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Lesen Sie auch das Blog von Dominic Johnson
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Letzte Änderung: Dienstag, den 15. Mai 2012, 11:16 Uhr
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Montag, den 14. Mai 2012
- Die regionale Koalition der Zivilgesellschaft, welche Ruanda, Burundi, Uganda und die DR Kongo umfasst und sich letzte Woche in Bukavu (Süd Kivu / DR Kongo) getroffen hatte, hat "bedeutende Fortschritte" im Handel und in der Ausbeutung vom Erz aus den Provinzen Nord und Süd Kivu festgestellt. Nachdem sie verschiedene getroffene Maßnahmen gegen den Handel vom "Bluterz" in der DR Kongo evaluiert hat, beabsichtigt sie, einen Aktionsplan für die Periode 2012-2014 über das Erz aus diesen beiden Provinzen auf die Beine zu stellen. "Es gibt eine Art von Fortschritt. Jeder ist sich heute dessen bewusst, dass man sich auf die Transparenz orientieren muss. Heute sind die Bergbauanlagen klassifiziert worden und die Regierung hat eben eine Liste veröffentlicht, in der die Bergbauanlagen kategorisiert sind: a) grüne Anlagen (frei für die Ausbeutung gegebene Anlagen), b) gelbe Anlagen (mittelmäßig für die Ausbeutung angenommene Anlagen) und c) rote Anlagen (nicht für die Ausbeutung zugelassene Anlagen). Auf der Basis dieser Liste kann man den Handel vom Erz wieder aufnehmen", so der Koordinator der NGO "Observatoire gouvernance et paix", Eric Kajemba (www.radiookapinet)
- Ein Radio-Sender in der instabilen Provinz von Nord Kivu, im Osten der DR Kongo, wurde am Sonntag auf Entscheidung des Bürgermeisters für 3 Monate geschlossen. Dem Sender wird das Senden von Äußerungen eines Rebellen vorgeworfen, die die "FARDC "demoralisiert" haben. Der Bürgermeister von Butembo, Sikuli Masaka Makala, "wirft Radio-Liberté vor, am 07.05.2012, ein Telefongespräch mit dem Rebellengeneral Lafontaine gesendet zu haben", so L'obervatoire de la liberté de la presse en Afrique" (OLPA) in einem Kommuniqué. Masaka Makala zufolge "demoralisiert" Radio-Liberté "die FARDC-Truppen, die an verschiedenen Kämpfen gegen die Meuterer der ex-CNDP teilnehmen", so die kongolesische NGO weiter. "Lafontaine" genannt, hat General Kakuli Sikuli, Kommandant der Mai-Mai-Miliz "Patriotes Résistants Congolais" (PARECO), insbesondere erklärt, dass die FARDC bis zum Ende bekämpfen und das gesamte Territorium befreien werden" (AFP)
- Le Congrès National pour la Défense du Peuple (CNDP), eine aus der ex-Rebellion hervorgegangene politische Partei, hat am Sonntag, den 13.05.2012, angeboten, eine Vermittlung zwischen der kongolesischen Regierung und den Meuterern in Nord Kivu wahrzunehmen, so die dieser Partei nahe stehenden Quellen. "Um zu vermeiden, dass sich die Lage verschlechtert und ein Tiefpunkt erreicht wird, können wir eine Mediation anbieten", da die Dissidenten die ex-CNDP-Mitglieder sind, "die auf uns hören und wir haben Einfluss auf sie", so der CNDP-Sprecher, Antoine Mahamba Kasiwa, gegenüber AFP. Die ex-Rebellen wurden in die FARDC in 2009 nach der Unterzeichnung des Friedensabkommen integriert, aber ein Teil hat sich Ende April 2012 abgesetzt und eine Bewegung M23 gegründet, die durch den Oberst Sultani Makenga angeführt wird, um die volle Umsetzung dieser Abkommen zu verlangen. M steht für mouvement und 23 für den Tag, an dem diese Abkommen unterschrieben wurden. "Hätte eine Versammlung des nationalen Begleitungskomitees regelmäßig stattgefunden, hätten wir diese Geschichte nicht gehabt. Man hat die Abkommen in der Versenkung verschwinden lassen, und dies ist das Resultat", hat Mahamba Kasiwa hinzugefüht (AFP)
- Die ruandischen Hutu-Rebellen der FDLR haben erklärt, "dass es keine Allianz mit General Jean Bosco Ntaganda gibt, dessen Gefolgsleute mit den FARDC in der unstabilen Provinz Nord Kivu kämpfen. Keine Allianz ist zwischen den FDLR und dem General Ntaganda möglich, der sich durch einen angeborenen Hass und eine angeborene Grausamkeit gegen die ruandischen Hutu-Flüchtlinge auszeichnet", so ein Sprecher der ruandischen Rebellen, La Forge Fils Mayeye in einem Kommuniqué aus Masisi (AFP)
- Seit 2 Wochen ist Nord Kivu intensiven Kämpfen zwischen den Rebellionsbewegungen und der kongolesischen Armee ausgesetzt. Zwei verschiedene Gruppen treten der Armee von Joseph Kabila gegenüber: M23 vom Oberst Sultani Makenga und die dem auf der Flucht befindlichen Ntaganda, den Kinshasa festnehmen will, treuen Elemente. Über diesen Krieg zwischen den Regierungstruppen und den Rebellen hinaus hat eine andere Schlacht begonnen, die des Kräftespieles innerhalb der ex-CNDP. Vor einer Woche hat eine neue Strömung innerhalb der CNDP das Licht der Welt erblickt. Es handelt sich um M23, die die Umsetzung der Abkommen vom 23.03.2009 zwischen den CNDP-Rebellen und den kongolesischen Behörden verlangt. Die Abkommen sahen u.a. die Umbildung der CNDP zu einer politischen Partei vor. Eingangs wurde diese "neue Rebellion" durch die internationale Presse als Ntaganda nahe stehend bezeichnet. Einige Internet-Seiten bestätigten sogar, dass M23 den ausgebrochenen Ntaganda schützen würde. In der Tat wurde diese "Strömung" durch die Mitglieder der "historischen" CNDP ins Leben gerufen, die deren Gründer Laurent Nkunda treu geblieben sind. M23 ist alles, aber nicht Ntaganda nahe stehend. M23 betrachtet Ntaganda als einen Verräter. In der Tat hatte 2009 eine überraschende Umkehrung der Allianz die CNDP implodieren lassen. Ntaganda hat sich Kinshasa genähert und Laurent Nkunda wurde durch seinen alten Alliierten (Ruanda) kalt gestellt (afrikarabia2.bogs.courrierinternatonal.com)
- Die meuternden ex-Rebellen der CNDP haben bestätigt, dass sie ihre durch die Flugzeuge der kongolesischen Armee bombardierten Positionen in Nord Kivu weiter kontrollieren. "Sie sind mit 5 Streitwagen, 3 Kampfflugzeuge und anderen schweren Waffen gekommen und haben uns auf drei Achsen attackiert. Wir haben uns gut verteidigt", so der Oberst Vianney Kuzurawa, der M23-Sprecher. "Wir haben die Regierungskräfte in Runynyi, Bukima, Bukenge ... zurückgeschlagen. Es sind die Orte, die wir kontrollieren. Die Armee hat bombadiert, wo wir nicht waren, sie hat die Bevölkerung bombadiert", fügt er hinzu (www.jeuneafrique.com)
- Der kongolesische Verteidigungsminister hat sich mit seinem ruandischen Kollegen am Sonntag, den 13.05.12, in Gisenyi (Ruanda) getroffen. Sie haben über die Situation in Nord Kivu gesprochen, wo seit Anfang Mai 2012 Kämpfe zwischen den FARDC und Meuterern stattfinden. "Ruanda ist entschlossen, der DR Kongo zu helfen, eine friedliche und politische Lösung, d.h. ohne Nutzung von militärischen Mitteln, der jetzigen Krise zu finden", hat der ruandische Militärsprecher, Joseph Nzamwitu der AFP erklärt. Die beiden Länder sehen vor, Informationen über die Sicherheit entlang ihrer gemeinsamen Grenzen auszutauschen, so der Sprecher weiter. In Begleitung ihrer Sicherheits- und Nachrichtendienstverantwortlichen haben die beiden Minister auch die Frage der Flüchtlinge erwähnt. Den laufenden Kämpfen zwischen den FARDC und den ex-Mitgliedern der CNDP in Nord Kivu entfliehend haben mehr als 7.500 Personen in Ruanda und 3.500 in Uganda Zuflucht gefunden (direct.cd)
