Gebiet verlegt zu werden. Dies ist ein langer und teurer Weg, der für die Bewohner von Mushebere oft unerreichbar ist. „Wir behandeln Patienten ambulant. Aufgrund fehlender Ressourcen können wir hier nichts tun“, beklagt der leitende Krankenpfleger. In einer Region, in der Unsicherheit den Zugang zur medizinischen Versorgung ohnehin erschwert, gefährdet diese lokale Gesundheitskrise das Leben von Hunderten von Menschen. Hilferufe nehmen zu, bleiben aber bisher unbeantwortet (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p>
<p><b>Demokratische Republik Kongo: Lehrergewerkschaften schlagen Alarm wegen Mängeln im Bildungssystem </b></p>
<p><b>Auf einer Generalversammlung am Freitag in Kinshasa gaben die Mitglieder der Synergie der Lehrergewerkschaften der Demokratischen Republik Kongo eine scharfe Einschätzung des Zustands des nationalen Bildungssystems ab. Mit Blick auf den bevorstehenden Schuljahresbeginn prangerten sie eine Reihe von Missständen an und forderten dringende Reformen.</b></p>
<p>In einer nach der Versammlung veröffentlichten Erklärung forderte der Generalsekretär der Synergie, Jean-Bosco Puna, die Regierung auf, die aus der Arbeit zur Gehaltspolitik resultierenden Beschlüsse unverzüglich zu veröffentlichen. Er kritisierte zudem die Kontrolle der Abschlussprüfungen durch bestimmte Interessengruppen, die er als „Kaporalisierung“ bezeichnete.</p>
<p>Die Gewerkschaften fordern die Einberufung einer Generalversammlung der Generalinspektion, um deren Auftrag zu überdenken und ihre offizielle Rolle bei der Organisation von Abschlussprüfungen wiederherzustellen. Sie fordern außerdem Transparenz hinsichtlich der neuen Gehaltsskala, die als unerlässlich für die Gewährleistung von Fairness unter den Lehrkräften erachtet wird. Weitere Forderungen sind die Abhaltung einer Plenarsitzung mit Gewerkschaftsvertretern, die sofortige Aufhebung des Rundschreibens, das schwangeren Mädchen den Schulbesuch und -verbleiben erlaubt, sowie die Beilegung von Streitigkeiten im Zusammenhang mit Schulzeugnissen. Diese Zeugnisse behindern das Recht der Schülerinnen und Schüler, sich frei an der Schule ihrer Wahl anzumelden. „Es ist an der Zeit, dass die Behörden Verantwortung übernehmen, um einen chaotischen Schulbeginn zu vermeiden“, erklärte Jean-Bosco Puna (<a href="http://www.radiookapi.net/">www.radiookapi.net</a>)</p><p>The post <a href="https://kongo-kinshasa.de/8-9-08-2025">8./9.08.2025</a> first appeared on <a href="https://kongo-kinshasa.de">Kongo-Kinshasa.de</a>.</p>]]></content:encoded>
					
		
		
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