- Die Anonymous haben neue Ziele: die im Handel mit Coltan involvierten multinationalen Unternehmen. Der Großteil der bekannten Weltreserven dieses Erzes befindet sich in Nord und Süd Kivu (DR Kongo). Die Hacker haben zwischen den 10. und 12.05.2012 die Internet-Seiten von mehreren dieser Unternehmer angegriffen und blockiert. Coltan heizt die Gier an und wird eine Wirtschaftsherausforderung, die die Zusammenstöße zwischen den Milizen verursacht. Diese Zusammenstöße betreffen die beiden Provinzen Kivu in der DR Kongo, zwei Provinzen, die 3/4 der Weltreserven dieses kostbaren Erzes haben. Vier multinationale Unternehmen waren Gegenstand dieser Hackerangriffe: Bayer (Deutschland), Sony (Japan), LG und Samsung (Süd Korea). Die Methode ist die übliche: Die Server ihrer Internet-Seiten werden mit Anfragen bombardiert und kommen am Ende zum Stillstand. Unter den 4 attackierten Unternehmen hat nur Bayer reagiert. Die chemische Gruppe hat zugegeben, dass viele ihrer Sites attackiert worden waren, aber sie bestreitet, am Coltanhandel teilzunehmen (www.rfi.fr)
Samstag, den 12. Mai 2012
- In Nord Kivu, im Osten der DR Kongo, haben die durch die Verfolgung von General Jean Bosco Ntaganda, den Kinshasa festnehmen will, entfesselten Kämpfe ein Wiederaufleben der Gewalt hervorgerufen. Für Thierry Vircoulon, Verantwortlicher für Zentralafrika bei International Crisis Group (ICG) ist die Krise, die Nord Kivu erschüttert, nicht nur militärisch, und der Versuch, Ntaganda zu verhaften verzögert ihre Beilegung (www.afrikarabia.com)
- Am Donnerstag sind zwischen der kongolesischen Armee und der Meuterern im Osten der DR Kongo, nähe der Grenzen zu Ruanda und Uganda, wo sich der auf der Flucht befindliche Jean Bosco Ntaganda verschanzt hat, Schießereien entbrannt, so Militärquellen. "Die Kämpfe zwischen den FARDC und den Meuterern fanden zuerst in Runyonyi statt, wo mit schweren Waffen geschossen wurde", hat der AFP ein ehemaliges Mitglied der CNDP und heute Meuterer erklärt. "Wir verfolgen von nahem die Situation in Runyonyi und die Zusammenstöße gehen weiter", hat der AFP ein in Goma dienender FARDC-Oberst erklärt. Die Provinz Nord Kivu ist seit dem 29.04.12 Schauplatz von Zusammenstößen zwischen loyalen Soldaten und Meuterern der ex-CNDP. Diese Zusammenstöße haben die Flucht der Bevölkerung in Bunaga verursacht. "Einige Personen kommen nach Bunagana, sogar diejenigen, die ihre Häuser nicht verlassen wollen, sind weggegangen", so ein Einwohner dieser Lokalität (www.jeuneafrique.com)
- Die neue kongolesische Regierung wurde nach der Präsentierung eines 5-jährigen Programms mit sozialen und wirtschaftlichen Orientierungen durch den Premierminister vor der Nationalversammlung im Amt bestätigt. Unter den 388 Deputierten, die an der Abstimmung teilgenommen hatten, haben 324 Abgeordneten mit ja abgestimmt, 53 ware dagegen und 11 haben sich der Abstimmung enthalten (direcht.cd)
- Der EU-Boschafter in der DR Kongo, Jean-Michel Dumond, hat nach der Amtseinführung der Matata-Regierung seine Zufriedenheit zum Ausdruck gebracht. Der EU-Diplomat hat sich so im Lauf eines Empfangs anlässlich des EU-Tages in seiner Residenz im Bezirk Gombe (Kinshasa) geäußert. "16 EU-Mitgliedsstaaten sind in der DR Kongo repräsentiert, und die EU bleibt der erste Geldgeber in der Welt. In Bezug auf die DR Kongo hat er erklärt, dass das Land mehr als 200.000.000 Euro von der EU bekommen hat. Der EU-Botschafter hat hinzugefügt, dass die individuelle Hilfe, die jedes Mitglied der EU der DR Kongo zur Verfügung stellt, sich auf mehr als 6 Milliarde Euro beziffert. Überdies hat er die durch seine Mannschaft geleistete Arbeit begrüßt, ohne dabei die Präsenz und die durch das Personal von EUPOL, EUSEC und Echo gespielte Rolle zu vergessen. "Wir haben 3 Ziele: die Stabilität, die Sicherheit und den Frieden", hat er unterstrichen. Der EU-Diplomat hat auch seine Zufriedenheit hinsichtlich der guten Beziehungen zwischen seiner Delegation und der MONUSCO zum Ausdruck gebracht (www.digitacongo.net)
- Nach dem Ablauf eines Ultimatums der Regierungsarmee an rebellierende Soldaten in der ostkongolesischen Provinz Nord-Kivu hat die Armee am Donnerstagabend eine Großoffensive im Grenzgebiet zu Uganda eingeleitet. Mehrere tausend Menschen ergriffen gestern die Flucht nach Uganda, zumeist in strömendem Regen. Sie sagten bei der Ankunft, sie seien auf der Flucht vor schweren Artilleriegefechten in ihren Dörfern. Die Rebellen besetzten mehrere Ortschaften in der Nähe der Distrikthauptstadt Rutshuru. (taz)
Donnerstag, den 10. Mai 2012
- Aus einem durch Afro America Network am 08.05.2012 publizierten Artikel geht hervor, dass die ruandische Regierung in den letzten 3 Tagen mehr als 3.000 Soldaten in die DR Kongo entsandt hat. Die Stationierung der ruandischen Truppen in der DR Kongo folgt einem Abkommen zwischen den Sicherheitsdiensten beider Länder und dem Treffen zwischen den Verteidigungsministern letzte Woche in der Grenzstadt Gisenyi. Die Sicherheitsdienste hatten sich am 03.05.2012 in Kigali getroffen. Den Quellen zufolge sind sich die Sicherheitsdienste und die Verteidigungsminister über zwei Punkte einig geworden. 1.) Ruanda schickt seine Truppen in die DR Kongo, um den FARDC beizustehen, die mit massiven Desertionen, Rebellionen und Meutereien konfrontiert sind. Die Meuterer werden durch den abtrünnigen General Jean Bosco Ntaganda angeführt, der wegen Kriegsverbrechen und Anwerbung von Kindersoldaten gesucht wird. Die kongolesischen Behörden sind der Ansicht, dass die ruandischen Truppen den Rebellengeneral Ntaganda bändigen werden. 2.) Die kongolesische Regierung hat akzeptiert, Verhandlungen mit General Ntaganda einzuleiten. Mindestens hat die kongolesische Regierung versprochen, Ntaganda wegen Kriegsverbrechen und Anwerbung von Kindersoldaten in der DR Kongo abzuurteilen, Kriegsverbrechen, die ihm der Internationale Strafgerichtshof vorwirft. Die Hoffnung ist, wenn er in der DR Kongo vor Gericht steht, wird er wahrscheinlich durch die kongolesischen Richter für die ihm vorgeworfenen gravierenden Kriegsverbrechen nicht schuldig erklärt. Der kongolesischen Justiz wird vorgeworfen, von der Regierung abhängig, uneffektiv und korrupt zu sein (Afro America Network)
- Nach den Kämpfen erdulden die Einwohner von Goma (Nord Kivu) die Unsicherheit und die Armut. Die Kämpfe in Nord Kivu sind nicht mehr intensiv. Einige Gefechte zwischen den FARDC und den ex-CNDP-Deserteuren werden hier und da signalisiert. Aber diese Situation von "weder Frieden noch Krieg" ("ni paix, ni guerre") hat katastrophale Folgen für die Bevölkerung. Den Einfällen, der Angst und den Gerüchten ausgeliefert, sind es Tausende, die ihre Dörfer verlassen haben. Fast alle Vertriebenen versuchen, die Provinzhauptstadt (Goma) zu erreichen. Dieser unerwartete Zuzug von Flüchtlingen stellt den humanitären Agenturen ernstzunehmende Probleme. Zum Beispiel hat PAM aufgrund fehlender Mittel seine Schulkantinen geschlossen und seine Distributions halbiert. Aber für Notfälle gibt es eine Lösung, die Verteilung von Energiebiskuits. "Ich würde sagen, es ist eine besondere Ration. In der Tat handelt es sich um ein adaptiertes Produkt, das keine Logistik verlangt. Ein Energiebiskuit kann unzubereitet verzehrt werden. Dies deckt den Bedarf in puncto Energie und Kaloriengehalt für diese Bevölkerungen ab", so Guy Adoua, Pam-Koordinator in Nord Kivu (www.rfi.fri)
- Morde, Plünderungen, Erpressungen und Belästigungen sind die in der letzten Zeit in der Provinz Süd Kivu (Kalehe, Mwenga, Shabunda und Fizi) zu beobachtenden Vorfälle. Die Übergriffe werden durch die bewaffneten Mai-Mai-Gruppen, die ruandischen Rebellen der FDLR und nicht besonders identifizierte Banditen verübt. Alle diese Präzisierungen wurden durch den Oberstleutnant Félix Prosper Basse, MONUSCO-Sprecher, bei der wöchentlichen Pressekonferenz seiner Institution am Mittwoch, den 09.05.2012, in Kinshasa mitgeteilt. Ihm zufolge ist die Sicherheitssituation in der Süd Kivu-Provinz in der letzten Woche "spannungsgeladen" geblieben, aber "unter Kontrolle". Félix Prosper Basse hat überdies berichtet, dass die FDLR-Kombattanten in der Nacht vom 03.05. zum 04.05.2012 Lumenga attackiert und 13 Personen, die als Angehörige der bewaffneten Mai-Mai-Gruppe Rahiya (oder Raia-) Mutomboki vermutet waren, getötet. Deshalb hat die MONUSCO eine Patrouille für schnellen Einsatz ("patrouille d'intervention rapide") in dem benachbarten Dorf Kambegele stationiert, mit dem Ziel, die zivile Bevölkerung zu schützen, die Zone zu kontrollieren und die Möglichkeit zur Installierung einer operationellen Stelle zu prüfen, so Oberstleutnant Félix Prosper Basse (www.lepotentiel.cd)
- Ein Wärter des Virunga-Nationalparks und zwei FARDC-Soldaten, die am 09.05.2012 in Ranyangwasi in einen Hinterhalt gerieten, wurden getötet. Den Quellen des "Institut congolais de la conservation de la nature (ICCN)" zufolge befanden sie sich in der Ausübung ihres Sicherungsdienstes auf der Straße zwischen Kiwanja und Kanyabayonga, als der Zwischenfall passierte. Umweltaktivisten, die nicht genannt werden wollen, vermuten, dass die Täter die Mai-Mai-Milizionäre der Union des Congolais Patriotes pour la Paix von Sikuli Lafontaine und Oberst Kahasha sind (www.radiookapi.net)
Mittwoch, den 09. Mai 2012
- Der 2009 in die FARDC integrierte und von nun an auf der Flucht befindliche meuternde General Bosco Ntaganda ist nach dem Schusswechsel mit der FARDC mit seinen Gefolgsleuten auf dem Weg zum Virunga-Nationalpark. Kinshasa will ihn wegen Rebellion aburteilen. "Wir haben die Kämpfe um Mitternacht begonnen. General Bosco Natganda war unter den Kombattanten", hat ein Armee-Kapitän erklärt, ein ehemaliges Mitglied der Rebellion der CNDP, die Ntaganda vor seiner Integration 2009 kommandierte. Nach 4 Stunden heftiger Schusswechsel in Kibumba (zwischen Nyiaragongo und Rutshuru). Wir bekamen Unterstützung. Die Meuterer haben sich verteilt und haben Zuflucht in den Wäldern von Kibumba gesucht, die sie in dieser Nacht überquert haben. Sie waren "viele" und ziehen in Richtung Virunga-Park, der an der Grenze mit Ruanda liegt, so der kongolesische Offizier (www.jeuneafrique.com)
- Mehr als 25 Tonnen Waffen wurden in der Farm des meuternden General, Jean Bosco Ntaganda in Masisi (Nord Kivu) beschlagnahmt, wo gewalttätige Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und den meuternden Soldaten der ehemaligen CNDP zwischen den 29.04. und 04.05.2012 stattgefunden haben, hat der Sprecher der Provinzregierung der Presseagentur AFP erklärt. "Es gibt schwere Waffen, Granatwerfer, rückstoßfreie Kanonen und leichte Waffen. Einige Waffen wurden dem Gouverneur vorgestellt, als er diesen Teil von Masisi besucht hat, um die Bevölkerungen für die Rückkehr zu sensibilisieren, fügte der Sprecher hinzu. Der General soll im Virunga-Park sein, in der Nähe der Grenze mit Ruanda. Aber da Ruanda seine Grenzen zur DR Kongo geschlossen hat, werden die Meuterer nicht nach Ruanda hineinkommen können", so der Sprecher der Provinzregierung weiter (www.jeuneafrique.com)
- Die aus der FARDC desertierten Soldaten haben eine politisch-militärische Bewegung mit der Bezeichnung M23 gegründet. M23 steht für den 23. März 2009, der Tag, an dem die CNDP und die Regierung in Kinshasa den Friedensvertrag unterzeichnet hatten. Die Information wurde am Sonntag, den 06.05.2012, in einem durch Oberstleutnant Kazarama Viannay unterzeichneten Pressekommuniqué bekannt gegeben. Das Ziel dieser Bewegung ist es, so die Gründer, das in 2009 zwischen der kongolesischen Regierung und der CNDP abgeschlossene Abkommen wiederzubeleben. Das Dokument präzisiert, dass M23 durch den Oberstleutnant Makenga Sultani, ehemaliger stellvertretender Kommandant der Operation "Ammani Leo" in Süd Kivu, koordiniert wird. M23 wurde am Ende eines Treffens von ex-CNDP-Offizieren in Rutshuru gegründet. Als Reaktion darauf haben die Verantwortlichen der als politische Partei anerkannten Original-CNDP unterstrichen, dass sie mit dem am 23.09.2009 mit der kongolesischen Regierung abgeschlossenen Friedensprozess verwachsen bleiben. Sie begrüßen die durch die Führung der kongolesischen Armee entschiedene Gefechtspause und appellieren an die kongolesische Regierung, dem Dialog den Vorrang zu geben, um Nord Kivu zu helfen, friedlich aus der Krise herauszukommen, so das Pressekommuniqué weiter (www.radiookapi.net)
- Die ruandischen Rebellen der FDLR und die Mai-Mai-Milizionäre haben in der Nacht von Montag (07.05.12) zum Dienstag (08.05.12) 4 Frauen vergewaltigt, 56 Ziegen mitgenommen und 2 Kaufläden in Kimaki (zwischen Lubero und Walikale / Nord Kivu) geplündert. Polizeiquellen bestätigen, dass die Situation im Süden von Lubero seit dem Abmarsch am 29.04.12 der in diesem Teil des Landes stationierten FARDC-Soldaten besorgniserregender geworden ist. Am Telefon bedauert der Vorsitzende der Zivilgesellschaft von Nord Kivu die Abwesenheit der FARDC im Süden von Lubero und plädiert für die Rückkehr der FARDC in ihre ehemaligen Stellungen, um die Bevölkerung und ihre Güter zu sichern (www.radiookapi.net)
- Die in der parlamentarischen Union pour la Démocratie et le Progrès Social-Forces acquises pour le changement (UDPS-FAC) zusammengeschlossen Führer der Opposition haben am Dienstag, den 08.05.12, das angeprangert, was sie als Versessenheit der Regierung gegen die Mitglieder der Opposition und der Menschenrechtsorganisationen nennen. Sie haben sich bei dem Gespräch mit dem für die Menschenrechte zuständigen Mitarbeiter des UN-Generalsekretärs, Ivan Simonovic, der zurzeit die DR Kong besucht geäußert. Ihrem Sprecher zufolge sind es nur die politischen Führer, die nationalen und Provinzdeputierten aus der Opposition, die im Gefängnis landen oder getötet werden (www.radiookapi.net)
- Der EU-Botschafter in der DR Kongo, Jean-Michel Dumond, hat am Dienstag, den 08.05.12, die Restrukturierung der Unabhängigen Nationalwahlkommission empfohlen. Allerdings hat er präzisiert, dass die Restrukturierung der CENI von den Deputierten abhängt, die einen Sitz in der Nationalversammlung haben. Diese müssen über diese Neugestaltung entscheiden, falls sie es als notwendig betrachten, sagt er weiter. Er appelliert bei einer Radiosendung von Radio Okapi ("Paroles aux auditeurs") an die kongolesischen Behörden, die lokalen und Provinzwahlen, die in diesem Jahre hätten stattfinden sollen, aber auf Januar 2013 verschoben sind, zu organisieren (www.radiookapi.net)
- Der für die Menschenrechte zuständige Mitarbeiter des UN-Generalsekretärs, Ivan Simonovic, hat am Montag, den 07.05.12, die Bedingungen beklagt, unter denen 13.000 kongolesische Staatsbürger aus Angola abgeschoben wurden. In Kasai Occidental, wo er sich befand, hat er versprochen, dem Sicherheitsrat der UNO einen Bericht vorzulegen, um die notwendigen Lösungen dieses Problems zu finden. Der Vorsitzende des Empfangskomitees der aus Angola Abgeschobenen, Charles Mukubayi (katholischer Priester) hat bei diesem UN-Verantwortlichen für die offizielle Wiedereröffnung der Grenze zwischen der Angola und der DR Kongo plädiert (www.radiookapi.net)
Dienstag, den 08. Mai 2012
- Die Mai-Mai-Miliz Simba hat am Freitag eine Stellung der FARDC in Mambassa (Orientalprovinz) attackiert. Es gab 27 Tote, unter ihnen 26 Zivilisten und ein FARDC-Offizier, und mehrere Verletzte, so die Zivilgesellschaft von Mambassa am Sonntag. Der Kommandant der 9. Militärregion, General J.C. Kifua, der keine Präzision über diese Attacke gab, hat zur Kenntnis gebracht, dass die FARDC die Verbrecher verfolgen. "Die Mai-Mai-Simba stammen aus der Gegend. Am Tag sind sie Zivilisten", hat er an den erläutert und fügt hinzu, dass sie Wilderer und illegale Ausbeuter von Rohstoffen sind (Xinhua)
- Drei Allianzen wurden in den letzten 2 Wochen zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen in Walikale, Lubero und Masisi geschlossen, so die lokalen Quellen. Eine Allianz wurde zwischen der Mai-Mai-Gruppe Lafontaine und einer Gruppe von desertierten FARDC-Elementen, die durch Oberst Kahasha angeführt wird, eingefädelt. Diese Koalition, die sich "Union des Patriotes Congolais pour la Paix" (UPCP) nennt, besetzt seit 4 Tagen den gesamten südöstlichen Teil von Lubero und beunruhigt die an der Straße zwischen Kanyabayonga-Kirumba-Kasseghe lebenden Bevölkerungen. Ein anderes Abkommen wurde zwischen der Mai-Mai-Gruppe Janvier und einigen Rebellen der FDLR ins Leben gerufen, die den nordwestllichen Teil von Massisi kontrollieren. Die unter der Leitung von Cheka stehenden Milizionäre haben sich mit den "Forces de défence congolaise" zusammengetan. Sie besetzen mehrere Orte im Westen von Walikale. Der Vorsitzende der Zivilgesellschaft von Nord Kivu, Thomas d'Aquin Mustafa, ist der Ansicht, dass "diese Situation hätte leicht eine Lösung finden können, wenn die FARDC eine wirklich republikanische Armee gewesen wären". Er führt diese Situation auf die Tatsache zurück, dass die Integration der aus den bewaffneten Gruppen kommenden Soldaten in die nationale Armee schlecht umgesetzt wurde (www.radiookapi.net)
- Die Einwohner von Kikamba (Süd Kivu) sind am Montag, den 07.05.2012, in ihr Dorf zurückgekehrt. Sie hatten sich 4 Tage in einem benachbarten Wald versteckt, nachdem am letzten Donnerstag geschossen wurde, um die Raia-Mutomboki-Milizionäre auseinanderzutreiben, die eine Zelle demoliert hatten, in der sich ihr Mitkämpfer in Haft befand. Raia-Mutomboki ist eine bewaffnete Gruppe, die behauptet, kongolesische Dörfer gegen die Attacken der ruandischen Rebellen der FDLR abzuschirmen. Am 12.04.2012 hatte diese bewaffnete Gruppe ein Grundsatzabkommen zur Befriedung von Shabunda mit den FARDC unterzeichnet, dem zufolge sich die Raia-Mutomboki verpflichtet hatten, unter der Bedingung, dass ihre Sicherheit gewährleistet ist, die Waffen niederzulegen und in das zivile Leben zurückzukehren (www.radiookapi.net)
- Eine angespannte Situation herrscht zwischen den Gemeinschaften Lingonda und Bobeyi (Bomboma/Kugu/Provinz Equateur), haben die lokalen Quellen am Sonntag, den 06.05.2012, berichtet. Die Lingonda werfen den Bobeyi vor, die während der Kolonisation (1956) festgelegte Abgrenzung ihres Reviers verletzt zu haben. Unabhängigen Quellen zufolge sammeln die Bobeyi für ihre Nahrung Schnecken im Wald der Lingonda, die diese Einfälle nicht gerne sehen. Bodenkonflikte zwischen den Gemeinschaften sind in dieser Provinz häufig. Die Unstimmigkeit zwischen Munzaya und Enyele, die um die Benutzung eines Fischteiches gestritten hatten, war im November 2009 zu einem bewaffneten Aufstand eskaliert, der fast die ganze Equateurprovinz entflammte, so dass die Provinzhauptstadt betroffen wurde. Mehrere Soldaten und Zivilisten kamen bei diesen Zusammenstößen ums Leben. Mehr als 100.000 Personen waren gezwungen, ihre Wohnorte zu verlassen, um im benachbarten Kongo-Brazzaville Zuflucht zu suchen (www.radiookapi.net)
Montag, den 07. Mai 2012
- Die Sicherheitslage im Westen des Landes verbessert sich. Das Banditentum in Kinshasa, ethnische Konflikte in den Provinzen Equateur, Kasai Oriental und Kasai Occidental: Dies war die Sicherheitslage im Westen der DR Kongo. Trotz dieser Tatsachen "wurde" die Sicherheitssituation in diesem Teil des Landes "für ruhig gehalten", so der Militärsprecher der MONUSCO, Félix Prosper Base, bei einer Pressekonferenz seiner Organisation in Kinshasa (www.lepotentiel.cd)
- Die USA sind bereit, mit der Matata-Regierung zusammenzuarbeiten. Dies hat der USA-Botschafter in der DR Kongo, James F. Entwistle, am Donnerstag in Kinshasa erklärt. Dabei hat er das Engagement seines Landes zum Ausdruck gebracht. Er nahm auch die Gelegenheit wahr, um dem kongolesischen Premierminister und der gesamte Regierung zu gratulieren. Überdies hatte er einige Erinnerungen erwähnt, die er über Matata, als er noch Finanzminister war, im Auge behält (www.digitalcongo.net)
- Durch ein an den Präsidenten der Nationalversammlung adressiertes Kommuniqué haben die nationalen Deputierten aus Nord Kivu an den kongolesischen Staatschef appelliert, seine Versprechungen betreffend die Sicherung dieser Ostprovinz des Landes zu verwirklichen. Dieses Kommuniqué, das die kürzlichen Zusammenstöße zwischen den FARDC und den General Jean Bosco Ntagada nahe stehenden Meuterern erwähnt, ist mit einigen Empfehlungen ausgestattet. Unter ihnen ist hier zu erwähnen, die Maßnahmen zur Versetzung der aus Nord Kivu stammenden Soldaten in andere Provinzen des Landes, der Teil des Haushaltes, der für die Sicherungsausgaben hinsichtlich der Befriedung des Ostteils der DR Kongo vorgesehen ist. Was die Regierung anbetrifft, appellieren die nationalen Deputierten aus Nord Kivu an den Premierminister, die Provinz Nord Kivu "sofort zu besuchen", um die sich dort stellenden Sicherheitsfragen zu überprüfen und eine endgültige Lösung zu finden (www.lepotentiel.cd)
- Die USA beobachten genauer die Situation im Osten der DR Kongo. Bei der oben erwähnten Pressekonferenz hat der USA-Botschafter in der DR Kongo dies unterstrichen. "Wir unterstützen die Bemühungen der kongolesischen Regierung, die zum Ziel haben, den Aufstand der Jean Bosco Ntaganda treuen Truppen niederzuschlagen. Wir sind mit der durch die MONUSCO schnell durchgeführte Aufstellung der Blauhelme zufrieden, um die zivile Bevölkerung zu schützen. Die USA-Position zu Jean Bosco Ntaganda hat sich nicht geändert. Er muss verhaftet und vor Gericht gestellt werden", so der USA-Botschafter, James F. Entwistle (www.lobservateur.cd)
- Die FARDC haben am Freitag, den 4.5.2012, Mushaki (Masisi/Nord Kivu) wieder eingenommen. In der Nähe von Masisi ist die Farm, in der sich General Jean Bosco, wie er in einem Interview am Dienstag gesagt hatte, befindet, nachdem er seine Residenz in Goma verlassen hatte. "Eingekesselt" ist der ehemalige Oberkommandant der CNDP "dabei, seine Farm zu verlassen, um sich über den Virunga-Park Oberst Makenga in Runyonyi (Rutshuru), der sein Stellvertreter bei der Rebellion war, anzuschließen. Traditionelle Hochburg der CNDP grenzt der Bezirk Rutshuru an Ruanda und Uganda an. Die französische Presse berichtet, dass Oberst Makenga, der Nummer 2 im Rahmen der Operation Amani Leo war und eine große Rolle bei der Integration der ex-CNDP in die FARDC gespielt hatte, und Oberleutnant Mazozola, jetziger Adjutant von Jean Bosco Ntaganda, in der Nacht vom Donnerstag zum Freitag mit ihren Gefolgsleuten den FARDC den Rücken gekehrt haben (www.lepoteniel.cd)
- Die FARDC haben am Sonntag die Suspendierung ihrer seit einer Woche gegen die Meuterer laufenden Operationen bestätigt. Sie geben auch an, dass sie die Situation in dieser instabilen Provinz Nord Kivu "bewältigt haben". "Die FARDC haben in der Nacht vom 04.05. zum 05.05.2012 die Operationen zur Neutralisierung der Undisziplinierten suspendiert", so General Didier Etumba Longila in einem der AFP vorgelegten Kommuniqué. Im Operationssektor von Masisi und in einem Teil von Rutshuru, wo die Undisziplinierten ihre Angriffe gegen die FARDC konzentriert hatten, ist die Situation bewältigt und am heutigen Tag unter Kontrolle unserer Streitkräfte" hat er bestätigt (www.mediacongo.net)
Samstag, den 05. Mai 2012
- Die Kämpfe in Nord Kivu zwingen Tausende von Personen zu fliehen. Seit letztem Jahr hat die Zahl der vertriebenen Personen in der DR Kongo die Grenze von 2 Millionen Menschen überschritten, so die durch die UN ermittelten Zahlen. Ca. 20.000 Zivilisten mussten seit letztem Sonntag ihre Wohnorte in Nord Kivu verlassen. Viele von ihnen haben auf den Bergen von Masisi Flucht gesucht, eine landwirtschaftliche Region, wo sich mehrere Tierzüchterdörfer befinden. Ganze Familien haben sich nach Goma begeben, während 3.500 Personen nach Ruanda geflüchtet sind (www.rfi.fr)
- Die Blauhelme der MONUSCO wurden in den Sektoren stationiert, in denen die FARDC und die Meuterer kämpfen, um die Sicherung der zivilen Bevölkerung zu gewährleisten, hat der Kommandant der MONUSCO-Kräfte, General Chander Prakash, der sich in Nord Kivu aufhält, erklärt. "Heute hat eine große Zahl von Helikoptern, nämlich Angriffshelikopter, Aufklärungsflüge über die Zone vorgenommen, um den Schutz der Zivilisten zu gewährleisten Wir haben auch Panzer in Sake stationiert", so General Prakash, nachdem er einen Aufklärungsflug über die umkämpften Zonen in Masisi absolviert hat (www.radiookap.net)
- Der für Menschenrechte zuständige stellvertretende UN-Generalsekretär, Ivan Simonovic, besucht zwischen dem 02.05 und dem 20.05.2012 die DR Kongo, um sich u.a. über die Lage der Menschenrechte und die geleitsteten Bemühungen um die Bekämpfung der Straflosigkeit in diesem Land zu informieren. Dem MONUSCO-Sprecher zufolge ist Ivan Simonovic im Land, um "die Kooperation zwischen dem UN-Hochkommissariat für Menschenrechte und der neuen Regierung sowie mit den nationalen und internationalen Akteuren zu konsolidieren und die Menschenrechte im ganzen Land zu fordern (www.leootentiel.cd)
Donnerstag, den 03. Mai 2012
- 5 Monate nach den Wahlen vom 28.11.2011 hat die DR Kongo eine neue Regierung, deren Liste am Samstag, den 28.04.2012, bekanntgegeben wurde. Sie besteht aus 36 Mitgliedern (L'Avenir). Mehr zur Regierung siehe unter "Kommentar" (www.kongo-kinshasa.de)
- Die Regierung der DR Kongo ist der Ansicht, dass Jean Bosco Ntaganda verantwortlich für die im Osten des Landes stattfindenden Kämpfe ist, hat der Gouverneur von Nord Kivu, Julien Paluku, der Presse gegenüber erklärt. Die kongolesische Regierung hat mich beauftragt, folgendes zu erklären: Alles, was zurzeit in Masisi stattfindet, steht unter der Verantwortung des Generals Jean Bosco Ntaganda, er muss dafür gesucht werden. Wenn unsere Truppen ihn verhaften, wird er sich dafür verantworten. Falls uns die Undiszipliniertheit einen Krieg aufzwingt, werden wir den Krieg führen, fügt der Nord-Kivu-Gouverneur hinzu (www.normandie.com)
- General Jean Bosco Ntaganda bestätigt, dass er nicht in die gewaltsamen Kämpfe involviert ist, die zwischen den FARDC und Meuterern aus der CNDP, die er vor ihrer Integration in die FARDC angeführt hatte, im Osten der DR Kongo stattfinden. Er lehnt jegliche Verantwortung für die kürzlichen Desertionen mehrerer FARDC-Offiziere und Soldaten ab. Seit Sonntag und dem Beginn der Kämpfe in Nord Kivu sind 2.000 Kongolesen, mehr als die Hälfte davon Kinder, nach Ruanda geflüchtet (www.rfi.fr)
- Weitab von Kamera fällt Nord Kivu noch einmal in die Gewalt zurück. Seit mehr als einem Monat stiften meuternde Soldaten Unruhe in Nord Kivu, ein Gebiet, das im Nord-Osten der DR Kongo liegt und durch Kriegsjahre heimgesucht war. Anfang April 2012 sind die aus der CNDP (Conseil National de Défense de la Patrie) - eine seit 2003 in Nord Kivu angesiedelte und 2009 den FARDC eingegliederte Miliz -, stammende Soldaten übergelaufen. Sie werfen dem kongolesischen Staatschef, Joseph Kabila, vor, "die zwischen ihm und der CNDP bezüglich der Reform der kongolesischen Armee abgeschlossenen Abkommen nicht respektiert zu haben". Die aus mehreren hundert Soldaten bestehende Meuterei wird durch Jean Bosco Ntaganda, ex-CNDP-Chef, kommandiert. Auch bekannt unter der Bezeichnung "Terminator" wird Jean Bosco Ntaganda seit 2006 wegen Anwerbung von Kindersoldaten durch den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gesucht. Die kongolesische Regierung lehnt es bis jetzt ab, ihn zu verhaften und auszuliefern. Ein neuer Strafbefehl gegen ihn wird demnächst wegen Vergewaltigungen und Morden erlassen, die er, als er noch der CNDP vorstand, und nach seiner Integrierung in die FARDC in 2009 begangen haben soll (observers.france24.com)
- Nach einer am Montag, den 30.04.2012, eingeleiteten Gegenoffensive ist es den FARDC gelungen, einige Lokalitäten in Masisi und Rutshuru zu erobern, die seit 2 Tagen durch die Meuterer besetzt waren, so Militärquellen. Die FADC-Soldaten haben auch die Kontrolle über Kantu, Kabuya, Karuba und Kilongo (ca. 50 km nordwestlich von Goma / Nord Kivu) wieder übernommen, laut den lokalen Quellen in Masisi (www.radiookapi.net)
- "Die Sicherheitslage muss beachtet werden", bestätigt der deutsche Botschafter in der DR Kongo. Am Ende eines 2-tägigen Besuchs in Süd Kivu ist der deutsche Botschafter, Peter Blomeyer, über die schnelle Reaktion der FARDC in Hinsicht auf die Bewältigung der Sicherheitsprobleme nach der Desertion einiger FARDC-Soldaten ermutigt. In diesem Zusammenhang hat der deutsche Diplomat daran erinnert, dass eine disziplinarische Kommission innerhalb der FARDC ins Leben gerufen worden ist, die über alle Fälle der desertierten Soldaten befinden muss. Der deutsche Botschafter aber betont, dass das Hauptproblem die Reform des Sicherheitssektors bleibt. Ihm zufolge müssen zuvor die Lebensbedingungen der Soldaten verbessert werden. Er empfiehlt in diesem Zusammenhang, dass die Zahlung des Solds für jeden Soldaten per Banküberweisung erfolgt. Er empfiehlt auch den Bau von Kasernen, wo die Soldaten leben sollen. Vor seiner Abreise hat der deutsche Botschafter verschiedene Projekte besucht, die durch sein Land über die deutsche Zusammenarbeit GIZ finanziert werden (direct.cd)
- 15 Personen, unter ihnen 3 Frauen, sind am Montag, den 30.04.2012, bei den Zusammenstößen zwischen den FARDC und den Jean Bosco Ntaganda nahe stehenden Meuterern in Ngungu (Masisi / Nord Kivu) getötet worden. Den lokalen Quellen zufolge verlässt die Bevölkerungen diese Lokalitäten, um Zuflucht in Goma (Hauptstadt der Provinz Nord Kivu zu finden, während sich andere nach Minova begeben, wo sie bei Gastfamilien untergebracht worden sind (www.radiookapi.net)
- Bei der Attacke des FARDC-Lagers in Kasalo (Karemba / Nord Kivu) durch die Elemente der Mai-Mai-Pareco am Montag, den 30.04.2012, sind 2 Personen, eine Frau und ihr Kind, getötet und 3 andere schwer verletzt worden. Laut den Militärquellen sind die Angreifer aus Mbuavinywa gekommen und haben versucht, die Position der kongolesischen Streitkräfte zu besetzen. Die Verletzten sind Mai-Mai-Elemente, die ins Krankenhaus von Kaina eingeliefert wurden, so die gleichen Quellen (www.radiookapi.net)
Freitag, den 27. April 2012
- Die Präsentierung der ständigen Ausschüsse der Nationalversammlung, die am Mittwoch hätte stattfinden sollen, ist auf den heutigen Freitag gelegt worden. Grund: Der Vorstand der Nationalversammlung hat nicht alle Listen der Deputierten bekommen, die diese Kommissionen bilden sollen. Die Oppositionsparteien aber verlangen schon den Vorstand von 3 der 7 Kommissionen. Für Emery Okundji, Oppositionsabgeordneter, würde die Vergabe der 3 ständigen Ausschüsse an die Opposition "die Harmonie, die Eintracht und gute Stimmung" innerhalb der Nationalversammlung garantieren (www.radiookapi.net)
- In seinem am Mittwoch, den 25.04.2012, publizierten Beschluss hat der Höchste Gerichtshof die Wahl von 32 gewählten Deputierten für ungültig erklärt. Die Deputierten, deren Mandat annulliert wurde, sind durch andere ersetzt worden (www.radiookapi.net)
- Bei einem Gespräch mit dem Vorsitzenden der Nationalversammlung hat die parlamentarische Opposition ihre Entscheidung bekanntgegeben, an der Arbeit dieser Institution wieder teilzunehmen. Den nationalen Abgeordneten, Claudel André Lubaya, der an diesem Gespräch teilgenommen hatte, zufolge hat die Opposition zuerst ihre Frustration über das, was bei der Wahl des Vorstands der Nationalversammlung am 12.04.2012 passiert war, zum Ausdruck gebracht. So hat die parlamentarische Opposition entschieden, an der Plenarsitzung vom 27.04.2012 zu partizipieren (www.digitalcongo.net)
- 300 FARDC-Deserteure sollen sich Sheka angeschlossen zu haben. Sheka ist der Rebellenchef der Mai-Mai-Gruppe Nduma Defence of Congo (NDP), die in Walikale (Nord Kivu) operiert. Die Sicherheitsdienste dieser Provinz bestätigen, dass die Allianz zwischen Sheka und Ntaganda, der durch den Internationalen Strafgerichtshof wegen Kriegsverbrechen gesucht wird, beabsichtigt, die Minenzonen zu kontrollieren, um Gold und Zinnoxid in dieser Region abzubauen. Nach einem Gespräch mit dem Sondervertreter des UN-Generalsekretärs in der DR Kongo am letzten Mittwoch hat der Vize-Gouverneur von Nord Kivu erklärt, dass Bosco Ntaganda und andere Deserteure immer noch unter der Beobachtung der Disziplinkommission des Generalstabs der FARDC befinden (www.radiookapi.net)
- Der ehemalige Chef der Gemeinschaft von Ruzizi, Mwami Ndabagoy, wurde in der Nacht von Donnerstag in seinem Haus in Luberizi (Süd Kivu) durch 4 Schüsse am Kopf getötet. Dem Kommandanten des 104. HARD-Regiments zufolge hat der Mord gegen 20 Uhr stattgefunden. Es folgte eine große Spannung innerhalb der Bevölkerung dieses Bezirks, wo sich zwei Gemeinschaften (Barundi und Bafuliru) um die traditionelle Herrschaft streiten (www.radiookapi.net)
- Als Antwort auf den durch die Menschenrechtsorganisation ASHADO publizierten Bericht hat der kongolesische Justiz- und Menschenrechtsminister zugegeben, dass die kongolesische Demokratie nicht perfekt ist, aber die Behauptung der ASHADO zurückgewiesen, der zufolge "die Demokratie in der DR Kongo nur auf dem Papier existiert und das Volk nichts mehr damit zu tun haben will". Bei einer Pressekonferenz hat der Minister bestätigt, dass ASHADO die Regierung zu ihren Bemühungen um die Verbesserung der Menschenrechte in der DR Kongo hätte beglückwünschen sollen (www.radiookapi.net)
Donnerstag, den 26. April 2012
- Obwohl es vorauszuahnen war, dass sie einen Ministerposten in der neuen Regierung bekommt, hat die Partei "Solidarité congolaise pour le Développement" (SCOD) die Präsidialmehrheit verlassen, so ihr Vorsitzender Jean-Claude Muyambo am Mittwoch in Kinshasa. Als Grund nannte er die fehlende Transparenz bei den legislativen Wahlen vom 28.11.2011. Der kongolesische höchste Gerichtshof hatte die Anfechtungsklage Muyambos zur Wahl in Lubumbashi verworfen, wo Muyambo glaubt, gewählt worden zu sein (www.rfi.fr)
- Der Sondervertreter des UN-Generalsekretärs in der DR Kongo, Roger Meece, hat am Dienstag, den 24.04.2012, in Uvira (Süd Kivu) erklärt, dass "die MONUSCO entschlossen ist, ihre Friedensbemühungen fortzusetzen" und "die Zivilisten in Nord und Süd Kivu zu schützen". Für ihn ist "die Sicherheit der Zivilisten die größte Priorität und das größte Ziel der MONUSCO". Er fügte hinzu, dass "die Bedrohung noch nicht zu Ende ist, solange der gesuchte Ntaganda in Freiheit bleibt". Dies ist der Grund weshalb, er sich über die Annäherungsbemühungen zwischen den Zivilgesellschaftsaktivisten, den Sicherheitsdiensten und den lokalen Gemeinschaften bei der Suche nach einem nachhaltigen Frieden in der Region gefreut hat (www.lepotentiel.com)
- Die Niederlande gesellen sich zum kongolesischen Staatschef, Joseph Kabila, um die Verhaftung von General Bosco Ntaganda und seine Überstellung zum Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag zu fordern. Dies hat der niederländische Botschafter in der DR Kongo, Roert van Embden bei einer Pressekonferenz in seiner Residenz im Bezirk Gombe (Kinshasa) anlässlich der königlichen Feier erklärt. Er appelliert an die zukünftige Regierung, den jetzigen Moment zum Anlass zu nehmen, um die wirtschaftliche Wiederbelebung zu sichern, den demokratischen Prozess und die Errichtung eines Rechtsstaates zu sichern (www.lepotentiel.com)
- Die Einwohner von Buna (Nord Kivu) verlassen seit Dienstag, den 24.04.2012, diese Lokalität. Sie entfliehen den Übergriffen der FARDC-Elemente, so der lokale Vorsitzende der Zivilgesellschaft, der bestätigt, dass in der Nacht vom Montag, den 23.04.2012, zum Dienstag, den 24.04.2012, Personen mit Armeeuniform die Männer geschlagen, die Frauen vergewaltigt und ihnen danach einen Bajonettstich versetzt haben. Der Kommandant der FARDC in Beni hat erklärt, dass er über die Situation informiert ist. Ihm zufolge wurden die Militäroffiziere instruiert, die Verantwortlichen zu identifizieren und der Bevölkerung ein Gefühl der Sicherheit zu geben (www.radiookapi.net)
Mittwoch, den 25. April 2012
- "Die DR Kongo leidet unter einem demokratischen Defizit, das die Quelle allen Übels ist". Dies ist der Inhalt des Briefes, den die Menschenrechtsorganisation Journaliste en Danger (JED) am Dienstag, den 24.04.2012, an den designierten Regierungschef, Matata Ponyo, adressiert hat. Nachdem JED die Ernennung des neuen Premierministers mit Freude begrüßt hat, macht sie ihn auf die Verantwortung aufmerksam, die ihm obliegt, eine exakte Diagnose des Übels zu erstellen, unter dem die DR Kongo leidet, insbesondere nach den Wahlen, die das Land in eine tiefgreifende Krise getaucht hat. JED wünscht, dass sich Matata Ponyo öffentlich verpflichtet, alles zu tun, um die schwerbeschädigte demokratische Reputation der DR Kongo neu zu beleben (www.laprosperiteonline.net)
- Die Zivilgesellschaft von Nord Kivu ist mit der Versetzung von ca. 1.000 FARDC-Soldaten nach Kananga (Kasai Occidetal) zufrieden. Dies hat der Verantwortliche dieser Struktur bei einer Pressekonferenz in Goma am Dienstag, den 24.04.2012, bestätigt. Den treibenden Kräften von Nord Kivu zufolge wird es diese Versetzung ermöglichen, eine republikanische Armee zu haben. "Wir sind die ersten, die diese Versetzung 100 % unterstützen, und wir wünschen, dass sie fortgesetzt wird, die Armee wirklich republikanisch wird und diejenigen, die in diesem Teil des Landes gearbeitet haben, in andere Territorien versetzt werden", hat Tomas D'Aquin Muhitsi erklärt. Der Vorsitzende der Zivilgesellschaft von Nord Kivu ängstigt sich dennoch davor, dass die kürzliche Meuterei innerhalb der FARDC diesen Versetzungsprozess zerstört (www.radiookapi.net
- Eine den Mai-Mai-Kombattanten zugeschriebene Attacke wurde am Dienstag im Zentrum von Beni (Nord Kivu) durchgeführt. Die bewaffneten Männer hatten ein Militärlager aufs Korn genommen. Die Hauptopfer sind Frauen und Kinder, die im Schlaf durch Macheten angegriffen wurden. Es gab einen Toten und mehrere Verletzte. Ein Angreifer wurde verhaftet, aber die exakte Identität der Angreifer sowie ihre genaue Motivation stellen immer noch Fragen (www.rfi.fr)
- Infolge der durch die bewaffneten Zusammenstöße in Nord und Süd Kivu verursachten Umsiedlung der Zivilbevölkerungen appelliert UNICEF an die kriegsführenden Parteien, aufzuhören, das Leben von Frauen und Kindern zu gefährden. In Nord Kivu sind ca. 17.500 Personen der seit einigen Wochen in Masisi (Pinga, Mweso, Nyabiondo) vorherrschenden Unsicherheit entflohen. Im benachbarten Süd-Kivu sind mehr als 45.000 Personen, in Mehrheit Frauen und Kinder, auf der Straße zwischen Mulungu und Shabunda und ca. 25.000 Personen auf der Straße zwischen Kalehe und Minova angesiedelt. UNICEF und ihre Partner sind wegen der humanitären Situation der Frauen und Kinder besorgt. Angesichts des aktuellen Kontextes stellt die Anwerbung von Kindern durch die bewaffneten Gruppen ein gesteigertes Risiko dar (santé-plus.org)
- Explosionsartige Verbreitung von Malariafällen in der DR Kongo: Eine Explosion von Malariafällen in der DR Kongo ist dabei, alle Präventions- und Behandlungsfähigkeiten des Landes zu überfordern, so die ONG "Médecins sans frontières" (MSF). Die meisten Gesundheitszentren und Krankenhäuser von MSF in der DR Kongo haben eine starke Zunahme von Malariafällen, besonders in ihrer folgenschweren Form, beobachtet. In fast allen östlichen Teilen des Landes hat die Zunahme der durch MSF behandelten Malariafälle seit 2009 250 % erreicht. Bei diesem starken Anstieg der Malariafälle ist auch eine hohe Zahl von folgenschweren Fällen zu erwähnen, die eine sofortige Krankenhauseinweisung sowie eine Bluttransfusion notwendig macht, mit der Folge, dass MSF nicht mehr in der Lage ist, allein einer Krise dieses Ausmaßes zu begegnen (www.afriquinfos.com)
Montag, den 23. April 2012
- Ca. 10 Journalisten haben im Rahmen der Vorbereitung der nächsten Wahlen eine Ausbildung über die Rolle der Presse während der Wahlperiode absolviert. Organisiert durch die internationale kanadische NGO "Journalistes pour les Droits humains" hatte diese Ausbildung zum Ziel, "den Presseleuten die Grundvorbereitungen zu vermitteln, um sich verschiedenen Herausforderungen zu stellen, die aus einem Wahlprozesse resultieren, damit sie über die kommenden Wahlen sinnvoll berichten können (www.lepotentiel.com)
- Die Einwohner vieler Dörfer in Beni (Nord Kivu) haben seit März 2012 aufgrund der durch die undisziplinierten FARDC-Elemente verübten Übergriffe ihre Wohnorte verlassen, hat der politische Berater und Sprecher des Gouverneurs von Nord Kivu, Jean-Louis Ernesto Kyaviro, der Presse mitgeteilt. "Diese Bevölkerungen, die in den peripheren Lokalitäten Zuflucht gefunden haben, sind Opfer der Plünderungen, die durch die FARDC-Elemente verübt werden, die 15 km von Beni stationiert sind", hat Kyaviro bestätigt. Ohne ihre Zahl zu nennen, fügt er hinzu, dass sie wünschen, nach der Delokalisierung dieser Elemente, in ihre Dörfer zurückzukehren. "Die Provinzbehörden appellieren an die Militärführung, Ordnung in der Armee zu schaffen (direct-cd)
- 4 Tage nach der Ernennung Augustin Matata Poyo als Premierminister hat die Provinzkoordination der Zivilgesellschaft von Nord Kivu am Freitag, den 20.04.2012, die vorrangigen Probleme ihrer Provinz definiert. Namentlich hat sie die Sicherheitsherausforderungen, die Sanierung der Straßeninfrastruktur und die Unentgeltlichkeit des Bildungswesens zitiert. Die Animateure der Zivilgesellschaftskoordination von Nord Kivu begrüßen die Ernennung dieser politischen Persönlichkeit und erwarten, dass sich der Premierminister bei der Sicherung der Provinz voll einsetzt. "Wir denken, dass er bei der Zerschlagung der ausländischen bewaffneten Gruppen helfen wird. Er wird auch bei der Bekämpfung der Straflosigkeit innerhalb der Armee helfen können", so Omar Kavota, der Sprecher der Zivilgesellschaftskoordination von Nord Kivu (www.radiookapi.net)
- Bei einem Schusswechsel zwischen 2 Gruppen von FARDC-Soldaten wurden in Kalungu (Kalehe / Süd Kivu) 3 Militärs und 2 Zivilisten verletzt. Der Schusswechsel hat stattgefunden, als die erste Streife fahrende Militärgruppe versucht hatte, zwischen Nyabibwe und Kalungu die Durchfahrt der zweiten Gruppe, die auf dem Weg nach Goma (Nord Kivu) war, zu blockieren. Die traumatisierte Bevölkerung hat geglaubt, dass es sich dabei um die Verfolgung der desertierten Soldaten handelte. Der Zivilgesellschaft von Kalehe zufolge haben die bewaffneten Zusammenstöße 6 Stunden gedauert (www.radiookapi.net)
- Ca. 1000 Militärs verlassen am heutigen Montag, den 23.04.201, per Flugzeug Goma (Nord Kivu) in Richtung Kananga (Kasai Occidental), wohin sie versetzt worden sind. Diese durch den Generalstab der FARDC entschiedene Versetzung zielt darauf, das Phänomen "gemeinschaftliche Soldaten und Offiziere" zu beenden, ein Phänomen, das der kongolesische Staatschef während seines letzten Aufenthalts in Goma verurteilt hatte. Damit wollte Joseph Kabila die FARDC-Soldaten bezeichnen, die der Armee nicht außerhalb der Provinz Nord Kivu dienen wollten. "Keine Armee mehr, die nur die Interessen einer Gemeinschaft verteidigt. Jeder Militär, der zu den FARDC gehört, muß dem Land dienen, wo er stationiert wird", hat der kongolesische Staatschef erklärt (www.radiookapi.net)
Donnerstag, den 19. April 2012
- Nach langen Monaten der Verhandlungen zwischen den Fraktionen, die Joseph Kabila unterstützen, wurde der Premierminister ernannt. Es handelt sich um Augustin Matata Poyo Mayon, Finanzminister in der scheidenden Regierung. Er ist einer der Überlebenden des Flugzeugabsturzes am 12.02.2012 in Bukavu (Süd Kivu), bei dem 6 Menschen, unter ihnen der Sonderberater von Joseph Kabila, ums Leben gekommen waren (www.jeuneafrique.com)
- Die MONUSCO hat seit dem 12.04.2012 eine Mission in Haut- und Bas-Uele (Orientalprovinz) angeordnet. Diese Initiative hat zum Ziel, durch die kongolesischen Staatsanwälte über die Behauptungen zu ermitteln, denen zufolge die FARDC-Offiziere Menschenrechtsverletzungen in diesen beiden Gebieten begangen haben sollen. Diese Mission wird über den 24.04.2012 dauern und ist Teil der logistischen, technischen und finanziellen Unterstützung, die die MONUSCO zu gerichtlichen Ermittlungen über die Verletzungen der Menschenrechte beiträgt, um den kongolesischen Behörden bei der Bekämpfung der Straflosigkeit zu helfen (www.groupelavenir.cd)
- Russland hat der DR Kongo 10 Stipendien für die Ausbildung von Armee-Offizieren zur Verfügung gestellt, so der russische Botschafter in der DR Kongo, Anatoly Klimenko. Die Partizipation Russlands an der Modernisierung der FARDC war u.a. das Thema des Gesprächs zwischen dem interimistischen kongolesischen Verteidigungsminister und dem russischen Botschafter am Dienstag in Kinshasa. Der russische Botschafter hat der Presse erklärt, dass sein Land 10 Stipendien zu Gunsten von der Ausbildung der kongolesischen Offiziere gewährt hat. Diese Offiziere werden eine 5 jährige Ausbildung absolvieren, am Ende derer sie als Ausbilder eingesetzt werden. Überdies hat er bekannt gegeben, dass Russland bereit ist, eine Delegation von Militärexperten in die DR Kongo eiligst zu entsenden, um vor Ort die Möglichkeiten zur Verstärkung der Modernisierung der FARDC, vor allem im Bereich der Ausrüstung, zu eruieren. Er fügt hinzu, dass sein Land bereit ist, sich an der Verfolgung der ugandischen Rebellen der LRA zu beteiligen (www.digitalcongo.net)
- Die Militäroperationen der FARDC gegen die bewaffneten Gruppen sowie die gespannte Sicherheitssituation in 3 Ostprovinzen des Landes zwingen hunderte von Personen weiter, ihre Wohnorte zu verlassen, und schränken die Zonen der menschlichen Aktivitäten ein, so OCHA (www.lepotentiel.com)
- Die MONUSCO und die FARDC haben entschieden, ihre Operation in Dungu fortzusetzen. Das Ziel dieser Operation ist es, "die freiwillige Kapitulation der Elemente der ugandischen Rebellen der LRA, die noch aktiv in diesem Teil der Orientalprovinz sind, zu erleichtern", so der vorläufige MONUSCO-Sprecher. In diesem Zusammenhang hatte der Einsatzleiter der MONUSCO-Truppen in Duru am 12.04.2012 in den Anliegerzonen vdes Duru-Nebenflusses intensive Patrouillengänge durchgeführt, um die Kapitulation einer Gruppe von LRA-Kombattanten zu konkretisieren, "die im Vorfeld den Wunsch, sich zu ergeben, geäußert hatte", so der Sprecher weiter (www.lepoteniel.com)
- Die Zusammenstöße zwischen den FARDC und der Mai-Mai-Gruppe Nduma Defense of Congo von Cheka haben in Walikale (Nord Kivu) 27 Opfer gefordert. Diese Kämpfe haben zwischen den 11. und 14.04.2012 in Mbunyampuli und Luvungi stattgefunden. Unter den Opfern zählt man mindestens 12 FARDC-Soldaten und 15 Mai-Mai-Milizionäre, so die Militärquellen (www.radiookapi.net)
Mittwoch, den 18. April 2012
- Ca. 10 Dörfer in Ihana und Luberiki (Walikale / Nord Kivu) befinden sich seit dem 14.04.2012 unter Kontrolle von der Cheka-Mai-Mai-Miliz. Lokalen Quellen zufolge ist alles aus einem am Mittwoch, den 11.04.2012, eingeleiteten Angriff der FARDC hervorgegangen, um diese Region zu befrieden, wo es von bewaffneten Gruppen wimmelt. Der Erfolg der FARDC war nur von kurzer Dauer, da die Cheka-Mai-Mai-Miliz, verbunden mit einigen FCD-Kombattanten, die Attacke der FARDC-Truppen zurückgeschlagen hatten und die Kontrolle über viele Dörfer übernahmen. Die Kämpfe sind seit Sonntag beendet, aber der Verkehr zwischen Walikale und Goma ist unterbrochen. Verwaltungsquellen bestätigen, dass die Preise der lebensnotwendigen Produkte in Walikale gestiegen sind (www.radiookapi.net)
- Die Stadt Kasumbalesa (Katanga), wo 20 Menschen getötet worden sind, ist seit März 2012 der Unsicherheit ausgesetzt, so Quellen aus der Zivilgesellschaft. Um gegen das Wiederaufleben der Unsicherheit zu kämpfen, appelliert der Vorsitzende der Zivilgesellschaft von Kasumbalesa, Kazadi Kabobo, bei einer Pressekonferenz am Montag, an den Stadtverwalter, die Bevölkerung zu identifizieren. Ihm zufolge wird das Unsicherheitsklima durch einige in der Stadt Kasumbalesa illegal lebende Personen verschuldet. Kazadi Kabobo beklagt sich, dass die bis jetzt durch die Polizei eingeleiteten Ermittlungen, um die Täter dieser Verbrechen zu identifizieren, erfolglos geblieben sind. Der Stadtverwalter bestätigt, dass er bereit ist, mit der Zivilgesellschaft über die zu ergreifenden Maßnahmen zur Identifizierung der Einwohner von Kasumbalesa zu diskutieren (reliefweb.int)
- Zwei schweizerische Vereine, Paix pour le prochain et Action de carême, haben eine Ermittlung über die Aktivitäten des Rohstoffhandelsriesen Glencore in der DR Kongo durchgeführt. Nach sechsmonatigen Untersuchungen, in Zusammenarbeit mit kongolesischen Organisationen, bringen sie in einem Dokument vor, dass sich das Unternehmen, mit Sitz in der Schweiz, mit Mineralien versorgt, die illegal in einer ihrer Minen in der Provinz Katanga abgebaut werden. Die NGOs zeigen mit dem Finger auf den Tilwezembe-Tagebau, eine Niederlassung des Unternehmens Kamoto Cooper Company, die mit 75 % das Eigentum von Glencore ist. Die Aktivität dieses Unternehmens wurde 2008 suspendiert, und seitdem "arbeiten mehr als 1.600 Menschen, die Kupfer und Kobalt unter der Kontrolle des libanesischen Händlers Misa Mining abbauen". Glencore hat am Montag, den 16.04.2012, diese Information dementiert und bestätigt, dass "das Unternehmen gar nicht in der handwerklichen Minenausbeutung in der DR Kongo involviert ist", so sein Sprecher. Für ihn sind die Behauptungen der o.g. Vereine "unbegründet" (www.lemonde.fr)
- Die Sicherung des Ostteils der DR Kongo wird zweifellos die große Herausforderung, die die kommende Regierungsmannschaft meistern muss. Der Erfolg ihres Programms wird wahrscheinlich davon abhängen. Nach den in Süd Afrika organisierten Gesprächen über die Neuentwicklung des Staates steht der DR Kongo Einiges bevor. Die kongolesische politische Klasse findet Gefallen an den Schemata, die es nicht ermöglichen, die große Herausforderung anzunehmen. Da die Wahlen als Sebstzweck betrachtet wurden, haben sie dazu gedient, die Risse zu abzudichten, ohne die wahrhaftigen Probleme in ihrem Multiplum zu lösen (direct.cd)
- Die Meuterer der 10. Militärregion, die sich auf den Gipfeln von Uvira und Fizi (Süd Kivu) verstecken, haben den Willen geäußert, wieder in die FARDC zurückzukehren, so Radio Okapi, das Militärquellen zitiert. Diese bestätigen, dass diese Meuterer im Wald zwischen Uvira und Mwenga blockiert sind und Schwierigkeiten haben, ihren Ausbruch fortzusetzen", so die Quellen, die außerdem mitteilen, dass diese Meuterer, die schon in Kontakt mit der Militärführung stehen, aufgrund ihrer Sicherheit wünschen, dass ihre Kapitulation in Anwesenheit der MONUSCO stattfindet. Die Kommandantur der 10. Militärregion aber, wenn man den gleichen Quellen Glauben schenken darf, "hat von den Meuterern gefordert, sich ohne Bedingungen zu ergeben". Im umgekehrten Fall wird sich die "Verfolgung" bis zu ihrer Verschanzung fortgesetzt (www.lepoteniel.com)
Dienstag, den 17. April 2012
- Etienne Tshisekedi führt seinen politischen Kampf weiter. Folglich hat der UDPS-Vorsitzende im Gegenlauf zur Präsidialmehrheit, die Joseph Kabila unterstützt, eine neue politische Plattform "Volkspräsidialmehrheit" ins Leben gerufen. Die "Volkspräsidialmehrheit" will keine Deputierten haben, da sie die Nationalversammlung nicht anerkennt. Sie lehnt es ab, als Opposition betrachtet zu werden (www.rfi.fr)
- Im Gefolge der Suspendierung der Militäroperationen "Amani Leo" und "Kamilifu" durch den Staatschef empfiehlt die Menschenrechtsorganisation ASHADO am Montag, den 16.04.2012, in Kinshasa die Evaluierung der militärischen Operationen im Osten der DR Kongo. ASHADO schlägt in diesem Zusammenhang vor, dass diese Operationen durch alle Interessengruppen (FARDC, MONUSCO, politische und Verwaltungsbehörden und Zivilgesellschaft) evaluiert werden sollen. "Die Bevölkerungen im Osten hat Angst um ihre Sicherheit, sofern die Militärregimente, die an den Operationen "Amani Leo" und "Kamilifu" teilnehmen, nicht auf der psychologischen, materiellen und militärischen Ebene vorbereitet waren, sich der Suspendierung dieser Operationen zu stellen", so ASHADO in einem Pressekommuniqué. ASHADO hat davor Angst, dass diese Militärregimente es ablehnen, sich den Befehlen der Militärverantwortlichen in Nord und Süd Kivu zu fügen. ASHADO ist weiter der Meinung, dass dies zu noch mehr Desertionen innerhalb der kongolesischen Armee führen könnte und die Unsicherheit im Osten des Landes vergrößern werde. Sie empfiehlt den FARDC, dringende Maßnahmen zu ergreifen, um die Suspendierung der Militäroperationen einzurahmen und eine bessere Integration der Soldaten zu gewährleisten, die in diesen Operationen involviert waren (www.lepotentiel.com)
- Während sich die Unabhängige Nationalwahlkommission an die Evaluierung des Wahlprozesses mit ihren verschiedenen Partnern macht, tritt die EU wieder auf den Plan, um sie zum Respekt der Empfehlungen zu mahnen, die auf die Verbesserung der nächsten Wahlen hinzielen. Für die EU hängt die Freigabe des Rests ihrer Finanzierung zugunsten des Wahlprozesses in Höhe von 12 Millionen EUR von der Respektierung und der Umsetzung ihrer im Abschlussbericht ihrer Wahlbeobachtungsmission unterbreiteten Empfehlungen ab (direct.cd)
